Subjekt-Objekt
siehe auch Egoismus, Persönlichkeit, Mensch, Individualität, Objektivität, Wahrnehmung


001 Die idealistische Aufhebung des Unterschieds von Subjekt und Objekt bedeutet die Aufhebung des Gegensatzes von Theorie und Praxis.

002 Es gibt weder ein Subjekt, noch ein Objekt ansich, beides ist nur der abstrakte Ausdruck eines Verhältnisses.

003 Voraussetzung des Bewußtseins ist die Abgehobenheit eines Subjektes von einem Objekt, eines Ich von einem Nicht-Ich.

004 "Damit wir die Vorstellung 'Ich' gewinnen können, müssen wir zugleich die Vorstellung von Objekten außer uns haben. Der Gedanke also, daß Objekte existieren, kann nicht von dem Gedanken 'Ich' abgeleitet sein, weil der letztere Gedanke nur in Beziehung auf den ersteren entsteht und besteht. Die Vorstellung 'Ich' ist das Korrelat der Vorstellung eines Objektes, eines 'Nicht-Ich' und umgekehrt; beide sind füreinander da und nicht ist die eine aus der anderen abzuleiten. Der Gedanke 'etwas ist in mir', auf welchen sich der Idealist als die letzte Tatsache bezieht, hat nicht ausgebildet werden können, ehe nicht schon Verteilungen und Absonderungen der Empfindungen vor sich gegangen sind, die nebst der Idee von anderen Objekten hergehen mußte. Wenn die Reflexion schon so weit gekommen war, daß sie mit dem Inbegriff von innerer Empfindungen den Gedanken verbinden konnte: 'Ich', so mußte sie auch die Vorstellungen vom Körper und den äußeren Gegenständen auf 'gleiche Weise' zubereitet in sich anzutreffen."

005 Der objektive Tauschwert steht einem subjektiven Gebrauchswert gegenüber.

006 Wo Allgemeines als Gleichheit oder Ähnlichkeit vorliegt ist Kontrolle und Objektivität möglich, d.h. Unabhängigkeit des Ausgesagten vom Aussagenden erreichbar.

007 Wissenschaft gründet sich auf Objektivierung.

008 Atome sind keine Dinge mehr. Wenn mal zu den Atomen hinabsteigt, gibt es keine objektive Welt in Raum und Zeit.

009 Begriffe wie "subjektiv" und "objektiv" werden benutzt, um zu erklären, wie die Dinge erscheinen, bzw. wie sie tatsächlich sind.

010 Der Mensch sieht die Wirklichkeit nicht notwendigerweise so, wie sie ist, weil seine Sichtweise subjektiv getrübt werden kann.

011 Revolution ist eine Angelegenheit der Subjekte, nicht objektiver ökonomischer Bedingungen.

012 Das Erleben der Welt als Gegenstand, als Objekt, dem man gegenübersteht, hat zur Entwicklung der modernen Naturwissenschaft und Technik geführt. Mit ihrer Hilfe hat sich der Mensch die Erde untertan gemacht.

013 Aufhebung der Subjekt-Objekt-Spaltung im Rausch.

014 Objektivieren ist vergegenständlichen.

015 Subjekt und Objekt sind so entgegengesetzt, wie Finsternis und Licht.

016 Wer Herrschaft ausübt, sieht im Mitmenschen ein Objekt, dessen man sich bedient und das man manipuliert.

017 "Der Raum ist unwirklich, nicht das, was er scheint, obwohl er subjektiv ist: er scheint objektiv."

018 "Auf dem Gebiet der Wirtschaft wirkt sich der Kapitalismus so aus, daß das Subjekt dem Objekt untergeordnet wird, der Mensch also der Ware, dem Geld, der Maschine."

019 Der Gegenstand komplexer Aussagen wird nicht mehr Gegenstand genannt, sondern "Sachverhalt".

020 Ein Ding hat keine Subjektivität.

021 Alle Dinge sind beseelt, das ist der magische Glaube.

022 Der Materialismus besteht darin, zu glauben, daß alles Objekt ist, alles äußerlich, alles Sache.

023 "Die Gnostiker lehnen es ab, den Geist der Materie gegenüberzustellen das Subjekt dem Objekt, das Bewußtsein der Sache."

024 Das Gefühl der Erniedrigung ist nichts anderes, als das Gefühl, Objekt zu sein.

025 Durch den Prozess der Identifizierung gerinnt das Subjekt zu objektiven Formen.

026 Jenseits des Bereichs der Vernunft heißt jenseits der Subjekt-Objekt-Struktur.

027 Je mehr man sich als Subjekt empfindet, umso mehr sind die Objekte entgegengesetzt und äußerlich.

028 Die Seele, die nicht mehr die Kraft hat, Subjektives und Objektives zu unterscheiden.

029 Der Wahn entzündet sich an der Leidenschaft, die objektlos geworden ist.

030 Wenn Menschen Objekte sind, dann sind sie konsumierbar.

031 Jede Verletzung der Menschlichkeit ist eine unmoralische, bzw. böse Handlung. Sie liegt dann vor, wenn man wegen der Befriedigung eigener Bedürfnisse, d.h. um der eigenen Glückseligkeit willen, einen Menschen nicht als gleichberechtigtes, freies Subjekt, das ebenfalls Anspruch auf Glück hat, anerkennt, sondern ihn zum Objekt degradiert, über das man verfügen kann.

032 Die Subjekt-Objekt-Relation, wie sie in der Wahrnehmung gegeben ist, war ursprünglich der Prototyp, nachdem auch die Struktur des begrifflichen Erkennens gedacht wurde. Diese Analogie behielt solange ihren Sinn, als der Begriffsinhalt in der Sphäre des irgendwie gegenständlich 'Gegebenen' verblieb. Hier ist er aber von Ockham herausgehoben worden. Der Begriff besitzt nur mehr als psychischer Akt Realität, dessen Inhalt nicht mehr als 'gegeben' bezeichnet werden kann und der in keiner Weise mehr Objekt im bisherigen Sinn ist.

033 Größtes Hindernis auf dem Weg zur Erleuchtung ist die Scheidung von Subjekt und Objekt. Meditation der Leerheit ist der eine Weg, der künstlerische Weg wie die Malerei und die Dichtung oder das Bogenschießen ist der andere. Über die jeweilige Kunst sind Subjekt und Objekt zu vereinen, wodurch nur noch die Leere übrigbleibt. Ihr Erreichen äußert sich als Meisterschaft: Die Erleuchtung bedeutet gleichzeitig die Vollendung der Kunst.

034 "Objektivierung besteht nur in der Objektivierung des Subjektiven; Subjektivierung nur in der Subjektivierung des Objektiven."

035 "Die Erklärung, daß die Wahrheit einer Erkenntnis die Übereinstimmung mit dem Gegenstande bedeutet, erweist sich als Zirkel: denn sie 'stellt' die Frage erst, die sie zu lösen vorgibt. Der Begriff des 'Gegenstandes' vermag uns keine befriedigende Antwort zu geben, da in ihm die 'Aufgabe' nur in anderer Wendung, dem eigentlichen Gehalt nach aber völlig identisch, wiederholt wird."

036 Der Mensch ist sich gleichzeitig Subjekt und Objekt.

037 Prozesse als Dinge zu behandeln heißt Verdinglichung.

038 Unsere Erfahrung besteht aus zwei Teilen: einem subjektiven und einem objektiven.

039 Es gibt keine absolute Trennung zwischen der subjektiven und der objektiven Welt.

040 Die Gesellschaft, die Allgemeinheit und letztlich der Staat "bürgt" für die Objektivität.

041 "Ein Subjekt, das sich des Objektes enthebt, hebt sich als wirkliches auf."

042 Objektiva, richtiger Kollektiva.

043 Das Zerreissen der Wirklichkeit in weltlose Subjekte auf der einen und bloße Objekte auf der anderen Seite.

044 Qualität existiert nicht im Objekt.

045 Der Mythos drückt eine Vorstellungswelt aus, in der die Personalisierung aller Erscheinung das Wesentliche ist.

046 Durch die pure Setzung erhalten die Dinge schon ihr Gegenteil.

047 Im meditativen Zustand des Vertieftseins erreicht die Vereinigung von Subjekt und Objekt einen Höhepunkt.

048 Meditation ist ein Akt der Vereinigung im Sinne der Transzendierung der Dualität Subjekt und Objekt.

049 Der Mensch kann die Wirklichkeit nur dadurch in ein System des Wissens bringen, daß er sie zum Objekt, zum Gegenstand seiner Erkenntnis macht.

050 In der Besessenheit gibt es keine Vereinigung von Subjekt und Objekt, ebensowenig im Zustand hypnotischer Trance.

051 Objektivität ist die Theorie, daß die Wirklichkeit in Subjekt und Objekt gespalten ist.

052 In der mystischen Bewußtseinserweiterung werden "innen" und "aussen" hinfällig, Subjekt und Objekt gibt es nicht mehr.

053 Der Mensch macht aus dem Ding eine Idee.

054 Was untersucht werden kann ist immer eine Beziehung oder ein unendlicher Regress von Beziehungen, niemals ein Ding.

055 Subjekt (aktiv) - Objekt (passiv)

056 Wieweit wird der andere als Subjekt mit eigenem Wert gesehen und nicht nur als Objekt eigener Interessen.

057 "Gegeben sind dem Bewußtsein nur Empfindungen; indem es ein Ding hinzudenkt, dem diese Empfindungen als Eigenschaften angehören sollen, begeht das Denken einen kolossalen Irrtum! Es hypostasiert die Empfindung, die doch nur ein Prozess ist, zu einer seienden Eigenschaft."

058 Die Subjekt-Objekt-Spaltung ist der Grundbefund des denkenden Daseins.

059 Wir denken und sprechen in Gegenständen.

060 Die Subjekt-Objekt-Spaltung drängt den Menschen zu handeln.

061 "Kein Objekt ohne Subjekt und kein Subjekt ohne Objekt."

062 Bedeutung ist das Ergebnis einer Subjekt-Objekt-Intentionalität.

063 Im wirklichen Verstehen verschwindet das Objekt. So auch in der Liebe.

064 In der Quantentheorie kann die reinliche Trennung des Subjekts vom Objekt der Erkenntnis nicht mehr durchgeführt werden.

065 Die Trennung der Welt in Subjekt und Objekt ist seit Aristoteles das Grundschema der klassischen Logik.

066 Der Begriff der Objektivität ist die Unabhängigkeit der Sache.

067 Die Organisation der Person-Ding-Beziehung ist die Organisation der Eigentumsverhältnisse.

068 "Die Identität des Selbstbewußtseins löst die Differenzierung in Subjekt und Objekt immer wieder auf und muß sie sofort neu setzen."

069 Das nicht mehr in Subjekt und Objekt zerspaltene Bewußtsein undifferenzierter Einheit.

070 das objektive "So-sein".

071 Was die mystische Erfahrung offenbart, ist die Objekt-Abwesenheit.

072 Das Subjektive ist das Nicht-mehr-weiter-Ableitbare.

073 In der Erfahrung werden die objektiven Bedingungen den subjektiven untergeordnet.

074 Das Bewußtsein kann nur dann unendlich sein, wenn es nicht durch Objekte begrenzt wird.

075 Die Form ist der Anfang von Individualität und getrennter Existenz, die Aufspaltung der Erfahrung in Subjekt und Objekt.

076 Subjekt und Objekt sind die wesentlichen Bestandteile eines Urteils.

077 Das verbale Zeichen steht an der Stelle der bezeichneten Sache.

078 Auf der Höhe der Verliebtheit droht die Grenze zwischen Ich und Objekt zu verschwinden.

079 Bei der werdenden Mutter verschwindet der Gegensatz zwischen Subjekt und Objekt.

080 "Gegenstände unterscheide ich erst dadurch, daß ich meine eigenen Zustände unterscheide."

081 Die mystische Erkenntnistheorie als Einheit des erkennenden Subjekts und des erkannten Objekts.

082 Das Subjektive als Glaube, die Objektivität als Wahrheit.

083 Der Begriff der Gesundheit ist kein objektiver, sondern ein Wertbegriff.

084 Der Warencharakter der menschlichen Beziehungen.

085 In einer statischen Wirklichkeit wird der Mensch selbst zur Sache.

086 Die Struktur unserer Sprache zwingt uns dauernd Dingbegriffe auf.

087 Für den Herrschenden wird der Mensch zum Material.

088 "Der Partner, meistens der weibliche, wird häufig zum 'Sexualobjekt' degradiert. Das Sexualobjekt hat die Eigenschaft, austauschbar zu sein, wie ein Ding durch ein anderes. Loch ist Loch."

089 Ein in der chinesischen Sprache denkender sieht leicht ein, daß viele Gegenstände der Sprache auch Begebenheiten sind und daß unsere Welt eher ein Sammelbegriff für Prozesse ist, als ein solcher für Wesenheiten, weil eine große Anzahl chinesischer Wörter als Substantiva wie auch als Verba zu gebrauchen sind.

090 In der Sprache der angelsächsischen Welt hat "objektivsein" geheißen: unparteiisch zu sein, keine Vorlieben, Vorurteile, besonderen Neigungen zu haben, nicht einseitig zu sein, keine vorgefaßten Wertungen oder Meinungen gegenüber den Tatsachen zu haben.

091 Man darf noch lange nicht glauben, daß man den Gegenstand versteht, bloß weil man seinen Namen kennt.

092 Die Wirklichkeit wurde von der Schöpfung zum bloßen Objekt.

093 "Wenn die Seele aus dem Leib entflohen ist, so beginnen die elementarischen Mächte der Objektivität ihr Spiel."

094 "Die adäquate Haltung des bürgerlichen Subjekts dem Objekt gegenüber ist Ausbeutung."

095 "Die Psyche ist nicht nur das Objekt, sondern auch das Subjekt unserer Wissenschaft."

096 subjektiv = fühlen / objektiv = denken

097 "Der Subjektivismus ist das Unvermögen, an eine Sache objektiv, d.h. antimaterialistisch heranzugehen."

098 "Der wichtigste Zug in der primitiven Mentalität ist der Mangel an Unterscheidung zwischen Individuen, die Einheit von Subjekt und Objekt, die 'participation mystique'."

099 Die Trennung von Subjekt und Objekt ist zufällig und nicht prinzipieller Natur.

100 Objektiv ist das, worauf mehrere Subjekte sich einigen können.

101 In der Quantentheorie kann ein möglichen Ereignis nur mehr in Bezug auf einen möglichen Beobachter hin definiert werden.

102 Widersprüchlichkeit ist immer die von Subjekt und Objekt.

103 Der Gegensatz ist nicht objektiv, es sind die Menschen, die das Bedürfnis haben, ihn zu formulieren.

104 Objektivität heißt Gesetzlichkeit.

105 Das Atom ist weder Ding noch Vorstellung.

106 Die atomaren Erscheinungen sind keine objektiven Vorgänge in Raum und Zeit.

107 Das Verhältnis von Subjekt und Prädikat ist die Grundlage allen Denkens.

108 Die Spaltung der Welt in Subjekt und Objekt zieht alle Spaltungen nach sich.

109 Bei den fundamentalen Strukturen des Atoms hat es keinen rechten Sinn mehr, Vorstellung und Ding auseinander zu halten.

110 Das Seelenleben ist stets im Prozess seiner Objektivierung.

111 Selbstsein ist nie Objektsein.

112 Alles Klarwerden des Seelenlebens beginnt mit der Spaltung in Subjekt und Objekt.

113 Wahrnehmungen sind objektiv, unabhängig vom Willen. Vorstellungen sind subjektiv, abhängig vom Willen.

114 Das Objekt liegt in Raum und Zeit, das Subjekt nicht.

115 "Die wahre Form der Wirklichkeit muß als Subjekt begriffen werden."

116 Die Problematik der Philosophie besteht im Verhältnis von Subjekt und Objekt.

117 Schein entsteht, wenn man subjektive Grundsätze als objektive unterschiebt.

118 Gott als Objekt gibt es nicht.

119 Das Personelle läßt sich nie ausscheiden.

120 Alles Objekt ist Erscheinung, Phänomen.

121 Das Objekt setzt überall das Subjekt voraus.

122 Zeit, Raum und Kausalität kommen nicht dem Ding zu, sondern allein der Erscheinung.

123 Gewalt ist die Objektivierung physischer Macht.

124 "Weder dem Subjekt noch dem Objekt kommt selbständige Existenz zu; jede Existenz beruth auf Wechselwirkung und ist relativ."

125 Ein Objekt an sich, unabhängig vom Subjekt ist etwas völlig Undenkbares.

126 Der Realismus ist eine Binsenwahrheit des gesunden Menschenverstandes und die Annahme, daß die Welt "dort draussen" weitgehend unabhängig von unseren Aktivitäten existiert.

127 Subjekt und Objekt sind durchaus relativ zu verstehen.

128 Der Leib ist das unmittelbare Objekt.

129 Was wir die objektive Bedeutung der Dinge nennen, das ist in praktischer Hinsicht ihre Gültigkeit für einen größeren Kreis von Subjekten.

130 Eine Wahrnehmung kann nicht stattfinden, ohne daß nicht zwei Veränderungen zustande kommen: die eine am Objekt, die andere am Subjekt.

131 Die Empfindung ist die Verwandlung eines objektiven Stoffes in eine subjektive Bewußtseinstatsache.

132 Subjekt und Objekt sind Korrelatbegriffe wie links und rechts.

133 Das Subjektive und das Objektive gehen ineinander über. Es ist unmöglich, den Gegenstand und das Geistesprodukt auseinanderzuhalten.

134 Sklave ist ein Mensch, der rechtlich nicht Person, sondern Sache ist.

135 Der Generalirrtum des Denkens ist die Verwandlung subjektiver Denkvorgänge in objektive Weltvorgänge.

136 statt Subjektivität "Existenz".

137 In der Transzendenz wird die Subjekt-Objekt-Spaltung überschritten.

138 Im transzendierenden Denken versinkt die Gegenständlichkeit.

139 Der Geist ist so etwas wie die Spannung zwischen Subjekt und Objekt.

140 Das eigentlich logische Feld endet da, wo die Subjekt-Objekt-Beziehung aufhört.

141 Je zentraler ein Wert wird, desto mehr schwindet der Abstand zwischen Subjektivität und Objektivität.

142 Wir müssen die grundlegenden Annahmen des Common Sense verwerfen: Es gibt keine wohldefinierten und von einander getrennten Gegenstände, es gibt keine objektive Wirklichkeit, die wir als solche erkennen können.

143 Reine Objektivität und reine Subjektivität sind einfach Irrtümer.

144 Probleme entstehen nur, wenn versucht wird, die subjektive Überzeugung, in einem unfehlbaren objektiven Maßstab zu verwandeln, der jeder Kritik widersteht und unbedingten Gehorsam verlangt.

145 Die Welt der Gegenstände wird als Fixes betrachtet.

146 "... weil Objektivität und Subjektivität - an sich ein und dasselbe dadurch verschieden werden, daß die selbsttätige Handlung der Reflexion sie einander entgegensetzt...''

147 Die Sprache ist der große Übergangspunkt von der Subjektivität zur Objektivität.

148 Im Begriff der Arbeit liegt, ebenso wie in dem der Sprache, die vermittelnde Bewegung vom Subjekt zum Objekt.

149 Im dialektischen Prozess vermitteln sich Subjekt und Objekt.

150 Arbeit als Verwirklichung der Identität von Subjektivität und Objektivität.

151 In der mystischen Identität von Subjekt und Objekt wird alle Gegenständlichkeit aufgehoben.

152 Die Ureinheit von Subjekt und Objekt wird durch Verneinung und Widerspruch zerstört.

153 "Die Dinge sind schlechthin nützlich und nur nach ihrer Nützlichkeit zu betrachten."

154 Aufhebung des Gegensatzes von Mensch und Welt in die Einheit von Mensch und Gott.

155 Der Schizophrene erlebt sich so, als ob er - das Subjekt - in ein Objekt verwandelt wäre.

156 Der süße Geschmack des Zuckers ist weder seine, des Zuckers, Eigenschaft, noch unsere. Wir erzeugen die Süßigkeit in der Interaktion mit dem Zucker. Der süße Geschmack steckt weder im Beobachter, noch im Beobachteten, sondern ist eine Beziehung zwischen beiden.

157 "In der elementaren Einheit des Erlebnisses gibt es eine Art Subjekt-Objekt- Identität."

158 "Alle unsere Vorstellungen sind Objekte des Subjekts, und alle Objekte des Subjekts sind unsere Vorstellungen."

159 Wo das Objekt anfängt, hört das Subjekt auf.

160 Wo es kein Subjekt und kein Objekt gibt, gibt es auch keine Erkenntnis mehr, weil es keinen Willen mehr gibt.

161 Die Grundrelation der Welt ist die Beziehung zwischen Subjekt und Objekt.

162 Die Trennung von Subjekt und Objekt im Bewußtsein ist eine durch die Sprachform erzeugte Täuschung.

163 Subjekt und Objekt sind nur zwei Sichtweisen ein und derselben Wirklichkeit.

164 Wir sagen nicht ich 'bin' ein Körper, sondern ich 'habe' einen Körper.

165 Plotin bezeugte, daß in der vollkommenen Erkenntnis Subjekt und Objekt eins seien, daß das verstehende Selbst und der erkannte Gegenstand nicht getrennt erfaßt werden können. In den Upanischaden heißt es: "Für den, der erkannt hat, umfaßt das Selbst alle Dinge."

166 Die klassische Physik beruthe auf der Annahme - sollten wir sagen auf der Illusion? - daß wir die Welt beschreiben können oder wenigstens Teile der Welt beschreiben können, ohne von uns selbst zu sprechen."

167 Objektiv gesicherte Daten und Tatsachen existieren unabhängig von unserem Bewußtsein.

168 Die klassische Physik ist eine Idealisierung der Welt.

169 "..ein absolut festes, von uns unabhängiges und doch von uns erkanntes Dasein - eine solche Wirklichkeit gibt es nicht und kann es nicht geben, da sich der synthetische, schaffende Faktor unserer Erkenntnis in der Tat bis in die ersten Sinneseindrücke und bis in die Elemente der Logik hinein erstreckt."

170 Die Subjekt-Objekt-Spaltung ist eine Irreführung.

171 Der Gegensatz einer objektiven Welt der Quantitäten und einer subjektiven Welt der Qualitäten, der drei Jahrhunderte lang die Philosophie verwirrt hatte, wurde mit seiner (Mach) Analyse der wissenschaftlichen Erkenntnis überwunden.

172 "Jede geistige Form scheint zugleich eine Hülle zu bedeuten, in die sich der Geist einschließt. Wenn es gelänge, alle diese Hüllen abzustreifen, dann erst - so scheint es - würden wir zur echten unverfälschten Wirklichkeit, zur Wirklichkeit des Subjekts wie des Objekts durchdringen."

173 In der Begegnung mit dem Unbedingten verschwindet der Subjekt-Objekt-Gegensatz.

174 "Die Begriffe 'objektiv' und 'subjektiv' bezeichnen zwei Pole, von denen eine Ordnung der Wirklichkeit ihren Ausgang nehmen kann. Sie bezeichnen auch zwei Seiten der Wirklichkeit selbst: aber es wäre eine viel zu große Vereinfachung, wenn man die Welt in eine objektive und eine subjektive Wirklichkeit einteilen wollte."

175 In jeder physikalisch-chemischen Kausalkette gelangt man schließlich an eine Stelle, an der die experimentelle Nachprüfung den Vorgang selbst stört und verändert.

176 "Ein wesentlicher Teil seelischen Geschehens wird die bis zu einem gewissen Grad der objektiven Fixierung deshalb entziehen, weil der Akt der Fixierung selbst in die Vorgänge entscheidend eingreift."

177 "Denn auch das feinste Auge vermag sich ebensowenig selber zu durchschauen, als wie irgendein Werkzeug sich selber bearbeiten kann. Objekt und Subjekt der Erkenntnistätigkeit können niemals identisch sein, weil man von Erkenntnis nur dann reden kann, wenn das zu erkennende Objekt nicht beeinflußt wird durch die Vorgänge im erkennenden Subjekt. Daher ist schon die Frage nach der Gültigkeit des Kausalgesetzes bei der Anwendung auf eigene Willenshandlungen von vornherein sinnlos, ebenso wie es von vornherein sinnlos ist, zu fragen, ob jemand durch gehöriges Emporklimmen sich über sich selber erheben kann oder ob jemand im Wettlauf seinen eigenen Schatten überholen kann."

178 "Die Voraussetzung, daß eine jede physikalische Messung reproduzierbar ist, d.h. daß ihr Ergebnis nicht abhängt von der Individualität des Messenden, auch nicht vom Ort und von der Zeit der Messung sowie von sonstigen Begleitumständen besagt, daß das für das Messungsergebnis Entscheidende außerhalb des Beobachtens liegt."

179 "...denn zwischen zwei absolut verschiedenen Sphären wie zwischen Subjekt und Objekt gibt es keine Kausalität, keine Richtigkeit, keinen Ausdruck."

180 "Ohne den Traum hätte man keinen Anlaß zu einer Scheidung der Welt gefunden."

181 "Gegenständlichsein heißt: unabhängig vom Subjekt sein."

182 "Das lebendigste Objekt, worauf irgendein Erkennen sich richtet, hört auf, real zu leben, soweit es begriffen ist. Der Dualismus von Wirklichkeit und Begriff ist niemals aufzuheben. Seine Überwindung wurde zugleich die Wissenschaft selbst überwinden."

183 "Die Subjekt-Prädikat-Logik, von der alle diese früheren Philosophien ausgingen, berücksichtigt die Beziehungen entweder überhaupt nicht oder sie erbringt falsche Argumente zum Beweis, daß Beziehungen nichts Wirkliches sind."

184 Subjekt und Objekt, der Erkennende wie das Erkannte, befinden sich in einem ständigen und wechselseitigen Anpassungsprozess.

185 "Der Gegensatz von Subjekt und Objekt besteht auf unserem Standpunkt nicht. Die Frage der mehr oder weniger genauen Abbildung der Tatsachen durch die Vorstellungen ist eine naturwissenschaftliche Frage, wie jede andere auch."

186 "Alle geistige Bewegung geschieht innerhalb der Subjekt-Objekt-Spaltung. In dieser Spaltung sind überall Gegensätze herrschend."

187 Das Bewußtsein kann nicht hinter sich selbst kommen.

188 Skeptizismus und das Christentum sind die Wurzeln der Subjektivität.

189 Ohne Emotion ist weder Politik, noch Wissenschaft möglich.

190 Eigentlich ist der Geist das Subjektive. Der "objektive" Geist denkt und tut nur, was die Masse denkt.

191 Die Macht ist kein Subjekt, sie ist ein Beziehungssystem, eine Struktur.

192 Subjektivität aufgrund von Erfahrungen.

193 in Niemandsland der Subjektivität

194 Subjekt ist allein der Mensch, das menschliche Individuum.

195 reine Subjektivität ist Willkür

196 Absolute Leidenschaft ist äußerste Subjektivität.

197 Jede Argumentation hat ein Ende, wo der eine sagt: "das mag ich" und der andere: "das mag ich nicht".

198 Der Wert ist vom Gefühl unabtrennbar.

199 Zur Fixierung allgemeiner Gesetze bedarf es der Ausschaltung des lebenden Subjekts.

200 Wert in subjektiven Sinn ist Bedeutung.

201 das Unbewußte, Irrationale, Mystische oder Subjektive.

202 "Wer bist du, wenn du rein objektiv bist?"

203 In der Bürokratie entsteht der Eindruck, es gebe überhaupt kein Subjekt mehr, niemand ist zuständig, alles unterliegt einen anonymen Sachzwang.

204 die Entpolitisierung des privatistischen Bewußtseins.

205 Ohnmacht wird subjektiv empfunden.

206 "Alles fängt bei der Subjektivität an, nichts bleibt bei ihr stehen."

207 "Gott ist die Entfremdung der Subjektivität."

208 Durch den Prozess der Identifizierung wird das Subjektive zum Objektiven.

209 Was die Subjektivität ausmacht ist die Eigenheit des individuell Erlebten.

210 Im namenlosen Wald, wo das Reh Alice erklärt: "Stell dir vor, deine Lehrerin will dich rufen. Doch es gibt keine Namen mehr und sie schreit he! hallo! doch niemand heißt so, niemand braucht also zu antworten."

211 "Der isolierte Mensch gibt seinen individuellen Willen, seine Subjektivität auf, um seine Isolierung zu durchbrechen."

212 "Die Perspektive umkehren heißt aufhören, mit den Augen der Gesellschaft zu sehen, mit den Augen der Ideologie, der Familie, der anderen. Heißt, sich selbst grundlegend erfassen, sich selbst zum Ausgangspunkt, zum Zentrum zu machen. Alles auf der Subjektivität aufbauen und seinen subjektiven Willen folgen, alles zu sein. In der Visierlinie meines unersättlichen Wunsches zu leben ist die Totalität der Macht nur eine Zielscheibe an einem viel weiteren Horizont."

213 "Die Subjektivität ist das einzig Wahre."

214 "Das Ende der Rollen fällt mit dem Triumph der Subjektivität zusammen."

215 die subjektiven Erfahrungen: Lust, Freude, Liebe, Kummer, Schmerz.

216 "Radikale Subjektivität ist das Bewußtsein, daß alle Menschen dem Verlangen nach Verwirklichung folgen."

217 Wenn wir sagen: "Ich habe mir weh getan" unterscheiden wir zwischen Ich als Subjekt und Ich als Objekt.

218 "Wir stehen vor einem Abgrund, der uns lange Zeit unsichtbar blieb: das Sein der Sprache kommt für sich selbst nur im Verschwinden des Subjekts zur Erscheinung."

219 "Die Grundtatsache, daß das Subjekt die Wirklichkeit nur durch Zwischenschaltung von Zeichen erfahren kann, wird zum Mittel der Lenkung von Menschen durch Menschen über Zeichen."

220 Der konkrete Mensch im Gegensatz zur Abstraktion Mensch.

221 "Das humane Subjekt steht nicht ein für alle Mal fest. Es muß sich behaupten, indem es sich in der Begegnung mit der Umwelt erneuert."

222 Der Glaube ist eine vollkommen subjektive Erfahrung.

223 Die wissenschaftliche Forschung hat von allen subjektiven Faktoren frei zu sein und ihre Ziele ohne Leidenschaft und Interesse zu verfolgen.

224 Freiheit gründet sich auf das Subjekt und sonst nichts.

225 Wenn alles Schein ist, ist nichts mehr Schein, weil die Täuschung wegfällt.

226 "Die Subjektivität ist die Wahrheit."

227 "Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern es ist eine Grenze der Welt."

228 Ordnung und Chaos sind keine objektiven Wahrheiten, sondern wie soviele andere Wirklichkeitsaspekte von der Perspektive des Beobachters abhängig.

229 In jedem Denken spiegelt sich das Interesse wider.

230 "Ich halte eine Reform der Wissenschaften, die sie anarchistischer und subjektiver macht, für dringend nötig."

231 Erkenntnis ist vom Subjekt aus bestimmt.

232 Mechanistische Denkmodelle sind weit davon entfernt, auf das exakte Begreifen qualitativer Besonderheiten und einzigartiger Konstellation zu referrieren.

233 Entscheidung und Sicht hängen untrennbar zusammen.

234 Die Subjekte können sich nur selbst befreien.

235 "Man wollte doch ein Wissen, das von allen weltanschaulichen Prämissen frei war. Das wichtigste jedoch, das man auszuschalten suchte, war der konkret wertende und wollende Mensch in uns."

236 "Der Protestantismus setzte zu Beginn der Neuzeit an die Stelle des offenbarten Heils, das durch die objektive Institution der Kirche garantiert war, den Begriff der subjektiven Heilsgewißheit. Diese Lehre nahm an, daß jede Person sich nach eigenem subjektivem Gewissen entscheiden könne, ob ihr Verhalten Gott wohlgefällig sei und zum Heile führe."

237 Der zentrale Aspekt der Gewaltproblematik ist die auf sich selbst bezogene Subjektivität.

238 Normen oder Wertungen können letztlich bloß auf subjektive Gefühle oder Willkürentscheidungen zurückgeführt werden.

239 Das Subjekt setzt sich selbst, indem es sich entgegensetzt.

240 "Jeder ist Subjekt nur für sich selbst, jeder kann in seiner Immanenz nur sich selbst erfassen: von diesem Gesichtspunkt aus bleibt der andere immer Geheimnis."

241 "Subjektives ist Transzendentales, das Transzendentale bedeutet Subjektives."

242 Raum und Zeit sind nur subjektive Bedingungen unserer Erfahrung.

243 "Es gibt kein Geschehen, ohne jemanden, dem es geschieht, und dessen endliche Perspektive die Individualität des Geschehens begründet."

244 die Leere absoluter Subjektivität

245 Vertrauen ist etwas subjektives.

246 Gefühlsfreies Denken kann nur ein solches sein, das vom momentanen, persönlichen Stimmungszustand unabhängig ist. Der Begriff eines überhaupt gefühlsfreien Denkens hat keinen Sinn.

247 "Wenn zwei Gedanken streiten, werden alle Kräfte der Demagogie angewandt."

248 "Kein Eingeweihter wird behaupten, das wissenschaftliche Denken sei wertfrei."

249 Handlungen sind immer subjektiv.

250 Es gibt keine objektiven Schmerzen.

251 Die Welt des anderen ist für mich strenggenommen unzugänglich und unerreichbar.

252 die subjektiven Situationen des kleinbürgerlichen Individuums gegen die objektiven Bewegungstendenzen der gesellschaftlichen Gesamtsituation.

253 subjektiver Charakter der Kategorien wie Raum, Zeit oder Kausalität.

254 Das Subjektive ist irrational.

255 Subjektiv bedeutet im Mittelalter im Gegensatz zur Außenwelt die Innenwelt betreffend.

256 Objektivität als Unterscheidung von Wirklichkeit und Scheinbarkeit.

257 Subjektiv sind Äußerungen, in denen jemand ausschließlich von sich selber spricht, ohne eine Verbindlichkeit anzustreben oder zu erreichen. Verbindlichkeit bedeutet, daß das Einverständnis des Adressaten mit dem, was gesprochen wurde, erwartet werden darf. Die Äußerungen über die Wirklichkeit selbst können ebenfalls subjektiv heißen, wenn sie von den Interessen des Sprechenden bestimmt sind.

258 Der Begriff der Gesundheit ist kein objektiver, sondern ein Wertbegriff.

259 Subjektivität der Sinnesqualitäten.

260 Die Subjektivität als solche ist das Problem.

261 Das Empfinden einer Konfliktsituation ist immer eine subjektive.

262 Nützlichkeit ist eine subjektive Wertempfindung.

263 Da das Wertverhältnis in den Bereich des subjektiven Urteils verlagert wird, verliert der Wert hier den gesellschaftlichen Charakter, hört er auf, ein Verhältnis zwischen Menschen zu sein.

264 Die Individualität des Einzelnen ist gekennzeichnet durch seinen spezifischen Blickwinkel.

265 Das Subjekt ist sein Bewußtsein.

266 Die Psychologie ist die Wissenschaft vom subjektiven Geist.

267 die persönlich gefärbte Sicht der Dinge.

268 der Meinungsstreit über etwaige Subjektivismen.

269 Alle Normen sind subjektiv ist das Hauptdogma des Empirismus.

270 Das wahre Selbst verfügt frei über Raum und Zeit und kennt als absolute Subjektivität keine Zweiheit, keinen Verfall und Nichtverfall.

271 Privates wird als Zufälliges denunziert.

272 Der Subjektivismus ist die Theorie, daß unsere Wahrnehmungen aus uns selbst kommen.

273 So etwas wie Objektivität gibt es nicht, sondern nur Grade der Subjektivität.

274 Schlecht und gut sind subjektive Beurteilungen.

275 Die Theorie der Legitimierung der Herrschaft vom Subjekt her ist noch nicht so alt.

276 Problem des Gegensatzes von subjektivem Interesse und allgemeiner Organisation.

277 Die Negativität ist der Ausgangspunkt der Subjektivität.

278 Das Subjekt liegt nicht in Raum und Zeit.

279 Wo das Objekt anfängt, hört das Subjekt auf.

280 Der Materialismus setzt die Materie und mit ihr Zeit und Raum als schlechthin bestehend und überspringt damit die Beziehung auf das Subjekt.

281 Die Definition der Wirklichkeit soll Subjektivität ausschließen.

282 Das Vorhandensein von Subjektivität ist eine objektive wissenschaftliche Tatsache.

283 Alle Geisteszustände sind subjektiv.

284 Subjektivität von Raum und Zeit.

285 Das Subjekt ist eine reine Fiktion.

286 Der Begriffsrealismus versucht alle Subjektivität zu objektivieren.

287 "Aller Schein besteht darin, daß der subjektive Grund des Urteils für objektiv gehalten wird."

288 Hinter jeder Kenntnisnahme steht ein leitendes Interesse.

289 Ähnlichkeit ist eine subjektive Relation.

290 "Das Subjekt ist die Fiktion, als ob viele gleiche Zustände in uns die Wirkung eines Substrats wären."

291 "Das Benennen ist die Taufe des Gegenstands."

292 Der Materialismus gründet sich auf die Wirklichkeit des Dings, der Subjektivismus auf die Wirklichkeit des Geistes.

293 Die Frage ist, ob wir die Dinge zu erkennen vermögen, wie sie an sich sind, unabhängig davon, wie sie der menschlichen Auffassung erscheinen.

294 "Will man die Krankheit definieren, muß man den Menschen aus ihr verbannen."

295 "Bei der Krankheit ist der Mensch im Grunde das Unwichtigste."

296 Farben, Töne und Gerüche besitzen rein subjektiven Charakter.

297 Qualitäten und Werte sind "unwirklich", "subjektiv".

298 Das eigentlich Reale ist die irrationale Trieb- und Gefühlsschicht.

299 Subjektiv emotionale Erlebnisse bilden die Basis der moralischen Urteile.

300 "Nur das Subjekt allein läßt sich von der idealen Macht der Werte ergreifen. Das übrig Seiende ist dumpf und stumpf gegen den Ruf des Idealen."

301 "Ein Wert besteht immer nur in Bezug auf das Subjekt. Gäbe es keine Lust und Unlust in der Welt, so existierten keine Werte; alles wäre gleichgültig."

302 Lust und Unlust, sowie Glück und Leid gibt es streng genommen nur für das Individuum.

303 Jede Ideologie bezieht sich zwangsläufig auf so etwas wie ein Subjekt.

304 Kapitalismus wie Sozialismus sind auf Manipulation des subjektiven Glücksgefühls angewiesen.

305 Sinn ist etwas subjektiv gemeintes.

306 die subjektive oder Erscheinungswelt

307 Das eigene Subjektsein muß erst entdeckt werden.

308 Was qualitativ ist, muß subjektiv sein.

309 Die Dinge sind anwesend Kraft ihrer Bezogenheit auf mich als Subjekt.

310 Wie soll das Denken, das individuell ist, zu Maßstäben kommen, die für alle gültig, also objektiv sind.

311 Erfahrung kann nur dann Erfahrung sein, wenn die objektiven Bedingungen den subjektiven untergeordnet werden.

312 Das Subjekt ist keine Realität, wie Seele oder Geist, sondern ein logischer Beziehungspunkt.

313 Achtung vor dem Einzelmenschen, seinen Wünschen, seinen Gefühlen und seiner subjektiven Welt.

314 Bei jedem konkreten Denken entscheidet ein aus der Erfahrung angesammeltes Gefühl mit.

315 Ein vom ganzen Menschen abtrennbares "theoretisches Subjekt überhaupt" ist undenkbar.

316 die Unberechenbarkeit der Subjektivität.

317 Subjektiv und damit relativ.

318 Moralität bezieht sich nur auf den Verantwortungsraum der Person.

319 Die Begriffslogik ist die höchste Stufe der Verwandlung der Substanz ins Subjekt.

320 Das Gefühl ist subjektiv, Sache des jeweils einzelnen Menschen.

321 Überall drängt sich die Subjektivität vor und versperrt den Ausblick auf das Absolute.

322 Alles was zum Materialen gehört und konkret aufgewiesen wird, ist letztlich subjektiv.

323 Schon die bloße Auswahl dessen, worüber man informiert, ist subjektiv.

324 Toleranz ist Selbstbegrenzung bei der Durchsetzung subjektiver Wahrheiten.

325 Es gibt nichts, das einfach so da ist, frei von jeglicher Subjektivität.

326 "Die wahre Form der Wirklichkeit muß als Subjekt begriffen werden."

327 "Freiheit macht das innerste Wesen der Subjektivität aus."

328 Die einmalige Existenz des Individuums kann niemals auf den Allgemeinbegriff reduziert werden.

329 Die Sprache ist eine private.

330 "Was existiert, ist immer das Einzelne, das Abstrakte existiert nicht."

331 In der Verliebtheit droht die Grenze zwischen subjekt und Objekt zu verschwimmen.

332 Der Mensch legt Gesetze, Gebote und Vorschriften nach Möglichkeit so aus, daß sie mit seinem Willen in Übereinstimmung kommen.

333 Der Wille ist das Prinzip der Subjektivität.

334 Sinnesdaten sind insofern private Dinge, als nicht zwei Beobachter dieselben Sinnesdaten wahrnehmen können.

335 Mit den Lebensproblemen beginnt das Mystische.

336 Die Skepsis ist die Subjektivierung des Erkennens.

337 Im Eudämonismus ist das höchste Gesetz des menschlichen Wollens das Streben nach subjektiven Annehmlichkeiten.

338 die Idealität allen Objektseins.

339 Der Zielpunkt des Realismus ist das Objekt ohne Subjekt.

340 Die Relativität untergrub die objektive Natur der Wissenschaft und führte einen subjektiven Faktor ein. Der Relativität nach besteht nichts nur für sich selbst.

341 Der Begriff der Gleichzeitigkeit enthält ein subjektives Element insofern, als zwei Ereignisse, die für einen ruhenden Beobachter als gleichzeitig gelten müssen, für einen nicht ruhenden Beobachter nicht notwendig gleichzeitig sind.

342 der störende Einfluß des Willens auf den Intellekt

343 Es gibt zwei von Grund auf verschiedene Betrachtungsweisen: die eine ist die subjektive, die von innen ausgeht und das Bewußtsein für die primäre Wirklichkeit hält, die entgegengesetzte Betrachtungsweise ist die objektive, die das Äußerliche für primär hält.

344 Empfindungen sind wesentlich subjektiv, das Objektive ist Produkt des Verstandes.

345 Alles, was an sich oder absolut existiert, gibt es unabhängig vom wahrnehmenden Subjekt.

346 Die Idealisten erheben das Subjekt zur Substanz, die Materialisten das Objekt.

347 Wert und Unwert kommt vom Betrachtenden her und nicht von den Dingen selbst.

348 Eigenwelt des Subjektiven - Gemeinwelt der Objektivität.

349 Letztlich stifte die Subjektivität den Grund.

350 Die Irrationalität ist ein entscheidender rationaler Grund.

351 Entsubjektivierung ist Depersonalisierung.

352 "Der primäre Ort einer Theorie der Realität ist das Problem der Subjektivität."

353 Subjekt = lat. subjectum = Untertan

354 "Der Versuch, den Menschen im Ganzen abschließend und überbrückend zu fassen, muß scheitern."

355 "Wie beschränkt menschlich unser Weltbild doch ist."

356 das subjektive Interesse

357 Die Entmenschlichung durch die Logik muß wieder rückgängig gemacht werden.

358 Gewißheit ist immer subjektiv.

359 "In aller Wahrnehmung nimmst du lediglich deinen eigenen Zustand wahr."

360 Was Sache der Empfindung ist, läßt sich nur empfinden und nicht denken.

361 "Alles Wissen ist lediglich ein Wissen von dir selbst."

362 "Unser gesamtes Denken ist durch unsern Trieb selbst begründet; und wie des Einzelnen Neigungen sind, so ist seine Erkenntnis."

363 Wer das Subjekt aufhebt, hebt auch die Prädikate auf.

364 Jedes, vom subjektiven Bewußtsein unabhängige Verhältnis ist religiöser Natur.

365 Individualität und Leiblichkeit sind untrennbar.

366 Die Welt des Glaubens ist eine Welt der unbeschränkten Subjektivität.

367 Subjektivität im Gegensatz zu Positivität.

368 Die Hindernisse der wahren Erkenntnis: Hass, Zorn, Spott, Neid, Hochmut.

369 Alles echte Schaffen gelingt nur im Zustand echter Selbstlosigkeit.

370 Ehrlichkeit ist keine subjektive Angelegenheit, sondern eine der wichtigsten Bedingungen gesellschaftlichen Lebens.

371 "Der menschliche Verstand ist kein reines Licht, sondern Eigensinn und Affekte trüben ihn."

372 Nicht eher als bei Hume finden wir die grundlegende Unterscheidung zwischen Erkenntnis und Wertung.

373 "Dahin schwinden Sicht, Klang, Geschmack, Berührung und Geruch, und mit ihnen sind dahin Ästhetik und und moralische Empfindsamkeit, Werte, Qualität, Form; dahin sind auch Gefühle, Motive, Absichten, Seele, Bewußtsein, Geist. Die Erfahrung ist aus dem Reich wissenschaftlicher Forschung ausgestoßen worden."

374 Schon die Wahrnehmungsaussage ist eine Interpretation des sinnlich Gegebenen.

375 Jede Art der Wahrnehmung ist durch eine bestimmte Stimmungslage bedingt.

376 Kein Mensch sieht die Welt mit unbefangenen Augen.

377 Dem Subjektivismus zufolge sind alle Werturteile nichts anderes, als Beschreibungen bestimmter psychologischer Zustände.

378 Der Subjektivismus bestreitet, daß sich Moralurteile objektiv begründen lassen.

379 "Wir können dem Wissenschaftler nicht seine Parteilichkeit rauben, ohne ihm auch seine Menschlichkeit zu glauben."

380 Beobachtungen sind immer schon Interpretationen im Lichte gemachter Erfahrungen und erworbenen Wissens.

381 Die Setzung eines Zwecks ist etwas subjektiv-menschliches.

382 Die Dinge besitzen nur in Bezug auf einen Bewußtseinszustand einen Wert.

383 Sicherheit ist ein rein subjektives Phänomen.

384 Der Wunsch ist der Vater des Gedanken.

385 "Wir sind inzwischen so besessen vom reinen Verstandeswissen, Objektivität und Quantifizierung, daß wir sehr unsicher werden, sobald es um menschliche Erfahrung geht."

386 Wir halten die Wissenschaft für die Methode, mit der wir sichere, gemeinsame, von unseren Wünschen unabhängige, also unbestechliche Erkenntnis haben.

387 Rational können wir allenfalls die Fülle unserer Vorstellungen in Ordnung bringen, aber nicht die Fülle der subjektlosen Zustände.

388 Der Weg führt von einer materialen und objektiven Rationalität zu einer an subjektiven Werten orientierten Kultur.

389 Es gibt keinen Menschen ohne Vorlieben.

390 Wirklichkeit ist eine Qualität von Werten, die ungeachtet unseres Wollens vorhanden sind.

391 "So wie die Sprache typisiert, so entpersönlicht sie auch."

392 Über Geschmack sollte man nicht streiten.

393 "Das Wort an sich selbst ist kein Gegenstand, vielmehr den Gegenständen gegenüber, etwas Subjektives, dennoch soll es im Geiste des Denkenden zu Objekt werden."

394 "Subjektive Tätigkeit bildet im Denken ein Objekt."

395 "Da aller objektiven Wahrnehmung unvermeidlich Subjektivität beigemischt ist, so kann man, schon unabhängig von der Sprache, jede menschliche Individualität als einen eigenen Standpunkt der Weltansicht betrachten."

396 Da alle Gesetze nur allgemeine Prinzipien niederlegen, müssen sie ausgelegt werden.

397 Objektivität ist nie absolute Objektivität, sondern immer menschliche Subjektivität.

398 Die Welt des Ohrs ist eine andere, als die des Auges und die Welt der logischen Folgerung ist etwas anderes, als die Welt der unmittelbaren Anschauung. Alles, was uns erscheint, hängt von unseren Organen ab.

399 Inhalt und Bedeutung sind Produkte des subjektiven Bewußtseins.

400 "... denn schon im Begriff des 'Dings', das als eine Einheit aus dem unendlichen Zusammenhang des Seins herausgehoben wird, liegt jener subjektive Faktor."

401 Menschliche Motive lassen sich nicht addieren oder subtrahieren, sie werden allein in ihrem Zusammenwirken schon immer wieder anders.

402 Inkommensurabilität verweist auf die unvermeidlich subjektiven Elemente jeder Erklärung.

403 Es hängt von unseren Empfindungen ab, wie uns die Dinge erscheinen.

404 die psychologischen Beobachterprobleme

405 Alles sogenannten sinnlichen Qualitäten gehören nicht den Dingen als solchen an, sondern entstehen in uns selbst.

406 Die Sinnesempfindung ist nur die subjektive Erfahrung einer lokalen Bewegung durch das Gehirn.

407 Die Wissenschaft beruth auf der Anerkennung der unabhängig von Subjektiven bestehenden objektiven Realität und von der Anerkennung objektiver Gesetzmäßigkeiten.

408 Was uns als Eigenschaft eines Dings erscheint, wie Farbe, Wärme, Geruch, Geschmack, Töne, die es hervorbringt - all das liegt nicht in den Dingen selbst, sondern hat seine Ursache nur in der Eigenart unserer Sinne und unseres Wahrnehmungsvermögens und hat nur subjektive Realität.

409 Es gibt nirgendwo eine "Woheit" oder eine "Wannheit" und auch keine selbständig seiende Qualität. Alle Qualitäten sind gewissermaßen Produkt des Verhältnisses unserer Sinne zu den Dingen.

410 die Zweifel der Subjektivitäten.

411 "Das Menschenwesen ist und bleibt flüchtig und unberechenbar und findet stets wieder ein Schlupfloch aus den mechanischen Gesetzen und der materialistischen Dialektik, mit der verrückte Seelenkundler und hagestölzene Nationalökonomen es vergewaltigen wollen."

412 Alle Veränderung ist nur subjektiv.

413 Die Qualitäten der Dinge sind bloße Zustände des Subjekts.

414 Die Maschine negiert die Subjektivität des Menschen.

415 Alle sinnlichen Qualitäten bedürfen eines Trägers.

416 "Die Erfahrung der Außenwelt ist immer durch besondere Sinnesorgane und Nervenbahnen vermittelt. In diesen Maße sind Objekte meine Produkte, und meine Erfahrung von ihnen ist subjektiv, nicht objektiv. Es ist jedoch nicht trivial, anzumerken, daß nur sehr wenige Menschen, zumindest in der abendländischen Kultur, an der Objektivität solcher Sinnesdaten wie Schmerz oder ihrer visuellen Bilder von der Außenwelt zweifeln. Unsere Zivilisation beruth zutiefst auf dieser Illusion."

417 Alle Normierungen sind machtlos, wenn der gute Wille zum logischen Denken fehlt.

418 das irrationale, zeitlich und persönlich bedingte Moment.

419 Bei allen Bemühungen, das Psychische nach der Art physischer Vorgänge zu erklären, geht der eigentliche Gegenstand verloren.

420 Was Eigeninteresse, Ehrgeiz, Machtbedürfnis, Eitelkeit bei entscheidenden Handlungen mitwirken, läßt sich nur in mäßigem Umfang feststellen.

421 Jeder allgemeine Satz beruth nur auf gutem Glauben und alle Abstraktionen sind willkürlich und müssen es sein.

422 Raum und Zeit sind die Formen der Subjektivität.

423 Das Gefühl für Prioritäten ist eine persönliche Angelegenheit.

424 Das Werturteil gilt nur für das urteilende Subjekt und ist in diesem Sinne relativ.

425 "Es ist also ungezweifelt gewiß, und nicht bloß möglich, oder auch wahrscheinlich, daß Raum und Zeit, als die notwendigen Bedingungen aller (äußern und innern) Erfahrung, bloß subjektive Bedingungen aller unserer Anschauung sind."

426 Die empirischen Bedingungen unter denen unser Verstand ausgeübt wird, sind für Kant "Einfluß der Sinne, Spiele der Einbildung, Gesetze das Gedächtnisses, die Macht der Gewohnheit und der Neigung.

427 Bedeutung kommt aus der Sinnlichkeit.

428 Alle Veränderung setzt etwas Beharrliches in der Anschauung voraus, um überhaupt als Veränderung wahrgenommen werden zu können. In inneren Sinn wird aber keine beharrliche Anschauung angetroffen.

429 "Denn, sind Erscheinungen Dinge an sich selbst, so ist die Freiheit nicht zu retten."

430 "Alle praktischen Begriffe gehen auf Gegenstände des Wohlgefallens, oder Mißfallens, d.i. der Lust und Unlust, mithin, wenigstens indirekt, auf Gegenstände unseres Gefühls."

431 Der Wille ist das, was die Subjektivität ausmacht.

432 Macht ist das Vermögen, den eigenen Willen durchzusetzen.

433 "Was das Subjekt ist, ist die Reihe seiner Handlungen."

434 Das Recht der subjektiven Einsicht, wonach etwas sehr wahr sein kann, ohne von einem Menschen zwingend eingesehen werden zu müssen.

435 "Es will mir scheinen, daß der Wunsch, alle Wirklichkeit auf seelisches Erleben zurückzuführen, viel tiefer begründet ist, als etwa nur ein eigensinniges Verleugnenwollen einer Vorstellung (nämlich eben von der realen Außenwelt), ohne welche wir im praktischen Leben keinen Schritt vorankommen."

436 Jedes Erkennen wird auch durch Faktoren bestimmt, die aus dem Subjekt stammen.

437 "Der richtig verstandene 'erkenntnistheoretische Idealismus' will lediglich sagen, daß es unmöglich ist, den zu erkennenden realen Gegenstand in jeder Hinsicht unabhängig von erkennenden Subjekt zu denken."

438 Alle Messung geht schematisierend über das Individuelle am Gegenstand vorbei.

439 Eine wirkliche Isolierung einer Erscheinung besteht streng genommen nicht.

440 "Das Geschmacksurteil ist keine Erkenntnis, also nicht logisch, sondern ästhetisch und nur subjektiv möglich."

441 "Alles Interesse setzt ein Bedürfnis voraus oder bringt eines hervor und läßt das Urteil über den Gegenstand nicht mehr frei sein."

442 Werte können nur von psychischen Wesen gewertet werden.

443 In der These von der fundamentalen Irrationalität der Entscheidungen werden Entscheidung und Willkür gleichgesetzt.

444 Die Theoriebildung beginnt nicht erst mit den sprachlich artikulierten Denken. Sie fängt schon innerhalb der Wahrnehmungstätigkeit an.

445 Die wissenschaftliche Methode endet am individuellen Leben, am persönlichen Sein, an der Willensfreiheit. Die ganze sittliche Welt ist ihr verschlossen.

446 Das Urteilen als Beziehen ist subjektiv.

447 "Subjektivität bedeutet das Verhältnis des Vorgestellten zum Vorstellenden."

448 Werte haben kein Sein außerhalb des menschlichen Bewußtseins.

449 Das Recht ist unabhängig vom Subjekt.

450 "Die außermenschliche, unpersönliche Wahrheit ist allem Anschein nach nichts weiter als eine Illusion."

451 Unsere sinnlichen Erlebnisse machen nicht die physikalische Welt aus, sie geben uns lediglich Kunde von einer anderen Welt, die dahinter liegt.

452 Es handelt sich nicht darum, "daß wir frei 'sind', sondern darum, daß wir uns frei 'fühlen'. Mag man diese Art von Freiheit immerhin als eine Illusion bezeichnen. Dann ist überhaupt jedes Gefühl eine Illusion."

453 Subjektive Wertvorstellungen bilden die Basis für unseren begrifflichen Rahmen.

454 Werte können stets nur auf konkrete und individuelle Entitäten bezogen werden. Das Bezugsobjekt eines Gesetzes dagegen stets eine abstrakte Größe.

455 Das Subjekt hat seinen wahren Ort im Unbewußten.

456 "Ich ist ein anderer."

457 "Selbst die subjektiv-psychische Realität der Icherfahrung ist unendlich komplex. Aufgrund der unbegrenzten Fülle der intrapsychischen Vorgänge ist es mir nicht möglich, zu einer vollständigen Vorstellung meiner eigenen mentalen Erfahrung zu gelangen, d.h. alles zu erfassen, was ich je gedacht, gewünscht, gehofft, gewollt etc. habe."

458 Zeit ist an unsere Sinne gebunden - sie ist Teil von uns, nicht 'da draußen'.

459 "Es gibt einfach keinen anderen Platz für die Bedeutung von Gesundheit, Krankheit, Leben und Sterben als unsere eigenen Sinne."

460 die Seuche der Subjektivität

461 "Wir haben uns "zum Zwecke der Gestaltung eines verständlichen Bildes der Außenwelt die außerordentliche Vereinfachung erlaubt, von unserer eigenen Person abzusehen, sie sozusagen herauszuschneiden."

462 "Jede Tatsache ist individuell, also zeitlich bestimmt."

463 Die subjektive Seite meint die spezifisch menschliche Erkenntnisgewinnung.

464 "Jeder hat seine eigene Zeitanschauung, dieselbe ist nicht übertragbar."

465 "Im Glauben lebt der Mensch subjektiv existierend, im Wissen erfaßt er etwas objektiv Geltendes."

466 der subjektivische Wahnsinn

467 Ein psychisches Erlebnis, das nicht das Erlebnis eines bestimmten Subjekts ist, ist nicht denkbar.

468 "Durch den Schritt zur Subjektivität wird also das 'Wertproblem' entdeckt."

469 Das Subjekt gilt als Anstifter des Falschen und Quelle der Willkür.

470 Der Subjektivismus bestreitet das Gelten 'ansich'.

471 Es sollte nicht heißen: 'etwas' ist rot und blau, sondern 'mir' ist rot und blau.

472 Wenn Raum und Zeit ihren Ursprung in der sinnlichen Vorstellungsart das Subjektes haben, so sind die Gegenstände in Raum und Zeit nur die 'Wirkungen' der eigentlichen Dinge, 'vorgestellt' in der Art und Weise unserer subjektiven Auffassung.

473 "Was aber alle Hoffnung abschneidet, das Kausalitätsproblem durch den Rekurs auf psychologische Erfahrung zu lösen, ist der entscheidende Umstand, daß wir auf diesen Wege immer nur zu einer 'subjektiven' Notwendigkeit des Gesetzes gelangen können. Bei der Kausalität handelt es sich aber nicht um notwendige Verknüpfung unserer Ideen, mag diese Notwendigkeit psychologisch oder logisch, eine Verknüpfung durch Assoziation, oder ein Zusammenhang von Grund und Folge sein; - sondern um die Verknüpfung einer Idee mit einen Dinge, um das Hinausgehen über die Ideen und die Verhältnisse von Ideen zu den Gegenständen selbst. Hume bestreitet nicht, daß es zwischen den Dingen notwendige Verhältnisse gebe, er beweist nur, daß diese Verhältnisse nicht unabhängig von der Erfahrung, also nicht aus reinen Begriffen erkannt werden können. Auf diesem Punkte erwartet er seinen Gegner, es ist der Punkt seiner Kausalitätstheorie, den keiner vor Kant überhaupt gesehen hatte. Tetens selbst gesteht an Schlusse seiner Auseinandersetzung mit Hume, 'wir haben keine andere Idee von der objektivischen Verursachung als die innere subjektivische Verursachung im Verstande,' also, fügen wir hinzu, hat Hume Recht behalten! Kant erklärt in der Vorrede zur Kritik der praktischen Vernunft, Hume würde sich bei einer solchen subjektiven Notwendigkeit, 'sehr wohl befinden, denn er verlangte nichts mehr, als daß statt aller objektiven Bedeutung der Notwendigkeit im Begriffe der Ursache, eine bloß subjektive, nämlich 'Gewohnheit' angenommen werde'. Dies ist indes nur zum Teil richtig. Hume hat sich nicht mit der Berufung auf subjektive Notwendigkeit zufrieden gegeben, sondern diese Notwendigkeit aus einem objektiven Verhältnis, nämlich der Beständigkeit der gleichen Folge unter gleichen Voraussetzungen, erklärt. Die Gewohnheit, weit entfernt, das Kausalverhältnis zu erschöpfen, ist selbst eine Folge beständiger Sukzession, und diese eine vera causa, deren Stattfinden in der Erfahrung nachweisbar ist. Aus der objektiven Seite der Kausalverbindung leitet Hume den Eindruck der Überzeugung oder des Glaubens, infolge der Gewohnheit, als die subjektive Notwendigkeit der unsachlichen Schlüsse ab; also ist die letztere das Problem, das er löst, nicht eine Ausflucht, bei der er sich zufriedenstellt."

474 "Die Lehre von den unbewußten Schlüssen besagt, daß unser Wahrnehmen aus dem sinnlich Perzipierten allein nicht zu verstehen ist. Wahrnehmung ist mehr als die Summe der Sinnesempfindungen. Sie erfordert eine Aktivität des Wahrnehmenden. Entfernungen zum Beispiel sehen wir nicht, sondern wir denken, erschließen sie. Der Theorie von unbewußten Schlüssen liegt die Tatsache zugrunde, daß unser wirkliches Wahrnehmen aus den Bestand der Sinnesempfindungen nicht zu erklären ist. Die Lage der Dinge in Raum, die Dingkonstanz, die Farbkonstanz, der Farbkontrast sind Beispiele für Wahrnehmungen, die in den zugehörigen Empfindungen nur unzureichend repräsentiert sind; von diesen Sinnesdaten aus schließen wir dann unvermerkt und mit großer Geschwindigkeit auf die volle Wahrnehmungsgegebenheit. Diese syllogistische Erklärungsweise beruth jedoch auf der Annahme der kartesianischen Subjekt-Objekt-Schranke. Unsere Gegenstandswahrnehmung wird jedoch durch eine subjektive Aktivität mitkonstituiert; diese aber kommt uns nicht zu Bewußtsein."

475 Subjektivität besteht nur im Werden.

476 "Das Einem Bewußte ist nur zu 'rekonstruieren' aus dem Subjektiven auf irgendeiner Stufe der Objektivierung. Sonst verfiele die Psychologie selbst in Objektivierung und würde also eben das verfehlen, worauf sie doch abzielt, die Subjektivität."

477 Bewußtsein ist stets eine Beziehung, und zwar auf den Gegenstand.

478 "Objektivierung besteht nur in der Objektivierung des Subjektiven; Subjektivierung nur in der Subjektivierung des Objektiven."

479 "Die Stufe der 'reinen' Subjektivität wäre identisch mit der Stufe der absoluten Unbestimmtheit."

480 "Aber gerade weil wir das Gefühl haben, daß da eine Verkettung vorliegt, in der wir Gefahr laufen, uns zu verlieren, vereinfachen wir. Wir abstrahieren von allen Bedingungen, so wesentlich sie auch sein mögen, zugunsten einer einzigen, die wir hervorzuheben die Absicht haben."

481 Alle Werte, aber auch alle Tatsachen sind relativ zu einem Subjekt.

482 Unsere Anschauung ist immer individuell-subjektiv; das Empfindungsgegebene läßt sich nur 'umdenken' in etwas Objektives.

483 Objektivierung heißt Versachlichung und bedeutet, daß das subjektive Interesse am Gegenstand auf einmal nicht mehr vorhanden ist oder als unerheblich erklärt wird.

484 "Das Bestehen von gewissen Verbindungslinien der Sinne, die Sinneswahrnehmungen im Bewußtsein zu ausgewählten Wesenheiten oder Zuständen in der physischen Welt in Beziehung setzen, ist ein auswählender Faktor in unserem Wissen. Diese Auswahl entzieht sich gänzlich unserer gegenwärtigen Kontrolle, aber sie ist durch die Tatsache bedingt, daß das Leben unmöglich wäre ohne einen gewissen Grad von Harmonie zwischen den Ergebnissen der Auswahl und unseren fest verwurzelten Denkformen. Unser auf Wahrnehmung beruhendes Erkennen und Abstrahieren von gewissen Elementen (den permanenten physikalischen Objekten) aus den Gewebe gegenseitiger Verbindung, welches das physikalische Universum ausmacht, folgt daher mit einer groben Annäherung denselben Linien wie die wissenschaftliche Analyse des physikalischen Universums, die sich auf dieselben eingefleischten Denkformen stützt."

485 "Ich kann anderen das lebhafte Wissen, das ich von meinen eigenen Sinneseindrücken und Gefühlen habe, nicht übermitteln. Es gibt keinen Weg, um meinen Sinneseindruck davon, wie Hammelfleisch schmeckt, mit dem Sinneseindruck, den ein anderer vom Geschmack des Hammelfleisch hat, zu vergleichen. Ich kann nur wissen, wie es mir schmeckt, und er kann nur wissen, wie es ihm schmeckt."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.