Praxis
Kant - Kritik der praktischen Vernunft
siehe auch Methode, Technik, Aktivität, Arbeit, Gegenwart, Nutzen, Ökonomie, Theorie

001 "Ideen sind nicht Erkenntnisbegriffe, sie fallen nicht in das Gebiet der theoretischen, sie gehören zum Bereich der praktischen Vernunft."

002 Die Entgegensetzung von 'theoretisch' und 'praktisch' ist auf dem Boden der Wertfreiheit der Tatsachen gewachsen und jetzt hinfällig.

003 Wissenschaft ist nichts anderes, als ein Mittel zur Lösung praktischer Probleme.

004 "Die praktische Dogmatik in objektiven Termini hat in einem hohen Grade sowohl das allgemeine Bewußtsein, als die rechtliche, ethische, ökonomische und politische Begriffsbildung durchsäuert."

005 "Ich meine daher, daß es gar keinen möglichen Sinn haben kann von einer anderen Wahrheit unserer Vorstellungen zu sprechen, als von einer 'praktischen'. Unsere Vorstellungen von den Dingen 'können' gar nicht anders sein, als Symbole, natürlich gegebene Zeichen für die Dinge, welche wir zur Regelung unserer Bewegungen und Handlungen benützen lernen. Wenn wir jene Symbole richtig lesen gelernt haben, so sind wir imstande, mit ihrer Hilfe unsere Handlungen so einzurichten, daß dieselben den gewünschten Erfolg haben, d.h. daß die erwarteten neuen Sinnesempfindungen eintreten. Eine andere Vergleichung zwischen den Vorstellungen und den Dingen gibt es nicht nur in der 'Wirklichkeit' nicht - darin sind sich alle Schulen einig - sondern eine andere Art der Vergleichung ist gar nicht 'denkbar' und hat gar keinen Sinn."

006 "Das Gleichheitszeichen erweckt bei der Darstellung von Vorgängen falsche Vorstellungen: Ein Teller ist entzwei gebrochen; ich setze die Teile wieder zusammen; es fehlt keiner; nennen wir den Teller A und die Stücke B, C, und D; dann werden wir schreiben: A=B+C+D. Aber in Wahrheit scheint diese Gleichung zu besagen, daß zwischen den beiden Zuständen des Tellers Gleichheit bestehe. Bei dem Versuch, den Teller zu benutzen, werde ich jedoch eine große Täuschung erleben."

007 In den klassischen Unterscheidungen war "theoretisch", was sich auf Ursache und Wirkung bezog, "praktisch" dagegen galt in Hinsicht auf Mittel und Zwecke.

008 "Zwischen Theorie und Praxis ist ansich innigste Verbindung und Verwandtschaft; jene verhält sich zu dieser wie das Allgemeine zum Besonderen, wie die Regel zu ihrer Anwendung, wie das Mittel zu seinem Zweck."- Paul Johann Anselm von Feuerbach, Blick auf die deutsche Rechtswissenschaft, München 1810, Seite 3

009 Ethik ist Praxis und Anwendung der Philosophie.

010 Objektivieren, vergegenständlichen, verdinglichen.

011 Im falschen Ganzen der Theorie ist keine echt Praxis möglich.

012 Die Praxis steht höher, als die theoretische Erkenntnis, denn sie hat nicht nur die Würde des Allgemeinen, sondern auch die der unmittelbaren Wirklichkeit.

013 Wirklich ist, was wir leibhaftig wahrnehmen.

014 zur Praxis gehört nicht Wissen, sondern Können.

015 Lebenspraktische und existenzielle Fragen.

016 Theoretisches Denken ist scheinbar praxisfremd.

017 Die Praxis übersteigt die Vorschriften.

018 Der Terminus "pragmatisch" liegt in sehr enger Nähe zu "praktisch".

019 Bei den Strukturalisten rückt an die Stelle der Vermittlungskategorie "Praxis" die der "Struktur".

020 Theoretisches Denken ist eine Praxis unter anderen.

021 Echte Synthesen vollziehen sich nicht im Denken, sondern in der Praxis, in der Arbeit.

022 Unerkennbarkeit der Dinge ansich, daher Primat des Praktischen.

023 Durch den Willen wird das Denken zur Praxis.

024 Der Theoretiker neigt eher zum Allgemeinen, der Praktiker eher zum Besonderen.

025 Freiheit wird allein in der Praxis offenbar. Freiheit erweist sich nicht durch Einsicht, sondern durch Tat.

026 Freiheit muß in ihrer konkreten Bedeutung gelten, nicht nur in ihrer abstrakt-idealistischen.

027 Die Praxis ist immer das Korrektiv der Theorie.

028 Das praktische Leben gehört der Moral an.

029 Wahrheit ist das, was klappt.

030 Es ist unmöglich, sich auf jeden Gegenstand theoretisch einzustellen.

031 Das Alltagsdenken reicht für manche Menschen anscheinend zur Bewältigung der Alltagsaufgaben.

032 Auf das Nahe kann man leichter einwirken, als auf das Entfernte.

033 "Handeln lehrt die Philosophie, nicht Reden."

034 Befreiung ist ein Vorgang der Praxis.

035 "Wer nicht handelt, wie er denkt, denkt unvollständig."

036 Die Realisierung hat Vorrang vor der Realität.

037 An der Lebensweise erkennt man den Falschen und den wahren Propheten.

038 Wir lassen die Widersprüche des Denkens hinter uns, um auf praktische Weise mit dem Leben fertig zu werden.

039 Nicht auf die Wahrheitsfindung kommt es an, sondern auf die Durchführung.

040 Die Idee der Vernunft hat unbezweifelbare praktische Realität.

041 Eine Idee, die nicht Wort wird ist eine schlechte Idee, und ein Wort, das nicht Tat zu werden versucht, ist ein schlechtes Wort.

042 Die Anarchie wird nicht mit Gewalt verwirklicht.

043 Jede praktische Entscheidung impliziert eine Wertung.

044 Es gibt kein anderes moralisches Gesetz, als das der Freiheit.

045 Handeln ist die unausweichliche Konsequenz allen Denkens.

046 Die Spannung zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte oder sein sollte.

047 Die Wahrheit ist keine Theorie, sondern die Tat und das Leben selbst.

048 "Man muß den Diskurs als eine Gewalt begreifen, die wir den Dingen antun; jedenfalls eine Praxis, die wir ihnen aufzwingen."

049 Die magische Kunst ist auf die Erreichung praktischer Ziele gerichtet.

050 Die Semiotik ist nicht nur eine Theorie, sondern eine ständige Praxis.

051 Der Bereich der Kunst ist von dem des Praktischen abgetrennt.

052 Theoretische Gleichheit - faktische Ungleichheit.

053 Organisation ist die Verbindung von Theorie und Praxis.

054 Rein theoretisches Denken bleibt zirkulär in sich selbst verhaftet.

055 Wenn der Unterschied von Subjekt und Objekt verschwindet, verschwindet auch der von Theorie und Praxis.

056 In den Situationen des praktischen Lebens muß man nicht nur verstehen, sondern auch Handeln.

057 Der Allgemeinheit ist es nicht möglich, sich am Einzelnen zu realisieren.

058 Tatsachen gehören der Praxis an.

059 Denken ist Probehandeln.

060 Was für uns ohne Bedeutung ist, ist auch nicht wirklich. Alles Wirkliche ist für uns von Bedeutung.

061 Eine Idee ohne Akteur ist so belanglos, wie ein Akteur ohne Idee.

062 Alles wahre Wissen ist ein Tun.

063 "Nichts ist praktischer, als eine gute Theorie."

064 Praxis ist primär, Logik und Vernunft sind abgeleitet.

065 Jede Praxis dient der Lösung von Lebensproblemen.

066 Sittlich ist eine Verwirklichung von Sollensforderungen nur, wenn sie aus Freiheit geschieht.

067 Wirklich wollen ist dasselbe, wie tun.

068 Wahre Mystik ist tätig und praktisch, nicht passiv und theoretisch.

069 Praxis war einmal das Modewort der Linken.

070 Ideen könne erst dann verwirklicht werden, wenn sie integrierte Teile der Persönlichkeit geworden sind.

071 Die konkrete Bedeutung wird durch Verallgemeinerung ersetzt.

072 Tatkraft wird höher als Klugheit bewertet.

073 Die Anwendung vollzieht sich vom Allgemeinen zum Besonderen.

074 Die menschliche Tätigkeit geschieht entweder im Denken, oder im Handeln, in der Theorie oder in der Praxis.

075 Die Konzeption enthält bereits den Beginn der Tat.

076 Schmerz und Lust sind die einzigen Motive menschlicher Praxis.

077 Moral fordert Realisierung eines Unbedingten im Bedingten.

078 Ein praktisch folgenlos bleibendes Theoretisieren verfehlt seinen Zweck.

079 Eine freiheitlich-demokratische Rechtsordnung basiert auf der Prämisse, daß Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit unbedingt anerkannte Werte sind, deren Verwirklichung jedermann aufgegeben ist.

080 Der konkrete Name ist meistens ein Adjektiv, der abstrakte ein Substantiv.

081 Die Abstraktion besteht im Wegdenken der näheren Bestimmungen. Gerade auf diese kommt es im Praktischen sehr viel an.

082 Das wirklich moralische Bewußtsein ist ein handelndes.

083 Für die praktische Orientierung in der Welt sind die Sinne und der Verstand ganz nützlich.

084 Praxis und Theorie sind nur relative Begriffe, die ineinander überfließen, aber keinen wirklichen Gegensatz bilden.

085 Praxis ist ein Standpunkt des täglichen Lebens.

086 Praxis ist die Behandlung von Einzelfällen.

087 Dem Positivismus geht es ausschließlich um praktisches Wissen.

088 Das Rechnen bestimmt wieviel und wiegroß, ist daher zur Praxis unentbehrlich. Man kann sogar sagen: wo das Rechnen anfängt hört das Verstehen auf.

089 Eine Theorie kann immer nur durch die Theorie widerlegt werden, nie durch die Praxis, denn letztere ist ja die Behandlung von Einzelfällen im Gegensatz zur allgemeinen Theorie.

090 Das Allgemeine ist die Regel, das Besondere die Anwendung.

091 Im Handeln ist es oft notwendig, von den Regeln der Logik abzuweichen.

092 Der Gott des praktischen Bedürfnisses ist das Geld.

093 Der unter dem rohen praktischen Bedürfnis befangene Sinn.

094 Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien finden ihre rationale Lösung in der menschlichen Praxis.

095 Ehrlichkeit und Geschäft sind unvereinbar. Das Geschäft ist eine durchaus praktische Angelegenheit.

096 Auf die Leistung des Glaubens für die Praxis kommt es an.

097 Die Religion des praktischen Bedürfnisses.

098 Der Zweck der Abstraktion liegt in ihrer praktischen Rechnungsergiebigkeit.

099 Die Weltanschauung des praktischen Bedürfnisses ist ihrer Natur nach borniert und in wenigen Zügen erschöpft.

100 Sittlichkeit ist praktische Philosophie.

101 Der Wille ist das Prinzip des Praktischen.

102 Für Hegel ist das Handeln, die Praxis ein logischer "Schluss", eine Figur der Logik.

103 Wir müssen die Entwicklung vom Abstrakten zum Konkreten fördern.

104 Das Produkt der Arbeit ist die Vergegenständlichung der Arbeit. Die Verwirklichung der Arbeit ist ihre Vergegenständlichung.

105 Die Lebensweise zu ändern ist der wirkliche Ausdruck veränderter Anschauungen. Wir müssen unsere Einsichten in Handlungen umsetzen.

106 "Die theoretische Arbeit, überzeuge ich mich immer mehr, bringt mehr zustande in der Welt, als die praktische; ist das Reich der Vorstellung erst revolutioniert, so hält die Wirklichkeit nicht aus."

107 In der ideologischen Verzerrung werden praktische Werturteile als wissenschaftliche Annahmen ausgegeben.

108 Die Dogmatisierung ist eine Möglichkeit menschlicher und sozialer Praxis.

109 Die Diskrepanz zwischen Reden und Tun ist ein altes politisches Phänomen.

110 Handeln heißt Vorgestelltes verwirklichen.

111 "Die Scheu vor der Spekulation, das angebliche Forteilen vom Theoretischen zum bloß Praktischen, bewirkt im Handeln die gleiche Flachheit wie im Wissen. Das Studium einer streng theoretischen Philosophie macht uns am unmittelbarsten mit Ideen vertraut, und nur Ideen geben dem Handeln Zweck und sittliche Bedeutung."

112 Anarchismus ist Praxis schlechthin.

113 Daß der Mensch erprobten Lebensregeln folgt, eben das ist der Sinn und auch das Recht der Verallgemeinerung. Die Verallgemeinerung ist kein Schluß; sie ist der Übergang vom Wissen zum Tun.

114 Die tägliche Praxis des Scheiss-Vulgär-Pragmatismus.

115 Für den Anarchismus gibt es keine theoretischen Probleme, sondern nur praktische.

116 Eine Aussage, die nicht im strengen Sinne wahr ist, kann doch den Tatbestand approximativ wiedergeben, was für viele praktische Zwecke durchaus genügt.

117 Praktische Absichten werden aus sog. objektiven Zusammenhängen heraus legitimiert.

118 "Wenn man einen leeren Bauch hat, ist das einzige Problem der leere Bauch."

119 Durch Erkenntnis "objektiver" Zusammenhänge besteht die Möglichkeit sich vom unmittelbaren Druck der alltäglichen Praxis weitgehend zu emanzipieren.

120 Die Existenz kann weder im Wissen, noch im Handeln eingeholt werden und liegt vor allem theoretischem und praktischen Verhalten.

121 Der Intellekt ist darauf spezialisiert, die Dinge der Umwelt so aufzufassen, wie es zur Befriedigung der praktischen Lebensbedürfnisse nützlich und förderlich ist.

122 Die Gesinnung entscheidet, nicht das Denken; denn erst in der Gesinnung wird das Denken Wirklichkeit und Quelle von Handlungen.

123 Das Interesse des Theoretikers an der logischen Ableitung ist praktisch-technischer Art.

124 Jeder Glaube ist irrational, aber er kann für unser Handeln praktisch wichtig sein.

125 "Was nämlich das praktische Leben betrifft, so würde sehr oft die Gelegenheit zum Handeln vorübergehen, bevor wir uns von allen Bedenken befreien können."

126 Unser Verstand ist auf das Praktische in der Welt gerichtet.

127 die Praktizisten.

128 "Der Mensch will wissen, was wirklich ist, unabhängig von allem praktischen Interesse."

129 Logik und Erkenntnis sind dem praktischen Handeln untergeordnet.

130 Ideen sind wirkende Ursachen von Handlungen.

131 "Praktisch ist alles, was durch Freiheit möglich ist."

132 Praxis bezieht sich auf den unmittelbaren Nutzen des Menschen.

133 Das praktische Verhalten fängt beim Denken an.

134 "Das Allgemeine ist als Abstraktes nicht zu vollbringen, es muß dazu noch die Bestimmung der Besonderheit erhalten."

135 Die Hauptaufgabe des Realismus besteht darin, alle nicht wesentliche Dinge fernzuhalten.

136 Die wirtschaftlichen Probleme überschatten alle anderen Formen des menschlichen Denkens.

137 Der Mensch geht an seine Arbeit mit einem Gefühl sturer praktischer Vernunft.

138 Alle Praxis hat immer etwas gewalttätiges.

139 Was der Logik unmöglich ist, findet sich im praktischen Leben.

140 Im Bewußtsein geschieht die Aufhebung des Unterschieds von Theorie und Praxis.

141 Das Verhältnis des Bewußtseins zur Außenwelt ist ein wesentlich praktisches.

142 der Kampf der praktischen Interessen.

143 "Was aus dem Leben des Tages entspringt, steht unter der Macht der Interessen."

144 In den Interessen des praktischen Lebens sind die Personen auf den Verkehr miteinander angewiesen.

145 "Der Gedanke geht der Tat voraus, wie der Blitz dem Donner."

146 Es ist ein praktisches Bedürfnis, sich der Welt zu bemächtigen.

147 Wissen, um vorherzusehen, das ist der Sinn aller Wissenschaft.

148 Dem gemeinen Menschenverstand läßt Kant durchaus sein Recht; aber "Meißel und Schlägel können ganz wohl dazu dienen, ein Stück Zimmerholz zu bearbeiten, aber zum Kupferstechen muß man die Radiernadel brauchen."

149 "Das Wieviel und das Wiegroß hat für 'praktische' Zwecke Wichtigkeit: in der Theorie aber kommt es hauptsächlich und zunächst auf das 'Was' an."

150 Der praktische Zweck ist der Schöpfer des ganzen Rechts.

151 "Für das irdische Wirtshaus natürlich, für das Mitteilungsbedürfnis ist sie ja brauchbar, für das Schwatzvergnügen der Wirtshausgäste und für die Zurufe an den Speisenträger. Da kommt man mit der Sprache recht weit."

152 "Das Ich anzunehmen, zu postulieren, ist praktisches Bedürfnis."

153 Die Geltung lebt nur im Vollzug.

154 Die religiösen Werte bedeuten keine Forderungen, kein Sollen, sondern die Verwirklichung einer Forderung.

155 Ohne die Vorstellung von einer realen Außenwelt kämen wir im praktischen Alltagsleben keinen Schritt voran.

156 Die Kausalbeziehung ist von praktischer Wichtigkeit.

157 Die Vernunft ist 'praktische' Rationalität.

158 Die Bedeutung liegt in der Verwendung.

159 Die Sprache dient praktischen Zwecken.

160 "Wäre die Welt nicht generalisiert 'vereinfacht', so würde ihre Berechnung und Beherrschung nie gelingen. Die unübersehbare Mannigfaltigkeit des Individuellen und Besonderen verwirrt uns, solange sie nicht durch die generalisierende Begriffsbildung überwunden ist."

161 Das Erkennen ist Teil menschlicher Praxis und durchsetzt von Entscheidungen.

162 Sollen impliziert Können; das ist das Realisierungsproblem.

163 "Rationalität ist stets eine Sache der Methode und damit der Praxis."

164 Das Problem der Brücke zwischen Erkenntnis und 'Entscheidung' oder das zwischen Theorie und 'Praxis'.

165 "Einer Regel zu folgen ist eine Praxis."

166 "Alle sogenannten praktischen Menschen haben ein Geschick zum Dienen: das eben macht sie praktisch, sei es für andere oder für sich selber."

167 "Worte sind immer einfacher als die rohe Wirklichkeit, die von ihnen in ein Schema gebracht wird; wären sie das nicht, so wäre jede Erörterung und jedes gemeinsame Handeln unmöglich."

168 "Ernst des Lebens' soll heißen den Beruf, das Geschäft, samt Weib und Kind."

169 Praktisches Wissen ist an Zwecke gebunden.

170 "Werte gehören zum praktischen, aber nicht zum theoretischen Verhalten des Menschen."

171 Begierden, Interessen oder Bedürfnisse sind praktische Intentionen.

172 Effektives Wissen ist Berufswissen.

173 In praktischen Lebensangelegenheiten ist man immer darauf angewiesen, gegliederte Einheiten (Gestalten, Abstraktionen) zu finden.

174 Die altehrwürdige Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt müssen wir im täglichen Leben schon aus praktischen Gründen vornehmen.

175 Das Können ist im Verhältnis zum Wollen immer begrenzt.

176 Der Versuch einer praktischen Durchführung führt oft zu Konflikten.

177 Allgemeinheit bietet uns einen praktischen Generalnenner.

178 Jede Wertung ist praktische Bewertung.

179 Wir können mit unseren Willensentscheidungen nicht warten, bis wir allwissend geworden sind. Wir müssen oft sofortige Entschlüsse fassen, zu deren Ausgestaltung uns keine langwierige Überlegung hilft.

180 Technik ist Praxis.

181 Es gibt kein wirkliches Wort, das nicht zugleich Praxis wäre. Ein wirkliches Wort sagen heißt daher, die Welt verändern.

182 Der Pragmatismus ist die Einheit von Theorie und Praxis.

183 In der Praxis der Rechtsprechung ergeben sich Fälle, welche nach den bestehenden Gesetzen nicht behandelt werden können. Sie werden unter analoge Fälle gerechnet und geradezu gewaltsam unter gewisse Gesetze subsumiert.

184 In der Praxis zeigt sich vereint, was in der Logik unmöglich schien.

185 Theorie erkennt - Praxis anerkennt.

186 Wahre Solidarität findet sich nur in der Praxis.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.