Produktion
R. Liefmann - Grundlagen einer ökonomischen Produktivitätstheorie
p-2siehe auch Arbeit, Technik, Ökonomie, Konsum, Bedarf, Handel, Markt, Profit

001 "Wir sprechen von Randgruppen - und welcher Rand ist damit gekennzeichnet? Der Rand des Produktionsprozesses natürlich. Die Vokabel erfaßt die Alten, die Asozialen, die Hilflosen, die Konsum- oder Produktionsverweigerer in dem Augenblick, wo sie, eben vom gesellschaftlichen Bulldozer erfaßt, an den Rand des zivilisatorischen Müllbergs geschoben werden."

002 "Recycling' wurde zu einem florierenden Geschäft. Die Industrie konnte weiter in Massen produzieren, nur standen jetzt überall Sammelbehälter rum."

003 Der soziale Wert eines Menschen besteht in dem, was er produziert, minus dem, was er konsumiert.

004 Die ideale Produktion bedeutet die vollkommene Anpassung der Produktion an den Bedarf.

005 Das Wesensmerkmal der industriellen Produktionsweise ist die Herrschaft des Menschen über die Natur.

006 Die produktive Orientierung ist eine fundamentale Verhaltensweise.

007 Wenn es kein Monopol gibt, wird der Preis eines Artikels nicht durch seine Nützlichkeit oder Verkäuflichkeit bestimmt, sondern allein durch die Kosten seiner Produktion.

008 Was man organisieren muß ist nicht die Produktion, sondern den Austausch.

009 Die Produktionsweise bestimmt die grundlegenden sozialen Beziehungen.

010 Drosselung der Produktion, um den Arbeitsprozess und den Profit aufrechtzuerhalten.

011 Die Gesamtheit der Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur einer Gesellschaft.

012 Der Zweck der Erziehung ist es, als Produktionsfaktor für die Beschäftigung in den Industriebetrieben zu sorgen.

013 Produkte werden immer mit Produkten gekauft oder mit Dienstleistungen; Geld ist nur das Medium.

014 Zuerst das Nötige, dann das Nützliche, dann das Angenehme.

015 Produktion um des Geldes willen (Profit) - Produktion für den Konsum (Bedarf)

016 Schattenwirtschaft als Produktion, die nicht bezahlt wird.

017 Ökonomie als Wissenschaft von den knappen Werten.

018 Die für eine Sache aufgewendete Zeit ist nicht das Maß für die gesellschaftliche Nützlichkeit. Die meisten Werttheorien aber haben die in Arbeit berechneten Produktionskosten zur Basis.

019 Der Mensch produziert mehr, als er konsumiert.

020 Erhöhung der Produktivität und Mehrproduktion durch Arbeitsteilung.

021 Der Kapitalismus orientiert sich am Tauschwert, nicht am Gebrauchswert.

022 Einbau von Verschleißteilen, um den Verkauf zu steigern.

023 Die Aneignung unbezahlter Arbeit ist die Grundform der kapitalistischen Arbeitsweise.

024 Produktion und Austausch der Produkte ist die Grundlage jeder Gesellschaftsordnung.

025 Die Ausdehnung der Märkte kann nicht Schritt halten mit der Ausdehnung der Produktion.

026 Wirtschaftlichkeit der Massenproduktion.

027 Verkaufen ist wichtiger als Produzieren.

028 Wir akzeptieren eine gewaltige Bündelung von Macht im Dienste der Produktivität.

029 Das Produktionsproblem ist gelöst, nicht aber das Verteilungsproblem.

030 Der Sieg der Gewalt beruth auf der Produktion von Waffen und diese wieder auf der Produktion überhaupt.

031 In den westlichen Industriegesellschaften ordnet sich alles dem Produktionsprozess unter.

032 Die Anleitung zur Revolution ist gleichzeitig die Anleitung zur Produktion.

033 Eine soziale Revolution basiert auf der Reorganisation von Industrie und Produktion.

034 Keine Produktion kann mit unbegrenzten Wünschen Schritt halten.

035 Produktionsverhältnisse sind zugleich immer auch Herrschaftsverhältnisse.

036 Ungleichheit entsteht auf dem Sektor der Produktionsstruktur.

037 Gewalt ist auch ein ökonomische Potenz.

038 Wer die Mittel zur materiellen Produktion zur Verfügung hat, disponiert damit auch gleichzeitig über die Mittel zur geistigen Produktion. Die Gedanken der Herrschenden sind die herrschenden Gedanken.

039 Die Produktionskosten sind bei hoher Produktion niedriger, als bei geringer.

040 An die Stelle der Vernichtung von Waren setzte man die Produktion von Vernichtungsmitteln, d.h. Rüstungsgütern.

041 Wir können nur in dem Maß frei sein, indem wir uns vom Produktionsprozess emanzipieren.

042 Die Herrschaft der Produkte über den Menschen äußert sich als Sachzwang,

043 Das Produkt ist nebensächlich, die Verkaufstechnik ist alles.

044 Die gegenwärtige Produktion ist unmenschlich und geisttötend.

045 Der Massenmord der Nazis war wie ein Produktionsprozess organisiert.

046 Sinn muß gefunden werden und kann nicht erzeugt werden.

047 Das Herstellen neuer Pflüge war eine Handlung der Frömmigkeit, die nicht bezahlt werden konnte.

048 Es gibt keine Produktivität des Eigentums und keine Produktivität des Kapitals, sondern nur eine Produktivität der Arbeit.

049 Nicht der Bedarf ist Zweck der Produktion, sondern die Verwertung des Werts.

050 Gewaltsamkeit ist bereits potentiell in den ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen des Produktionsprozesses angelegt.

051 Ideen sind Erzeugnisse des Geistes.

052 Die Institution der Produktion ist der Götze unserer Zeit.

053 Auf beiden Seiten des ideologischen Konflikts wird der Prozess der Produktion auf jede Weise gefördert.

054 Die Produktion als der moderne Furor der Vermehrung.

055 Die Entfremdung des Menschen wurzelt zuerst einmal in den Produktionsverhältnissen.

056 Der produzierende Mensch gewinnt gegenüber der Natur wachsende Macht.

057 Die Schule ist eine Untertanenfabrik.

058 In der Schule gibt es keine Verteilungs- und Produktionkonflikte, sondern es dominieren Autoritätskonflikte.

059 Der Kapitalismus kann nur solange existieren, als er mehr produziert, als verbraucht wird.

060 Die Produktion zerstört mehr, als sie herstellt.

061 Der Verbrauch muß sich den Forderungen der Produktion anpassen.

062 Das Ideal der Industrie ist die Ausschaltung lebender Substanzen. Ausschaltung des Lebendigen heißt aber auch Ausschaltung des menschlichen Faktors.

063 Die Produktion ist im Grunde sozialistisch.

064 Umfunktionierung der Güterproduktion, die ohne emanzipatorischen Wert ist.

065 Produktionsform und Verkehrsform lassen sich nicht voneinander trennen.

066 In der Entfremdung wird der Mensch von seinen eigenen Produkten beherrscht.

067 In der Entfremdung ist der Mensch der Macht unterworfen, die seine eigenen Produkte auf ihn ausüben.

068 Disziplin ist eine Produktionskraft.

069 Die Produktionsverhältnisse entsprechend den Eigentumsverhältnissen

070 "Wir schaffen das Recht des Kapitals ab und machen jedem Einzelnen zur Auflage, soviel zu produzieren, wie er verbraucht."

071 Die Arbeitsteilung ist Grundlage einer wachsenden Produktion.

072 Die Besitzergreifung der Produktionsmittel des Staats im Namen der Gesellschaft ist zugleich sein letzter Akt als Staat. Anstelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen.

073 Arbeit und Kapital sind die beiden aufeinander angewiesenen Faktoren der Produktion.

074 Produktion für den Bedarf, nicht für den Profit.

075 "Die Gesellschaft, die die Produktion auf Grundlage freier und gleicher Assoziation der Produzenten neu organisiert, versetzt die ganze Staatsmaschine dahin, wohin sie dann gehören wird: ins Museum der Altertümer, neben das Spinnrad und die bronzene Axt."

076 umweltgefährdende, verschwendungssüchtige Produktion.

077 Die private Aneignung der Produktionsmittel ist weder gerecht, noch nützlich.

078 "Jeder Autounfall steigert das Bruttosozialprodukt."

079 Einkommensungerechtigkeiten stehen in keinerlei Beziehung zu Bedarf, Produktivität oder Effizienz, sondern sind vielmehr das Ergebnis der ungleichen Machtverhältnisse.

080 Ausweitung der Kategorie "Güter" von materiellen Dingen auf Nützlichkeit.

081 "Die Ökonomie hat nur einen Gegenstand, nämlich die Produktion und die Knappheit natürlicher Mittel."

082 "Die moderne Industrie begann nicht mit der Fabrik, sondern mit der Messung der Arbeit. Als der Wert des Produktes in Produktionseinheiten definiert wurde, taxierte man den Wert des Arbeiters in ähnlicher Weise."

083 Es geht nicht mehr darum, wer die Produktionsmittel besitzt, sondern um die ökologischen Notwendigkeiten.

084 der Fetisch Produktion

085 Die Natur und die Bodenschätze sind Grundlage jeder Produktion, sowie für Kapital- und Arbeitseinsätze.

086 Energie als Produktionsfaktor vervielfacht die menschliche Arbeitskraft.

087 Dem Bezieher großer Mengen wird meist ein Preisvorteil eingeräumt.

088 Die menschliche Produktion läßt sich durch gute Organisation rationeller und wirksamer einsetzen, aber entscheidend erst durch künstliche Energie vervielfachen.

089 Leistungsprinzip als Wettbewerb um die Verbesserung der Produktivität.

090 "Wenn zwei Mrd. Menschen zusätzlich Arbeitsplätze der Effektivität innehätten, wie sie heute in den Vereinigten Staaten üblich sind, dann würden sie kein Jahrhundert brauchen - und die Erde wäre total ausgeplündert."

091 Das Hauptinteresse diesseits und jenseits der ideologischen Barrieren besteht in der Steigerung der Produktivität.

092 Der Weg der entwickelten Länder ist Produktion um jeden Preis.

093 Die wirtschaftliche Aktivität hat alle übrigen Interessen und Beschäftigungen der Menschen überwuchert.

094 Nur zu Zeiten hoher Produktionssteigerungen wurde Vollbeschäftigung erreicht.

095 "Die Maxime der größtmöglichen Produktion zu den geringsten finanziellen Kosten ist nicht mehr gültig. An ihre Stelle tritt der Grundsatz: Nur lebensnotwendige Produktion zu geringsten ökologischen Kosten."

096 "Der Gebrauch der Arbeitskraft, die Arbeit, kann nur im Arbeitsprozess realisiert werden."

097 Der Zweck der ganzen Produktion ist Bereicherung.

098 "Das Geldmachen ist das treibende Motiv der kapitalistischen Produktion. Der Produktionsprozess erscheint nur als unvermeidliches Mittelglied, als notwendiges Übel zum Behuf des Geldmachens."

099 Die wissenschaftliche Methode der Verallgemeinerung beruth auf wiederholter Beobachtung und Reproduzierbarkeit der Versuchsanordnungen.

100 Das, was die Ökonomen Überproduktion nennen, ist bloß eine Produktion, die die Kaufkraft der verarmten Arbeiter übersteigt.

101 In dem Bestreben der Großindustrien ist die Arbeit seelenlos geworden und hat für den einzelnen Menschen den Charakter der Schöpferfreude verloren und ist zum schnöden Selbstzweck geworden. Das Wertvollste, die innere Freude am geschaffenen Werk, kann gar nicht aufkommen, der Schöpferdrang der Persönlichkeit wird systematisch unterdrückt.

102 Es wird nicht nach dem Prozess gefragt, sondern nach dem Produkt.

103 Uniformität und Wiederholbarkeit schufen die modernen Märkte und das Preissystem.

104 Zwischen Produzenten und Konsumenten besteht ein Interessenkonflikt.

105 Für Marx ist in Wirklichkeit die treibende Kraft die Beziehung des Menschen zur Materie und das wichtigste daran seine Produktionsweise.

106 "Nur durch die Trennung von Produktion und Konsum, die über das universelle Tauschmittel Geld vermittelt werden, entsteht Sozialprodukt. - Das Gemüse aus dem eigenen Garten, die Kindererziehung durch Eltern und deren Freunde, das Streichen der eigenen Wohnung, das Flicken des eigenen Fahrrads, der Transport mit den eigenen Beinen kommen im Sozialprodukt nicht vor, sie sind keine Leistung der Wirtschaft und decken doch Bedürfnisse."

107 die Technik der Massenproduktion

108 "Es war und ist kein Ziel der Entwicklung der Ökonomie, dem Menschen Befriedigung durch ihr Arbeit zu verschaffen. Konsumtion ist der einzige Zweck der Produktion."

109 Unterscheidung von produktiver Arbeit, die Greifbares hinterläßt und unproduktiver Arbeit.

110 Die kapitalistische Wirtschaft ist vordringlich an der toten Arbeit (../../b-u-t/221149/wbdin.html" target="_blank">den Produkten) interessiert und nicht an der lebendigen, d.h. den Menschen und ihren Bedürfnissen.

112 Der Konkurrenzdruck ist eine Rechtfertigung für den Einsatz aller verfügbaren Mittel für den Vorrang der Produktivität.

113 "Die Maschine ist eine kapitalistische Erfindung. Sie ist, wenigstens im gewerblichen Gebrauch, durchaus nur zu den Zwecken billiger Massenproduktion mit hohem Umsatz und großem Gewinn und wahrhaftig nicht zur Erleichterung der menschlichen Arbeit oder gar zur Veredlung ihrer Resultate konstruiert."

114 Die bürgerliche Sozialwissenschaft sieht Herrschaft als unabdingbares Organisationsprinzip der materiellen Produktionsweise an.

115 "Aus dem Widerspruch zwischen individuellen Bedürfnissen und Interessen und einem Organisationsziel, einem Betriebsinteresse, und zusammen mit dem zusätzlichen Postulat, daß ein übergeordnetes Interesse besteht, dieser Produktionsstätte dauerhafte, institutionelle Form zu geben, erwächst die Notwendigkeit einer normgeregelten, arbeitsteiligen Rollenstruktur, vor allem der Herausbildung einer Herrschaftsstruktur."

116 "Die kapitalistische Produktion ist bestimmt vom 'Prinzip der vollen Beanspruchung', der Ausschaltung allen Leerlaufs und ungenützter Energie, das Prinzip der Normgrößen und auswechselbaren Teile, das Prinzip der Konzentration auf den Effekt."

117 "Der für das technische Tun wesentliche Prozess der Vergegenständlichung gibt nun von Anbeginn auch die Möglichkeit der Trennung des Produkts von Produzenten."

118 "Der Zweck der Herrschaft in kapitalistischen Produktionsbetrieben ist eindeutig: es geht um die organisierte Verfügung über fremde Arbeitskraft auch gegen den Willen der betroffenen Arbeiter. Die Asymmetrie ist ebenfalls eindeutig: durch die Lohnform verdeckt, wird in diesem Herrschaftsverhältnis unbezahlte Arbeitskraft von den Arbeitern abverlangt. Für eine kapitalistische Produktionsweise ist somit Herrschaft unabdingbar."

119 "Die abstrahierende Produktionsweise ist systemnotwendig betriebsblind gegenüber differenzierteren Strukturen wie den Gebrauchswerten und qualitativen Bedürfnissen der Menschen, die nur eine Realisierung erfahren, wenn sie sich der Prozesslogik abstrakter Flußgrößen fügen."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.