Konformismus
p-2siehe auch Gleichheit, Mehrheit, Allgemeinheit, Einheit, Analogie, Individuum, Widerspruch, Identität

001 Die Skeptiker und Kyniker behaupteten mit dialektischen Mitteln, daß alles Erkennen überhaupt niemals zur Wahrheit, sondern nur zu einem Scheinwissen führen könne; sie endeten in einem schrankenlosen Relativismus und Konformismus. Denn wenn es keine objektive Wahrheit gibt, so ist das Vernünftigste, sich den jeweils herrschenden Glaubensvorstellungen und Sitten anzupassen.

002 Die Persona als Anpassungssystem, durch das wir mit der Welt verkehren.

003 Unser Problem ist nicht mehr die Konformität, wir müssen vielmehr die Differenzierung fördern.

004 Konformität gibt scheinbar Sicherheit.

005 Die sog. demokratischen Gesellschaften zeigen ein gefährliches Maß an Konformität.

006 Individualität ist Nonkonformismus.

007 Die Anpassung als scheinbarer Weg zum Glück.

008 Warum sollte man sich weiter einer verrückt gewordenen Welt anpassen.

009 Angepaßt wird an herrschende Normen.

010 Anpassung und Identifikation sind ein Abwehrmechanismus.

011 Das Ego ist das Instrument der Anpasssung.

012 Nachahmung ist eine Möglichkeit des Lernens.

013 Der Konformist erkennt seine Abhängigkeit und passt sich einer Welt der Tatsachen an, der sog. Realität.

014 Schizophrenie als erfolgreiche Vermeidung ego-typischer Anpassung.

015 Die soziale Anpassung an eine funktionsgestörte Gesellschaft kann sehr gefährlich werden.

016 Die sprachlichen Zeichen beruhen auf kollektiver Übereinstimmung.

017 Der Konformismus ist ein Untertanengeist.

018 Autorität verlangt Konformität.

019 Angst treibt zu Gehorsam und Anpassung.

020 Das kapitalistische Wirtschaftssystem zielt darauf ab, Menschen hervorzubringen, die auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind.

021 Indem man seine Pflicht tut, kann man seiner Verantwortung ausweichen.

022 Konformismus als Abhängigkeit vom Urteil anderer.

023 Soziale Verträglichkeit ist ein Erziehungsziel.

024 Frei entscheiden heißt von der Norm abweichen.

025 Die Bildung einer festen und dauernden Gesellschaft verlangt den vereinten Einfluß gemeinsamer Ansichten, die dem Auseinanderfallen der Meinung Einzelner Einhalt gebieten können.

026 Nichtanpassung führt bisweilen zur psychischen Isolierung und damit in die Neurose.

027 "Eine allgemeine Erziehung durch den Staat ist lediglich ein Trick, um die Menschen einander genau gleich zu formen, wie es der herrschenden Macht in der Regierung gefällt."

028 Die Sprache ist eine Nachahmung der Wirklichkeit.

029 Die Schule hat den uneingestandenen Auftrag, der Industrie, dem Handel, dem Staat maßgerechte Arbeitskräfte, Konsumenten, Kunden und Staatsbürger zu liefern.

030 "Letzten Endes besteht die wirksamste Anpassung des Organismus an seine Umwelt darin, zu sterben."

031 Eure Denkmuster sind so standardisiert, daß euch euer Verhalten logisch erscheint.

032 Wer allgemeine Begriffe gebraucht fühlt sich genötigt, eine große Anzahl augenscheinlich übereinstimmender Dinge in die gleiche Form zu fassen, um sie bequemer greifen zu können.

033 Auf die Sprache kann man keine sicheren Erkenntnisse gründen.

034 Die Logik ist als Instrument von Herrschaft und Anpassung entlarvt.

035 Die Psychose als Mangel an Anpassung.

036 "Eine dauerhafte Regierungsmacht kann nur eine Gruppe aufrichten, die auf Zustimmung der Beherrschten rechnen kann. Wer die Welt nach seinem Sinne regiert sehen will, muß trachten, die Herrschaft über die Geister zu erlangen. Es ist , die Menschen gegen ihren Willen auf die Dauer einem System untertan zu machen, das sie ablehnen."

037 Konflikt zwischen den Forderungen nach Konformität und den Forderungen unserer Triebenergien.

038 Charakter als sozialbedingte Verhaltenskonformität.

039 Die Übereinstimmung eines Namens mit einem Gegenstand ist rein fiktiv.

040 Der erzogene Mensch ist der angepaßte Mensch, denn er passt besser in die Welt.

041 "Der Geist ist liberal. Er verträgt keinen äußeren Zwang, keine Anpassung seiner Ergebnisse an den Willen irgendeiner Macht."

042 Wer die Anpassung ablehnt muß die Welt verändern.

043 Sicherheit sieht der Mensch als Herdentier nur in der Gleichartigkeit. Konformität ist gut, Abweichung von Übel.

044 Der Konservative ist auf Konformität bedacht und um den sozialen Status besorgt.

045 Der Konformismus ist das Ergebnis einer abgeschlossenen Welt.

046 Ein gewißes Maß an Übereinstimmung ist einfach nötig, damit eine Gesellschaft nicht auseinanderfällt.

047 "Sublimierungen" sind Interessen, die ein Bedürfnis in sozial gebilligter oder gar geachteter Weise befriedigen. 

048 Wirklichkeitsanpassung ist ein Prüfstein zur Normalität.

049 "Es ist durchaus eine Illusion zu meinen, man passe sich der Wirklichkeit im wesentlichen ohne Hilfe der Sprache an."

050 Wir leben in einem Zeitalter, in dem Nichtübereinstimmung mehr auffällt, als Übereinstimmung.

051 "Unterordnung unter ein allgemeines Gesetz ist ein Vollzug, den man noch nicht als Praxis bezeichnen kann."

052 Wissen, das neuen Tatsachen Rechnung tragen will, muß stets seinen experimentellen Charakter bewahren. Das von einer etablierten Haltung beherrschte Denken kann es sich nicht erlauben, ständig an neue Ergebnisse angepasst zu werden.

053 "Bei der überwiegenden Mehrheit der Beherrschten steht die unbewußte Furcht im Weg, theoretisches Denken könnte die mühsam vollzogene Anpassung an die Realität als verkehrt und überflüssig erscheinen läßt."

054 Nonkonformismus und Geisteskrankheit sind Synonyme geworden.

055 Der Pragmatismus des Alltagsdenkens als Maßstab des "gesunden Menschenverstandes" und Normalität.

056 conformis - gleichförmig

057 Eine pluralistische Ordnung respektiert die Unterschiede der Vitalität und des Wesens und preßt nicht unter eine allgemeinverbindliche Norm.

058 Politische Macht und finanzielle Mittel werden denen zugebilligt, die sich systemkonform verhalten.

059 Konformität durch Hypnopädie

060 Die Menschen sind immer Konformisten gewesen und es gab immer Eliten.

061 divina mimesis = göttliche Nachahmung

062 Nachahmung ist Sklaverei.

063 Das oberste Ziel des Marketingcharakters dieser Gesellschaft ist die vollständige Anpassung.

064 Verbrechen als Sonderfall unangepasster Aggressivität.

065 Was alle tun gilt als gerechtfertigt.

066 Der Behaviourismus ist eine Theorie der Anpassung.

067 Gegensatz von Natur und Konvention.

068 Es gibt viel mehr unangepasste Dinge in dieser Welt, als angepasste.

069 Konformismus als Kompromißbereitschaft.

070 Die Idee, daß es so etwas wie eine Übereinstimmung von Rede und Welt gibt, kam erst mit den Vorsokratikern auf. Vorher war man eher daran interessiert, wie bestimmte Dinge in bestimmten Situationen passen.

071 Damit man die Sprache benützen und überhaupt über die Welt sprechen kann sind semantische Konventionen der Bezugnahme nötig.

072 "Freiheit bedeutet zuallererst Freiheit von Identifizierung. Aber um zu lernen, sich nicht zu identifizieren, darf sich ein Mensch zuallererst nicht mit sich selbst identifizieren, er darf sich nicht immer und bei allen Gelegenheiten als 'Ich' bezeichnen."

073 Worte sind den gewöhnlichen Auffassungen angepasst und werden für die schnelle Mitteilung gebraucht.

074 Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung - Gleichheit oder Verschiedenheit

075 Alle Bewegung ist relativ und es ist bloße Konvention, welchen Körper man als ruhend betrachtet.

076 Sprache, Arbeit und Eigentum sind Medien der Integration.

077 Anpassung der Gedanken an die Tatsachen.

078 Anpassung ist Unterordnung, ist Sklaverei.

079 Noch immer hat der Sklave den Herrn nachgeäfft.

080 "Um leben zu können braucht die Gesellschaft nicht nur einen genügenden moralischen Konformismus, es muß auch ein Minimum an logischem Konformismus vorhanden sein, den sie nicht entbehren kann. Aus diesem Grund setzt sie ihre ganze Autorität gegenüber ihren Mitgliedern ein, um Meinungsverschiedenheiten zu vermeiden. Sollte ein Mensch bewußt von diesen Denknormen abweichen, dann betrachtet sie ihn nicht mehr als menschlichen Geist im vollen Sinne des Wortes und behandelt ihn entsprechend."

081 Wer sich den Beifall der Masse sichern will, wird sich an der unteren Intelligenzgrenze orientieren und auf logische Argumentation verzichten.

082 Wer die Wirklichkeit verstanden hat lehnt sich nicht gegen sie auf, sondern erfreut sich ihrer, womit er zum Konformisten geworden ist.

083 Angepasstheit als Folge der Unterwerfung unter die Herrschaft des Realitätsprinzips.

084 Die braven Jasager bekommen die staatliche Gewalt natürlich nicht zu spüren.

085 Homogenität und Spezifikation sind Denkmethoden, Denkstile.

086 Solange ein Individuum mit dem Gesetz nicht in Konflikt gerät, kann davon ausgegangen werden, daß sein Wille und der Wille der Allgemeinheit identisch ist.

087 "Denn sie gehorchen stets dem Glauben und der Wahl/ Der dummen, ignoranten großen Zahl/ Die sich den Plumpesten zum Richter wählt."

088 Freie Menschen sind der Gesellschaft unbequem.

089 einen Gegenstand einem Namen anpassen.

090 Der Begriff faßt eine große Anzahl ähnlicher Eigenschaften in die gleichen Form, um sie bequemer zu begreifen.

091 Eine Gesellschaft des allgemeinen Konsens wäre eine Gesellschaft ohne Konflikt. Eine solche kann es nicht geben.

092 Gesellschaften werden durch eine Art Übereinstimmung von Werten zusammengehalten.

093 Nicht Übereinstimmung, sondern Zwang.

094 Konformes Verhalten wird durch das Fehlen von Strafe belohnt.

095 Sprache integriert.

096 Anpassung ist nur im Hinblick auf eine Norm ein sinnvoller Begriff.

097 Jeder muß sich an bestimmte Sprachregelungen für bestimmte Situationen halten.

098 Wird das Gewissen systematisch und methodisch unterdrückt und erstickt, kommt es zu der typischen Erscheinung des Konformismus.

099 Was jedermann weiß, hat seine eigene Logik.

100 Die Feindseligkeiten eines konformistischen Umwelt zu ertragen.

101 Der negative Wert des Dogmatischen ist im Drängen nach Konformität in Denken und Handeln erkennbar.

102 Minderheiten werden mit Gewalt zur Konformität gezwungen.

103 "Erkrankungen als Folge eines Mangels an Integrationsfähigkeit."

104 Anpassung als "Prinzip der abnehmenden Veränderlichkeit"

105 die Gewohnheiten der konformen Rationalität.

106 "Akademiker, die ihr Schäfchen im Trockenen haben und für ihre Orthodoxie reichlich entlohnt werden."

107 Autorität beruth letztlich auf Anerkennung, d.h. auf Meinung.

108 "Macht, institutioneller oder persönlicher Art, verdankt niemand sich selbst, sie ist immer denen geschuldet, die sie unterstützen." 

109 Der Konformist schließt sich unkritisch der in seinen Kreisen vorherrschenden Meinung an.

110 Die Konvention als stillschweigende Übereinstimmung.

111 Der Nichtangepaßte ist den Aggressionen seiner Umwelt ausgesetzt.

112 Menschen werden als "krank" bezeichnet, sind in Wirklichkeit jedoch nur Nonkonformisten.

113 Wer wagt es schon, der Meinung der Menge zu widersprechen.

114 Anpassung und Konformität sind Methoden der Konfliktvermeidung.

115 Jahrelang haben die Psychiater versucht, die Konflikte ihrer Patienten dadurch zu heilen, daß sie diese für die jeweilige Kultur geeignet machten, d.h. anpassten.

116 "Angewandtes Wissen hängt - sowohl bei einer militärischen, wie bei einer industriellen Organisation - von der Gleichförmigkeit und Gleichsetzung der Bevölkerung ab."

117 Zahlungsmittel werden durch allgemeine Übereinkunft anerkannt.

118 Konformität ist die des Verhaltens und des Denkens.

119 Homogenität und Linearität sind die Formel für die neue Wissenschaft.

120 "Die Religion und Kunst werden automatisch aus einem quantifizierten, uniformen und homogenen Denksystem ausgeschlossen."

121 "Der gespaltene Mensch betritt die Bühne als Herr Völlig-Normal."

122 Zwischen der Ordnung abgeschlossener und uniformer Systeme und der Spontaneität der geistigen Welt besteht ein quälender Konflikt.

123 das breite homogenisierte Publikum einer Marktgesellschaft.

124 Lernen ist Nachahmung.

125 "Dern ungebildete Geist nimmt seine Stellung nicht aus Gründen ein, sondern aus Gewöhnung."

126 "Das Wort 'Übereinstimmung' und das Wort 'Regel' sind miteinander 'verwandt', sie sind Vettern. Lehre sich einer den Gebrauch des einen Wortes, so lernt er damit auch den Gebrauch des anderen."

127 "Die Verwendung des Wortes 'Regel' ist mit der Verwendung des Wortens 'gleich' verwoben."

128 "Auch der konsequente Aussteiger kann aus der kommunikativen Alltagspraxis nicht aussteigen in der er kontinuierlich mit 'ja' oder 'nein' Stellung zu nehmen genötigt ist..."

129 "die Unausweichlichkeit derjenigen allgemeinen Voraussetzungen, unter denen unsere kommunikative Alltagspraxis 'immer schon' steht, und die wir nicht 'wählen' können wie Automarken oder Wertpostulate."

130 Identität ist das Prinzip der Übereinstimmung.

131 Kreativität und Anpassung sind Gegenpole.

132 "Die Psychologie ist die Wissenschaft von der schöpferischen Anpassung."

133 Anpassung bedeutet Unterordnung unter das Realitätsprinzip.

134 Der alte Rat des Tao: Geh aus dem Wege!

135 Die internalisierte Autorität ebnet der Ausbeutung den Weg.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.