Wissen
siehe auch Wissenschaft, Objektivität, Realität, Wahrheit, Theorie, Glauben, Zweifel


001 Das Wissen nimmt oft die Stelle des Denkens ein.

002 Mehr Wert auf die Bildung der Persönlichkeit legen, als auf den einseitigen Fortschritt im Wissen.

003 Wissen ist im Gegensatz zu Glauben oder Vermuten, wesentlich autoritativ.

004 Der klassische Begriff des Wissens impliziert die Wahrheit oder Sicherheit des Gewußten.

005 Tatsachen und Werturteile sind unlösbar miteinander verknüpft.

006 Der Positivismus vertritt die Ansicht, daß es positives, also nicht-hypothetisches Wissen gibt.

007 "Das Wissen im Sinne der Naturwissenschaften ist Vermutungswissen; es ist ein kühnes Raten. Das macht den Kampf gegen das dogmatische Denken zur Pflicht. Es macht auch die äußerste intellektuelle Bescheidenheit zur Pflicht."

008 Die alte Ethik war auf die Idee das sicheren Wissens gerichtet und damit wesentlich autoritär.

009 Wissenschaft schafft Wissen, nicht Sinn.

010 Wissen in der Form addierter Daten, statt als Mittel geistiger Ordnung, kennt keine Prioritäten und ist damit nutzlos.

011 Alles Wissen ist politisch. Alle Wissenschaft gründet auf Wertungen.

012 Es gibt kein Wissen von Gott, es gibt keine Möglichkeit das prinzipiell Jenseitige in diesseitigen Kategorien zu begreifen. Die Wissenschaft dagegen ist durch den auf das System angelegten Begriff gekennzeichnet.

013 In Bezug auf das Handeln ist alles Wissen nur Mittel, nicht Zweck.

014 Das Wissen zu mehren ohne den Willen zu bilden, kann sehr zum Nachteil geraten.

015 Wir haben es nie mit den Dingen selber zu tun, sondern mit unserem 'Wissen' davon.

016 Wissen und Erkennen ist letztlich immer Urteilen.

017 Wissen ist etwas, das 'gilt', nicht etwas, das 'ist'.

018 Das Problem der Objektivität ist das Problem der objektiven, bzw. allgemeinen 'Gültigkeit' des Wissens.

019 Die Kardinalfrage des Wissens und der Wirklichkeit, aber auch der Legitimation von Recht und Moral liegt in der Objektivierbarkeit der Dinge und Handlungen. Erkenntnis haben wir, wenn wir diese Frage beantworten können.

020 "Das höchste Wissen ist: ohne Nachdenken es haben!"

021 Nicht im Sinnesdatum als solchem liegen Irrtum und Wahrheit, sondern in seiner Beziehung zu unserem Wissen.

022 "Auf seine Essenz zurückgeführt, ist das östliche Wissen eine Form das Seins, ein Bewußtseinszustand, der klar und sich selbst genügend ist. Das östliche Wissen ist letztlich auf das reine Bewußtsein ausgerichtet, um dort seine Erfüllung zu finden. So erfreut sich das Objekt im Osten einer unmittelbareren Beziehung zu sich selbst. Dem entspricht die östliche Form des Wissens in der Gestalt des Seins, d.h. eines Zustandes. Nur das ist begriffen, was man wird und was man ist."

023 Die Unfähigkeit zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden zu können gehört zum Wesen der Dummheit.

024 Das Wissen ist untrennbar mit dem Wollen verwachsen.
025 Wissen 1. Ordnung: Sinnliche Wahrnehmung
        Wissen 2. Ordnung: Objektwissen
        Wissen 3. Ordnung: Logischer Schluß
026 Mystisches Wissen zu erwerben heißt sich einer Verwandlung zu unterziehen.

027 Es gibt kein Wissen, das nicht mißbraucht werden könnte.

028 Wissenschaft ist auf ein als Besitz verfügbares Wissen aus.

029 Der Baum des Wissens des Guten und Bösen ist der Tod.

030 Pragmatismus als Herrschafts- und Machtwissen.

031 Das höchste Wissen ist das Wissen vom Guten.

032 Geheimes Wissen ist der Schlüssel zu jedem System totaler Herrschaft.

033 Monopolisiertes Herrschaftswissen sichert die Geheimhaltung funktionswichtiger Informationen.

034 Immer mehr über immer weniger wissen heißt letztlich einfach nur immer weniger wissen.

035 "Wer nicht tanzt, weiß nicht, was wir wissen."

036 Geheimniskrämerei um alles, was mit Sicherheit zu tun hat.

037 Informationen verlieren zunehmend ihren Inhalt und werden reine Quantität.

038 Daß einer mehr weiß, als ein anderer ist kein Grund Macht auszuüben.

039 Unwissenheit ist die Wurzel menschlichen Leidens.

040 Die Quelle allen Wissens ist das Verlangen der Macht.

041 ''Gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergeblich."

042 Wissen ist stofflich, was bedeutet, daß es an einem bestimmten Ort
und zu einer bestimmten Zeit
nur eine begrenzte Menge davon gibt.

043 Wenn jemand Wissen erwirbt tut er das nicht, indem er anderen etwas wegnimmt.

044 Nur das Wissen der Moral ist der Gewißheit fähig.

045 Wenn alles gleichermaßen wissenswert ist, wird alles gleichermaßen bedeutungslos.

046 Die Sprache spricht uns und das Wissen denkt uns.

047 Keine Information nimmt uns eine Entscheidung ab.

048 Die Angehörigen der privilegierten Schicht wissen, daß Wissen Macht bedeutet und schließen deshalb andere von dieser Bevorzugung aus, damit die bestehenden Klassenunterschiede aufrechterhalten werden können.

049 Wissen ohne begleitende Weisheit ist verderblich.

050 Geheimes Wissen ist immer Herrschaftswissen.

051 Wir verfügen über immer mehr Medien, die immer weniger wichtige Gedanken vermitteln.

052 Es ist die Aufgabe das Gehirns und Nervensystems uns davor zu schützen, von einer Unmenge unnützen und belanglosen Wissens überwältigt und verwirrt zu werden.

053 Niemand wird etwas lernen, das er nicht wissen will.

054 Die Kunst des Fragens ist die Quelle allen Wissens.

055 Alles ist Sprache, was gemeinhin Wissen genannt wird.

056 Der Wert des Wissens ist unter die Moral gestellt.

057 Wissen beginnt mit der Zerstörung von Täuschungen, mit Enttäuschungen.

058 Echte Weisheit kennt keine Herrschsucht, von der Tragik des Werturteils ist sie frei.

059 Die revolutionäre Bewegung muß geheimes Wissen entmystifizieren und das Wissen zum Besitz aller machen.

060 Jedes Wirklichkeitsgebiet hat seine eigene Erkenntnisform.

061 Wissen darf nicht länger Privileg von Wenigen bleiben.

062 Die Macht der Unterdrücker und Ausbeuter liegt in der Unwissenheit und Dummheit der Bevölkerung.

063 Wissen verbiegt das Erleben.

064 Wissen kommt nur vom Toten, nie vom Lebendigen.

065 Es gibt keine dummen Menschen, sondern nur Leute, die sich für dieses oder jenes interessieren.

066 "Es ist also einerseits wieder das Erbe des Rationalismus, das uns hier begegnet, sofern die Apriorität des Kausalprinzips als eine allgemein notwendige und für Gegenstände jeder möglichen Erfahrung unerläßliche betrachtet wird; und andererseits formuliert Cassirer dieses Prinzip doch wieder so, daß es einfach die  Methodik  definiert, nach welcher hier die Welt unter dem Gesichtspunkt allgemeiner und exakter Regeln, unter dem Gesichtspunkt  höchstmöglicher  Präzision erfaßt werden soll. Eine solche Methodik ist aber nicht allgemein verbindlich; die leitet sich - als Methodik - ausschließlich vom Zweck her, der hier verfolgt werden soll. - Man wird Cassirer übrigens nicht beipflichten können, wenn er behauptet, daß der Kausalsatz nicht sowohl eine Voraussage künftiger Ereignisse, als vielmehr ein Versprechen künftiger Erkenntnisse enthalte. Er stützt diese Behauptung durch den Hinweis, daß  in Strenge  wirklich genaue Voraussagen unmöglich sind; aber  in Strenge  sind auch keine Erkenntnisse im Rahmen der Physik möglich. Im Gegenteil: Es ist sogar höchst problematisch, in diesem Zusammenhang überhaupt von Erkenntnis zu reden. Je größer die Exaktheit und Präzision, mit welcher sich die Physik des Gegenstandes bemächtigt, desto mehr verliert sie sich in symbolischen Konstruktionen und idealen Festsetzungen. Nicht immer größere Erkenntnisse gewinnt sie, sondern ein immer größeres Instrument, die Natur zu beherrschen. Und dies, indem sie immer genauer und immer extensiver zu Prognosen befähigt." - Kurt Hübner, Cassirers Beitrag zur Philosophie der Physik in Hans-Ludwig Ollig, Materialien zur Neukantianismus-Diskussion, Darmstadt 1987, Seite 288f

067 "Trägheit ist die Dummheit das Körpers, Dummheit ist die Trägheit des Geistes."

068 Die allgemeine Unwissenheit unterstützt das Böse.

069 "Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt."

070 Unser Wissen ist an unsere Interessen gebunden.

071 Im Unterricht der Institution Schule kommt es nicht auf den Erwerb von Wissen an, sondern auf die allgemeine Gefügigkeit in den Ordnungsapparat Schule.

072 Nachrichten sind eine beliebte Ware.

073 Was wir von der Außenwelt wissen, ist niemals objektive Kenntnis, sondern immer nur Symbol und Metapher.

074 Das höchste Wissen ist das Wissen vom Unveränderlichen

075 Was wir Welterkenntnis nennen ist immer nur die Empfindung von Ähnlichkeiten.

076 Waffen, Geld und Informationen sind unbegrenzt vermehrbare Mittel der Macht.

077 Objektivierung das Wissens heißt Ablösung von Subjekt.

078 "Das Wissen muß sterben, um als Wille wiederaufzuerstehen.

079 Intuition als höchste Form das Wissens.

080 "Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele."

081 Höchstes Wissen läßt den Gegensatz von denkendem Subjekt und existierendem Objekt nicht zu.

082 Die Sinneseindrücke sind erkenntnistheoretisch die Basis des Wissens.

083 Empfindungen sind privat, da nur derjenige, der die Empfindung hat, auch dessen Bedeutung kennt.

084 Lernen ist nicht nur der Erwerb von Wissen, sondern betrifft auch Gefühle und Verhalten.

085 Bestimmtes Wissen kann nur zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort erlangt werden.

086 "Dummheit ist verhängnisvoller als Bosheit, denn Bosheit setzt manchmal aus, Dummheit nie."

087 Unsere Kenntnisse haben sich zwar vermehrt, aber unsere Erkenntnis hat sich nicht vertieft.

088 Das Bewußtsein vom Einen und Gleichen ist das höchste Wissen.

089 Nur das Leiden allein macht wissend.

090 Das Wissen dient nicht dem Verstehen, sondern dem Zerschneiden.

091 "Die Subversion des Wissens ist die subversive Kraft des Wissens gegen die Macht."

092 Wenn Wissen keine persönliche Aktivität mehr ist, wird es zur Ware.

093 Das Wissen maßt sich das Recht auf Macht an.

094 "Nur als Krieger kann man den Weg des Wissens ertragen."

095 Man muß das mystische Nichtwissen von gemeinen Nichtwissen unterscheiden.

096 Solange um Macht gerungen wird, muß auch um Wissen gerungen werden.

097 Das Individuelle ist ein irrationales und logisch nicht legitimierbares Element des Wissens.

098 Das exoterische Wissen vereinfacht, läßt Einzelheiten weg und verallgemeinert, um für den Laien verständlich zu sein.

099 Das Ideal der Wahrheit gehört zu den populären Darstellungen des Wissens.

100 Jeder Denkstil ist immer auch ein gewisser Denkzwang.

101 Im falschen Bewußtsein ist Wissen und Wollen noch nicht getrennt.

102 Das Zufällige ist nichtlehrbare Erkenntnis.

103 Das Gewissen ist das, was man am gewissesten weiß.

104 Verbotenes Wissen bedeutet Herrschaft das Satans.

105 Es kann ein Wissen vom Teuflischen geben, aber keinen Glauben daran, denn mehr Teuflisches, als da ist, gibt es nicht.

106 Die Logik wünscht Regelmäßigkeit des Wissens.

107 Das Wissen über eine Sache ist nicht die Sache selbst.

108 Informationsgefälle poduzieren Autoritäten.

109 Aus Wissensmonopolisierung entstehen Machtverhältnisse.

110 Gewißheit ist für den Menschen die höchste Macht.

111 Qualität des Wissens ist wichtiger, als Quantität.

112 "Qui auget scientiam, auget et dolorem." (Wer das Wissen vermehrt, vermehrt auch den Schmerz.)

113 Von Wissen darf nur da gesprochen werden, wo der Zweifel logisch ausgeschlossen ist.

114 "The tree of Knowledge is not that of Life."

115 "Nur der Irrtum ist das Leben,
Und das Wissen ist der Tod."

116 "Wenn du etwas weißt - zu erkennen, daß du es weißt,
Wenn du etwas nicht weißt -
zu wissen, daß du es nicht weißt,
Das ist Wissen."

117 Eigentliche Gewißheit kann im Wissen nicht erreicht werden.

118 Wissen ist Gewißheit. Wissen ist immer pragmatisch praktisch, sonst nichts.

119 Wissen dient der Lösung von Routineproblemen.

120 Das Interesse geht über praktisches Wissen nicht hinaus.

121 Wissen als Allgemeingültigkeit überprüfter und bewährter Information.

122 Die statische Sicht der Erkenntnis ist auf einen idealen Endzustand des Wissens abgestellt.

123 Objektiv - unabhängig von Wissen und Willen.

124 Ein Wissen, das die Wirklichkeit approximiert, kann sehr nützlich sein.

125 3 Wissensformen: Herrschafts- Bildungs- und Heilswissen.

126 nicht aus überlegener Klugheit, sondern aus fraglos gewordener Unerschütterlichkeit.

127 Ideologien beanspruchen ein Wissensmonopol in Sachen Wahrheit und Gerechtigkeit.

128 Wissenschaft liefert Kenntnisse, wie man das Leben durch Berechnung beherrscht.

129 Natürliche Hierarchie des Wissens von den kleinsten überarbeiteten Dateneinheiten, über die wörtlichen Schemen, zu den Vorstellungen, die diese Wörter entwerfen, zu den Zielen, die diese Ideen bestimmen, und schließlich die Werte, die den Sinn des Ganzen ergeben und letztlich die Kultur prägen.

130 Alles Wissen ist in Wahrheit nur grundloses Glauben.

131 Die Spannung zwischen Wissen und Nichtwissen ist unaufhebbar.

132 Kein Wissen ohne Probleme.

133 Unvermitteltes Wissen gibt es nicht. Schon die einfachste Perzeption ist kategorial vorgeformt.

134 Das Problem das Rationalismus besteht nicht in der Wahl zwischen Wissen und Glauben, sondern in der Wahl zwischen zwei Glaubensarten.

135 Die Sinne können am Wissen keinen Anteil haben, sie können nur empfinden.

136 "Der Empirismus macht, wie die traditionelle Erkenntniskritik überhaupt, den Versuch, Geltung strikten Wissens durch Rekurs auf die Quellen des Wissens zu rechtfertigen. Indessen fehlt den Quellen des Wissens, dem reinen Denken und der Überlieferung ebenso wie der sinnlichen Erfahrung, Autorität. Keine von ihnen kann unvermittelte Evidenz und originäre Geltung, keine kann mithin Kraft der Legitimation beanspruchen. Die Quellen des Wissens sind immer schon verunreinigt, der Weg zu den Ursprüngen ist uns verstellt. Daher muß die Frage nach der Herkunft der Erkenntnis durch die Frage nach ihrer Geltung ersetzt werden."

137 Die Verallgemeinerung ist kein Schluß, sondern der Übergang vom Wissen zum Tun.

138 Dummheit ist zum großen Teil das Ergebnis von Angst.

139 Absolute Gewißheit ist für die Sinneswahrnehmung unerreichbar.

140 unbefriedigt klettert unsere Wißbegierde.

141 Die Erkenntnis von Tatsachen ist von der Wertsetzung nicht zu trennen.

142 Die Überzeugung ist keine logische, sondern eine moralische Gewißheit.

143 "Das heilige Wissen ist kein Wissen."

144 Sicheres Wissen ist uns versagt.

145 Alle unsere Erfahrungen erhalten wir durch die Vermittlung der Sinne. Was wir Wissen nennen, ist nichts anderes, als die Verarbeitung der von den Sinnen gebotenen Materialien.

146 Die Scholastik konnte alles Wissen aus anerkannten Autoritäten herleiten.

147 "Angewandtes Wissen hängt - sowohl bei einer militärischen wie bei einer industriellen Organisation - von der Gleichschaltung der Bevölkerung ab."

148 "Dieses Prinzip des Übertragens nicht-visueller Erscheinungen wie der Bewegung und der Energie in visuelle Kategorien ist immer und überall das eigentliche Prinzip das angewandten Wissens."

149 "Die Grenze ist der beste Ort, um Wissen zu erwerben."

150 Kausalität gilt nur für das, was unter der Zeitbestimmung steht.

151 "Wissen ist auf ewig beschränkt auf die Dinge in Zeit und Raum."

152 "Savoir pour prevoir" - Wissen, um vorherzusehen.

153 "../../b-u-t/221149/wbgeg.html" target="_blank">Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es 'bekannt' ist, nicht erkannt."

154 "Ich suchte ausfindig zu machen, woher das Böse kommt, aber ich suchte böse und sah das Böse in meinem Suchen nicht."

155 "Die Wißbegierde dient der Befriedigung des eitlen Vorwitzes und putzt sich mit dem Namen der Erkenntnis und Wissenschaft heraus."

156 "Diejenigen, die von der menschlichen Dummheit leben, kultivieren dieselbe in einem so hohen Maße, daß man unfähig wird, die einfachsten Dinge noch klar zu erkennen."

157 "Wir fürchten uns alle vor der Wahrheit."

158 "Nicht der Zweifel, die Gewißheit ist das, was wahnsinnig macht..."

159 Die Ethik ist kein Wissensgebiet.

160 die Eitelkeit des Besserwissens.

161 Macht, Reichtum, Wissen und Liebeserfüllung sind die Gegengaben des Teufels für den Verkauf der eigenen Seele.

162 Bildung nicht als Anhäufung von Wissen, sondern als Sinnfindung.

163 Das Allgemeingültige kann man wissen und damit besitzen.

164 Das Absolute besteht in der Identität von Sein und Wissen.

165 Was wir Gesetze in der Natur nennen, existiert eigentlich nicht. Es sind nur Formeln, die unserer Fassungskraft zu Hilfe kommen.

166 Das Unbedingte kann nicht nachgewiesen werden. Was wir wissen, ist immer nur ein Bedingtes.

167 Allein das vollendete Wissen kann das eigentliche Nichtwissen erwirken.

168 Definitionen sind Dogmen.

169 Unberechenbarkeit bedeutet Nichtwissen.

170 "Die allgemeine Denkungsweise ist Erkennen, ist Erkennen von Etwas und bringt ein Wissen, das ich dann habe und besitze. Es liegt gleichsam auf dem Tisch. Ich greife zu, indem ich die Verstandesoperationen mache, die zum Verständnis gehören, und dann ist es mein Eigentum wie jedes anderen, der es ebenso verstehen kann."

171 "Das alte Wissenschaftsideal, das absolut gesicherte Wissen hat sich als ein Idol erwiesen."

172 "Die Wissenschaft wurde als ein System von möglichst gesichertem Wissen aufgefasst; die 'Induktion' sollte die Wahrheit des Wissens sicherstellen. Später sah man zwar ein, daß von absolut gesicherten Wahrheiten nicht gesprochen werden kann, aber man versuchte, wenigstens mit einer Art von 'aufgeweichter Wahrheit', mit der 'Wahrscheinlichkeit' durchzukommen."

173 Die aristotelische Logik ist die Theorie des beweisbaren Wissens. Die Definition des Wesens galt als Beweisgrundlage.

174 Quantitativ bestimmtes Wissen wird durch Messung erlangt.

175 Die Menschen fürchten sich vor dem Nichtwissen und erheben deshalb den Anspruch zu wissen.

176 Es gibt zwei Klassen von Wissen: das Wissen von dem was 'ist' und das Wissen vom dem was sein 'soll' .

177 Das Problem einer Theorie des Wissens liegt in seiner Allgemeingültigkeit.

178 Wir können zwar nichts exakt und absolut sicher wissen, aber trotzdem reicht die bestimmte Vermutung, daß wir praktisch, also unmittelbar nützlich handeln können.

179 "... nie wird Gewißheit, was bloße Wahrscheinlichkeit war."

180 Es ist ein Irrtum, die gesamte Erkenntnis auf technisches Wissen einzuschränken.

181 Echtes Wissen kann nur sicheres, unumstößliches, unbezweifeltes Wissen sein.

182 "Die in der Quantentheorie mathematisch ausgedrückten Naturgesetze handeln nicht mehr von den eigentlichen Teilchen, sondern von unserem Wissen über die Elementarteilchen."

183 "Alle Vagheit hat ihre Wurzel in umgewandelten Empfindungen."

184 Nichts Allgemeines ist jemals wahr oder falsch.

185 Mit der Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.

186 In der wissenschaftlichen Rationalität vollendet sich, was sich schon seit den griechischen Anfängen ankündigte, nämlich der jeglicher Rationalität innewohnende Machtwille und die in objektivem Wissen lauernde Gewalt.

187 "Die Grundlagen unseres sozialen Lebens sind weit weniger erforscht als der Staub das Mondes. Die Exkremente der Raumfahrer werden genauer analysiert als der Angstschweiß kleiner Schulkinder."

188 Alle Objektivität ist nur menschliche Objektivität.

189 Praktisches Wissen ist an Zwecke gebunden.

190 Das erkenntnistheoretische Problem ist überall dasselbe: Allgemeingültiges Wissen aus Erfahrung.

191 Man muß das Wissen überschreiten, um zum Glauben an die Wertwirklichkeit zu kommen.

192 Unmittelbares Wissen ist sinnliches Bewußtsein.

193 "Das alles muß aber geheim bleiben, außer bei den Herrschern, soll die Herde der Wächter möglichst ohne Hader leben."

194 Wissen, d.h. die Produktion eines Zustands der Unveränderlichkeit und Allgemeinheit der Theorie.

195 "Warum brauchen wir so viele Nachrichten aus der Fremde, wenn alles, was Leben und Tod angeht, sich in uns selbst abspielt und wirkt."

196 Das nomologische Wissen steht dem anarchischen Nichtwissen gegenüber.

197 "Vieles Wissen und Gelernthaben ist weder ein nothwendiges Mittel der Kultur, noch ein Zeichen derselben und verträgt sich nöthigenfalls auf das Beste mit dem Gegensatze der Kultur der Barbarei."

198 Der Wortaberglaube ist nicht nur ein Zeichen von Verdummung, sondern auch ein Mittel zur Unterdrückung, "die jeweils herrschenden Mächte stützen sich auf Kräfte, die, wenn alles gesagt und getan ist, nur in Worten existieren ('Gnade Gottes', 'Wille der Nation' usw.)"

199 Jeder Wahrnehmung ist von Anfang an ein Urteil beigemischt.

200 Zwischen Wissen und Glauben besteht kein Unterschied.

204 Der Irrtum wird im schlimmeren Fall der absichtlichen Irreführung zur Lüge.

202 "Wer das Wissen mehrt, mehrt den Schmerz. Alle Gegensätzlichkeit wird uns deutlich. Während der naive Schmerz nur momentan, nie verzweiflungsvoll ist, geraten wir mittelst der rationalen Einstellung an unsere Grenzen, erfahren wir die möglichen Verzweiflungen und gewinnen so erst die Basis, aus der alles geistig Lebendige wächst."

203 Vielwisserei verleiht keinen Verstand.

204"Im Glauben lebt der Mensch subjektiv existierend, im Wissen erfaßt er etwas objektiv Geltendes. Der Glaube ist eine Kraft der Persönlichkeit, das Wissen wird ohne Leistung der Persönlichkeit in bloßer intellektueller Arbeit als Objektives hingenommen."

205 Alles Wissen ist nur Abbildung.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.