Liebe
siehe auch Gefühl, Seele, Religion, Egoismus, Wahnsinn

001 "Man begreift nicht, was man nicht liebt." (On ne comprend rien, que ce qu'on aime.) - Elisèe Reclus in Viktor Zenker, Der Anarchismus, Jena 1895, Vorwort, Seite VIII

002 Das Kreuz ist das Zeichen der Liebe.

003 Die Liebe ist ein bloßes Konstrukt und Abstraktum und nichts wirklich Beobachtbares.

004 "So scheuet vor der Lieb ein Herz, Als wie vom Untergang bedroht. Denn wo die Lieb erwache, stirbt das Ich, der dunkle Despot."

005 "Liebe braucht kein anderes Motiv als Liebe."

006 Nicht das Gesetz schafft die wahre Gemeinschaft der Menschen, sondern die Liebe.

007 Der Humanismus ist die allgemeine Menschenliebe.

008 Es gibt nur dann Liebe, wenn ein Mensch für uns unersetzlich ist.

009 Unsere Sinneswahrnehmungen sind keineswegs objektiv. (perspektivische Täuschung)

010 Vieles ist nur deshalb möglich, weil die Liebe im Spiel ist.

011 Die Liebe entspringt dem verbindenden Geist.

012 Die Liebe zum Kind ist einer unserer natürlichen Impulse.

013 Wo possessive Elemente in die Liebe eindringen, verliert sie ihre belebende Kraft und vernichtet die Persönlichkeit.

014 Güte und Liebe im Übermaß oder in verkehrter Anordnung, können dem Kind ebenso verderblich werden, wie Strenge und zuviel Gehorsam.

015 "Wahn oder Illusion ist nur ein anderer Name für Geist; Wahn oder Illusion ist alles, was die Menschen über Fressen, Saufen und Begatten hinaus haben; Wahn ist auch in unser Essen, Trinken und Lieben hineingekommen. Wahn ist nicht nur jedes Ziel, jedes Ideal, jeder Glaube an Sinn und Zweck des Lebens und der Welt: Wahn ist jedes Banner, dem die Menschen folgen; jeder Trommelschlag, der die Menschen in Gefahren führt; jeder Bund, der die Menschen vereint und aus einer Summe von Einzelwesen ein neues Gebilde, einen Organismus schafft. Wahn ist das Höchste, was der Mensch hat; immer ist etwas von Liebe in ihm; Liebe ist Geist und der Geist ist die Liebe: und Liebe und Geist sind Wahn."

016 Die Liebe ist zuallererst als Glücks- und Freudenquelle zu werten. Ihr Fehlen ist eine Quelle des Leids.

017 Der Geist der Liebe durchdringt jeden und alles.

018 Gott ist die reinste Liebe und in der Liebe kann niemals ein Wille zum Bösen sein.

019 Vom geschlechtlichen Verkehr ohne Liebe bleibt nur Ermattung und das Gefühl, daß das Leben öde und schal ist, sobald der Genuß des Augenblicks vorbei ist.

020 Hauptgrund für die Lebensfreude ist das Gefühl geliebt zu werden.

021 "Die Erregung des Eigenwillens geschieht nur, damit die Liebe im Menschen einen Stoff oder Gegensatz finde, darin sie sich verwirkliche."

022 Die Liebe ist das Höchste.

023 Das Geheimnis der Verbindung des Entgegengesetzten heißt Liebe.

024 Die wichtigsten christlichen Prinzipien sind "Glaube", "Liebe" und "Hoffnung".

025 Barmherzigkeit, Mildtätigkeit, Gutmütigkeit, oder Gerechtigkeit als Liebesmotive.

026 Die Liebe ist hauptsächlich eine religiöse Forderung.

027 Zur Liebe muß man erzogen werden.

028 "Ein gutes Leben ist eines, das von Liebe beseelt und von Erkenntnis geleitet ist."

029 Für viele Menschen ist Geld die einzige Liebe, zu der sie fähig sind.

030 Heuchelei ist der weitverbreitetste Mißbrauch der Liebe.

031 Der Schmerz der unerwiderten Liebe.

032 Für Tolstoi ist Liebe das höchste Gebot.

033 Wahre Liebe ist die Verleugnung des persönlichen Wohles um des Nächsten willen.

034 Die Liebe gebietet, daß sie selbst anstelle des Rechts das Gebot des Menschen sei.

035 "Der Staat verstößt gegen die Liebe, nämlich gegen das Gebot, dem Übel nicht mit Gewalt zu widerstehen."

036 Das Eigentum verstößt gegen die Liebe.

037 Die Liebe fordert, daß eine Güterverteilung an die Stelle des Eigentums trete.

038 Liebe und Furcht sind die Hauptantriebe, von denen die Menschen beherrscht werden.

039 Die Verliebtheit ist eine Psychose auf Zeit.

040 Im Namen der Liebe ist mehr Boshaftigkeit und Grausamkeit auf der Welt verbreitet worden, als mit jeder anderen Abstraktion.

041 Die veränderte Welt ist eine Welt, in der es leichter wird, einander zu lieben.

042 Wer nur sich selbst liebt, kann niemand anderen lieben.

043 Liebe ist ein Akt des Mutes und nicht der Furcht.

044 Liebe heißt Hingabe.

045 Leidenschaft, Begierde, Lust und Sex haben mit Liebe nicht unbedingt etwas gemeinsam.

046 "Die liebende Gleichgültigkeit ist der nicht bezeichenbare Ort der Wahrheit."

047 "Arbeit, Erkenntnis und Liebe sind die Urquellen des menschlichen Lebens."

048 Vernunft ist weit mehr, als Zuneigung und Liebe zur Errichtung einer neuen Gesellschaft. notwendig, eine Vernunft, die dem Menschen den Willen zu Einsicht und Einschränkung gebietet.

049 "Ohne Freiheit gibt es keine Liebe."

050 Mit der Liebe kommt das Vertrauen, mit dem Vertrauen die Liebe.

051 "Das Leben ist Liebe, und die ganze Form und Kraft des Lebens, besteht in der Liebe und entsteht aus der Liebe."

052 Die Liebe ist ein äußerst schwer zu definierender Aspekt des Lebens. Die Standpunkte, von denen man aus betrachten kann, sind einfach zu verschieden und vielfältig.

053 "Der Hass ist eine Krankheit der Liebe."

054 Die Liebe kann im edleren Sinne auch darin bestehen, vor allem das Glück dessen zu wollen, den man liebt.

055 Für die Liebe gibt es keine sozialen Bedingungen oder Schranken.

056 Die Liebe ist eine starke Kraft.

057 "Die Umwandlung der Gesellschaft kann nur in Liebe, in Arbeit, in Stille kommen."

058 Der Hang nach Besitz und Eigentum kann derart übermächtig werden, daß er die Liebe verdrängt.

059 Liebesentzug wird durch Arbeit kompensiert.

060 Arbeit ist eine Form der Liebe.

061 Liebe und nicht Gewinnsucht sollen das Verhalten bestimmen.

062 Die Leidenschaft ist die Unvernunft der Liebe.

063 Die frühchristliche Bewegung basierte, im wörtlichen Sinn, auf Liebe.

064 Es gibt im Leben nur eine Gewißheit: daß alle Menschen sterben müssen. Auch die Liebe ist unsicher.

065 Die Liebe ist nicht nur ein Aspekt des menschlichen Zusammenseins, sondern die höchste Krönung des Lebens.

066 "Wirksames Lernen basiert auf Liebe."

067 Die Liebe ist die eigentliche Antwort auf die existenzielle Frage nach dem Sinn des Lebens.

068 "Liebe ist in erster Linie nicht Bindung an eine besondere Person; sie ist vielmehr eine Haltung, eine Orientierung des Charakters, die das Verhältnis einer Person zur Welt als Ganzes, nicht aber zu einem einzigen 'Objekt' der Liebe bestimmt."

069 Wer liebt, frägt nicht nach dem Nutzen.

070 Liebe ist nichts anderes, als echte Freude.

071 Wir können nicht jeden Menschen lieben, aber wir müssen seine persönliche Würde achten.

072 "Der Mensch liebt nur sich selbst; sogar in den anderen liebt er sich selbst."

073 Der Übergang vom Sorgen, Pflegen und Umhegen zum Einschließen und Ausgrenzen ist fließend.

074 Liebe und Moral sind unvereinbar.

075 Liebe ist das a priori für Wollen und Erkennen.

076 "Gandhi glaubte unbedingt an die absolute Wirksamkeit unschuldigen Leidens. Dem Selbstleiden ist auch grundsätzlich seine Wirkung nicht abzusprechen. "Daß es auf den Gegner eine beträchtliche Wirkung ausübt, steht fest. Es erschüttert seine moralische Verteidigung, entnervt ihn, appelliert an sein besseres Ich und läßt den Weg zur Versöhnung offen. Niemand bezweifelt, daß die Annäherung durch Liebe und Selbstleiden beim Gegner und bei den Zuschauern mächtige psychische Wirkungen auslöst."

077 Liebe und Erkenntnis befinden sich in einem nachgeordneten Verhältnis.

078 die griechische Liebe (Knabenliebe)

079 Echte Liebe ist kein Opfer.

080 "Die Liebe, diese Flamme ohne Rauch, ist ja ein so seltenes Geschenk in dieser Welt."

081 Wahre Liebe ist kein bloßes Gefühlserlebnis, sondern in hohem Maße eine geistige Qualität.

082 Wem Liebe gegenwärtig ist, der denkt nicht daran.

083 Liebe ist Wirklichkeit.

084 Jeder Sinnenreiz und jede Lust hat einmal ein Ende. Die wahre Liebe aber ist unerschöpflich.

085 Liebe, die sich in Kummer und Hass verwandeln kann, ist keine wahre Liebe.

086 "Liebe ist das Verwundbare, Liebe ist das Aufgeschlossene, das Unwägbare, das Unbekannte."

087 Liebe ist niemals Mittel zum Zweck.

088 Liebesäußerungen Kindern gegenüber dienen vielmehr der Befriedigung der Erwachsenen, als den Bedürfnissen der Kinder.

089 "So spreche ich von der Liebe, wer durch sie gefangen wird, der trägt das allerschwerste Joch und doch die süßeste Last."

090 Die absolute Liebe bedeutet gegenseitige Selbstvernichtung.

091 "Der Liebende frägt anders, als der Neugierige."

092 In der Ablehnung allen Zwangs liegt die Subversivität der Liebe.

093 Die Liebe läßt sich von der Revolution nicht trennen.

094 Je mehr ich verstehe, desto mehr liebe ich, denn alles was verstanden wird, ist gut.

095 Die wichtigsten Lebensfragen und ihre Probleme begegnen uns in der Sphäre des Gemeinschaftslebens, der Arbeit und der Liebe.

096 "Liebe und Gewalt sind polare Gegensätze. Liebe läßt den andern sein. Mit Zuneigung und Rücksicht. Gewalt versucht, des anderen Freiheit einzuschränken und ihn zu zwingen, nach unseren Wünschen zu agieren - ohne jede Rücksicht und in Gleichgültigkeit gegenüber der Bestimmung des anderen."

097 Der Kampf kann auch ein Mittel der Liebe sein.

098 "Liebet eure Feinde!"

099 "Der Faschismus, der uns die Macht lieben läßt, der uns genau das begehren läßt, was uns beherrscht und ausbeutet."

100 Gott ist ein Symbol des Menschen nach Liebe.

101 "Philosophie ist vom Wesen her Liebe."

102 Das Liebesproblem ist ein soziales Problem, das von einem einzelnen Menschen nicht gelöst werden kann.

103 Auch in der Liebe steckt ein Gefühl des Nichthabens, des Mangels.

104 Das bloße Wissen kann nicht zum Wesentlichen vordringen.

105 Wer liebt, will das Geliebte erkennen.

106 In der Einheit und Einigkeit der Liebe findet der Mensch seine Ganzheit.

107 Die Liebe ist ein Ideal.

108 "Und wenn ich dich liebe, was geht es dich an."

109 Das Fehlen jeder Liebe und jedes Mitleids in einer Methode ist ein wesentliches Manko.

110 Die Liebe ist immer schöpferisch.

111 Liebe sucht immer äußerste Durchdringung.

112 Willst du geliebt werden, mußt du selber lieben.

113 Die Liebe ist ein Rätsel, denn sie trägt mehr die Züge des Suchens, als der Verwirklichung.

114 Liebe ist ein Zustand grenzenloser Einheit.

115 "Freie Liebe? Als ob Liebe etwas anderes, als frei wäre."

116 Als Liebende haben wir den Wunsch, den geliebten Menschen glücklich zu machen.

117 Lieben heißt glauben.

118 "Und Liebe hat kein Warum!"

119 "Das wahre menschliche Wesen, das nicht anders als geliebt werden kann."

120 "Erkenntnis und Liebe sind ein und dasselbe, und das Maß ist das Leiden."

121 Enttäuschte Liebe verwandelt sich in Hass.

122 "Die Macht der Verzeihung ist eine Macht, die sich jeder vorbehält und die jeder hat."

123 Im Tantra ist die Liebe etwas Heiliges, aber man muß sie lernen.

124 Die liebende Zuwendung ist eine heilende und rettende Kraft.

125 Für Verstehen kann man auch Liebe sagen.

126 "Die Sünde beginnt mit der Selbstliebe."

127 Die Heilskraft der Liebe löst die verkrampfte Seele.

128 Selbstbestimmung und Liebe sind Gegenkräfte der Macht.

129 Es gibt hauptsächlich zwei Arten der Sprache: die Sprache der Logik und die Sprache der Liebe.

130 Die Liebe ist himmelweit entfernt von allem kühlen, logischen Denken und eine tiefere Logik der Seele.

131 Auch die Liebe kann Konflikt bedeuten.

132 Liebe macht den Liebenden hilflos.

133 Liebe ist absichtslos. Sie existiert um ihrer selbst willen und für sonst gar nichts.

134 Egoisten können nicht lieben.

135 "Machtliebe und Freiheitsliebe sind ein ewiger Antagonismus."

136 Der irrende Mensch liebt, was nicht wirklich ist.

137 "Denn wenn auch die starke Hand der Maschine alles macht, sie frißt bei ihrer Arbeit auch die Liebe mit, die ein jedes Ding in sich birgt, das unsere eigenen Hände bereiten."

138 "Alle Liebe dieser Welt ist auf Eigenliebe gebaut. Hättest du die gelassen, so hättest du alle Welt gelassen."

139 Die Liebe kennt keine Bedingungen.

140 "Laß die Narbe des Herzens sehen, denn an ihren Narben erkennt man, die den Weg der Liebe gehen."

141 "Weg und Ziel der Mystik ist Liebe."

142 Die Liebe ist das Prinzip der Anziehung.

143 "Liebe und tu, was du willst."

144 Das Böse, die Vernunft, Liebe und Freiheit sind typisch menschliche Phänomene.

145 "Die Gewalt, die man sich antut, in der Liebe treu zu bleiben, ist nicht viel besser, als Untreue."

146 "Wer nicht leidet, der kann nicht wahrhaft lieben, weil das Leiden der Akt der Befreiung von allen äußeren Erwartung ist, von seiner Gewohnheit an instinktivem, unbewußten Genuß. Wer also nicht leidet, der ist nicht frei, und ohne Freiheit gibt es keine Liebe und ohne Liebe keine Seligkeit."

147 Liebe ist eine Form der Umwandlung eines Menschen.

148 Die höchste Tugend ist Ergebung.

149 "Die Wissenschaft ist die Sprache der zeitlichen, die Liebe der geistigen Welt."

150 Alles was man wirklich kennenlernt, lernt man auch lieben.

151 Die Gegenpole der Macht heißen Demut und Liebe.

152 In der Liebe ist der geliebte Mensch nicht mehr für mich da, sondern ich bin für ihn da.

153 Liebe allein ist in der Lage die Egodominanz zu überwinden.

154 "Gefühle werden gehabt, die Liebe geschieht."

155 Liebe und wirkliche Mitarbeit können niemals durch Gewalt erzwungen werden.

156 Liebe ist unübertragbar.

157 Nur wer hassen kann, kann auch lieben.

158 Das erste Bedürfnis des moralischen Lebens ist das Bedürfnis nach gegenseitiger Zuneigung.

159 Die echte Liebeserfahrung fällt zusammen mit dem Akzeptieren des Todes.

160 "Die Liebe hat kein Gesetz, sondern ist das Gesetz selber."

161 Das höchste Ziel menschlicher wie mystischer Liebe ist die Identifizierung mit dem Geliebten.

162 "Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben."

163 Gerade im "Auf-der-Suche-Sein" besteht das eigentliche Wesen der Liebe.

164 Das Motiv der Bereicherung ist eine Reaktion auf verwehrte Liebe.

165 "Da kann der Teufel mit seinem Gesinde nicht hin, an der Liebe muß er verstummen. Sie kann er nicht nachtun."

166 Letzter Grund des menschlichen Zusammenlebens muß die Liebe sein, nicht die Moral.

167 Die Liebe ist die Logik der Seele.

168 Wo die Macht den Vorrang hat, fehlt die Liebe.

169 Die Menschheit wird hauptsächlich von zwei Prinzipien gelenkt: dem Hunger und der Liebe, d.h. dem Realitätsprinzip und dem Lustprinzip.

170 In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt.

171 "Es lohnt sich nicht zu leben, wenn man nicht an die Brüderlichkeit aller Menschen glauben kann; das Leben hat keinen Sinn, wenn man nicht vom Sieg der Liebe überzeugt ist."

172 Ohne Liebe keine Leiden. Die Liebe bewährt sich durch Leiden.

173 Die Liebe befiehlt nicht.

174 Wo keine Gemeinschaft ist, ist auch keine Liebe.

175 "Die echte Liebe ist nichts anderes als das Bestreben, zwei Einsamkeiten miteinander zu vertauschen."

176 Man kann nicht lieben, wen man fürchten muß.

177 Die Welt ist für jeden umso sinnvoller, je mehr er der Liebe fähig ist.

178 Die höchsten Werte einer Person sind nur der liebevollen Einfühlung zugänglich.

179 Alle Liebe ist Mitleid.

180 "Denn jenem, der die Werke der Liebe übt, ist der Schleier der Maja durchsichtig geworden und die Täuschung des "principii individuationis" hat ihn verlassen."

181 Das Mitgefühl ist im Gegensatz zum Egoismus kein besonders starkes Gefühl.

182 Religion ist Liebe.

183 Die Liebe, die nicht auch weh tut, ist nicht die wahre Liebe. Wer wirklich liebt, nimmt die Gefahr von Schmerz und Enttäuschung in Kauf.

184 Gerechtigkeit meint die Schätzung der Menschen nach Verdienst und Würdigkeit, während die Liebe Bejahung ohne Rücksicht auf Wert und Unwert bedeutet.

185 "Es ist das Wesen und die Todsünde des Rechts und seiner Vertreter zu glauben, es gebe Verhältnisse, in denen man mit Menschen ohne Liebe verkehren könne; aber solche Verhältnisse gibt es nicht."

186 Die Liebe ist die weitaus beständigste Macht der Welt.

187 Liebe ist immer frei, da man sie nicht zwingen kann. Wo die Freiheit in der Liebe aufhört, beginnt die Prostitution.

188 Liebe ist eine von Gegenleistungen und allen Nützlickeitserwägungen unabhängige Regung der Seele.

189 "Hoffen zugleich und fürchten zugleich muß jeder, der liebet."

190 Die Kraft der Liebe gehört einer höheren Ebene an und reicht über die Gegensätze.

191 Der Wille zur Macht saugt alle Liebe auf.

192 "In der wahren Liebe bleibt weder Ich, noch Mich noch Mein, Mir, Du, Dein und desgleichen."

193 Was der Liebe fehlt ist die Objektivität.

194 Echte Liebe wirkt ansteckend.

195 Liebe ist kein Verdienst.

196 Liebe ist das Erleben des anderen Menschen in dessen ganzer Einzigartigkeit und Einmaligkeit.

197 "Wenn die Liebe fehlt, wird die Arbeit zum Surrogat, wenn die Arbeit fehlt, wird die Liebe zum Opiat."

198 Unglückliche Liebe ist ein Widerspruch insich. Denn entweder ich liebe wirklich - dann muß ich mich bereichert fühlen, unabhängig davon, ob ich Gegenliebe finde oder nicht oder aber ich liebe nicht wirklich.

199 Wer die Realisierung der Liebe in der Welt anstrebt, stößt bald auf das Problem von Besitz und Eigentum.

200 "Die Sittlichkeit verschafft sich einzig durch persönliche Überzeugung nicht durch Gewalt Geltung. Liebe geht freilich durch alle Regeln, auch durch die des 'iustum', doch sobald das 'iustum' erzwungen werden muß, hat die Liebe keinen Platz mehr in ihm."

201 Liebe kann ohne Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit aber nicht ohne die Liebe sein.

202 "Bringe erst die Liebe unter die Leute, darnach wird es sich mit dem Eigentum oder der Gemeinschaft der Güter von selbst geben."

203 "Ich weiß, daß ich mein ganzes Leben darum gekämpft habe etwas zu sagen, von dem ich nie lernen werde, wie ich es sagen soll. Es ist so mit allen, die ihr Leben auf der Suche und nach was Unbestimmbaren und doch Allgegenwärtigen, und gleichzeitig Flüchtigem und Unendlichen verbringen. Man sucht es in der Musik und am Meer und in Sonnenuntergängen. Manchmal glaube ich sehr nahe daran zu sein, in Menschenmengen, wenn ich stark fühlte, was sie fühlen. Man sucht es vor allem in der Liebe. Aber wenn man sich zu der Einbildung verleiten läßt, man habe es gefunden, so zeigt sich gewiss durch irgendwie grausame Ironie, daß man es nicht wirklich gefunden hat."

204 "Die Vergeistigung der Sittlichkeit heißt Liebe."

205 Der Materialismus hat die Tendenz, die Liebe zu einer Illusion zu degradieren.

206 Wer erkennen will, muß lieben. Nur geliebte Gegenstände werden erkannt und die tiefe des Verständnisses hängt ab von der Stärke der Liebe.

207 Wofür man gelitten hat, das liebt man stets mehr.

208 Etwas zu lieben, das man nicht selber ist, darin liegt der Sinn des Lebens.

209 "Die Liebe ist der Zustand, wo der Mensch die Dinge am meisten so sieht, wie sie 'nicht' sind. Die illusorische Kraft ist da auf ihrer Höhe, ebenso die versüßende, die verklärende Kraft. Man erträgt in der Liebe mehr als sonst, man duldet alles."

210 "Jede Liebeserklärung zwischen den Geschlechtern ist nicht nur eine Lüge - und das ist sie ganz gewiß - sondern eine Blasphemie."

211 Die echte Liebe ist ein Geheimnis und jenseits der verstandesmäßigen Erkenntnis.

212 "Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf."

213 Liebe ist ein beseelender Faktor.

214 "Tantum cognoscitur, quantum diligitur." (Wir erkennen soviel, wie wir lieben.)

215 Der Teufel versucht, sich den Menschen durch Macht, Wissen, Reichtum und Liebeserfüllung an sich zu binden.

216 Was ich liebe, von dem will ich, daß es 'sei'. Was wirklich 'ist', kann nicht anders als geliebt werden.

217 Die Wahrhaftigkeit fällt zusammen mit der Liebe.

218 "Aufrichtige Freundschaft sollte das Privateigentum aufheben, aus allem eins werden, das Ganze jedem einzelnen und alles allen gehören."

219 "Liebt doch niemand, was er duldet."

220 "Non enim amor temporalium rerum expugnaretur, nisi aliqua suavitate aeternorum." (Die Liebe zu den zeitlichen Dingen kann nur durch die Freude an den ewigen ausgetrieben werden.)

221 Verstehen heißt verzeihen.

222 Der Egoismus ist Gegensatz der Liebe.

223 "Liebe drückt sich auf mancherlei Weise aus. Liebe ist Geben und Nehmen und das Wissen, was für jene, die man liebt, das Beste ist. - Darum immer Scotts Frottiertücher."

224 "Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also, daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre es mir nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht zu Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellt sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe hört nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser Weissagen ist Stückwerk. ... Jetzt erkenne ich es stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleich wie ich erkannt bin. Nun aber bleibet: Glaube, Liebe, Hoffnung diese Drei, aber die Liebe ist die Größte unter ihnen."

225 "Die Liebe hat nichts zu schaffen mit der Vernunft des Menschen."

226 "Wenn es für dich weder Gut noch Böse geben wird, dann erst wirst du lieben."

227 "Durch Liebe kann Er (Gott) erlangt und festgehalten werden, aber durch Gedanken niemals."

228 "Die Liebe ist unfehlbar. Sie begeht keine Irrtümer, weil alle Irrtümer ein Mangel an Liebe sind."

229 "Die Liebe sucht keine Ursache."

230 "Die Liebe einigt nicht."

231 "Die Mäßigung ist eine Liebe. Der Mut ist eine Liebe. Die Gerechtigkeit ist eine Liebe."

232 "Wer aber aus Liebe leidet, der leidet nicht."

233 "Bei der Liebe kommt es nicht auf das Objekt an."

234 "Die Liebe will nichts von den Gesetzen der objektivierten Welt wissen."

235 "Die ganze von der Liebe gelöste Erkenntnis verwandelt sich in den Willen der Herrschaft, und darin liegt Dämonie. Ohne Liebe verwandelt sich alles, sogar der Glaube, in Dämonie, wie sich auch ohne Freiheit alles in Dämonie verwandelt."

236 "Das Bindeglied zwischen Glauben und Tun ist die Liebe."

237 Die Liebe ist unnütz und unverzichtbar zugleich.

238 "Dann ist der Wille vollkommen und recht, wenn er ohne jede Ich-Bindung ist. Und solchem Willen vermagst du alles, es sei Liebe oder was du willst."

239 "Liebe liegt ganz und gar im Willen; wer mehr Willen hat, der hat auch mehr Liebe."

240 "... denn die Liebe kann nicht mißtrauen, sie erwartet vertrauend nur Gutes."

241 "Die Liebe kennt keine Furcht."

242 "Frucht des Geistes ist die Liebe, Freude und Friede."

243 "Freude und Leid kommen aus der Liebe."

244 "Hätte ich einen Freund und liebte ich ihn darum, daß mir Gutes von ihm geschähe und mein voller Wille, so liebte ich nicht meinen Freund, sondern mich selbst. Ich soll meinen Freund lieben um seiner eigenen Güte und um seiner eigenen Tugend und um alles dessen willen, was er in sich selbst ist: dann (erst) liebe ich meinen Freund recht, wenn ich ihn so, wie eben gerade gesagt wurde, liebe. Ganz so steht es bei dem Menschen, der da in Gottes Liebe steht, der des Seinen nichts sucht an Gott noch an sich selbst noch an irgendwelchen Dingen und Gott allein um seiner Güte und um der Güte seiner Natur und um alles dessen willen liebt, was er in sich selbst ist. Und 'das' ist rechte Liebe."

245 "Liebe in ihrem härtesten, ganz in sich selbst abgelösten Sein ist nicht anderes, als Gott. Die Meister sagen: Das Ziel der Liebe, auf das hin die Liebe alle ihre Werke wirkt, ist die Gottheit, und die Gutheit ist Gott. Sowenig mein Auge sprechen und meine Zunge Farbe erkennen kann, ebensowenig kann sich die Liebe auf irgend etwas neigen als auf die Gutheit und auf Gott."

246 "... denn Liebe will nirgends sein als da, wo Gleichheit und Einheit ist."

247 "Man kann Handlungen versprechen, aber keine Empfindungen; denn diese sind unwillkürlich. Wer jemandem verspricht, ihn immer zu lieben oder immer zu hassen oder ihm immer treu zu sein, verspricht etwas, das nicht in seiner Macht steht."

248 "Die Liebe erkennt keine Macht an, nichts, was trennt, abhebt, über- und unterordnet."

249 Die volle Seligkeit der Liebe liegt im unbedingten Vertrauen.

250 Der Begriff der Liebe ist der Gegensatz zum Egoismus.

251 "Das Geliebte ist immer Individuum. Individuum ist ein anderer Ausdruck für das absolut Konkrete."

252 "Das Geliebte ist als Geliebtes wertvoll. Es ist nicht so, daß das Wertvolle darum, weil es wertvoll ist, geliebt würde."

253 "Wo die Niveaugleichheit aufhört findet irgendeine Form der Macht ihren Platz, hat der Liebe Kampf zugunsten eines Machtverhaltens ein Ende."

254 Oft wird 'aus Liebe' falsch geholfen und erleichtert, wo nur ein rücksichtsloses Erfahren und Klären den Prozess fördert.

255 dem durchschauten Blendwerk des Wortes 'Liebe'.

256 "Glaube, Liebe und Hoffnung lassen sich nicht manipulieren und fabrizieren. Niemand kann sie befehlen. Selbst dem Zugriff des eigenen Willens entziehen sie sich. Ich kann nicht glauben wollen, ich kann nicht lieben wollen, ich kann nicht hoffen wollen - und vor allem kann ich nicht wollen wollen."

257 Die wahre Gerechtigkeit ist das Prinzip der Liebe, in ihr wird Böses mit Gutem vergolten.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.