Leben
Heinrich Rickert - Die Philosophie des Lebens
siehe auch Natur, Tod Schmerz

001 "Das wichtigste Werk eines Menschen ist sein Leben."

002 Leben kann man nur richtig, wenn man auch die Bereitschaft zu sterben kennt.

003 Ehrfurcht vor dem Leben ist Grundlage aller Weltanschauung, sowie aller Ethik.

004 Es kann nichts menschliches und lebendiges außerhalb der Freiheit geben.

005 In Zeiten des Konflikts fühlen wir uns am lebendigsten.

006 Das Geschlecht ist die Grundpolarität allen Lebens.

007 Freiheit ist die entscheidende Qualität des Lebens.

008 Arbeit, Erkenntnis und Liebe sind die Urquellen des menschlichen Lebens.

009 "Der Geist ist es, der lebendig macht."

010 Eine 'Entscheidung' hat existenziellen Charakter und ist daher nicht rationalisierbar.

011 Primitivste Voraussetzung für die Qualität des Lebens ist die Erhaltung des Lebens.

012 Die Autorität ist die des Lebens.

013 "Es gibt keinen Reichtum, nur Leben."

014 Der Vitalismus identifiziert Moral mit Leben.

015 "Leben lebt auch dahinflutend in Finsternis."

016 Das Leben ansich ist gegen gut und böse indifferent.

017 Wirklich leben heißt in der Gegenwart leben.

018 "Man darf im natürlichen Leben nicht mehr als eine 'Bedingung' der Kultur sehen, nicht etwas, das schon für sich den Eigenwert trägt, der für den Sinn der Kultur maßgebend ist. Nicht 'daß' der Mensch überhaupt lebt, sondern 'wie' er sein Leben gestaltet, ist für die Kultur wesentlich."

019 Wie Leben entsteht, hat noch niemand kausal erklären können. "Leben" ist ein Bereich geblieben, der sich kausal nicht erschöpfend erklären, sondern nur unter Zuhilfenahme von Zweckbegriffen verstehen läßt.

020 Seele und Leben werden im Griechischen durch dasselbe Wort "Psyche" bezeichnet.

021 Die Denktätigkeit des Geistes gegen das Leben besteht in der Denktätigkeit des Unterscheidens.

022 Das Leben lehrt. Die Vermehrung von Schule muß Vermehrung von Leben heißen.

023 "Und setzet ihr nicht das Leben ein - nie wird euch das Leben gegeben sein."

024 Das Leben ist eine Kunst und sollte wie jede Kunst selbstvergessen sein.

025 "Wir haben uns davor zu hüten, mit dem vieldeutigen Schlagwort 'Leben', unkontrollierte Wertbegriffe einzuführen."

026 Die wichtigsten Lebenserfahrungen lassen sich niemals in Worten ausdrücken.

027 "Das Rad des Lebens stände still, wenn der hervorbringenden, nährenden und hütenden Macht nicht die zerstörende beigesellt bliebe."

028 drei Hauptlebensformen: pflanzlich, tierisch, menschlich.

029 Die Grundfrage der Philosophie ist, ob das Leben der Mühe wert ist, gelebt zu werden.

030 "Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehen, und wie dumpf und sinnlos, von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Taumeln durch die vier Lebensalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken. Sie gleichen Uhrwerken, welche aufgezogen werden und gehen, ohne zu wissen warum; und jedesmal, daß ein Mensch gezeugt und geboren worden, ist die Uhr des Menschenlebens aufs Neue aufgezogen, um jetzt ihr schon zahllose Male abgespieltes Leierstück abermals zu wiederholen. Satz für Satz und Takt für Takt, mit unbedeutenden Variationen."

031 Die Logik eignet sich nicht zur Beschreibung biologischer Muster.

032 Die notwendige Entzweiung ist ein Faktor des Lebens, das ewig entgegensetzend sich bildet.

033 Das Leben ist doch etwas zu Wertvolles und Herrliches, als daß man es im Banne eines willkürlichen und unfreiwilligen Automatismus verbringen sollte.

034 Leben haftet am Subjekt.

035 Das Leben ist ein Kampf, weil in dem Augenblick, wo der Einzelne seine Aktionen einstellt, er von äußeren Mächten gesteuert wird.

036 Leben ist Leiden.

037 Der fundamentalste Unterschied ist der von Leben und Tod.

038 Der Mensch ist sich seines Todes bewußt.

039 Der eigentliche Lebenswille ist auf Macht aus.

040 Das Leben läßt sich nicht aufteilen, es ist einheitlich im Ganzen, nicht in den Teilen.

041 Die Ökologiebewegung hat den Lebensschutz zum höchsten Ziel.

042 "Leben ist zunächst ein inneres Faktum, um seiner selbst willen, und erst dann eine äußere Tatsache, die sich auf andere bezieht."

043 Das Leben ist ein Kampf, aber kein Kampf zwischen Mensch und Mensch, sondern ein Kampf zwischen Mensch und Natur.

044 Nicht das Bewußtsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewußtsein.

045 Der Tod ist die einzige Gewißheit im Leben.

046 Das Wirkliche ist ein Beziehungsbegriff und Funktion des Lebens.

047 "Ein glückliches Leben ist unmöglich: das Höchste, was der Mensch erlangen kann, ist ein heroischer Lebenslauf. Einen solchen führt der, welcher, in irgend einer Art und Angelegenheit, für das Allen irgendwie zu Gute Kommende mit übergroßen Schwierigkeiten kämpft und am Ende siegt, dabei aber schlecht oder gar nicht belohnt wird."

048 Gegenstand der Begierde ist das Leben.

049 Der gemeine Wille ist der Wille zum Leben.

051 Philosophie ist für Platon nicht der Luxus der Gelehrtenstube oder der verfeinerten Bildung, sondern das allerunentbehrlichste Nährmittel eines wirklich lebenswerten Lebens, da es sonst ohne Zieleinheit wäre und damit aufhören würde ein Leben zu sein.

052 "Der Brunnen des Lebens ist die Liebe und wer nicht in der Liebe ist, der ist tot."

053 Begriffe wie rational und irrational sind nur innerhalb einer Lebensform sinnvoll.

054 Ein spontanes, freies und schöpferisches Leben ist das wahre Wesen aller Wirklichkeit.

055 Leben bedeutet Vielfalt, Vielfalt beeinhaltet Widerspruch, Opposition und Selbstständigkeit.

056 In seinen Grundfunktionen ist das Leben verletzend, vergewaltigend, ausbeutend und vernichtend.

057 Unser Leben ist nichts anderes, als eine unendliche Anzahl unabgeschlossener Situationen.

058 Leben ist überall als Zusammenhang da.

059 Der Tod ist ein Kunstgriff der Natur mehr Leben zu haben.

060 Alles Lebende ist vergänglich. Organismus ist Stoffwechsel.

061 "Wer nicht sterben gelernt hat, kann nicht leben lernen."

062 Unser Leben ist ein Geschäft, das damalige war ein Dasein.

063 Im Leben sind wir vom Tod umgeben.

064 Ziel des Lebens schlechthin ist der Tod.

065 "Wenn alle wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, sind unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt."

066 Das Lebendige ist ein Ganzes. Die Lebensvorgänge sind zyklisch.

067 Alle uns bekannten Formen des Lebendigen haben Nukleinsäure und Eiweiß als Grundlage.

068 Wenn man es in irgendeiner Kunst zur Meisterschaft bringen will, muß man ihr sein ganzes Leben widmen.

069 Nietzsche nimmt als höchsten Wert den Bereich der Vitalität, das Leben an.

070 Leben ansich ist schon ein Werturteil.

071 "Man muß die Moral vernichten, um das Leben zu befreien."

072 Die Leben sind gleichwertig.

073 Tod ist die Rückkehr in die allgemeine Indifferenz.

074 Der Rebell verlangt nicht das Leben, sondern die Gründe des Lebens.

075 Das statische Gesetz befindet sich mit dem dynamischen Leben in Widerspruch.

076 Die Maschine zelebriert die Kunst der Lebensverneinung.

077 Leben heißt Eindrücke empfangen, heißt fühlen.

078 Wissen kann man nur über das Tote, nie etwas vom Lebendigen.

079 "Ein Lebenszusammenhang ist ein Interessenzusammenhang."

080 Die Schule macht aus der Entfremdung eine Vorbereitung fürs Leben.

081 Das Leben wird zum Privileg, auf das nur ausgewählte Exemplare ein Anrecht haben.

082 Menschliche Lebensäußerungen können mit der quantitativen Methode nur kläglich erörtert werden.

083 Erleben ist immer das Neue, Denken immer das Alte.

084 Der lebende Mechanismus hat als Hauptmerkmal die Fähigkeit sich selbst zu reproduzieren.

085 Nur in der Polarität findet das Leben seinen vollen Ausdruck.

086 Alle Lebensfunktionen brauchen Zeit, nur die destruktiven Prozesse sind schnell.

087 Heutzutage ist das Leben aufs konsumieren reduziert.

088 Das Leben läßt sich nicht gewaltsam austreiben oder unterdrücken, auf irgendeine Weise kommt es immer wieder zurück.

089 Das verstehbare Leben vollzieht sich in Gegensätzen. Die Kraft des Lebendigen ist das Zusammenhalten der Gegensätze.

090 Parteien und Systeme haben kein eigenes Leben, sie drücken nur bestimmte allgemeine Begriffe aus.

091 Es ist das Wesen des Opfers Leben und Tod in Einklang zu bringen.

092 Das Leben ist der höchste Wert und das Gut aller Güter, der Mensch kann aber auch sein Leben opfern für Werte, die ihm höher stehen.

093 "Wo Leben erstarrt, türmt sich das Gesetz."

094 Jeder lebt in einer Welt, die er selbst entworfen hat.

095 Intensiv leben heißt in der Gegenwart und außerhalb von Raum und Zeit leben.

096 Lebensprozesse sind viel zu vielschichtig, als daß man sie mathematisch beschreiben könnte.

097 Unser alltäglicher Lebensstil ist unser Programm.

098 Einmaligkeit des Lebens

099 Anarchismus ist die Empörung des Lebens gegen die Starrheit und den Schematismen der Institutionen.

100 Nur im Gegensatz entzündet sich das Leben.

101 Rot ist die Farbe des Lebens und der Unbescheidenheit.

102 "Die Probleme der Lebensauffassung sind Wertprobleme."

103 Einförmigkeit bedeutet den Tod, Vielfältigkeit Leben.

104 Politisches Handeln zieht auf die Qualität der Lebensbedingungen, nicht auf die Verbesserung des einzelnen Lebens.

105 Der Kapitalismus stellt Besitz über Leben.

106 "Der Anarchismus erfasst das Leben in seiner unendlichen Mannigfaltigkeit, unübersehbaren Kompliziertheit, unvorhersehbaren Veränderlichkeit; sein innerstes Anliegen besteht darin, diesen Reichtum zu bewahren und ihn auch nicht mit den groben, uns zur Verfügung stehenden Instrumenten unseres Erkenntnisvermögens zu zerstören."

107 Kranksein gehört zum Leben.

108 "Das Leben ist der höchsten Güter nicht."

109 In der Vielfältigkeit liegt der Kampf des Lebens. Gleichförmigkeit bedeutet den Tod.

110 Leben oder Freiheit - welches ist der höhere Wert?

111 Im Leben verkehren wir mit Individuen, in der Wissenschaft mit Gattungen.

112 Das wahre Wesen des Lebens erschließt sich niemals einer rein wissenschaftlichen Betrachtung.

113 Gedanken gehören nicht zur Welt des Lebens.

114 "Das Leben ist nie schön, sondern die Bilder des Lebens sind es."

115 Leben enthält die Zeitlichkeit als wesentliches Moment.

116 Leben wollen, das ist das Leben.

117 Das Leben ist ein Zyklus, keine Linie.

118 Die Urzelle lebt immer noch.

119 "Das Abenteuer ist ein Konzentrat des Lebens."

120 Das Leben kann sich nur durchsetzen, indem es sich äußert.

121 Das fundamentale Prinzip des Lebens ist die Einheit.

122 Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens lassen sich nicht berechnen.

123 mystische Lebenskraft

124 Leben und Sterben ist der gleiche Vorgang, wenn man das eine versteht, versteht man auch das andere.

125 Das Ideal der Industrie ist die Ausschaltung des lebendigen, d.h. auch des menschlichen Faktors.

126 Das Leben wird nicht nur gelebt, sondern es wird auch erlitten.

127 Im wissenschaftlichen Weltbild sind die lebendigen Elemente der menschlichen Erfahrung nicht enthalten.

128 Der Arbeiter wird immer mehr durch Maschinen ersetzt, die lebendige Arbeit durch tote.

129 Wissenschaft vermittelt Kenntnisse, wie man das Leben durch Berechnung beherrscht.

130 Letzte Probleme haben keinen Zweck.

131 Einheitlichkeit ist in der Natur nie vorhanden und immer nur eine künstliche, im Interesse eines Stärkeren aufgezwungene Erscheinung.

132 Das vollkommene Freisein von Krankheit ist mit dem Lebensprozess unvereinbar.

133 Essen ist ein magischer Vorgang, der das Leben erhält. Essen ist heiliges Tun, die Teilnahme an der Macht, die in die Pflanzen gelegt ist. lebender Systeme.

134 Nichtlinearität ist das Wesensmerkmal der Lebensprozesse.

135 Leben ist die Vereinigung des Entgegengesetzten im Sein.

136 Alle lebenden Systeme sind so beschaffen, daß sie fähig sind Energien aufzunehmen und zu speichern.

137 Leben und Tod gehören untrennbar zusammen.

138 "Der Gedanke, daß das Leben keinen höheren Zweck habe, als die Lust, ist eine Ansicht, die nur der 'Schweine' würdig ist."

139 Alles Lebendige wandelt sich.

140 Techniker und Ingenieure sorgen dafür, daß der mechanische Prozess die lebendige Arbeit beherrscht.

141 "Alle übrigen Wörter des Satzes sind gleichsam tot daliegender, zu verbindender Stoff, das Verbum allein ist der, Leben enthaltene und Leben verbreitende Mittelpunkt."

142 Der Sinn des Lebens gilt nicht für einen Augenblick oder für ein Jahr, sondern für das ganze Leben.

143 leblose, abstrakte Allgemeinheit

144 Seiendes ist nur der farblose Abglanz des Werdens, den das Leben hintern sich läßt.

145 "Leben heißt vor allem handeln, handeln ohne zu rechnen, einfach aus Freude am handeln."

146 Der Geschlechtstrieb ist die Personifikation des Willens zum Leben. 

147 Das Leben ist dasjenige Gut, woran wir am meisten hängen, da es die Voraussetzung aller anderen Güter ist.

148 Alle Menschen sind Philosophen, weil sie die eine oder andere Einstellung zu Leben und Tod einnehmen.

149 Der Bürokrat möchte alle Vorgänge des Lebens auf einfache Grundsätze zurückführen.

150 Die drei primären Rechte auf Leben, Freiheit und Eigentum.

151 Leben ist ein ständiger Wandlungsprozess. Leben ist ständige Veränderung.

152 Der eigentliche Zweck des Lebens besteht in der Glückseligkeit.

153 Das eigentliche Leben ist dem Denken immer voraus und kann auch niemals von ihm eingeholt werden.

154 Der Mechanismus entkleidete die Natur ihrer Lebendigkeit und ihrer vitalen Wirksamkeit.

155 Leben und Tod sind austauschbare Substanzzustände.

156 "Moral verneint das Leben."

157 In der streng naturwissenschaftlichen Medizin wurde alle lebendigen Vorgänge auf exakte mechanische Erklärungen zurückgeführt und damit große Fortschritte erzielt.

158 "Leben heißt sterben."

159 "Zur weiteren Orientierung ist nun zu beobachten, daß die Welt des theoretischen Sachgehalts, in welche der Erkennende sich versenkt, eine bloß 'gedachte' Welt ist, deren Gebilde nicht im Leben stehen; als eine subjektsgeschaffene, 'abseits' des ursprünglichen Lebens stehende Region - ein totes Schattenbild des Lebens, ein künstlich geschaffenes Schattenbild der ursprünglichen Welt. Wie unlebendig, so ist diese Welt auch unpersönlich."

160 Wie etwas lebt ist etwas anderes, wie etwas für die wissenschaftliche Beobachtung da ist.

161 "Wenn wir ganz ehrlich gegen uns selber sind, müssen wir zugeben, daß unser Leben alles ist, was uns wirklich gehört.''

162 Was einmal Leben war, wird ein Haufen toter Begriffshülsen.

163 "Im Lebendigen ist das Einzelne unmittelbar nicht als Teil, sondern als Organ, in welchem das Allgemeine als solches gegenwärtig existiert, sodaß beim Morde nicht ein Stück Fleisch als etwas Einzelnes, sondern darin selbst das Leben verletzt wird." 

164 Was der Wille will, ist das Leben.

165 Kampf des Geistes gegen das Leben.

166 "Politik ist die Organisation der Macht, und Macht ist der Feind des Lebens."

167 Ein gesunder Organismus lenkt sich selbst.

050 Lebende Organismen befinden sich immer in gegenseitiger Abhängigkeit.

168 Hatten Gläubiger an denselben Schuldner Forderungen zu stellen, so stellte ihnen das Gesetz frei, ihn zu töten und in Stücke zu schneiden. Das Besitzrecht des Eigentümers stand höher, als Leben und Freiheit eines Menschen.

169 "Sie übertrugen die besonderen Eigenschaften des Einzelmenschen auf Nationen, Klassen, und Rassen und glaubten damit ein abstraktes Gebilde in einen lebenswarmen Organismus verwandelt zu haben."

170 Primat des Lebens (Bios) vor dem Logos.

171 Das Denken ist als das höchstentwickelte Leben zu betrachten.

172 Der Lebensprozess ist ein ständiger Prozess des Übergangs.

173 Organische Prozesse können nicht exakt berechenbar gemacht werden.

174 Der Zeitvertreib soll die Menschen daran hindern, an die Nichtigkeit seines Daseins zu denken.

175 Nur in Hinsicht auf lebendige Existenz treten Bedeutung, Wert und Zweck auf.

176 "Unauflösliche Widersprüche entstehen erst, wenn man die Tatsache des Flußes im Leben 'erklären' will."

177 "The tree of Knowledge is not that of life."

178 "So ist in allem Verstehen ein Irrationales, wie das Lebens selber ein solches ist; es kann durch keine Formeln logischer Leistung repräsentiert werden."

179 wahres, rotes, gesundes Leben

180 "Aus dem Leben ergibt sich der Wertbegriff."

181 "Leben spüren, das heißt am Leben leiden."

182 "Geist heißt das belebende Prinzip im Gemüte."

183 Im Gebiet der kleinsten Organismen gibt es keine scharfe Grenze zwischen lebendiger und toter Materie.

184 "Der freie Mann denkt über nichts weniger nach als über den Tod; seine Weisheit liegt darin, daß er nicht über den Tod, sondern über das Leben nachsinnt."

185 "Leben kann nicht vor den Richterstuhl der Vernunft gebracht werden."

186 Leben bedeutet nicht in erster Linie das biologische, sondern das biographische.

187 Das erste Gut für jeden ist die Selbsterhaltung.

188 "Zum Lebendigen gehört Zeitlichkeit, Räumlichkeit."

189 Sind Viren lebende Wesen niederster Stufe, oder chemische Stoffe von besonderer Komplexität.

190 Wir können den Organismus nicht in eine bloße Summe seiner wahrnehmenden Teile auflösen.

191 Leben ist ein physiologischer Begriff und bezieht sich nur auf das Individuum.

192 Der Geist ist ein allem Leben überhaupt entgegengesetztes Prinzip.

193 Durch die Verbindung von Atomen miteinander wird Energie frei, wodurch Leben möglich ist.

194 "Der Glaube ist Stillstehen des Denkens, Ruhen der Gedanken in Gott. Wie der Mensch aber einmal beschaffen ist, kommt er nicht früher zum Glauben, als bis sein Leben ihn tatsächlich zu dem Punkt hingeführt hat, wo einem 'der Verstand stillsteht'."

195 "Wer das Leben fragte tausend Jahr: Warum lebest du? - Könnte es antworten, es spräche: "Ich lebe, damit ich lebe." Das kommt daher, weil Leben aus seinem eigenen Grunde lebt und aus seinem eigenen quillt. Darum lebt es ohne Warum, nur sich selbst lebend. Ebenso, fragte man einen wahrhaft (echten) Menschen, der aus seinem Grunde wirkt: Warum wirkest du deine Werke? er würde nicht anders sprechen als: 'Ich wirke, damit ich wirke'."

196 "Diejenigen, die von der menschlichen Dummheit leben, kultivieren dieselbe in einem so hohen Maße, daß man unfähig wird, die einfachsten Dinge noch klar zu erkennen."

197 Die Herrschaft des Menschen über die Natur ist das eigentliche Merkmal der industriellen Lebensweise.

198 Für Descartes ist das materielle Universum eine Maschine und nichts als eine Maschine. In der Materie gab es weder Sinn noch Leben, noch Spiritualität. Die Natur funktionierte nach mechanistischen Gesetzen.

199 Irrational ist die Freiheit, der Glaube, die Existenz

200 Wenn das "Ich" die Bewegungen des Körpers und die Einbildungskraft wirklich kontrollieren kann, ist das das Ende des Organismus.

201 Der Mensch kann nicht ausschließlich in der Gegenwart leben, er lebt in der Zukunft und was dasselbe ist, handelnd.

202 Allgemeine Interessen ergeben sich aus der Organisation des Zusammenlebens.

203 Wer getrieben wird von der Sorge um den täglichen Lebensunterhalt, den unabweislichen Bedürfnissen des menschlichen Körpers, gehört zur Mehrheit der unfreien Menschen.

204 Die existenziellen Bedürfnisse sind autonom und ordnen sich keinen politischen Geboten unter.



Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.
zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.