Universalien
p-2siehe auch Allgemeinheit, Objektivität, Relativismus, Grenze, Mehrheit, Identität, Abstraktion, Kategorien


001 Der Gedanke des Universums kann nie ein positiver werden. Das Universum ist eigentlich nur in unseren Köpfen vorhanden.

002 Verallgemeinerungen sind Universalisierungen.

003 Alle Ideologien werden nach den Gesetzen einer universellen Logik formuliert.

004 Das Weltall ist absolut und unbegrenzt und unteilbar.

005 Der Universalienrealismus ist die Annahme eines objektiven allgemeinen Seins neben den individuellen Dingen, unabhängig vom subjektiven Denken.

006 Universalien sind vom Menschen erzeugte Gebilde.

007 Der Universalienstreit der Scholastik und Nominalismus hatte die Problematik von Allgemeinheit und Individualität zum Gegenstand.

008 Es gibt keine universelle Zeit.

009 Universelle Sympathie ist die Seelenverfassung des Mystikers.

010 Universum = lat. unum / versum : das In-Eins-Gewendete

011 Für den Logiker sind die Begriffe universale und nicht psychologische Entitäten.

012 Universalien existieren nur so, wie sie vom Denkenden gedacht werden.

013 Die nominalistische Position besagt, daß es überhaupt keine Universalien gibt.

014 Dem Bedürfnis des krämerhaften Kalküls entsprechend wird versucht, alles Gegebene aus wenigen logischen Elementen oder Prinzipien abzuleiten.

015 Für den Ideologen wird die menschliche Gesellschaft genauso von Naturgesetzen gelenkt, wie das physikalische Universum.

016 Die ethisch wichtigste Form heißt Universalität.

017 Dem Universalismus sind gewisse logisch-mathematische Strukturen mit vollkommener Exaktheit in der Natur verwirklicht.

018 "Denn in der herkömmlichen Theorie der Begriffsbildung wird das 'Allgemeine', das den Inhalt des Begriffs ausmacht, immer erst nachträglich aus dem Besonderen, das als solches vor aller begrifflichen Bestimmung als 'gegeben' gilt, entwickelt und genommen. Es bildet demnach ein sekundäres Produkt, das gleichsam in einer ganz anderen Ebene liegt als die primären anschaulichen Elemente, an welche die Begriffsbildung anknüpft. In der Beziehung dieser beiden Ebenen zueinander ergeben sich alsdann all jene Schwierigkeiten, die in dem mittelalterlichen Kampf um die Realität der 'Universalien' ihren bekanntesten und prägnantesten Ausdruck gefunden haben, die aber, in anderer Fassung und Formulierung noch bis tief in die Philosophie hinein weiterwirken. Sind indessen die echten, wissenschaftlich fruchtbaren Begriffe als Ausdruck von Relationen erkannt, so schwindet die eigentliche Schwierigkeit: denn die 'Relation' ist nichts Vermitteltes und Nachträgliches, was zu dem anschaulichen 'Bestand' hinzutritt, sondern sie bildet eine konstitutive Bedingung dieses Bestandes selbst."

019 Anstelle der Absolutheit des Universalen muß die Koexistenz des Verschiedenartigen Wirklichkeit werden.

020 "Der Weltstaat - Traum aller Eroberer, aller Religionen, aller Idealisten, aller Technokraten!"

021 Gott ist in allen Dingen.

022 Die Allgemeinbegriffe gehören zu den idealen Dingen und dienen der logischen Ordnung.

023 "Der Begriff ist das Allgemeine im Gegensatz zum Besonderen, das aber das Besondere beherrscht, ordnet und bestimmt. Er ist das Universelle im Gegensatz zum Individuellen."

024 Die Naturwissenschaften können sich niemals mit dem Universum als Ganzem beschäftigen, sondern immer nur mit Teilbereichen.

025 Die für uns größte kosmische Entfernung liegt in der Größenordnung von 13 Milliarden Lichtjahren.

026 Im ganzen Universum beträgt die Temperatur 3° Kelvin.

027 Der Weltraum ist viel zu groß, als daß er, auch in fernster Zukunft, jemals von irgend jemandem "erobert" werden könnte.

028 Das Bedürfnis nach allgemeiner und weltumfassender Vereinigung und Einheit ist eine tiefschlummernde Sehnsucht des Menschen.

029 Der Kosmos ist mit schwarzen Löchern durchsetzt.

030 "Das Unbewußte verkörpert den universalen, den ganzen Menschen, der im Kosmos verwurzelt ist; es verkörpert die Pflanze, das Tier und den Geist in ihm."

031 Die Naturgesetze dürfen nicht mit universalen Prinzipien gleichgesetzt werden.

032 "Nach einem Sinn des Lebens zu fragen hat nur Wert und Bedeutung, wenn man das Bezugssystem Mensch - Kosmos im Auge hat."

033 Plotin bezeugte, daß in der vollkommenen Erkenntnis Subjekt und Objekt eins seien, daß das verstehende Selbst und der erkannte Gegenstand nicht getrennt erfaßt werden können. In den Upanischaden heißt es: "Für den, der erkannt hat, umfaßt das Selbst alle Dinge."

034 Universalisierbarkeit ist ein Merkmal des Sittlichen.

035 Mit unseren Teleskopen können wir Galaxien sehen, wie sie vor Jahrmillionen existierten.

036 Im Kampf gegen den Universalismus wird der innerste Kern der Herrschaftsfrage getroffen.

037 Zur Absolutheit gehört Universalisierbarkeit.

038 Das Unbewußte ist in seiner tiefsten Schicht mit dem Universum identisch, 'ist' Sonne, Mond, Sterne, Berge, Wolken, Gewässer.

039 Für den Mystiker gibt es zwischen Materie und Geist keinen Unterschied.

040 Universalien wie "Heizkörper" oder "Haare".

041 "Tatsachen enthalten Universalien, und wo Universalien gelten, liegt immer ein gesetzmäßiges Verhalten vor."

042 Reine Individualität 'für sich' gibt es genausowenig, wie eine reine Allgemeinheit für sich.

043 "Die Seele ist in gewissem Sinn alles, was überhaupt existiert."

044 "Nirvana folgt der Erkenntnis, daß alle Dinge gleich sind."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.