Privilegien
p-2siehe auch Gerechtigkeit, Gleichheit, Konkurrenz, Moral, Ausbeutung, Macht, Herrschaft, Recht

001 Die Privilegierten haben das Bedürfnis, ihren Status, der im Prinzip das Ergebnis roher Gewalt ist, mit irgendeiner Moral zu rechtfertigen.

002 Der Gehorsam von Untertanen ist für einen Herrscher immer auch von materiellem Vorteil.

003 Verschiedenheit ist Besonderheit und bringt allein deswegen bisweilen Vorteile. Vorteile ergeben sich auch aus der Lage.

004 "Die Basis jeder Form von Autorität ist der Vorrang der Tatsachen vor dem Denken."

005 Die Freiheit in der Ungleichheit ist ein Vorrecht.

006 Der Staat trägt in nicht unerheblichem Maß zur Erweiterung und Beibehaltung von Privilegien bei.

007 Wenn jeder Mensch etwas Besonderes ist, dann sind alle Menschen wieder gleichwertig.

008 Der Privilegierte genießt Vorteile, die auf sozialer Ungerechtigkeit beruhen.

009 "Die Aufständischen gehen von der Hypothese aus, es sei möglich, daß dem Gegner im Laufe des Konflikts klar wird, die von ihm beanspruchten Privilegien entsprächen nicht seiner wahren, humanen Interessenlage."

010 Persönliche Vorzüge entspringen aus Energie, Talent und Fleiß.

011 Die Zahl der Auserwählten ist bekanntlich immer beschränkt.

012 Das Motto lautet: "Sei im Besitz und du bist im Recht!"

013 Vorzugsverhalten ist ein Begleitumstand des Lebens, deshalb lassen sich Probleme und Konflikte der Gerechtigkeit wegen niemals endgültig ausschalten.

014 "Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen. Jede Art der Freiheit hat daher immer existiert, nur einmal als besonderes Vorrecht, das andere mal als allgemeines Recht."

015 Wissen, das anderen vorenthalten wird, schafft Vorteile.

016 Erlösung oder Erleuchtung wird nur privilegierten Individuen zuteil.

017 "Das Paradies war immer ein exklusiver Klub, während die Pforten der Hölle allen offenstanden."

018 Vor dem Gesetz gibt es angeblich keinen Privilegien.

019 "Erst jahrtausendelange Gewöhnung an Vorrang und Entrechtung hat die Menschen, nur sie, in den Glauben gebracht, es sei in ihrer Natur bedingt, daß der Wettstreit um den Platz an der Sonnenseite des Daseins in Form von Machtkämpfen geführt werden müsse.''

020 Die Allgemeinheit beansprucht gegenüber dem Besonderen den Vorrang.

021 Die Sucht zu genießen bringt die Leute dazu, sich mit den Privilegierten zu verbünden.

022 In den westlichen Industriekulturen hat die Wirtschaft Vorrang vor allen anderen Lebensbereichen.

023 Alle Privilegien haften entweder am Blut oder Betrug und Täuschung.

024 Hohe Preise sorgen dafür, daß die Zahl der unerwünschten Leute klein bleibt.

025 Wählen bedeutet bevorzugen und vorziehen.

026 Die meisten Menschen haben nur aus Dummheit ein Interesse an der Privilegienwirtschaft.

027 "Der größte Feind des Rechts ist das Vorrecht."

028 "Diese kleine Gruppe Mächtiger, diese Eingeweihten wissen, daß sie jedes Recht haben."

029 der dämonische Ethos von Gewalt, Privileg und Profit.

030 Wo nicht freiwillig auf unrechtmäßige Macht und Privilegien verzichtet wird, läßt sich revolutionäre Gewalt nicht vermeiden.

031 Das Privileg ist immer dasselbe, auch wenn es sich von der Sklaverei über die Leibeigenschaft in die lohnabhängige Arbeit verwandelte.

032 In der Wettbewerbsgesellschaft werden die Kämpfe entweder um das Überleben, oder um den Vorrang geführt.

033 Gleichberechtigung ist eine Forderung nach unparteiischer Behandlung ohne Vorrechte.

034 Die Prinzipien von Freiheit und Privileg befinden sich in ständigem Widerstreit.

035 Die nichtprivilegierten Bevölkerungsschichten bilden die Mehrheit.

036 Alle politische Gewalt schafft unausweichlich für die Menschen, die sie ausüben, eine privilegierte Situation.

037 "Nieder mit den Erziehungs- und Bildungsprivilegien. Wir sind gerade deshalb Anarchisten, weil uns diese Privilegien empören."

038 Es gibt viele notwendige, aber unangenehme Arbeiten, weswegen denen, die diese Arbeiten verrichten, auch gewissen Privilegien eingeräumt werden sollten.

039 Die konservative Freiheit gilt nicht für alle, sondern nur für die Inhaber gesellschaftlicher Privilegien und politischer Schaltstellen und soll die zuverlässige Fernhaltung der Nichtprivilegierten garantieren.

040 Das heilige Wort ist Privileg der Priesterklasse.

041 Macht ist Vorrecht.

042 Für die Buddhisten ist es ein Privileg, in menschlicher Daseinsform geboren zu werden.

043 Die Intellektuellen glauben nur allzu leicht an ihre Fähigkeit, theoretisch entscheiden zu können, was ihre Mitmenschen denken und fühlen.

044 Privilegien werden gern als mißliebige Fakten diskriminiert.

045 Privilegierte Personen dürfen das tun oder genießen, was den übrigen vorenthalten bleibt.

046 Die Gerechtigkeit hat Vorrang vor dem Zufall und die Anstrengung gegenüber dem leichten Gewinn.

047 Die Pressefreiheit ist ein Privileg des Bürgertums, da die hohen Produktionskosten die Autoren von finanzkräftigen Verlegern abhängig machen.

048 Eltern sollten keines ihrer Kinder bevorzugen.

049 Unsere physischen Bedürfnisse besitzen absoluten Vorrang gegenüber emotionellen Forderungen.

050 Wenn es keine Vorrechte mehr gibt, wird die Gewalttätigkeit ganz von selbst aufhören.

051 Privilegien dürfen sich nicht auf naturgegebene Überlegenheit gründen.

052 Auch die Befassung mit Theorie ist Privileg.

053 Wer Vorrechte hat, übt Macht aus.

054 Wer teilen soll, sieht seine Privilegien gefährdet.

055 Die politische Organisation der Gesellschaft beruht auf Privilegien und Autorität.

056 Die Erkenntnis der Gottheit ist nur für die von Gott Auserwählten möglich. Diese Anschauung beginnt bereits in der vorgeschichtlichen Magie als Privileg der Schamanen und Priesterklasse.

057 Je mehr auf Kosten anderer gehabt und genossen wird, desto mehr will auch gehabt und genossen werden.

058 Das kurzsichtige Eigeninteresse widerspricht dem langfristigen Eigeninteresse.

059 Privilegien sind zu rechtfertigen.

060 Der Gemeingeist muß Vorrang vor aller privaten Besitzbindung haben.

061 Privilegien scheinen notwendig, wenn die Güter knapp sind.

062 Die westlichen Industrieländer sind die ökonomisch Privilegiertesten.

063 Die Erde nimmt eine besondere Stellung im Universum ein, ohne die ein Leben, wie wir es kennen, gar nicht möglich wäre.

064 Bisher hat sich jede privilegierte Klasse mit bewaffneter Hand dagegen gewehrt, daß ihre Privilegien genommen werden.

065 Der Glanz der Privilegierten und Erfolgreichen hat Vorbildfunktion.

066 Eine Revolution gegen jede Form des Privilegs und der Macht muß von einer gewandelten Auffassung über das Wesen des Wissens, der Objektivität und Wirklichkeit ausgehen.

067 Wo alle gleich sind, kann niemand einen Vorteil haben.

068 Überlegenheit ergibt sich aufgrund persönlicher Fähigkeiten.

069 Herrschaft, Gewalt und Zwang finden ihren materiellen Ausdruck in Form von Monopol und Privileg.

070 Sozialismus ist Gesinnung und Ordnung des Zusammenlebens unter Ablehnung aller ungerechten Privilegien.

071 Der Staat schützt bestimmte Waren durch Zölle und verleiht ihren Erzeugern dadurch Vorteile und Privilegien.

072 Soll die Arbeit frei werden, muß sie sich von Privilegien emanzipieren.

073 Einige Menschen in bestimmten gesellschaftlichen und politischen Positionen haben wesentlich mehr Vorteile zu genießen, als andere.

074 Die Freiheit ist ein Privileg, das nur wenigen Menschen zugute kommt, nicht aber der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung.

075 Jedes Privileg übt einen verderblichen Einfluß auf den Charakter des Menschen aus.

076 Vernunft bedeutet die Unterordnung des Gefühls unter das Denken, aber bisweilen auch Unterordnung des Denkens unter das Gefühl.

077 Das Gut, und zwar das größere Gut, bestimmt den Willen.

078 Es gibt keine soziale Rechtfertigung für das Eigentum.

079 Privilegien sind Ungleichheiten. Gleichheit ist Vorrechtslosigkeit.

080 Das Vorrecht, nicht das Recht, ist das Gegenteil der Pflicht.

081 Außerhalb der Gleichheit ist jede Freiheit ein Privilegium.

082 Macht hat ihren Ursprung im Vorrang des Stärkeren vor dem Schwächeren.

083 Bevorzugtes Leben und Herrschaft sind ein und dasselbe.

084 Vorrang des Seins gegenüber dem Bewußtsein.

085 Sie sagen Freiheit und meinen Privilegien.

086 Die Verteilung gesellschaftlicher Privilegien geschieht durch Bildungsnachweise.

087 Gleichheit bedeutet, daß keine Vorrechte bestehen.

088 Fast alle Privilegien der privilegierten Klassen waren Steuerprivilegien, die Klassen waren hauptsächlich Steuerklassen.

089 Wahl und Vorzug beenden den Normenkonflikt.

090 Das Privileg steht gegen die Emanzipation.

091 Viele Privilegien werden einfach vererbt und sind Ergebnis der Gesetzgebung.

092 Das Privateigentum ist ein Vorrecht.

093 Die Ablösung des Besitzprivilegs durch das Leistungsprivileg sollte höheren Gerechtigkeitsvorstellungen genügen.

094 Die Ausbildung allein darf kein Freibrief für Privilegien sein.

095 Es besteht immer die Gefahr, daß neue Privilegien geschaffen werden, auch wenn die alten abgeschafft wurden und sich neue Verhältnisse von Über- und Unterordnung etablieren.

096 Materielle und ideologische Macht funktioniert zur Aufrechterhaltung der Privilegien.

097 Die Menschenrechte sind ein Kampf gegen den Zufall der Geburt und gegen Privilegien.

098 Der Luxus der Wenigen bedeutet angeblich Arbeit für Viele.

099 Die Gerichtsbarkeit war dem Grundherrn vorbehalten.

100 Der Kampf um den Vorrang in der Gesellschaft wird angeblich allein durch die Tüchtigkeit des Einzelnen entschieden.

101 "Es herrscht nämlich ein unüberbrückbarer tödlicher Kampf zwischen den verschiedenen Werten, unter welchen der Mensch zu wählen hat."

102 Primat des Lebens (bios) vor dem Denken (logos).

103 Das Privileg beruth auf der Annahme des Verdienstes und führt so zur Ungleichheit des Einkommens.

104 Die grundlegenden Werthaltungen sind unaufhebbar vielfältig. Der Normenkonflikt wird durch Wahl der Wertpräferenzen beendet. (Anarchie der Wertsysteme)

105 Es gibt keinen Menschen ohne Vorlieben.

106 Werte sind letztlich inkommensurabel und eine Entscheidung ist jeweils nur aufgrund eines Vorziehens möglich.

107 Wo zwei Menschen nach demselben Gegenstand streben, werden sie zu Gegnern.

108 Der ungerechte Moralkodex stützt die Privilegien der Starken und hält die Schwachen in Gehorsam.

109 Niemand soll von unverdienten Gaben und zufälligen Umständen Vorteile haben.

110 "Was für den einen von Gott ist, ist für den anderen mit dem gleichen Recht des Teufels."

111 Ohne Rangordnung gleichzeitig verfolgter Interessen geht es nicht ab. (Dringlichkeitsskala)

112 Da die Fruchtbarkeit der Arten viel größer ist, als die Ernährungsmöglichkeiten, kommt es zu einem unausgesetzten Kampf.

113 Dauernder Widerstreit zwischen dem Vorrang des Gesellschaftlichen und dem des Einzelmenschlichen.

114 Aufgabe der Ethik ist es, rechtfertigungsfähige Prinzipien zu formulieren, die in Fällen von Interessenkonflikten zur Bestimmung des vorrangigen Interesses dienen können.

115 Die Vorherrschaft der wirtschaftlichen Probleme und des wirtschaftlichen Denkens überschatten alle anderen Formen menschlicher Existenz.

116 Das eine läßt sich oft nur auf Kosten des anderen verwirklichen.

117 Es gilt immer den kurzfristigen Nutzen oder Schaden gegen den langfristigen Schaden oder Nutzen abwägen.

118 Die Gleichheit ist der Feind aller Privilegien.

119 Die Bevorzugung des Denkens gegenüber der bloßen Erfahrung heißt Rationalismus.

120 "Im Lebensgenuß wird immer ein Unrecht empfunden."

121 Da Werte bisweilen zu einander in Konkurrenz treten können, sind wir quasi gezwungen unter ihnen eine Rangordnung auszubilden.

122 Gleiches Recht für alle. Privilegien für niemand.

123 Das "Vorrecht der Meisten" beruth für Nietzsche auf der "Seelen- Gleichheits-Lüge".

124 Leben oder Freiheit? Welcher Wert ist der höhere? (Wahrhaftigkeit oder Menschlichkeit etc.)

125 Wir müssen uns entscheiden zwischen dem Wert der individuellen Freiheit und dem der wirtschaftlichen Sicherheit.

126 Das Glück des Einzelnen hat Vorrang vor den Bedürfnissen der Allgemeinheit.

127 Das Privileg ist eine Bereicherung auf Kosten anderer.

128 Die Autorität ist Ursache aller Vorrechte.

129 "Wollen" und für besser halten" sind nur zwei verschiedene Ausdrücke für dieselbe Sache.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.