Persönlichkeit
Ludwig Pongratz - Persönlichkeitstheorien
p-2siehe auch Individualität, Mensch, Egoismus, Subjekt-Objekt

001 Die Person ist keine Gegebenheit, sondern eine Aufgabe. Die geistig-existenzielle Person hat eine unbewußte Tiefe.

002 Der wahre Nachfolgebegriff der Seele ist die Person.

003 Der juristische Sprachgebrauch faßt die 'persona' als Rechtsträger.

004 "In der deutschen Übersetzung 'Persönlichkeit' finden wir diese spätlateinische Version bei den deutschen Mystikern; sie bezeichnet das Göttliche, das Ewige im Menschen, das 'Fünklein'. Von da an zieht das Wort 'Persönlichkeit' alle werthafte Besonderheit und Würde auf sich, während das ursprüngliche Wort 'person' zur Bedeutung von jedermann und niemand und sogar zum Schimpfwort wird."

005 Nach Marx ist das Kapital ein Verhältnis zwischen Personen vermittelt durch Sachen.

006 "Der Wert von Personen heißt in der Fachsprache "Würde". Die wertvermehrende Handlung an Personen heißt Pädagogik, die wertverzehrende heißt Ausbeutung."

007 "Trieb" und "Instinkt" als Personifikation der Ursache eines Verhaltens.

008 "Auf seine Essenz zurückgeführt, ist das östliche Wissen eine Form des Seins, ein Bewußtseinszustand, der klar und sich selbst genügend ist. Das östliche Wissen ist letztlich auf das reine Bewußtsein ausgerichtet, um dort seine Erfüllung zu finden. So erfreut sich das Objekt im Osten einer unmittelbareren Beziehung zu sich selbst. Dem entspricht die östliche Form des Wissens in der Gestalt des Seins, d.h. eines Zustandes. Nur das ist begriffen, was man wird und was man ist."

009 Würde ist eins mit der Person selbst. Die Würde ruht in sich selbst und ist sich selbst genug. Die ihr innewohnende Macht leitet sich aus der Tatsache ab, daß das Subjekt sein eigener Bezugspunkt ist.

010 Das Ergebnis der industriellen Produktionsweise ist eine Normierung der Persönlichkeit.

011 "In der bürgerlichen Gesellschaft ist das Kapital selbständig und persönlich, während das tätige Individuum unselbständig und unselbständig ist. Und die Aufhebung dieses Verhältnisses nennt die Bourgeoisie Aufhebung der Persönlichkeit und der Freiheit."

012 Es gehört in einer konkurrenzbestimmten Gesellschaft zum Syndrom der Persönlichkeitsauflösung, daß der Betroffene sein Selbstwertgefühl nicht ohne Rationalisierungen aufrechterhalten kann.

013 Der unbeugsame Unabhängigkeitssinn und die persönliche Würde des Auftretens bei den meisten Indianern.

014 Die ersten Lebensjahre sind für die spätere Persönlichkeitsentwicklung von entscheidender Bedeutung.

015 "Ehrfurcht vor der menschlichen Persönlichkeit ist der Weisheit Anfang zu jeder sozialen Frage, vor allem aber in der Erziehung."

016 "Das menschliche Zusammensein gewinnt durch den Zusammenschluß von Persönlichkeiten gleichen Geschmacks und gleicher Anschauung."

017 "Nichts schädigt so sehr Glück und Leistungsfähigkeit wie eine in sich selbst uneinige Persönlichkeit, und die Zeit, die man darauf verwendet, die verschiedenen Wesensteile seines Ich in Einklang zu bringen, ist gut angewandt."

018 "Der Lehrer kann, wie der Künstler, der Philosoph und Gelehrte, seine Aufgabe nur dann richtig erfüllen, wenn er sich als freier Mensch fühlen kann, einem inneren schöpferischen Drang folgend, nicht beherrscht und gehemmt von einer äußeren Autorität. In der Welt von heute ist für die freie Persönlichkeit kaum mehr Raum. Sie kann sich noch an der Spitze einer totalitären Diktatur oder als Industriemagnet in einem plutokratischen Unternehmensstaat erhalten, aber im Reich des Geistes wird es immer schwerer, seine Unabhängigkeit von den großen organisierten Kräften zu bewahren, die über die materielle Existenz von Männern und Frauen entscheiden."

019 Individuelle Persönlichkeit und selbständiges Denken sind Bildungswerte.

020 das Persönlichkeitsideal

021 die individualpsychologische Einheit der Persönlichkeit.

022 Ein Künstler läßt sich nicht so ohne weiteres organisieren.

023 "In ihrer Lossagung ist Selbstheit das Prinzip des Bösen."

024 "Die menschliche Persönlichkeit hat als System eine Mindestbedingung: sie darf nicht verrückt werden."

025 Gewalt wird von denen angezettelt, die unterdrücken, ausbeuten und andere nicht als Personen anerkennen.

026 "Die gesellschaftliche Maschine, so glaubt man, arbeite wirkungsvoller, wenn jeder einzelne zu einer völlig quantifizierbaren Einheit zurechtgestutzt wird, deren Persönlichkeit sich auf einer Lochkarte zusammenfassen läßt. Solche Einheiten sind bürokratisch viel leichter zu verwalten, weil sie weder Ärger machen, noch Reibungen verursachen. Zu diesem Zweck müssen die Menschen entindividualisiert und in der Weise belehrt werden, daß sie ihre Identität nicht in sich selbst, sondern in den Organisationen suchen."

027 Das radikale Ziel einer vollkommenen Wandlung der Persönlichkeit.

028 Die Wendung von der objektiven Logik zur subjektiven Persönlichkeit.

029 der Personenkult

030 Person als juristischer Ausdruck im alten Rom.

031 Was wir fordern: die freie Entwicklung der Persönlichkeit.

032 Der Sozialisationsprozess prägt die Persönlichkeitsstruktur.

033 Schutz des Eigentums, Schutz der Regierung, Schutz der Person die drei wesentlichsten Gesetzesklassen.

034 Gleichberechtigung ist da möglich, wo kein Ansehen der Person gilt.

035 Wir können die Gesellschaft erst dann ändern, wenn wir unsere eigene Person geändert haben.

036 Die Arbeit repräsentiert einen Teil der menschlichen Person. Wenn die Arbeiter nicht in irgendeiner Weise zu Eigentümern ihrer Arbeit werden, dann bleiben alle Strukturreformen wirkungslos.

037 "Die Bourgeoisie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst."

038 "Jeder kulturelle Fortschritt ist im Endeffekt, wenn auch nicht in der Absicht, ein Bemühen die menschliche Persönlichkeit neu zu formen."

039 Am Anfang der Geschichte waren Macht und Persönlichkeit nicht allzusehr verschieden, im Verlauf der Zeit wurde immer mehr überzeugt und immer weniger befohlen.

040 Die Persönlichkeit besteht aus bewußten und unbewußten Schichten.

041 "Die menschliche Persönlichkeit ist die höchste bekannte Erscheinungsform des Lebens."

042 Die Person existiert nur durch ihre Akte.

043 Im gewaltfreien Protest wird nicht die Person des Gegners angegriffen, sondern seine gegenwärtige soziale Rolle in einem ungerechten System.

044 Der Begriff des Eigentums kann nur auf dem der Persönlichkeit gegründet werden.

045 Nur der Mensch ist Persönlichkeit und nicht nur Lebewesen.

046 Wir interpretieren eine interessante und originelle Persönlichkeit als Ausdruck ungeordneter Gefühle.

047 Persona - Maske der Schauspieler im alten Rom.

048 Der Wahn hat Wirklichkeit und Bedeutung nur in einer strukturierten Persönlichkeit.

049 Die Persönlichkeit kann wertvolle Eigenschaften niemals losgelöst von der gesellschaftlichen Gesamtheit entfalten.

050 Die Achtung vor der Persönlichkeit bildet die sittliche Grundlage von Moral und Recht.

051 Unverwechselbare Persönlichkeit versus auswechselbarer Massenmensch

052 Ideen können erst dann wirksam werden, wenn sie nicht nur rational bejaht werden, sondern integrierte Teile der Persönlichkeit geworden sind.

053 Die Einheit des Ich in der Ekstase.

054 Der Sinn für Privateigentum wird schon während der Persönlichkeitsbildung in der frühen Kindheit geprägt und festgelegt.

055 Eine Wahrheit hat keinen Sinn, wenn sie die Existenz des Menschen nicht berührt und verwandelt.

056 Sittliche Aufgabe ist es, die Idee vom Menschen und damit seine Persönlichkeit zu verwirklichen.

057 Identität ist keine Relation zwischen Gegenständen.

058 In persönlichen, nicht in kausalen Begriffen.

059 Der Mythos drückt eine Vorstellungswelt aus, in der die Personalisierung aller Erscheinungen gerade das Wesentliche ist.

060 Die naive archaische Vorstellung sieht in allen Manifestationen von Macht den Ausdruck einer Persönlichkeit oder eines übernatürlichen Willens.

061 "Aus falsch verstandenem Willen zur Harmonie soll die Persönlichkeit nicht ein Friedhof von Leidenschaften werden."

062 Persönlichkeit, Selbst - alles Abstraktionen

063 Verdinglichung ist Personifizierung.

064 Wo Kommunikation aufhört nimmt auch das Personsein bald ein Ende.

065 Selbstfindung

066 Die Erneuerung der Persönlichkeit ist das Wesen des mystischen Lebens.

067 Der Wille ist die Krönung der Persönlichkeit.

068 Identität ist ein kontinuierlicher Prozess.

069 inneres Selbst - äußere Persönlichkeit

070 Ein Charakter ist eine Persönlichkeit.

071 Trennung von Person und Rolle beim Gegner

072 Die Unpersönlichkeit der kosmischen Kräfte

073 In der Masse kann keine Persönlichkeit, ja nicht einmal Individualität zur Geltung kommen.

074 Lerne, dich mit nichts zu identifizieren, was immer es auch sein möge.

075 Personsein bedeutet das eigene Leben leben.

076 Die Person, als moralisches Individuum, beherrscht sich selbst.

077 "Man frage mich nicht, wer ich bin und man sage mir nicht, ich solle der gleiche bleiben: das ist eine Moral des Personenstandes; sie beherrscht unsere Papiere."

078 Der Aufstieg des Sklaven und Armen zur Person brachte das Gesetz dazu, den Bereich der Arbeit zu regeln.

079 "Mir geht es um eine grundsätzliche Persönlichkeitsstruktur in den verschiedenen Gesellschaftsgruppen. Denn ohne diese ist alle Hoffnung, eine bessere Welt zu schaffen, illusorisch. Die Bildung der Persönlichkeit ist der Hebel zur gesellschaftlichen Veränderung."

080 Jeder ist von Natur aus Eigentümer seiner eigenen Person.

081 Gegensatz zwischen dem Eigentum an der eigenen Person und dem Eigentum an Sachen.

082 "Ein jeder hat, so wie er ist, ein Eigentum an sich selbst, sonst könnte er nicht er selbst sein."

083 Dem Eigentum gehört der Krieg gemacht, nicht oder nur indirekt den Personen, die es verteidigen.

084 Das Einströmen unbewußter Inhalte in den Bewußtseinsbereich gefährdet die "Persona" und kann zu ihrer Auflösung führen.

085 "Jeder Mensch hat Eigentum an seiner eigenen Person. Auf diese hat kein anderer irgendein Recht, als er selbst. Die Arbeit seines Körpers und das Werk seiner Hände, so können wir sagen, sind im eigentlichen Sinne sein eigen."

086 Das "Mich" kann nicht existieren ohne ein "Mein". Das Selbst bekommt Festigkeit und Form durch die Aneignung von Dingen.

087 Unterschiede, die in der Persönlichkeit begründet liegen.

088 "Der Machttrieb will nämlich, daß das Ich unter allen Umständen 'obenauf' sei, auf geradem oder krummem Wege. Die 'Integrität der Persönlichkeit' muß auf alle Fälle gewahrt sein."

089 Bildung ansich ist nicht so wichtig, wie Charakter und Persönlichkeit.

090 Die Menschen, deren individuelle Persönlichkeit gestört ist, schaffen sich durch mehr oder weniger exzessiven Konsum Ersatzmöglichkeiten.

091 Solange die Trennung von politischer und persönlicher Emanzipation nicht aufgehoben ist wird es weiter Entfremdung geben.

092 "Daß der Mensch die Vorstellung des Ich haben kann, erhebt ihn unendlich über alle anderen auf Erden lebenden Wesen. Dadurch ist er eine Person; als Person hat er Anspruch auf Würde und unterscheidet sich von den Tieren."

093 "Haste was, biste was."

094 "Da der Kampf um eine überlegene Stellung der Schlüssel zur gesamten Persönlichkeit ist, finden wir ihn an jedem Punkt der psychischen Entwicklung eines Menschen."

095 Methodische Identitätsstörung gehört zu den traditionellen Initiationstechniken des Schamanismus.

096 Der Mensch ist Ware auf einem Persönlichkeitsmarkt. Der Mensch kümmert sich nicht mehr um sein Leben und sein Glück, sondern um seine Verkäuflichkeit.

097 Beim Geisteskranken spürt man die Kontinuität der Persönlichkeit nicht mehr.

098 Beim Studium der Persönlichkeit dürfen moralische Probleme nicht ausgeschlossen werden.

099 "Leben ist vor allem der Inbegriff dessen, was wir sein können."

100 Der Charakter der wirklichen Persönlichkeit ist der der Ausschließlichkeit.

101 Das Es ist kein beständiger Untergrund des Menschen, sondern bildet sich unablässig.

102 Der Mensch ist der Rohstoff der Persönlichkeit.

103 Mit der Seele verschwindet auch die Persönlichkeit.

104 Der Rausch zerreißt vorübergehend die Schranken der Persönlichkeit.

105 In der Sprache formen sich die Beziehungen zwischen Zeit, Ort und Person.

106 Die Erinnerung begründet die Einheit der Persönlichkeit.

107 "Volk und Knecht und Überwinder, Sie gesteh'n zu jeder Zeit: Höchstes Glück der Erdenkinder, sei nur die Persönlichkeit. Jedes Leben sei zu führen, Wenn man sich nicht selbst vermißt; Alles könne man verlieren, Wenn man bliebe, was man ist."

108 Alles Personenrecht ist Eigentumsrecht.

109 Mensch, Charakter, Persönlichkeit, Individualität, Egoismus

110 Persönlichkeit ist der höchste ethische Wert.

111 Persönlichkeit und Wille sind identisch.

112 Wenn ein Mensch seine Persönlichkeit aufgeben könnte, würde er aufhören, ein moralisches Wesen zu sein.

113 "Nemo potest personam diu ferre fictam." (Niemand kann lange eine Maske tragen).

114 Die Person ist ein Einheitsfaktor.

115 Man müßte Künstler, Philosoph, Wissenschaftler oder Staatsmann sein, um ein individuelles Leben führen zu können.

116 Die Identität der Person beruth auf der des Bewußtseins.

117 Persönlichkeit gehört zu den Werten, die man nur erreichen kann, wenn man sie nicht erstrebt.

118 "Der Gleichheitsbegriff der Person ist der Generalnenner, ohne den eine Vergleichung und Ausgleichung, ohne den Erwägungen der Gerechtigkeit, ohne den Privatrecht und vielleicht Recht überhaupt nicht denkbar wären."

119 Die Persönlichkeit ist durch Freiheit begründet.

120 Das Urschema aller Substantialität ist Personalität.

121 Geisteskrankheiten sind Krankheiten der Persönlichkeit.

122 Das Ich ist, wie alle anderen Kategorien auch nur Fiktion und ein bloßer Hilfsbegriff und Rechnungsansatz zum Denken.

123 "Jeder Mensch hat überall Anspruch auf Anerkennung als Rechtsperson." -Allg. Menschenrechte, 10.12. 1946, Paris

124 Der Begriff der "Kraft" zeugt, wie andere auch vom unwiderstehlichen Hang des Menschen zur Personifizierung.

125 Der Kommunismus bildet die beste Grundlage für die freiheitliche Entwicklung der Persönlichkeit.

126 Die Absicht der Staaten geht weit mehr auf das, was ein Mensch besitzt, als was er ist.

127 Das Ich ist, wie alle anderen Kategorien auch nur Fiktion und ein bloßer Hilfsbegriff und Rechnungsansatz zum Denken.

128 Wissenschaft hat nicht Forderungen aufzustellen, sondern Fakta zu konstatieren.

129 Das beharrende Individuum und seine Einheit ist etwas notwendig Eingebildetes.

130 Religion im Sinne von Selbstverwirklichung

131 Sklave ist ein Mensch, der rechtlich nicht Person, sondern Sache ist.

132 Der Kampf um Selbstverwirklichung

133 Gibt die Person ihre Autonomie preis, so gibt sie sich selbst preis.

134 "Für den Ritter, als Urbild der feudalen Welt, war seine Persönlichkeit maßgebend. Für die bürgerliche Persönlichkeit ist die Ware die Hauptsache, das Geschäft, die Sache, Hauptsache ist - das Eigentum."

135 Der Sinn menschlicher Persönlichkeit ist auf die Gemeinschaft bezogen.

136 "Die Sinnhaftigkeit der menschlichen Existenz ist durch die Einzigartigkeit und Einmaligkeit der menschlichen Person gegeben."

137 Der Durchbruch des Ich-Gedankens ist der eigentliche Moment der Menschwerdung.

138 "Liebe ist nachgerade das Erleben des andern Menschen in dessen ganzer Einzigartigkeit und Einmaligkeit."

139 Man muß mehr Wert auf die Durchbildung der Persönlichkeit legen, als auf den einseitigen Fortschritt im Wissen.

140 "Auch durch die Gerechtigkeit werden die Probleme der Leidenschaften kaum gelöst werden. Die Gerechtigkeit ist unpersönlich, die Leidenschaft individuell. Hier liegt der Ausweg nicht im Gericht, sondern in einer menschlichen Entwicklung der einzelnen Persönlichkeit."

141 Transpersonale Wahrnehmung: die Wahrnehmung verlagert sich von festen Objekten zu fließenden Energiemustern.

142 "Wir personifizieren einen Vorgang und dieser Vorgang ist ein anderer als die Verschmelzung der Sinneswahrnehmung selbst."

143 Die Freudsche Theorie der Persönlichkeit: Es, Ich, Über-Ich

144 Die Persönlichkeit ist ein Ideal, das wir so vollkommen wie möglich zu verwirklichen trachten sollten.

145 "So wie die Sprache typisiert, so entpersönlicht sie auch."

146 Die Hypnose verletzt das Persönlichkeitsrecht.

147 "Denn das Große ist nicht dieser, oder jener zu sein, sondern man selbst zu sein; und das kann jeder Mensch sein, wenn er will."

148 Das staatliche Schulsystem schafft autoritäre Persönlichkeitsstrukturen.

149 Selbstverwirklichung und Selbstentfaltung stehen im Vordergrund der Erziehung.

150 Der Mensch 'hat' nicht nur einen bestimmten Charakter, sondern 'ist' dieser bestimmte Charakter.

151 Der Kommunismus ist die beste Grundlage des Individualismus und der vollen Entfaltung aller Fähigkeiten des Menschen.

152 Die Erziehung besteht nicht in der Aneignung äußeren Wissens, sondern darin, aus dem Inneren eines Menschen das hervorzuziehen, was dort im Keim schlummert.

153 Das Wertvollste, das ein Mensch besitzt, ist die eigene Persönlichkeit.

154 "Der höchste und letzte Zweck jedes Menschen ist die Ausbildung seiner Kräfte in ihrer persönlichen Eigentümlichkeit."

155 "Die Persönlichkeit ist für mich das Kriterium der sozialen Ordnung. Je freier, unabhängiger, unternehmender die Persönlichkeit in der Gesellschaft, desto besser für die Gesellschaft."

156 Das Wertvollste, die Freude am geschaffenen Werk, der Schöpferdrang der Persönlichkeit.

157 Es gibt eine unüberbrückbare Kluft zwischen der persönlichen Welt des Alltags und der unpersönlichen Welt der Wissenschaft.

158 Persönlich ist gleichbedeutend mit praktisch und praktisch ist gleichbedeutend mit persönlich.

159 Sobald das Gedächtnis gebildet ist, ist das Ich gebildet.

160 "Die Tragik der sozialistischen Bewegung besteht darin, daß sie Klassenbewußtsein und Selbstbewußtsein einander entgegensetzt und die Entwicklung der Persönlichkeit als "individualistisch" ablehnt."

161 "Was bin ich? So fragt sich jeder von Euch. Ein Abgrund von regel- und gesetzlosen Trieben, Begierden, Wünschen, Leidenschaften, ein Chaos ohne Leitstern!"

162 Das Kind ist juristisch noch keine Person.

163 "...daß nur die Persönlichkeit ein Recht an Sachen gibt und daher das persönliche Recht wesentlich Sachenrecht ist."

164 Unser Ich ist nur Bewußtsein.

165 Das Ich ist lediglich eine logische Einheit, wobei von den konkreten Eigenschaften des Subjekts gänzlich abstrahiert wird.

166 Der Charakter ist der Kern der Persönlichkeit.

167 Das Ich ist Produkt unserer psychologischen Bedürfnisse.

168 Im unaufhörlichen Fluß der Erscheinungen gibt es überhaupt keine beharrenden Substanzen, weder Dinge, noch Personen, noch Ideen.

169 Entpersönlichung ist Vermassung.

170 Der eigene freie Wille, die Selbstbestimmung des Individuums ist das sittlich Höchste, was wir als Menschen kennen.

171 Wer die Gleichheit will, muß ihr die Persönlichkeit opfern.

172 Wir 'machen' keine Erfahrungen, sondern wir 'sind' diese Erfahrung, wir 'haben' kein Ich, sondern wir 'sind' dieses Ich.

173 Die Person ist Ergebnis gesellschaftlicher Übereinkunft.

174 "Der Mensch, der das kosmische Bewußtstein erlebt, ist in Wahrheit ein neues Wesen geworden."

175 "Der Selbstzweck erzeugt und bestimmt den Begriff der Person, den Grundbegriff der Ethik. Bloßes Mittel ist die Sache, die als Sache des wirtschaftlichen Verkehrs die Ware ist."

176 "Das Recht erzeugt den Begriff der juristischen 'Person', eine Fiktion und Konstruktion des wissenschaftlichen Denken."

177 "Für das Recht gibt es nur 'juristische' Personen."

178 Das verobjektivierte Subjekt muß auf seinen Status als moralische Person verzichten und wird auf einen 'bloßen Fall' reduziert.

179 "Das Ich ist seiner Natur nach eine unlösbare Einheit, die entstehen oder verlöschen, aber nicht dem Prozess des Teilens oder Zusammenfügens ausgesetzt werden kann."

180 "Nicht Ichbegegnung, sondern Hemmnisbegegnung; die Satansbegegnung aus Gründen der drohenden realen, absoluten Ichbegegnung."

181 "Ein objektiviertes 'Ich' ist schon kein 'Ich' mehr."

182 Glaube ist ein Akt der Person als Ganzer.

183 "Jede Person ist eine abgeschlossene Einheit des Bewußtseins."

184 "Das Subjekt läßt sich nach Lacan keinesfalls auf Identität und Bewußtsein reduzieren, hat es doch seien 'wahren' Ort im Unbewußten."

185 "Ich ist ein anderer."

186 "Nicht in der Rede des bewußten Ich, sondern gerade in der Rede des Unbewußten artikuliert sich das eigentliche Subjekt."

187 Das Ich ist eine bloße Gewohnheit.

188 "Arm, fröhlich und unabhängig! - das ist beisammen möglich; arm, fröhlich und Sklave! das ist auch möglich, - und ich wüßte den Arbeitern der Fabrik-Sklaverei nichts Besseres zu sagen: gesetzt sie empfinden es nicht überhaupt als 'Schande', dergestalt, wie es geschieht, als Schrauben einer Maschine und gleichsam als Lückenbüßer der menschlichen Erfindungskunst 'verbraucht' zu werden! Pfui! zu glauben, daß durch höhere Zahlung das 'Wesentliche' ihres Elends, ich meine ihre unpersönliche Verknechtung, gehoben werden könne! Pfui! sich aufreden zu lassen, durch eine Steigerung dieser Unpersönlichkeit, innerhalb des maschinenhaften Getriebes einer neuen Gesellschaft, könne die Schande der Sklaverei zur Tugend gemacht werden! Pfui! einen Preis zu haben, für den man nicht mehr Person, sondern Schraube wird!"

189 Die Tatsachen, daß der Mensch mit Vernunft und Phantasie ausgestattet ist, führt zu dem Bedürfnis der Identität mit sich selbst.

190 Das bildungsbürgerliche Ideal der 'einsamen Persönlichkeit'.

191 Das charakteristische einer Persönlichkeit verschwindet in anonymen Organisationen.

192 Die Tiefe des 'Ich' kann nicht objektiviert werden.

193 "Eine Persönlichkeit zu sein ist nicht etwas, das man absichtlich erwerben kann; es gibt nur einen einzigen Weg, um es vielleicht zu werden: die rückhaltlose Hingabe an eine' Sache', möge dies und die von ihr ausgehende 'Forderung des Tages' im Einzelfall aussehen, wie sie wolle."

194 Die Einmaligkeit einer Person liegt in ihrer Entscheidungsfreiheit. Persönlichkeit ist wesentlich eine Sache der Freiheit.

195 Das Wesentliche einer Person ist ihre Einmaligkeit und Nicht-Kategorisierbarkeit.

196 "Dabei kommt nicht viel darauf an, ob wir von einem 'Gegebensein' oder von einem 'Erlebtsein' oder einem 'Bewußtsein' des Unmittelbaren sprechen. Alle diese Worte verlieren in gleicher Weise ihren Sinn, wenn wir nicht ein 'Ich' annehmen, dem etwas 'gegeben' ist, das etwas 'erlebt', oder dem etwas 'bewußt' ist."

197 Für Descartes war die Existenz des Ich erwiesen, aber nur, wenn er dachte.

198 "Das 'Ich' anzunehmen, zu postulieren, ist praktisches Bedürfnis."

199 "Die Psychologie und die Psychopathologie lehrt uns, daß das Ich wachsen und sich bereichern, verarmen und schrumpfen, sich fremd werden und sich spalten, kurz schon während des Lebens sich bedeutend verändern kann. Trotz alledem ist das Ich für meine instinktive Auffassung das Wichtigste und Beständigste. Praktisch können wir handelnd die Ichvorstellung so wenig entbehren, als die Körpervorstellung nach einem Ding greifend. Physiologisch bleiben wir Egoisten und Materialisten, so wie wir die Sonne immer wieder aufgehen sehen. Theoretisch muß aber diese Auffassung nicht festgehalten werden."

200 "Das Selbst wird und ist als lebendiges und unendliches Selbst niemals vollendet."

201 "Je mehr Bewußtsein, desto mehr Selbst."

202 "Der Mensch existiert nicht, wenn er nicht als 'Einzelner' existiert. Er kann sich in kein Allgemeines auflösen, ohne die Existenz zu verlieren."

203 "Der Ort des Gegenstandsvollzugs ist das 'Ich'."

204 "Zur Bestimmung des Wesens der Persönlichkeit ist es sehr wichtig, daß sie nicht Teil, sondern Ganzes ist und nicht Teil werden kann."

205 "Auf das Existieren der Persönlichkeit ist die Kategorie der Zahl so wenig anwendbar, daß ein 'Mensch als Persönlichkeit' mehr sein kann als zwei Menschen, als die Masse der Menschen, als die Gesellschaft und das Kollektiv. Zehn Menschen sind keineswegs doppelt so viel wie fünf Menschen, hundert Menschen durchaus nicht zehnmal so viel wie zehn Menschen."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.