Religion
p-2siehe auch Glaube, Gott, Mystik, Seele, Teufel, Wahnsinn

001 Die Erfahrung von der Irrationalität der Welt war die treibende Kraft aller Religionsentwicklung.

002 Religion ist der Glaube an eine höhere Macht, auf die der Wille keinen Einfluß hat.

003 "Die Wirkungskraft des Unsichtbaren ist die Grundkategorie des elementaren religiösen Lebens."

004 Es gibt kein Wissen von Gott, es gibt keine Möglichkeit, das prinzipiell Jenseitige in diesseitigen Kategorien zu begreifen. Die Wissenschaft dagegen ist durch den auf das System angelegten Begriff gekennzeichnet.

005 Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist der Beginn einer religiösen Einstellung.

006 In jeder Religion muß man durch das Dunkel des Kampfes im Geiste gehen.

007 Das Nahrungsopfer ist die erste Form der kultischen Handlung.

008 An der Wahrheit Gottes gemessen ist die ganze menschliche Ordnung Wahnsinn.

009 Existenz ist nicht ohne Transzendenz.

010 Weltanschauungen sind Religionsersatz.

011 Alle Religionen der Welt lehren den Nächsten zu lieben, weil nur Liebe allein die Egodominanz zu überwinden in der Lage ist.

012 Religio als Rückverbindung des Menschen mit seinem Urgrund.

013 Religion, Kunst und Wissenschaft als die drei hauptsächlichen Bereiche menschlicher Erfahrung.

014 Die französische Revolution verschaffte dem Rechtsprinzip das Übergewicht gegenüber dem religiösen Prinzip.

015 Religiosität ist das Bewußtsein des Todes.

016 Der Zweck und das Wesen aller wahren Religion ist die Moralität der Menschen.

017 In der religiösen Erfahrung überschreitet das endliche Ich die Schranken seiner Endlichkeit.

018 Religion ist ein fundamentaler Ordnungsfaktor.

019 Die religiösen Institutionen sind Elemente der Erhaltung des Bestehenden und Verteidiger der Autorität.

020 "Kein Staat ist ohne Religion und keiner kann ohne Religion sein."

021 Die psychedelische Erfahrung ist im Grunde eine religiöse.

022 Jede Religion kreist um die Begriffe Schuld und Unschuld.

023 Das religiöse Gefühl ist das Gefühl schlechthinniger Abhängigkeit."

024 "Religion ist der Ausgleich mit der Gesamtheit des Gegenstehenden, das ist der Ausgleich mit 'Gott', bzw. der 'Wirklichkeit'. Dieser Wille ist für Kant das einzig wirklich Wertvolle auf der Welt. Der Ausgleich bewirkt den religiösen 'Frieden', der seine letzte Krönung im Tod findet."

025 Der religiöse Gedanke ist, daß alle Seelen zur Seligkeit berufen sind.

026 Psychologie und Religion sind der Meinung und Überzeugung, daß es Kräfte gibt, die außerhalb des menschlichen Bewußtseins wirken.

027 Opfer, Bekenntnis und Gebet als Wesenselemente der Religion.

028 Das religiöse Prinzip nimmt einen verborgenen Sinn an, der hinter den Dingen liegt und den es zu interpretieren gilt.

029 "Wenn es keinen Gott gäbe, müßte man einen erfinden - denn ihr versteht: das Volk braucht eine Religion."

030 Nationalismus ist die Religion des modernen Staates.

031 Es gibt keine Religion, in deren Geschichte sich nicht Bewegungen fänden, die jede Autorität geistlicher oder weltlicher Art verwarfen und das Recht beanspruchen, in völliger Freiheit nur nach der eigenen inneren Erleuchtung zu handeln.

032 Spiritualität ist mit Religion nicht identisch.

033 Das religiöse Erlebnis ist ein psychischer Vorgang.

034 Alle Geheimlehren suchen das unsichtbare Geschehen der Seele zu erfassen und alle beanspruchen für sich höchste Autorität.

035 Die Seele besitzt religiöse Funktionen.

036 Die göttliche Welt ist die alltägliche Welt.

037 Die lebendige Empfindung entspringt der schrankenlosen Beziehung zur Welt.

038 Mit dem Vordringen der Wissenschaft verflüchtete sich ein Wunder nach dem anderen.

039 Das ganze Geheimnis der Religion ist Energie, die sich nach innen wendet.

040 Der Mensch hat das Bedürfnis, über sich selbst hinauszugehen, das Bedürfnis nach Transzendenz.

041 Für das wahrhaft religiöse Gefühl sind alle dogmatischen Unterschiede unwichtig. Religion ist Liebe für das universale Unendliche.

042 Der religiöse Weg ist vor allem ein Heilsweg, nicht ein Erkenntnisweg.

043 "Religionen werden geboren, wachsen und sterben; sie werden nicht bewiesen oder widerlegt."

044 Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion.

045 Die Menschenrechte garantieren ausdrücklich Religionsfreiheit.

046 "Religiös sein heißt leidenschaftlich die Frage nach dem Sinn unserer Existenz stellen."

047 Solange man etwas Allgemeines anerkennt und verehrt, das nicht sofort identisch ist mit dem Einzelnen und Subjektiven, solange ist man religiös.

048 Nie wurde ein Staat gegründet, dem nicht die Religion als Grundlage diente.

049 religare = zurückbinden.

050 Heilig sind in der Religion des Industriezeitalters die Arbeit, das Eigentum, der Profit und die Macht.

051 Der Zweck der Vollkommenheit ist es, den Teufel zu besiegen. Dieser Zweck hat Religion und Askese hervorgebracht.

052 "Die Moral führt unausbleiblich zur Religion."

053 "Der Mensch muß und wird einer Religion anhängen und wenn es die Religion des Satans sein muß."

054 Religionen sind der "Trödelmarkt fehlender Identitäten."

055 Ein echter Grund ist immer transzendental.

056 In der religiösen Hingabe werden Glaube, Liebe und Hoffnung zugleich befriedigt.

057 Religiöse Erfahrungen sind wesentliche Formen der Irrationalität.

058 Psychotherapie als Religionsersatz.

059 Sport ist Opium fürs Volk mit allen Kriterien der Religionen ausgestattet.

060 "Theorien sind Religionen."

061 Keine Religion kommt ohne den Begriff der Sanktion aus.

062 Die religiöse Ordnung ist Vorbild und Urbild der politischen Ordnung.

063 Alle Gemeinwesen sind auf dem Gedanken des Opfers aufgebaut, aber nur Religion ist fähig den Geist der Selbstpreisgabe und des Selbstverzichts zu schaffen und zu bewahren, deshalb muß man die Religion als unerläßliche Grundlage des Gemeinwesens betrachten.

064 Despoten betrachten sich immer als den verlängerten Arm des göttlichen Willens.

065 Der Mensch hat die Bestimmung seine Sterblichkeit zu überwinden, so verheißen es alle großen Religionen.

066 "Das Geheimnis der Religion ist das Geheimnis des menschlichen Wesens selber."

067 Die Idee der Majestät ist wesentlich religiös.

068 Im religiösen Denken steht der Teil fürs Ganze.

069 Die Religion beschränkt sich auf das, was sich der Beobachtung entzieht.

070 Religiöse Erfahrung spiegelt Wirklichkeit, die das Ich überschreitet.

071 Religion ist ein Geschöpf der Entfremdung.

072 Alle Religion beruht auf einem Bedürfnis der Seele.

073 Die Religion ist bisweilen die revolutionärste aller Kräfte.

074 Die Religion war immer schon Eckstein des Autoritätsprinzips.

075 Subjektives ist transzendentales, das Transzendentale bedeutet Subjektives.

076 Die Sprache transzendiert uns.

077 Ideal heißt Religion.

078 "Götter und Gebote sind Wolkenkino."

079 Das Problem der Besessenheit fällt nicht unmittelbar unter die Geschichte des Wahnsinns, sondern unter die Geschichte der religiösen Ideen.

080 Gottgläubige und Atheisten leben beide im Glauben an eine höhere Macht.

081 Die Mystik ist nicht missionarisch.

082 Alle bekannten Religionen haben als Ketzereien begonnen.

083 Wissenschaft und Religion sind eigene Lebensformen und haben beide ihre eigenen Kriterien der Verstehbarkeit.

084 An der Leiche der geliebten Person entstand nicht nur die Seelenlehre, sondern auch der Unsterblichkeitsglaube.

085 Im vollendeten wissenschaftlichen Wissen wird erst das eigentliche Nichtwissen erfahren und im Nichtwissen findet die Transzendierung statt.

086 Alle Religionen rühmen sich, dem Leiden einen Sinn zu geben.

087 Die religiöse Problematik besteht darin, sich zwischen dem Transzendenten und der Wirklichkeitswelt eine Verbindung herzustellen.

088 "Vollendung ist ewig."

089 Das religiöse Stadium gründet auf dem Glauben, die Mystik auf Gefühlserlebnissen.

090 Furcht schuf als erstes den Glauben an die Götter.

091 die allegorische Natur der religiösen Mysterien.

092 Im transzendierenden Denken verschwindet die Gegenständlichkeit.

093 Alle Religionen der Welt suchen Gott! - Alle.

094 Hinter jedem Recht steht die Gottheit.

095 "Wer der Religion das Bild nimmt, der nimmt ihr die Sache."

096 Das Gefühl ist das Organ der Religion.

097 In der Religion vergegenständlicht der Mensch sein eigenes geheimes Wesen.

098 "Gott ist der den Mangel an Theorie ersetzende Begriff."

099 Die Religion ist nur eine besondere Form der Hoffnung.

100 "Es ist keine Obrigkeit ohne von Gott, sie ist Gottes Dienerin."

101 "Die Nacht ist die Mutter der Religion."

102 Gandhi gebraucht Religion im Sinne von Selbstverwirklichung.

103 Der Mensch ist ein nicht-gegenständliches, spirituelles Wesen.

104 Die religiösen Bewegungen sind Gegentrends zur Industrialisierung.

105 "Nur die Religion mit ihrer Macht über Gemüter und Leidenschaften schützt gegen die sozialdemokratische Verführung."

106 Das Prinzip der gegenseitigen Verbundenheit stand am Anfang aller großen Religionen.

107 heil = ganz, nicht in Stücke zersplittert, heilig.

108 Heraustreten aus der rein gegenständlichen Betrachtung, d.h. Konstituierung einer transzendentalen Sinnebene für das Sprachproblem.

109 An die Stelle des religiösen Dogmas ist das wissenschaftliche getreten.

110 das religiöse Heilswissen.

111 Kampf für die Anwendung freier Kritik auf die Überlieferungen der Religion.

112 Das moralisch Böse ist im Gegensatz zum religiös Bösen 'rational' da es auf Übereinkunft beruht.

113 "Wir sind nicht imstande die 'Atome' zu begreifen, und wir vermögen nicht aus den Atomen und ihrer Bewegung auch nur die geringste Erscheinung des 'Bewußtseins' zu erklären. Man mag den Begriff der Materie und ihrer Kräfte drehen und wenden, wie man will, immer stößt man auf ein letztes Unbegreifliches, wo nicht gar auf etwas schlechthin Widersinniges, wie bei der Annahme von Kräften, die durch den leeren Raum in die Ferne wirken. Es bleibt keine Hoffnung, die Problem je aufzulösen, das Hindernis ist ein 'transzendentes'. Es beruth darauf, daß wir uns schließlich nichts ohne alle Sinnesqualität vorstellen können, während doch unser ganzes Erkennen darauf gerichtet ist, die Qualitäten in mathematische Verhältnisse aufzuheben."

114 "Die Sinne geben uns Wirkungen der Dinge, nicht getreue Bilder, oder gar die Dinge selbst. Wir müssen also den Bestand einer transzendenten Weltordnung anerkennen."

115 Es gab eine Zeit, wo der Glaube von Stadt zu Stadt und von Dorf von Dorf wechselte.

116 Nur in dem Maß, wie der Mensch sich selbst transzendiert, verwirklicht er sich selbst.

117 Die Sinnfrage stellen heißt religiös sein.

118 Unauflösbarer Widerspruch zwischen positiver Religion und menschlicher Freiheit.

119 Religion ist Sache des Volkes.

120 Die Aufhebung der Gegenständlichkeit überhaupt ist die religiöse Vereinigung des Menschen mit Gott.

121 "Idealismus bedeutet Pfaffentum, denn der philosophische Idealismus kann, wenn er sich selbst konsequent bleibt, den religiösen Forderungen nicht entgehen."

122 Die religiöse Wirklichkeit soll die gelebte Einheit des subjektiven und objektiven Prinzips sein; die Auflösung des Gegensatzes von Mensch und Welt ist die Einheit von Mensch und Gott.

123 Er-Lösung tritt an die Stelle von Lösung.

124 irrationaler Glaube an die Macht Gottes.

125 Der Staat war ursprünglich durch die Theologie legitimiert.

126 "Höchste geistige Wirklichkeit" im Buddhismus anstelle von "Gott".

127 Der materielle Verzicht ist ein Wert, der wahrscheinlich nur auf religiösem Fundament mächtig werden kann.

128 Wo Hoffnung ist, ist Religion.

129 die mystische Einheit der Religionen

130 Religion ist die gefühlsmäßige Stellungnahme des menschlichen Geistes zum Absoluten.

131 Kern der Religion ist das Bewußtsein einer absoluten Realität, die uns umgibt.

132 Der tiefste Kern aller echten Religion ist ein moralisches Bewußtsein.

133 Das Wesen der Religion ist es, die Grenzen des Bewußtseins zu überschreiten.

134 Sozialreligionen nennt Alfred Weber den demokratischen Kapitalismus, den demokratischen Sozialismus und den sowjetischen Kommunismus.

135 Das Religiöse ist das Irrationale.

136 "Religion und Kunst werden automatisch aus einem quantifizierten, uniformen und homogenen Denksystem ausgeschlossen."

137 Von Aretino bemerkt Raimondi "er sei ein Prostituierter, er verwandelt heilige Dinge in käufliche Ware und er schreibt romanhafte Heiligenviten."

138 "Wachsen im geistlichen Sinn bedeutet nicht, grösser werden, sondern kleiner werden. Das Unglück der meisten Menschen besteht ja nicht darin, daß sie zu stark sind, - nämlich zu stark, um Gott zu merken."

139 "Das heilige Wissen ist kein Wissen."

140 "Keine Arbeit, kein Essen; das Leben ist die Lehre; Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen sind die heilige Lehre."

141 Die Rechtfertigung Gottes und die Herkunft und Bedeutung des Bösen in der Welt, ist die Grundfrage jeder Religion.

142 "Es besteht immer eine Tendenz - fast ein Bedürfnis -, die Religion zu vulgarisieren, sie in Geschäft, Politik, Magie oder 'Macht' zu verkehren."

143 Transzendenz ist ungegenständlich, sie zeigt sich nur in der Existenz. Alles kann Chiffre und Symbol der Transzendenz sein.

144 "Je frommer der Mensch ist, desto mehr glaubt er; je mehr er glaubt, desto weniger weiß er; je weniger er weiß, desto dümmer ist er; je dümmer er ist, desto leichter wird er regiert."

145 Tiefste Ursache jedes Herrschaftssystems ist, "daß alle und jede Politik letzten Endes Religion ist und als solche danach strebt, den Geist der Menschen in der Ketten der Abhängigkeit festzuhalten."

146 "Die Gesellschaft kann nicht ohne Ungleichheit des Besitzes bestehen, die Ungleichheit nicht ohne die Religion. Wenn ein Mensch vor Hunger stirbt neben einem, der übersatt ist, könnte er sich unmöglich damit abfinden, gäbe es nicht eine Macht, die ihm sagt: Das ist Gottes Wille; hier auf Erden muß es Reiche und Arme geben, dort in der Ewigkeit, wird es anders sein."

147 "Das sogenannte Nationalbewußtsein ist nichts anderes, als ein aus machtpolitischen Erwägungen propagierter Glaube, welcher den religiösen Fanatismus vergangener Jahrhunderte abgelöst hat."

148 "Das sogenannte Nationalbewußtsein ist eine religiöse Vorstellung; man ist Deutscher, Franzose oder Italiener, wie man Katholik, Protestant oder Jude ist."

149 "Das allgemeine Stimmrecht ist ein Spielzeug, das man bald über hat. Aber man darf es nicht laut sagen, denn das Volk muß eine Religion haben. So ist es, traurig, aber wahr."

150 "Das Ego zu transzendieren, das ist keine geistige Verwirrung, keine psychotische Halluzination, sondern ein weitaus natürlicherer und erfüllenderer Bewußtseinszustand, als ihn das Ego sich jemals auch nur vorstellen könnte."

151 "Die Innerlichkeit der spirituellen Erfahrung kann man nicht analysieren, ohne sich in logische Widersprüche zu verstricken."

152 "... haben nicht Staatsmänner und Geistliche gemein, daß sie ebenso wie die Auguren von ehedem nicht gut einander ansehen können, ohne zu lächeln."

153 "Wen Gott verderben will, dem nimmt er erst einmal den Verstand." (Quem deus vult perdere, primum dementat.)

154 "Jede tiefe Philosophie und jede tiefe Religion trägt ein Leidensmoment in sich."

155 "Der Priester herrscht durch die Erfindung der Sünde..."

156 "Der Priester ist nur das Mundstück Gottes."

157 "Religionen sind Pöbel-Affären, ich habe nötig, mir die Hände nach der Berührung mit religiösen Menschen zu waschen."

158 "Ich will keine Gläubigen, ich denke ich bin zu boshaft dazu, um an mich selbst zu glauben, ich rede niemals zu den Massen."

159 Die religiöse Erfahrung ist die Erfahrung des Göttlichen im Gegenständlichen.

160 Transzendenz ist das charakteristische Merkmal des religiösen Denkens, das darin gipfelt, der Kraft auf die Spur zu kommen, die die Welt im Innersten zusammenhält.

161 Bei Geisteskrankheiten spielen häufig religiöse Gedanken eine Rolle.

162 "Was ist heilig? Das ist's was viele Seelen zusammenbindet."

163 Die Offenbarung ist ein besonderes Geheimnis. Alles Priestertum existiert Kraft der Offenbarung.

164 Religion ist stets etwas Individuelles.

165 "Immer da ist das Angebot der religiösen Konfessionen. Wenn alles im Wirbel des Unsinns durcheinander geht, zeigen sie ihre Stetigkeit."

166 An der Grenze, wo der Sprung zum transzendierenden Denken zu vollziehen ist.

167 "Keine Existenz ohne Bezug auf die Transzendenz."

168 Transzendenz von außen, Immanenz von innen.

169 "Das Dämonische stellt wie das Religiöse den Menschen außerhalb des Allgemeinen."

170 Anschauung des Unendlichen im Endlichen ist das Hauptmerkmal der Religion.

171 "Nirvana folgt der Erkenntnis, daß alle Dinge gleich sind."

172 "Der Mensch, der das kosmische Bewußtsein erlebt, ist in Wahrheit ein neues Wesen geworden."

173 "Es gibt 3 Welten: die natürliche, die geistige und die göttliche."

174 "In der Religion handelt man veranlassend, in der Magie erzwingend."

175 "Das sind große Leute, auf die die Schmach der Welt nicht mehr wirkt, nachdem sie Gott erkannt haben."

176 Schon in der Wahrnehmung haben wir es mit der 'Transzendenz' des Gegebenen zu tun.

177 Die Religion vertritt das Individual-Interesse der Menschen.

178 Die Religion hat als reine Subjektivität kein Objekt und kann keines haben.

179 Die religiösen Werte bedeuten keine Forderungen, kein Sollen, sondern die Verwirklichung einer Forderung.

180 Kommunismus, Nationalismus, Faschismus oder Kapitalismus sind Pseudo-Religionen.

181 "Zu sehr wohnt der mystischen Erfahrung, ihrer Natur nach, die Gefahr der Abirrung von der traditionellen Autorität ins Unkontrollierte und Unkontrollierbare inne."

182 Das Wort 'Glaube' weist auf eine anders nicht ausdrückbare, besondere Wirklichkeit hin.

183 "Glaube ist der Akt, indem wir das Unbedingte, Unendliche und Letzte ergreifen und von ihm ergriffen werden."

184 "Die Tatsache, daß der Mensch ein unbedingtes Anliegen hat, offenbart seine Fähigkeit, das beständige Fluten, Wechseln und Dahinströmen der relativen und vergänglichen Erfahrungen seines Alltagslebens zu transzendieren. Die Erfahrungen, Gefühle und Gedanken des Menschen sind endlich und bedingt. Das gilt von ihrem Kommen und Gehen wie von ihren Inhalten - es sei denn, daß sie zu unbedingter Gültigkeit erhoben werden."

185 "Götzenglaube ist noch Glaube, und das Dämonische ist noch heilig. Hier zeigt sich die Zweideutigkeit der Religion und die Gefahr des Glaubens in ganzer Tiefe. Die Gefahr des Glaubens ist der Götzenglaube, und die Zweideutigkeit des Heiligen ist seine dämonische Möglichkeit. Unser letztes Anliegen - das, was uns unbedingt angeht - kann uns zerstören, wie es uns heilen kann."

186 "Wenn der ganze Mensch ergriffen ist, sind alle seine Kräfte ergriffen. Wird dieser Anspruch der Religion verneint, so wird die Religion selbst verneint."

187 Die Mystik besagt nicht Transzendenz, sondern Immanenz.

188 Religion ist ein Ausdruck von Wahrheit.

189 "Die Wahrheit der Mystik besteht darin, daß sie keiner konkreten Religion letzte Wichtigkeit beimißt und darum das System der Symbole, in der jede Religion lebt, zu überschreiten vermag. Die Indifferenz gegenüber dem konkreten Ausdruck des Unbedingten macht die Mystik tolerant..."

190 "Du gibst nur vor, Gott zu suchen; in Wahrheit machst du aus Gott eine Kerze, mit der du etwas anderes suchst, und hast du es gefunden, so wirfst du die Kerze weg."

191 "Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, die Religion aber braucht er zum Handeln."

192 "Abstrakt zu sein bedeutet, besondere konkrete Ereignisse des Wirklichen zu transzendieren."

193 "Abstraktionen, d.h. jene begrenzten Abstufungen von Wirklichkeit, die jedes Ereignis aufgrund seiner substantiellen Begrenzung charakterisieren (sind) die Quelle des Irrtums, der Wahrheit, der Kunst, der Ethik und der Religion."

194 "Die wahre Ausübung der Kunst ist religiös."

195 "Wissenschaft ohne Religion ist wie ein Lahmer; Religion ohne Wissenschaft ist wie ein Blinder."

196 "Die Entzweiung des Bewußtseins erweckt das Bedürfnis, das Wissenschaft und Kunst, Religion und Philosophie zu befriedigen versuchen."

197 Die Religion ist eine Beschäftigung unseres Geistes mit einem letzten Endzweck.

198 "Der Boden dagegen der Religion ist das absolute Bewußtsein, so daß Gott aller Inhalt, alle Wahrheit und alle Wirklichkeit selbst ist. Solchem Gegenstand ist das bloße Reflektieren nicht angemessen."

199 "Die Religion ist das Wissen der höchsten Wahrheit."

200 "Die Religion fordert das Aufheben des Willens, das weltliche Prinzip dagegen legt ihn zugrunde."

201 "Wenn die Erkenntnis sich nicht in sich vollendet, so ist sie der Einseitigkeit des Formalismus ausgesetzt; geht sie aber bis auf den letzten Grund, so kommt sie zu Gott."

202 "Die Religion hat ihre Realität als Bewußtsein."

203 Die Philosophie hat die Mittelstellung zwischen Wissenschaft und Religion.

204 Religion ist eine ewige Funktion des menschlichen Geistes.

205 "Offenbarung ist das, was sich mir erschließt, Erkenntnis ist das, was ich erschließe."

206 "Hinter jedem Sein gibt es ein tieferes Sein. Der Übergang zum tieferen Sein ist das Transzendieren."

207 "Der Sinn des religiösen Lebens der Menschheit liegt im Durchbruch, der über das Reich der Objektivierung, des Gesetzes, der Notwendigkeit von Gesellschaft und Natur hinausführt."

208 Zwischen Wissen und Glauben besteht kein Widerspruch. Gott ist eine Wirklichkeit und Religion ist Erkenntnis Gottes, als Erkenntnis einer Wirklichkeit..."

209 "Die Seele ist es, die Gott fühlt."

210 Die Atheisten erweisen auch dem Teufel nicht die Ehre, an ihn zu glauben.

211 "Ich glaube, daß ein Dreieck, wenn es sprechen könnte, ebenso sagen würde, Gott sei hervorragend dreieckig, daß ein Kreis sagen würde, Gott sei hervorragend rund."

212 "Der leidenschaftliche Kult der Nationalität drängte den Gotteskult zurück."

213 In der Religion gibt es keine Unparteilichkeit.

214 Kant nennt diejenigen Begriffe, die über die Erfahrung hinausgehen 'transzendent'.

215 "Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, der hat auch Religion."

216 "Die Wesen allein und nichts als die Wesen zu erkennen und anzuerkennen, das ist Religion: ihr Reich ein Reich der Wesen, des Spukes und der Gespenster."

217 "Wahre Religion ist wahre Philosophie, umgekehrt ist wahre Philosophie zugleich wahre Religion."

218 "Es gibt noch etwas anderes, als diese raumzeitliche Welt."

219 "Fritz Mauthner will das Wort Religion aus der Sprache verbannen möchte, weil es zu eng mit Vorstellungen verknüpft ist, denen wir für immer entwachsen sind, so will er deswegen nicht das religiöse Gefühl von der Erde vertilgen."

220 Alles Religiöse ist transpersonal und muß es sein.

221 "Also letztlich ist durch Quantifizierung die Unerschöpflichkeit nur zurückzudrängen, zu mildern, aber nie zu beseitigen."

222 "... denn daß ein Wert als Wert gilt, ohne jede Rücksicht auf ein Sein, von dem er gefordert oder anerkannt wird, gerade das und nichts anderes bedeutet seine Transzendenz."

223 "Der Mystiker ist der Künstler im Religiösen. Das mystische Werk ist die verwandelte Existenz selbst."

224 ohne Sorge, d.h. selig

225 das Bedingte ist das Kausierte / das Schlechthingesetztsein ist das Kausiertsein, das Religiöse ist unbedingt.

226 "Ein begriffener Gott ist kein Gott."

227 Das numinose Gefühl als das Gefühl des "Ganz anderen", kann sowohl göttlich, als auch dämonisch sein.

228 "It's a presence or an atmosphere, rather than a formulated idea."

229 "Eine Trennung von eingebildeter und tatsächlicher mystisch-religiöser Erfahrung ist ebensowenig nötig wie möglich: Allein das Vorhandensein solcher Erfahrung ist es, was zählt."

230 Dem tiefsten aller Mysterien, dem Mysterium des "Warum" (aller Gesetzmäßigkeiten, des "Warum" allen Werdens) vermag der menschliche Geist nur bewunderndes Staunen entgegenzubringen.

231 Wer sexuell glücklich ist, braucht keinen moralischen Halt und hat sein naturwahrstes religiöses Erleben.

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