Seele
Stephan Witasek - Allgemeine Psychologie
p-2siehe auch Geist, Gefühl, Bewußtsein, Religion, Persönlichkeit, Leben, Tod, Energie, Wahnsinn

001 Die Seele ist der Schatten des Menschen.

002 "Dennoch muß die Seele immerfort versuchen, sich von dem Gebiete der Sprache unabhängig zu machen, da das Wort allerdings eine Schranke ihres inneren, immer mehr enthaltenden Empfindens ist und oft gerade sehr eigentümliche Nuancen desselben durch sein im Laut mehr materielle in der Bedeutung zu allgemeine Natur zu ersticken droht."

003 Auch die Psychotherapie vermag keine Integration der Person als ganzer zu schaffen. Das vermag nur der Glaube.

004 Psychologie ist nicht von der Ethik zu trennen.

005 "Wie der Pilger dahingeht, während das Land immer das Gleiche bleibt, so gehen die Menschen dahin, aber die Seelenzustände bleiben ewig die gleichen."

006 "Freuds Theorien können, wenn sie in die falschen Hände geraten, böse mißbraucht werden, falls es darum geht, Ungerechtigkeit und Korruption zu rechtfertigen, zu unterstützen oder zu ignorieren, die sich unter dem Namen "Realität" verbergen."

007 Es besteht eine enge Beziehung zwischen den Formen unterdrückter sozialer Konflikte und den Formen der Neurose.

008 "Die Behandlungsmethode besteht darin, den Kontakt mit der aktuellen Krise immer weiter voranzutreiben, bis man den Sprung ins Unbekannte riskiert und sich mit der sich zeigenden schöpferischen Integration der Spaltung identifiziert."

009 Neurotisches Leiden entsteht, wenn der Widerspruch zwischen realem Handeln und einem Normensystem unerträglich wird.

010 Die Tiefen der Seele lassen sich nie völlig ergründen.

011 "Der moderne Therapismus verspricht Heilung um den Preis, daß man sich für krank erklärt. Dieses Verfahren vermehrt nicht nur die Untüchtigkeit des Einzelnen, es ist die Negation der Politik. Aus Sachproblemen werden Beziehungsprobleme gemacht. Wir lassen uns moralisch entschuldigen. Ein menschenstärkendes Prinzip ist die Psychotherapie nicht; sie ist eine Nothilfe."

012 Die Neurose ist das Leiden der Seele, die ihren Sinn nicht finden kann.

013 "Wie die Gottheit namenlos ist und jeder Nennung fern, so ist auch die Seele namenlos. Denn sie ist dasselbe wie Gott."

014 "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!"

015 "Denn die Seele ist das Licht Gottes."

016 Seele und Welt können so wenig Gegenstand der Erkenntnis sein wie Gott; das war Kant.

017 Wie der Schmerz eine notwendige Empfindung zur Erhaltung unseres Körpers ist, so ist das Leid notwendig zur Erhaltung unserer Seele.

018 "Wie die körperliche, so ist auch die seelische Welt nur eine abstrakte Begriffsbildung der Erkenntnis; sie sind beide etwas gedanklich Geschaffenes, begrifflich herausgelöst aus dem einheitlichen Tatbestand unseres Erlebens, Reflexionspunkte, aber nicht Arten von Realität."

019 "Das Licht der Seele ist die Wahrheit."

020 Der Teufel wirkt weniger auf die Materie, als auf die Seele.

021 Bedeutung ist ein rein psychologischer Begriff.

022 Gesprochene Worte sind in jedem Fall Ausdruck eines psychischen Geschehens, mögen sie inhaltlich betreffen, was sie wollen.

023 Das Unterbewußtsein schläft niemals.

024 Der Begriff 'Psychologie' täuscht eine Einheitlichkeit dieser Wissenschaft vor.

025 In der Sublimierung stirbt der Wunsch und entsteht als symbolische Bedeutung wieder.

026 Die klassischen Psychotherapieschulen nehmen an, daß therapeutischer Wandel durch Einsicht in längst vergangene Ursachen gegenwärtiger Probleme erreicht wird.

027 "Alle Psychologie geht mit metaphysischen Postulaten Hand in Hand."

028 Vom Geist verlassen wird die Seele zur haltlosen Schwärmerei, der Geist von der Seele verlassen wird zur Unmenschlichkeit.

029 Es gibt keine zuverlässigen und gültigen Kriterien, die Zuschreibungen über das Verhältnis des Anderen zu seinem Handeln erlauben.

030 Ökonomische und psychologische Probleme lassen sich nicht voneinander trennen.

031 Es gibt zwei Arten, die Natur der Welt zu erforschen und zwar von zwei entgegengesetzten Enden aus: durch Erforschung der Materie auf der einen Seite und die Erforschung der menschlichen Seele auf der anderen.

032 Die Charakterisierung von Seelenvorgängen durch Sprache scheitert an der Armut der Sprache, die nicht fähig ist, unaufhörlich Strömendes in eine feste Form zu fassen.

033 Die Psychoanalyse scheitert am Wertproblem.

034 Freud erklärt das Religiöse für eine Form der Psychose.

035 Der Seelengrund ist der Ort, an dem die Seele Gott erkennen kann.

036 In der der Theorie der Herrschaft führt Nichtanpassung zur psychischen Isolation und damit zur Neurose.

037 "Die Seele empfängt aus der Seele das Wissen, nicht aus Büchern, noch vom Reden."

038 Die Erleuchtung kommt dann, wenn der Schüler begreift, daß es kein Geheimnis gibt.

039 "Konsequente Einführung der Psychoanalyse in das Strafrecht muß zu dessen Auflösung führen."

040 Die Politik rechnet mit der Organisierbarkeit des Irrationalen und Psychischen.

041 Neurotische Symptome sind Ausdruck eines Kampfes.

042 Keine Psychologie ist ohne Weltanschauung denkbar.

043 Kein logisches Gesetz bezieht sich auf Tatsachen des Seelenlebens.

044 Eine Analyse ist dann zuende, wenn der Patient einsieht, daß sie endlos weitergehen könnte.

045 "Niemand berührt den Grund der Seele als Gott allein."

046 "Du könntest nicht die Grenzen der Seele finden, auch wenn du überall hin gingest, so tief ist ihr Logos."

047 "Wissen ohne Gewissen ist der Ruin der Seele."

048 "Eine schöne Seele nennt man es, wenn sich das sittliche Gefühl aller Empfindungen des Menschen endlich bis zu dem Grad versichert hat, daß es dem Affekt die Leitung des Willens ohne Scheu überlassen darf und nie Gefahr läuft, mit den Entscheidungen desselben in Widerspruch zu stehen. Daher sind bei einer schönen Seele die einzelnen Handlungen eigentlich nicht sittlich, sondern der ganze Charakter ist es. ... Die schöne Seele hat kein anderes Verdienst, als daß sie ist."

049 Herrschaft wird nicht vorwiegend auf materielle, ökonomische Machtmittel gestützt, sondern in erster Linie auf psychische Einflüsse.

050 Die alten Worte für Seele bedeuteten ursprünglich 'Luft' oder 'Atem'.

051 Die Wirtschaft ist so sehr mit dem menschlichen Verhalten verwoben, daß man keine einigermaßen zuverläßige Wirtschaftstheorie formulieren kann, ohne die Psychologie miteinzubeziehen.

052 Wer seine Prinzipien aufgibt, gibt seine Seele auf.

053 Der Seelendiebstahl ist die materielle Grundlage von Krankheit und Tod.

054 Einsamkeit und Leiden schließen die Seele des Menschen auf.

055 Macht wird über die Seele des Menschen gewonnen.

056 Im Griech. werden 'Seele' wie 'Leben' mit 'Psyche' bezeichnet.

057 Es gibt keine gemeinsamen Seelensituationen zwischen zwei Menschen.

058 Der Abgrund des Geistes erscheint nur, wenn die Kräfte der Seele entblößt sind.

059 Die unbewußten Prozesse werden nicht direkt wahrgenommen, sondern nur in ihren Ergebnissen.

060 Die Psyche ist nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt.

061 Phantasie ist unbewußt.

062 Das Seelenleben ist ein Ganzes in jedem seiner Augenblicke.

063 Wo Vernunft und Logik aufhören, befiehlt das Unbewußte.

064 Die Seele ist das, worauf das Leben beruht.

065 Die Seele ist ein Hauch, ein leichter Wind.

066 Der psychische Apparat hat die Tendenz, sich möglichst reizlos zu halten.

067 Vegetarische, d.h. unbeseelte Nahrung

068 Die Seele ist der Grundbegriff der Religion

069 Schiz = gebrochen, phrenos = Herz oder Seele

070 Psychotherapie ist das Erlernen einer richtigen Theorie über einen selbst.

071 "Das Unbewußte ist der Diskurs des Anderen."

072 Psychologie ist die Logik der Erfahrung.

073 Die Idee der Seele und des Geistes ist erst nach der Idee der Macht und der unpersönlichen Kraft entstanden.

074 Das Anarchische bleibt das Geheimnis auf dem Grund der Seele und dem Träger meist selbst unbewußt.

075 Das Charakteristische am Unbewußten ist, daß es unbewußt ist.

076 In der Seele allein liegt die Möglichkeit zu Neuschöpfung und Selbstveränderung.

077 Im kollektiven Unbewußten wird die Verbindung von Subjekt und Objekt wiederhergestellt. (Jung'sches Archetypen-Modell)

078 Durch Nicht-Tun wird die Seele geschwächt, durch Tun wird sie stärker.

079 Wenn du dich erkannt hast, hast du auch die Seele erkannt.

080 Der Grund des Leidens der Seele ist Einbildung.

081 Beseelt wird durch Sinnverleihung.

082 "Wenn die Seele aus dem Leibe entflohen ist, so beginnen die elementaren Mächte der Objektivität ihr Spiel."

083 Wirkliche Tiefe ist immer zweideutig: "Versinke denn! Ich könnt, auch sagen steige! 's ist einerlei."

084 "Die Technik muß überschritten werden, so daß das können zu einer 'nichtgekonnten Kunst' wird, die aus dem Unbewußten erwächst."

085 Der See im Thale ist das Unbewußte.

086 Gemeinschaft ist eine Sache der Seele, nicht des Körpers.

087 Die Seele wohnt in den Knochen und auch im Blut.

088 Das kollektive Unbewußte ist nicht individueller, sondern allgemeiner Natur, hat also im Gegensatz zur persönlichen Psyche Inhalte und Verhaltensweisen, welche überall und in allen Individuen dieselben sind und bildet damit eine in jedermann vorhandene, allgemeine seelische Grundlage überpersönlicher Natur.

089 Hypnose ist unter anderem eine Technik, sich Zugang zu den unbewußten Schichten des Psychischen zu bahnen.

090 Ein Organismus, der nur auf die Befriedigung materieller Bedürfnisse ausgerichtet ist, fällt bald seelenlos auseinander.

091 Auf der Urkraft der menschlichen Seele beruth die Energie des Menschen.

092 Die Probleme der reinen Innerlichkeit sind irrationaler Natur.

093 Das Unbewußte wird unterdrückt, indem es von freier Mitteilung abgehalten wird.

094 Die Innerlichkeit des Menschen ist in der Hauptsache aus Ideen gebildet.

095 Der Übergang vom Bewußten zum Unbewußten ist begleitet von einem Prozess des Allgemeinen zum Speziellen.

096 Das Unbewußte ist das, was wir nicht mitteilen - uns selbst nicht und auch nicht anderen.

097 Über innere Vorgänge läßt sich nichts aussagen, wenn man nicht auf Handlungen Bezug nimmt.

098 Zufriedenheit darf nicht in der äußeren Welt, sondern muß in der eigenen Seele gesucht werden. Das Ziel des menschlichen Suchens liegt nicht im Vergnügen, sondern in der Genügsamkeit.

099 Die drei hauptsächlichen seelischen Polaritäten: a) Subjekt - Objekt; b) Lust - Schmerz; c) aktiv - passiv

100 Die Seelen der Gottlosen gehen nicht in die Ruhekammern ein, sondern müssen qualvoll umherschweifen.

101 Auf einmal begann die Psychiatrie die mystischen Zustände erklären zu wollen.

102 Das Alleinsein mit seinem Selbst ist die Objektivität der Seele.

103 Gegen das unheimlich Lebendige der seelischen Tiefe braucht es einen magischen Schutz.

104 Der Geist ist ein der Seele übergeordnetes Tätigkeitsprinzip.

105 Der Inbegriff des Wirkenden ist für uns mit der Erscheinung der Welt verknüpft, für den Inder dagegen mit der Seele.

106 Das Unbewußte hat kein Zeitgefühl.

107 In der Phantasie wird aus dem seelischen Stoff eine andere Wirklichkeit geschaffen.

108Im Augenblick des Todes macht die Seele die gleichen Erfahrungen, wie jene, die in die großen Mysterien eingeweiht werden.

109 Wille, Gefühl und Gedanken sind mehr, als die Seiten, die sie dem Bewußtsein zukehren.

110 Die Schattenseite der Seele entzieht sich der bewußten Einsicht.

111 Das Seelenleben ist ein Zusammenhang, eine Struktur.

112 Das Unbewußte ist Vorstellung und Wille zugleich.

113 "Durch die Erhellung des Unbewußten gerät man in die Sphäre des chaotischen persönlichen Unbewußten, in welchem sich alles findet, was man gerne vergißt und was man unter allen Umständen weder sich selbst, noch einem andern eingestehen und überhaupt nicht für wahr haben möchte. Man glaubt daher am besten wegzukommen, wenn man möglichst wenig in diese dunkle Ecke schaut."

114 Der Seelenfriede ist das einzige, was zählt.

115 Was Seelenfrieden hervorbringt ist gute Arbeit.

116 Der Körper gehorcht der Seele.

117 Den gängigen Moralvorstellungen entsprechend hat das Bewußte über das Unbewußte zu herrschen und die Ratio über den Verstand.

118 Gesprochene Worte sind immer Ausdruck für etwas Psychisches, mögen sie inhaltlich betreffen, was sie wollen.

119 "Er war nun nicht besessen in der Weise, wie man gewöhnlich die Besessenheit zu nennen pflegt, in unfreiwilliger Verstrickung mit der feindlichen Macht, daher im Leibe bloß gebunden; sondern die Seele hatte in voller Besonnenheit sich hingegeben, und von ihr aus wurde erst der Leib mit ihrem vollen Wissen und Willen eingenommen. So war er selber es gewesen, der das Malefiz geübt, während sein Verdacht auf anderen fortwährend haftete; wie er auch, indem er die Dämonen zu besitzen glaubte, von ihnen besessen wurde. Eben weil eine Umkehr seines ganzen Wesens erfolgte, war keine Ahnung seines Zustandes ihm geblieben an dem er durch Vergleichung sich zurecht zu finden vermocht. Der Grund seines Zustandes erschien ihm gut und recht, denn er glaubte sich vollkommen orientiert zu finden; seines Heiles war er in ihm gewiß."

120 Im Foto wird die Seele gefangengehalten.

121 Das Individumm kann sich erst neu strukturieren, wenn das Unbewußte neu strukturiert ist.

122 Wenn der Mensch sich weiterentwickeln will, muß er seelische Tiefe entwickeln, und Macht gewinnen über diese seine eigenen Tiefen.

123 Im Zustand des Unterbewußtseins verfließt die Grenze zwischen Realität und unseren persönlichen Phantasien.

124 "Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser."

125 Der Seelenglaube ist so alt wie die Menschheit.

126 Unsere Seele verlangt danach eine höhere Form der Bejahung zu erreichen, die nicht mehr der widersprüchlichen und gegensätzlichen Unterscheidungen von Ja und Nein unterworfen ist.

127 Glück besteht in einem tätigen Leben und Seelenruhe.

128 Seligkeit ist der innere Sinn der Seele.

129 Die Automatik des Unbewußten.

130 Freud war der erste, der die Dialektik der Seele aufgedeckt hat.

131 Die Herrschaft über die Außenwelt beginnt mit der Herrschaft über die Innenwelt, mit der Herrschaft über sich selbst.

132 Werden die Tore des persönlichen Unbewußten zu plötzlich aufgerissen, wird der unvorbereitete Geist überwältigt und zerschmettert. Aus diesem Grund werden die Tore des Unbewußten von allen Eingeweihten bewacht und bleiben hinter dem Schleier von Mysterien und Symbolen verborgen.

133 Die Seele ist Urform der geistigen Wesen.

134 Manipulationen der Seele können psychische Energien freisetzen, die jeder materiellen Macht überlegen sind.

135 Die Entwicklungsmöglichkeiten einer menschlichen Seele sind unvorhersagbar.

136 "Es ist notwendig, daß der Geist der Nacht begegnet", sagen die Mystiker.

137 Die Beschäftigung mit dem Unbewußten sollte uns mißtrauisch machen gegen die scheinbar offen zutage liegenden Bedeutungen von Worten.

138 "Ein Hauptproblem für alle Formen von Psychotherapie ist, wie sie den Patienten motivieren können zu tun, was getan werden muß. Er muß zu seinen 'unerledigten Geschäften' zurück, die er in der Vergangenheit liegengelassen hat, weil sie so mühselig waren, daß er flüchten mußte. Jetzt, wenn man ihn ermutigt, zurückzugehen und die Sache zu erledigen, ist diese immer noch mühselig; sein Elend wird ihm von neuem gegenwärtig, und, auf kurze Sicht, müßte er dies immer noch vermeiden. Wie soll man ihn bei der Stange halten - letztlich, wie soll er sich selbst bei der Stange halten -, wo es doch so viel an Unangenehmem zu durchleben gilt?"

139 Alles Seelische ist vieldeutig.

140 Das Unbewußte ist eine religiöse Größe.

141 Nur die Auserwählten haben eine unsterbliche Seele.

142 Glück ist ein Zustand der Seele. Worauf es ankommt ist das Wohlergehen der Seele.

143 Ataraxie - der Seelenfrieden.

144 Die Seele leidet nur, insofern sie unzureichende und verworrene Ideen hat.

145 "Das einzig echte Gut, welches das Leben einem Menschen gewähren kann, ist der freie Besitz seiner eigenen Seele."

146 Nach der grandiosen Erforschung der materiellen Welt beginnt nun die Erforschung der seelischen Welt.

147 Die Seele ist das Lebensprinzip.

148 Die Seele erkrankt immer nur am Verlust der Sinnhaftigkeit.

149 Jung identifiziert das Mysterium mit dem Unbewußten.

150 Schmerz ist weitgehend eine seelische Angelegenheit.

151 Zur vollständigen Wahrnehmung gehört die Einheit von Körper und Seele.

152 Das Ich ist die Macht, die das Seelenleben zusammenhält.

153 Die Seele lebt mit sich selbst im Widerspruch.

154 Das Bewußte ist nur ein verschwindender Bruchteil des Seelenlebens.

155 "Der Seele ist das Gemeinsame eigen, das sich mehrt."

156 Der Vitalismus sieht das Organische unter seelischen Kategorien.

157 Jede Beobachtungsaussage bewegt sich zwischen zwei Welten: der meßbaren, materiellen und einer ganz anderen Gesetzen gehorchenden Wahrnehmungswelt.

158 In der Seele geht nichts vor, was nicht einen leiblichen Ausdruck fände.

159 Nicht Unwille und Egoismus verursachen die soziale Problematik, sondern Konflikte sind imaginäre Produkte der Struktur des Unbewußten.

160 das Unbewußte, Irrationale, Mystische, Subjektive.

161 Alles vollkommene Tun ist unbewußt und nicht mehr gewollt.

162 "Das Blut ist die Seele, darum sollst du die Seele nicht essen."

163 Alle Religion beruht auf einem Bedürfnis der Seele.

164 Verrücktheit ist eine Stufe der seelischen Entwicklung.

165 Nach dem Glauben mancher Völker beruht Krankheit auf Seelenverlust.

166 Daß die Frauen eine Seele haben wurde lange bezweifelt.

167 Die Seele faßt den Körper zu einer Einheit zusammen und koordiniert ihn.

168 Alles, was eine Seele hat, ist einer Veränderung unterworfen.

169 Die Psychologie betrachtet das Denken, wie es ist, die Logik, wie es sein soll.

170 An der Leiche der geliebten Person entstand die Seelenlehre sowie der Unsterblichkeitsglaube.

171 Begriffe bevölkern als Schattenbilder die Seele.

172 Das Unbewußte ist etwas, das immer 'dazwischen' ist und deshalb nicht beherrschbar ist.

173 "Es gibt keine gültige Theorie der Seele, sondern nur eine Philosophie des Menschseins."

174 "Auch die Seele muß ihre bestimmten Kloaken haben, wohin sie ihren Unrat abfließen läßt: dazu dienen Personen, Verhältnisse, Stände oder das Vaterland oder die Welt oder endlich der liebe Gott."

175 "Lieber Gott, wenn es dich gibt, rette meine Seele, wenn ich eine habe."

176 Bewußtsein, Geist oder Seele sind Vorgänge, Prozesse.

177 "Seele" ist auch nur eine summatorische Fiktion ohne eigene Realität.

178 Es gibt seelische Leiden, die schwerer wiegen, als körperliche.

179 Der unbewußte Zwang des hypnotischen Einflußes

180 Bösartigkeit ist eine Krankheit der Seele.

181 Die Seelen sind unreif wie Kinder.

182 Seele als Ausdruck für die formale Einheit des Ich.

183 Die Seele ist ein bewegendes Prinzip.

184 Die Seele äußert sich symbolisch.

185 Der Philosoph kümmert sich um die Gesundheit der Seele.

186 Solange eine Erscheinung nicht in eine Kategorie einreihbar ist, erzeugt sie psychische Spannung.

187 Die Ausstoßung des Samens bedeutet den Verlust eines Teils der Seele.

188 Daß der Mensch aus Leib, Seele und Geist "besteht" ist ein nützliches Schema.

189 Das Geistige und das Seelische sind inkommensurabel.

190 Wenn die Seele im Urteil fehlt flüchtet man sich ins Rechnen.

191 Herrschaft über die Seelen mittels psychagogischer, seelenlenkender Gehirnwäsche.

192 Das Unbewußte ist kein beständiger, fester Untergrund im Menschen, sondern bildet sich nur unablässig, ohne Bestand zu erreichen.

193 Für das Unbewußte gibt es keinen Satz des Widerspruchs.

194 Unser waches Bewußtsein ist nur eine dünne Schicht auf einem riesigen, unbewußten Bereich.

195 Die Umgebung des 'Wilden' wimmelt von beseelten Wesenheiten.

196 Eine Neurose ist der mißlungene Austrag eines seelischen Konflikts.

197 Das geistige ist eine Welt für sich, deren Wesen und Werte sich nicht einfach auf eine psychologische Ebene psychologistisch hinab projizieren lassen.

198 Leiden hat eher als Freude die Macht, die Seele bis in ihre wesentlichen Tiefen zu rühren.

199 Wie der Schmerz eine notwendige Empfindung zur Erhaltung unseres Körpers ist, so ist das Leid notwendig zur Erhaltung unserer Seele.

200 Traumdeutung - der Königsweg zum Unbewußten.

201 Der Name 'Seele' wurde auf einmal vermieden und durch Begriffe wie 'Seelisches", 'Psychisches', 'seelisches oder psychisches Leben, ersetzt.

202 Das Wort ist Ausdruck des Wesens der Seele.

203 Alles Wirkliche ist entweder seelisches oder körperliches.

204 Die Seele ist das aktive Prinzip schlechthin (actus purus), umfaßt sowohl den Verstand, als auch den Willen.

205 Asketische, kathartische und ekstatische Praktiken, die die Seele von der Behinderung durch die Leiblichkeit befreien sollen.

206 Die psychischen Erlebnisse müssen als die primären Objekte der logischen Forschung gelten.

207 Die Seele ist niemals fertig entwickelt.

208 Die Einmaligkeit jeder Seele.

209 Die Seele vergißt nicht so schnell wie der Verstand.

210 LSD ist, wie der Traum, der Königsweg und Höllenpfad zum Unbewußten.

211 Der Materialist glaubt weder an die Seele, noch an den freien Willen.

212 Pan ist tot, wenn Psyche stirbt.

213 Belastung mit psychischen Qualitäten erschwert die methodische Aufgabe.

214 Die gesellschaftlichen Institutionen sind längst in der psychischen Struktur verankert.

215 Das Streben nach Erkenntnis ist ein Abenteuer der Seele.

216 Wir verlangen nach einer Seele, weil wir des mechanischen Daseins überdrüssig sind.

217 Die Seele ist ganz im ganzen Körper und ganz in jedem seiner Teile.

218 "Seine zweifelnde Seele findet nichts, darin sie sich ausruhen kann."

219 Seelisches Geschehen ist nicht kausal-mechanisch bestimmbar.

220 Das Symbol der Seele ist der Vogel.

221 Der Gegenstand der Naturwissenschaft ist alles Physische. Damit ist von vornherein eine erste Selektion gegeben, nämlich der Ausschluß alles Psychischen.

222 Die Seele besitzt religiöse Funktionen.

223 Der Buddhismus ist eine Religion ohne Gott und ohne Seele.

224 "Seele', 'freier Wille', 'Gott' - Hilfsbegriffe der Moral."

225 Die Seele ist der Träger der Lebenskraft.

226 Es ist unmöglich, von einer Seele ohne Leidenschaft zu sprechen.

227 Alles Seelenleben hängt in sich zusammen.

228 "Der Körper ist stets in der Zeit, die Seele stets zeitlos."

229 Liebe ist der beseelende Faktor.

230 Die Seele will sich ins Grenzenlose erweitern.

231 "Denn die Seele nährt sich von dem, woran sie sich freut."

232 Freud und Leid sind die beiden Pole, um die unser Seelenleben kreist.

233 Freud sah im psychischen Apparat einen Gegenstand, der denselben Gesetzen von Ursache und Wirkung unterliegt, wie sie der Natur zugesprochen werden. In einem solchen System ist nichts dem Zufall überlassen.

234 Die Seele ist nicht beharrlich.

235 Bewußtsein soll die miteinander zur Einheit verbundene Gesamtheit aller seelischen Vorgänge sein.

236 Der Begriff 'Seele' ist nicht weniger abstrakt als die Idee der Materie.

237 Heilung der Seele bedeutet die Bewältigung von Angst.

238 Die Seele ist Werden, Entfaltung, Differenzierung, nichts Endgültiges und Vollendetes. Es ist eine Irreführung von der Seele in gegenständlichen Begriffen zu sprechen.

239 "Die Seele ist es, die Gott fühlt."

240 Die Seele erschöpft ihre Spannungsenergien durch Spekulationen.

241 Die Liebe ist eine Regung der Seele.

242 Die Psychotherapie übernimmt die Aufgabe der Erziehung.

243 Jeder psychische Vorgang kann nur im Zusammenhang mit der Einheit des Seelenganzen erforscht werden.

244 "Der Geist ist das belebende Prinzip im Gemüte, das, was die Gemütskräfte in Schwung versetzt."

245 Werte können nur von psychischen Wesen gewertet werden.

246 Die Seele ist das Lebensprinzip.

247 Die Trunkenheit steckt nicht im Wein, sondern in der Seele.

248 Das Unbewußte als Primärprozess, als fließendes, bildhaftes Erleben ist nicht mit Mitteln der rationalen Logik zu erforschen.

249 "Bei der Betrachtung seelischer Vorgänge finden sich ja wahrscheinlich in gesteigertem Maß Schwierigkeiten ähnlicher Art, wie sie schon bei der Untersuchung atomarer Abläufe auftraten: ein wesentlicher Teil seelischen Geschehens wird sich bis zu einem gewissen Grad der objektiven Fixierung deswegen entziehen, weil der Akt der Fixierung selbst in die Vorgänge entscheidend eingreift. So sehr es berechtigt ist, seelische Vorgänge als etwas Objektives anzusehen, und so unsinnig es wäre, die seelische Wirklichkeit der materiellen als etwas Abgeleitetes oder Sekundäres unterzuordnen, ebenso sehr muß auch betont werden, daß die Objektivierung seelischer Vorgänge eine besonders weitgehende Idealisierung des wirklichen Geschehens bedeutet. Denn das Gedächtnis, das etwa zur Fixierung eines seelischen Prozesses die gleichen Gedanken nochmal durchs Bewußtsein wandern läßt, kann zwar dafür sorgen, daß der Teil des Prozesses, der sich im hellen Licht des Bewußtseins vollzogen hatte, einigermaßen genau wiederholt wird; kann aber sicher nicht erreichen, daß der größere Teil der unbewußten Vorgänge, die mit dem Prozeß verknüpft waren, unter der neuen Situation des Fixierenwollens in gleicher Weise abläuft, wie früher. Im Übrigen handelt es sich hier um einen allgemeinen Zug der wissenschaftlichen Methode: Die Vorgänge verlaufen im fließenden Zusammenhang der Natur grundsätzlich etwas anderes, als dort, wo wir sie - mit den Mitteln des Experiments oder der gedanklichen Analyse - isolieren und unter die Lupe nehmen. Allerdings: alles Sprechen über einen Vorgang ist ja schon ein Isolieren, ein Unter-die-Lupe-Nehmen!"

250 Die Aufmerksamkeit ist das natürliche Gebet der Seele.

251 "... denn das Sterben ist das wahre Leben der Seele."

252 Durch Erotik, Alkohol oder Drogen soll das Sinnenleben intensiviert und damit das Seelenleben vertieft werden.

253 "Die Seele ist in gewissem Sinn alles, was überhaupt existiert."

254 "...das von der Sprache exkommunizierte Unbewußte ..."

255 "Fragte man mich, was die Seele in all ihren Bewegungen sucht, ich würde antworten: Ruhe."

256 Eine zur Bedrohung gewordene Innenwelt wird durch Rituale, Worte, Symbole, Bilder und Verhaltensnormen kontrolliert.

257 "Nehmen wir einen einfachen bewußten Vorgang, der sich zwischen Leib und Seele abspielt. Wir stechen uns mit einer Nadel in die Hand und empfinden dabei einen Schmerz. Die Stichwunde ist der körperliche Teil, der Schmerz ist der seelische Teil des Vorganges. Die Wunde sehen wir, den Schmerz fühlen wir. Gibt es nun eine einwandfreie Methode, um den Zusammenhang zwischen den beiden Teilen des Vorganges aufzuklären? Es ist leicht einzusehen, daß davon nicht die Rede sein kann. Denn hier gibt es gar nichts aufzuklären. Die Wahrnehmung der Wunde und die Empfindung des Schmerzes sind elementare Erlebnisse, die in ursächlichem Zusammenhang stehen, die aber ebenso verschiedenen Charakter tragen wie das Erkennen und das Fühlen. Daher stellt die Frage nach ihrem Wesenszusammenhang kein sinnvolles Problem vor, sondern nur ein Scheinproblem.

Es versteht sich, daß die beiden Vorgänge: der Nadelstich und die Schmerzempfindung, sich in allen ihren Einzelheiten auf das genaueste prüfen lassen. Aber dazu bedarf es zweier verschiedener Methoden, die sich gegenseitig ausschließen. Ihnen entsprechen zwei verschiedene Standpunkt der Betrachtung. Ich will sie im folgenden den psychologischen und den physiologischen Standpunkt nennen. Die Betrachtung vom psychologischen Standpunkt aus wurzelt im Selbstbewußtsein, sie ist daher unmittelbar nur auf die Untersuchung der eigenen seelischen Vorgänge anwendbar. Die Betrachtung vom physiologische Standpunkt dagegen ist auf die Vorgänge in der Umwelt gerichtet, sie erfaßt daher unmittelbar nur die körperlichen Vorgänge. Die beiden Standpunkte sind unvereinbar, eine Verwechslung führt stets zu Unklarheiten. Ebensowenig wie wir einen körperlichen Vorgang vom psychologischen Standpunkt aus prüfen können, ist es möglich, unsere seelischen Vorgänge unmittelbar vom physiologischen Standpunkt aus zu beurteilen. Wenn wir diesen Sachverhalt berücksichtigen, dann erscheint das Leib-Seele-Problem in einem anderen Licht. Denn bei der Untersuchung der Leib-Seele-Vorgänge gelangen wir zu ganz verschiedenen Resultaten je nachdem, ob wir die Vorgänge vom psychologischen oder vom physischen Standpunkt aus betrachten. Tun wir das erstere, so erfahren wir unmittelbar nur etwas über unsere seelischen Vorgänge, tun wir das letztere so erfahren wir nur etwas über die körperlichen Vorgänge. Es ist daher nicht möglich, von einem einheitlichen Standpunkt aus sowohl die körperlichen als auch die seelischen Vorgänge unmittelbar zu überschauen, und da man, um zu einem klaren Resultat zu gelangen, den einmal eingenommenen Standpunkt, der den anderen ausschließt, festhalten muß, so verliert die Frage nach dem Zusammenhang der körperlichen und seelischen Vorgänge ihren Sinn. Dann gibt es nur entweder körperliche oder seelische Vorgänge, aber niemals beide zusammen."

258 'Sehen' mit den Augen der Seele.

259 "Die Bedeutung ist die Seele des Worts."

260 Das psychophysische Problem besteht in der Frage nach dem Verhältnis von Körperlichem und Psychischem.

261 Deutungsarbeit ist Bewußtmachen des unbewußten Konflikts.

262 "Nur insofern wir schlafen, leben wir, sobald wir erwachen, fangen wir an zu sterben."

263 "Körper sind nie seelische Gebilde. Daran müssen wir unter allen Umständen festhalten. Das Sein überhaupt fällt nicht mit den seelischen Akten des Vorstellens zusammen."

264 "Es gibt in der Tat seelische Gebilde, die nur als Ganzheiten aufzufassen sind, weil das, was an ihnen eigenartig und daher wesentlich ist, verloren ginge, falls man sie als bloße 'Summen' von elementaren Empfindungen oder anderen letzten Bestandteilen dächte."

265 "Das Seelenleben führt als solches niemals über das einzelne Individuum hinaus."

266 "Das einem Bewußte ist nur zu 'rekonstruieren' aus dem Subjektiven auf irgendeiner Stufe der Objektivierung. Sonst verfiele die Psychologie selbst in Objektivierung und würde also eben das verfehlen, worauf sie doch abzielt, die Subjektivität."

267 Die Beziehung auf einen Gegenstand ist der gemeinsame Zug alles Psychischen.

268 Leibniz gilt wegen seiner Lehre von den dunklen Vorstellungen (idees confuses) als der Entdecker des Unbewußten.

269 Die Psychologie des Altertums und Mittelalters stand in innigstem Zusammenhang mit der Theologie.

270 Mehr als 2400 Jahre ist die Psychologie Seelentheorie gewesen.

271 Leibniz war des festen Glaubens, alle Wirklichkeit, auch die seelische, unterliege den Gesetzen der Mechanik.

272 Psychologie ist im Wesentlichen Erforschung des Willens.

273 "Der Name "Psychologie" wird Goclenius von Marburg (1547-1628) zugeschrieben, scheint sich aber erst seit dem 18. Jahrhundert durchgesetzt zu haben."

274 "Was die Psychologie zum Gegenstand hat, ist das Ich, und nicht einfach das Psychische schlechthin, in seiner Unpersönlichkeit. Als Einheit des Psychischen, die es charakterisiert, ist das Ich die Voraussetzung der Psychologie."

275 Die Definition des Irrationalen ist verwandt mit der Definition des Unbewußten.

276 Die Inhalte des Unbewußten sind immer vieldeutig und ihr Sinn hängt immer von Zusammenhängen ab.

277 Noch nie waren psychische Störungen und Kurzschlußreaktionen häufiger und folgenreicher, als heute.

278 Die Psyche ist ein Chaos von schwerdefinierbaren Antrieben und Motiven.

279 Die Psyche ist ein Organ des Ich.

280 Das Unbewußte verliert seine Macht, sobald es sich den Ich-Kräften unterordnet.

281 Die Neurose ist ein Flucht vor Konflikten, die man nicht ertragen kann.

282 Im Unbewußten währen alle Zeiträume nur den gleichen kurzen Augenblick.

283 Die Psychoanalyse drängt jeden nicht nur die Welt neu zu sehen, sondern auch neu zu werten.

284 Das Seelenleben der Wissenschaft zu überlassen stellt eine Art Profanation dar.

285 "Vor dem Schriftsteller muß die Psychoanalyse die Waffen strecken."

286 Die analytische Deutungstechnik ist prinzipiell dialektisch.

287 Die Psychoanalyse ist eine Technik der Befreiung.

288 die rationalistischen Seelentöter

289 Das Unbewußte ist älter, als das Bewußtsein.

290 Zu den wesentlichsten Denkweisen der Psychoanalyse gehört es Gegensatzbegriffe zu bilden.

291 Zentrale Aufgabe der Psychologie ist das Verstehen menschlichen Verhaltens.

292 Objektivität führt zu einem Verfahren des Ausleerens.

293 "Meine Psyche ist meine Erfahrung. Meine Erfahrung ist meine Psyche."

294 "Obwohl die sprachlichen Zeichen ihrem Wesen nach psychisch sind, so sind sie doch keine Abstraktionen, da die Assoziationen durch kollektive Übereinstimmung anerkannt sind, und ihre Gesamtheit die Sprache ausmacht, sind sie Realitäten."

295 Kausalurteile lassen sich nicht logisch begründen, sondern es läßt sich nur psychologisch erklären, daß wir sie fällen.

296 Der Körper ist in erstaunlich hohem Maß durch die Psyche beeinflußbar.

297 "Dieselben Konstellationen, die den Einzelnen in die Neurose treiben, bewegen die Gesellschaft zur Errichtung von Institutionen."

298 Jeder Aspekt der Psychologie beruth letztlich auf der Beobachtung des Verhaltens.

299 Der Psychoanalytiker versucht die Schuldgefühle abzuschalten (beklagen sich die religiösen Schriftsteller)

300 Zu den Tiefen der Psyche vordringen, heißt einen intimen Kriegsschauplatz zu betreten.

301 Soziale Gefährlichkeit ist ein psychologischer Begriff, der mit Schuld nichts zu tun hat.

302 In den tiefen Schichten können scheinbare Widersprüche friedlich nebeneinander bestehen.

303 Wo die Seele ihren eigenen Willen getötet hat will sie nichts mehr von sich aus.

304 Jede Psychologie stößt notwendigerweise auf das Problem einer Weltkonstitution.

305 Die Seele leidet nur insofern, als sie unzureichende oder verworrene Ideen hat.

306 Denken und Erkennen sind psychische Geschehen, die Logik hat es also mit psychologischen Gesetzmäßigkeiten zu tun.

307 Einer Seele ist keine andere gleich.

308 Nur zeitlos ideale und allgemeine Wesenszusammenhänge sind Gegenstand der reinen Logik, nicht aber individuell zeitliche Vorgänge.

309 In der Neurose wehrt sich die moralische Einstellung gegen den Trieb.

310 Im neurotischen Konflikt leidet der Intellekt am Trieb und an der Phantasie.

311 Der eigentliche Kampfplatz, auf dem sich die letzte Revolution abspielen muß, ist die Seele des Menschen.

312 Die Neurose unterliegt dem Gesetz der zunehmenden Wiederkehr des Verdrängten.

313 Affekte sind die Krankheiten der Seele.

314 Die Struktur der Psyche ist die psychische Struktur aller Menschen.

315 Psychoanalyse - Psychosynthese

316 Alle religiösen Erfahrungen sind psychische Erfahrungen.

317 Die Psychose kann manchmal ein natürlicher Heilungsprozess sein.

318 Das Psychische ist immer ein Gesamtgeschehen, das nicht aus Teilfunktionen zusammensetzbar ist.

319 Die psychischen Mauern sind der eigentliche Schutz der Machthaber.

320 Der neurotische Mensch kann gewissen Gedanken nicht mehr ausweichen - sein Denken wird zwanghaft.

321 "Religionen sind psychotherapeutische Systeme."

322 Der Therapeut stellt die Annahmen des Klienten in Frage, daß sein sprachliches Modell der Welt auch die Realität sei.

323 Das wahre Glück besteht in einem ruhigen Gleichmaß der Seele.

324 "Psychologie kann nicht von Philosophie und Ethik getrennt werden, ebensowenig von Soziologie und Wirtschaftswissenschaften."

325 Das bewußtlose Stadium der Natur und das bewußte Stadium des Geistes.

326 Das seelenzerstörende Übel der Isolierung

327 Das Sinnbild der alten Ägypter für die Seele war ein Schmetterling.

328 Über innere Vorgänge läßt sich nur in Bezug auf Handlungen etwas erfahren.

329 Die Psychose entsteht aus einem Konflikt mit der Realität.

330 Der Sitz der Seele ist dort, wo sich Innenwelt und Außenwelt berühren.

331 Die Psychologie ist aus dem Streit zwischen Gut und Böse, aus Gewissenskonflikt und Skeptizismus heraus entstanden.

332 Identifikation als Gegenteil der Verdrängung.

333 Unsere Psyche ist Kampfplatz widerstreitender Willen.

334 Der Mensch der Vorzeit lebt in unserem Unbewußten fort.

335 Die psychologische Analyse kann nicht über die Ichlosigkeit hinausgehen.

336 Es gibt keine Kenntnis von den wesentlichen Vorgängen in der Seele eines anderen Menschen ohne eine persönliche Beziehung zu ihm.

337 Psychologie als die Wissenschaft vom subjektiven Geist.

338 Die letzte Konsequenz der Psychologie heißt Liebe.

339 Die Mythen sind psychische Manifestationen, die das Wesen der Seele darstellen.

340 Für die Seele gibt es Inhalte, für den Geist Gegenstände.

341 "Die Psychoanalyse ist die Krankheit, für deren Behandlung sie sich hält."

342 Der Neurotiker leidet an fehlender Selbstbestimmung.

343 Träger des Tuns ist das Ich, Träger des Geschehens das Es.

344 Denken, Fühlen und Empfindung und Intuition als die vier psychologischen Grundfunktionen.

345 Psychische Spannung ist die potentielle Energie des Geistes.

346 Psychosen und mystisches Erleben als Methoden der Desorganisation und Reorganisation der Persönlichkeit.

347 Die Gesellschaft ist eine psychologische Maschine, die den Menschen formt, ohne daß er sich dessen bewußt wird.

348 "Erkenne dich selbst!" als Ursprung der gesamten Psychologie.

349 Die analytische Methode ist psychologisch-empirisch.

350 Staat und Gesellschaft befassen sich ausschließlich mit dem äußeren Tun und Lassen, nicht aber mit der Innenwelt des Menschen.

351 Zuerst kommt die Psychologie und dann die Logik. Die Quelle aller menschlichen Handlungen sind Gefühle und nicht dialektische Schwierigkeiten.

352 Das Ziel der Psychoanalyse besteht darin, das Unbewußte bewußt werden zu lassen.

353 Massenpsychose der Hexenverbrennungen

354 "Die Konflikte zwischen Ich und Ideal werden in letzter Linie den Gegensatz von real und psychisch, von Außenwelt und Innenwelt widerspiegeln."

355 Antriebe werden verdrängt.

356 Der Neurotiker setzt die psychische Realität über die faktische.

357 die anarchischen Schichten der Seele

358 Freiheit ist ein psychologisches Problem.

359 Der psychische Organismus ist in den Konflikt zwischen Trieb und Moral, Ich und Außenwelt gezwungen.

360 Das persönliche Wertempfinden ist psychische Wirklichkeit.

361 Die Funktion von Psychiatrie und Psychotherapie ist die Aufrechtererhaltung des gesellschaftlichen Verleugnungssystems.

362 Menschliche Bedürfnisse werden von der Gesellschaft geformt, gewandelt, aber auch unterdrückt, so entsteht die psychische Struktur des Menschen.

363 Psychologie und Religion sind sich einig, daß es Kräfte gibt, die außerhalb des individuellen Bewußtseins wirken.

364 Begriffe sind psychologisch und bewußtseinsabhängig.

365 Die Frage, welche Vorstellung man hat, wenn man ein Wort verwendet, ist eine Frage der Psychologie.

366 Ohne Orientierung in Zeit und Raum und ohne die versichernde Bestätigung der Außenwelt entstrukturiert sich die Innenwelt.

367 Die psychologischen Interpretationsschemata sind der Mechanik entnommen.

368 Durch Funktionalisierung und Mechanisierung psychischer Phänomene geht vor allem die Einheit des Geistes, bzw. der Person verloren.

369 Mystische und magische Bedeutung ergeben sich aus der Nichtunterscheidung von Psychischem und Physischem.

370 Der Grund des Leidens der Seele ist die Imagination.

371 Für den Logiker ist der Begriff eine universale und keine psychologische Entität.

372 Die psychologische Bedeutung der Begriffe ist bewußtseinsabhängig.

373 Alle Bewußtseinszustände sind psychische Ereignisse, die nichts repräsentieren.

374 Semantik als psychotherapeutische Technik.

375 Ichliebe ist die Grundhaltung der Seele.

376 Psychologie ist eine Kunst und niemals eine bloße Wissenschaft.

377 Gut und Böse sind keine Gegensätze, sondern Grade.

378 "Viele Rationalisierungen, besonders bei intelligenten Leuten, sind völlig richtige Aussagen, und doch sind es Rationalisierungen."

379 Im Seelenleben ist jede Kausalität scheinbar und der Versuch einer psychologischen Deutung in mechanistischer oder physikalischer Verkleidung zu produzieren.

380 Die Psychoanalyse führt bei erfolgreicher Anwendung eine existenzielle Umstellung auf Seiten des Patienten herbei.

381 Der psychischen Aktivität ist ein Wollen eigen, der logischen ein Sollen.

382 Gemeinschaft, Herrschaft und Abhängigkeit sind psychische Tatsachen.

383 Ohne Seele gibt es keine Persönlichkeit.

384 Die Hypnose beeinflußt den Willen - die Psychoanalyse fordert Wahrheit.

385 Das Symptom verschwindet, wenn der Konflikt in den Charakter mit hineingenommen worden ist.

386 "Jeder Bewußtseinszustand ist in eine Einheit und nicht im echten Sinne analysierbar."

387 Der Versuch logische Sätze aus fragwürdigen psychologischen Tatsachen abzuleiten, muß notwendigerweise scheitern.

388 Alles Psychische ist raum-zeitlich gebunden, auch das Ich.

389 Psychologisch kommt das Spezielle immer vor dem Allgemeinen, beim logischen Begründungsverhältnis geht es umgekehrt.

390 Neurose als mißratener Austrag eines seelischen Konflikts.

391 Die naturwissenschaftliche Sprache des Geforderten - die psychische Sprache des Gegebenen.

392 Für Pythagoras war die Psychotherapie noch Geheimwissen.

393 Für psychische Erscheinungen gibt es keine Maßeinheiten.

394 Psychische Qualitäten lassen sich nicht in physische Quantitäten übersetzen.

395 Die mechanistische Naturerklärung läßt sich nicht auf psychische Vorgänge anwenden.

396 Die Freiheit des Unbewußten äußert sich als Spontaneität.

397 Psychische Ereignisse wie Schmerzen, Aufmerksamkeit, Gedanken.

398 Die Körperwelt und das Seelenleben sind im Grunde nur zwei verschiedene Bewußtseinsarten ein und derselben Wirklichkeit. Es handelt sich um eine rein begriffliche Zweiheit.

399 "Psychotherapie ist im Grunde eine authentische Begegnung zwischen zwei Menschen."

400 Die psychischen Strukturen Freuds hatten alle Eigenschaften materieller Objekte. Zwei von ihnen können nie gleichzeitig denselben Raum einnehmen. Wo sich ein Teil des psychischen Apparates nur dann ausweiten kann, wenn er andere Teile verdrängt.

401 "Die Wirklichkeit ausschließlich in der transpersonalen Form zu erleben ist mit unserem normalen Funktionieren in der Welt des Alltags unvereinbar; und wer den Konflikt und Zusammenprall der beiden Formen erlebt, ohne imstande zu sein sie zu integrieren, ist psychotisch."

402 Therapeut = aufmerksamer Beobachter

403 Freud bestimmte einen psychischen "Raum", in dem materielle Objekte eine Ausdehnung und einen Ort besitzen, als Bezugsrahmen für die Strukturen des psychischen "Apparates".

404 Das Gebäude der Psychoanalyse beruth auf zwei wesentlichen Konzepten - dem der Verdrängung und dem der Übertragung.

405 Psychische Erkrankungen entstehen oft dadurch, daß jemand seine Sinnesempfindungen nicht richtig bewerten und integrieren kann. Erkrankung ist dann die Folge eines Mangels an Integrationsfähigkeit.

406 Die transpersonale Psychologie befaßt sich mit Erkennen, Verstehen und der Hervorrufung nicht gewöhnlicher, mystischer oder "transpersonaler" Bewußtseinszustände.

407 Von der Psychologie gingen die ersten Versuche aus, die "böse" Mauer zwischen Natur- und Geisteswissenschaften niederzureißen.

408 "Aber jeder weiß, daß der Patient dem Therapeuten ausweicht und auf der Stelle tritt, wenn dieser sich zu lange bei dem aufhält, was der Patient anbietet."

409 Politik kann nicht von der Psychologie des Einzelnen getrennt werden.

410 Viele Polizisten im England des frühen 20. Jahrhunderts hielten die Psychologie noch für einen Vorwand für Verbrechen.

411 Der Seelenglaube ist so alt wie die Menschheit.

412 Der wahre Nachfolgebegriff der Seele ist die Person.

413 Logische Fragen müssen strikt von psychologischen getrennt werden.

414 "Das Bewußtsein ist die Fähigkeit, die die Seele befähigt, sich selbst als Handelnde oder Modifizierte wahrzunehmen."

415 Mit jeder Quantifizierung ist eine Verräumlichung und Verobjektivierung des konkreten Seelenlebens verbunden.

416 Psychologische Statusfragen können nicht ohne Kenntnis der Wirklichkeitsbestimmungen entschieden werden, die in der gesellschaftlichen Situation des Individuums als Gewißheit gelten.

417 "Die Freudsche Psychologie wurde eine allumfassende amerikanische Ideologie, eine neue Religion. Sie füllte das Vakuum an Gedanken und Zielen, das bei vielen bestand, denen Gott, die Flagge oder das Bankkonto nicht mehr genügten - und die es überdrüssig waren, sich für Lynchen, Konzentrationslager und hungernde Kinder in Indien und Afrika verantwortlich zu fühlen. Sie bot eine willkommene Abwechslung von der Atombombe, McCarthy und all den beunruhigenden Problemen, die uns den Genuß an Steaks, Autos, Farbfernsehen und Schwimmbädern im eigenen Garten verleiden könnten."

418 Mythen und Symbole richten sich an unsere unbewußten Schichten.

419 Bilder sind die Sprache des Unbewußten. Die Seele spricht in Bildern.

420 Auch bei Leibniz ist die Seele 'individuelle' Substanz. Darin folgt er Thomas und Augustin.

421 Bei allen Bemühungen, das Psychische nach der Art physischer Vorgänge zu erklären, geschieht eine substanzialisierende Fälschung, bei der der eigentliche Gegenstand verloren geht.

422 Qualität ist psychisch bedingt.

423 Psychoanalyse ist Theorie und Therapie des beschädigten Lebens.

424 Psychoanalyse erfasst die Resultate gesellschaftlicher Widersprüchlichkeit im Individuum.

425 Werte werden nur von psychischen Wesen gewertet.

426 "Das psychischen Sein ist für die juristische Betrachtungen in genau demselben Sinn ein bloßes in die praktische Welt des Handels erst hineinzuverarbeitendes Material wie die Körperwelt."

427 Das Gelernte wird allmählich unbewußt.

428 Psychotechniken sind Techniken der Veränderung, Beherrschung und Erzeugung des seelischen bzw. geistigen Innenlebens eines Menschen.

429 Das Problem der zunehmenden Zahl psychisch Kranker, des psychischen Mülls, den die Industriegesellschaft neben anderen Müllbergen erzeugt.

430 "Und doch haben die Jahrzehnte des Materialismus auch der Wissenschaft einen bleibenden Gewinn eingebracht: der Erforschung des Geistes, der sogenannten Psychologie. Einen Gewinn der Befreiung, den man meist so ausdrückt: die Psychologie gehört nicht mehr zur Philosophie. Oder auch: es gibt nur noch eine Psychologie oder Psyche. Daß bei der Neubegründung der Seelenlehre durch den Empirismus, bei der physiologischen Psychologie also, nach endlosen Versuchen sehr wenig herausgekommen ist, tut nichts zur Sache. Langsam wurde durch die Arbeiten der englischen, französischen und deutschen Gelehrten der ganze Spiritualismus beseitigt und so der Weg gebahnt, den Begriff 'Geist' als den Begriff einer eigenen unkörperlichen Substanz aufzulösen. Noch nicht sprachkritisch, aber doch so, daß die Wirkung auf die anderen 'Geisteswissenschaften' nicht ausblieb."

431 "Die Psychologen - und mit diesem Terminus bezeichnen wir all jene, die systematische Untersuchungen mit dem Ziel durchführen, menschliches Verhalten zu verstehen - können grob in zwei Gruppen unterteilt werden. Die Angehörigen der einen Gruppe setzen ihren Stolz darein, dem sogenannten experimentellen Ansatz zu folgen, während die anderen, ungeachtet ihrer mannigfaltigen Selbstbezeichnungen, vor allem von den Experimentalpsychologen als klinische Psychologen angesehen werden. Das Grundproblem, menschliches Verhalten zu verstehen, ist beiden gemeinsam; ihrer unterschiedlichen Grundannahmen wegen haben sie jedoch voneinander relativ unabhängige Entwicklungen durchlaufen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Psychologie sich von der Philosophie trennte und versuchte, sich als Wissenschaft für sich zu etablieren, waren ihre führenden Vertreter bestrebt, als reine Naturwissenschaftler anerkannt zu werden. Dementsprechend taten sie ihr Bestes, in ihrem eigenen Bereich Methoden nachzuahmen, die in der älteren und neueren Physik Anerkennung erlangt hatten. Ähnlich wie die Physiker im Atom die Elementareinheit sehen, unternahmen diese ersten Psychologen den Versuch, 'Atome' von Verhaltensweisen, das heißt unteilbare Elemente menschlicher Aktivitäten, als mögliche Baustein für komplizierte Reaktionen begrifflich festzulegen. Sie taten dies, indem sie so genau wie möglich die Methoden experimenteller Analyse anzuwenden versuchten, die in der Physik benutzt wurden.

Nach heutigen Maßstäben waren diese ersten Anstrengungen noch sehr undifferenziert, aber trotz größerer Erfahrung und verbesserten Methoden tendieren die experimentellen Psychologen noch heute dahin, in der Auswahl der Forschungsprobleme ultrakonservativ zu sein. Da sie fürchten, Daten zu bekommen, die vielleicht nicht unverzüglich durch 'schon vorhandene' Techniken zählbar und meßbar wären, haben sie bis jetzt vergleichsweise wenig zu so umfassenden menschlichen Problemen beizutragen wie 'Emotion' und 'Persönlichkeit'."

432 Seelisches Leben ist "in allen seinen Bestandteilen Ereignis, nicht ruhendes Sein, sondern Tätigkeit, nicht Stillstand, sondern Entwicklung."

433 die neurotische Haltung des Alles-oder-Nichts

434 "Für mich ist das Physische und Psychische dem Wesen nach identisch."

435 "Es gibt keinen Willen und keine Aufmerksamkeit als besondere psychische Mächte."

436 Physisches und Psychisches gelten gewöhnlich als inkommensurabel.

437 Alle Sinneswahrnehmung ist seelischer Natur.

438 Das Physische und das Psychische sind zwei Seiten ein und desselben Vorgangs. (Psychophysik)

439 Psychologie ist Wissenschaft von den psychischen Phänomenen, von den Tatsachen des Bewußtseins, von den Tatsachen der inneren Erfahrung.

440 Der Seelenbegriff, ist ein Unterscheidungsbegriff: Er zieht eine Grenze zum Körper hin.

441 Die Leidenschaften sind die tieferen Partien der Seele.

442 Das seelische Leben ist in ständigem Fluß.

443 "Die Psychologie ist die Wissenschaft von der schöpferischen Anpassung."

444 "Die Psychotherapie ist keine Methode der Korrektur, sondern vielmehr eine des Wachstums."

445 Die Erhöhung des Gewahrseins ist stets ein Hauptziel der Psychoanalyse gewesen.

446 Eine Psychologie, die den Seelenbegriff vermeidet, führt notgedrungen dieselbe Sache unter anderem Namen wieder ein.

447 Das alte Fabelwesen Seele, Gesellschaft, Wille etc.

448 "Jede Ideologie bildet sich entgegen der Psychologie."

449 "Die Neurose kann als eine Selbstvergewaltigung betrachtet werden."

450 "Was der Arzt in Bewegung bringt, setzt der Patient selbständig fort. Der 'erfolgreiche Fall' bedeutet nicht eine 'Heilung' im Sinne eines fertigen Produkts, sondern einen Menschen, der jetzt das Werkzeug besitzt, um mit Problemen aller Art umzugehen."

451 Für das Ich ist die Psychologie zuständig, für die Körper die Physik.

452 Die Psychotherapie ist eine Schule der Gefühle.

453 Spruch der Geheimlehren nach dem die Seele in Haft ist.

454 "Psychotherapie ist ein Angriff auf den neurotischen Lebensstil."

455 Die Schattenseite der Seele entzieht sich der bewußten Einsicht.

456 Der gewöhnliche Mensch ist sich gewöhnlich nur seines Körpers wirklich bewußt, nicht aber seiner Seele, oder seines Geistes.

457 "Unser bewußtes Leben ist nur dem Schlaf abgerungen."

458 Das Bewußtsein ist die miteinander zur Einheit verbundene Gesamtheit aller seelischen Vorgänge.

459 "Eine weitere Eigenschaft des gewöhnlichen Wachbewußtseins, die den Traum ausschließt, ist die, daß es verbal ist und die Abstraktion begünstigt - kaum erwacht, fangen wir sofort an, unsere abstrakten Zwecke zu verbalisieren: 'Wo bin ich? Was habe ich doch heute morgen vor? Wie spät ist es? Was hab ich geträumt?' Unser Erleben wird von derlei Abstraktionen geordnet. Der Traum aber ist konkret - nicht verbal und sinnlich - 'eidetisch'."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.