Konflikt
siehe auch Konkurrenz, Kampf, Krieg, Gewalt, Widerspruch, Gegensatz, Ethik, Widerstand, Gerechtigkeit, Frieden

001 Dogmatiker und Skeptiker streiten sich über die Realität der Außenwelt.

002 Viele philosophischen Probleme sind keine echten Probleme, sondern eher Rätsel, die aus dem Mißverständnis der logischen Grammatik unserer Sprache entstehen und die verschwinden, sobald man das Funktionieren der Sprache durchschaut.

003 Jede symbolische Sinnwelt ist potentiell problematisch.

004 Die mangelnde Übereinstimmung in Wertungsfragen ist die häufige Ursache von Streitigkeiten über angebliche Sachfragen.

005 Etwas ist entweder Teil des Problems, oder Teil seiner Lösung.

006 Es herrscht ein unüberbrückbarer tödlicher Kampf zwischen den verschiedenen Werten, unter welchen der Mensch zu wählen hat. Was für den einen von Gott ist, ist für einen anderen mit dem gleichen Recht vom Teufel.

007 Individualismus bedeutet nur allzuoft Wettbewerb, Zwist und Kampf.

008 Der Kampf zwischen Gut und Böse kommt dem Widerstreit des Begehrens mit der Vernunft gleich.

009 Friede als optimale lebensfördernde Austragung sozialer Konflikte.

010 Konflikte austragen, nicht Konflikte vermeiden.

011 "Konfliktlosigkeit zieht genauso Konflikte nach sich, wie Konflikte Versuche nach sich ziehen, Konfliktlosigkeit herbeizuführen."

012 Problembewußtsein, nicht Problemlösung.

013 Das Erkennen von Problemen ist nur im Zusammenhang von Theoriebildung möglich.

014 Das wahre Problem, das es zu lösen gilt ist nicht das politische, sondern das wirtschaftliche.

015 Das primäre Problem einer Theorie der Realität ist das Problem der Subjektivität.

016 Die Unterscheidung von 'gewaltsam' und 'gewaltlos' ist nur systemimmanent verstehbar und nur auf Konflikte, die das System selbst nicht in Frage stellen, anwendbar.

017 Die Regelmäßigkeit der Welt ist eine gemachte und das Ergebnis einer Auseinandersetzung.

018 "Wenn wir leben, leben wir; wenn wir sterben, sterben wir; wenn wir leiden, leiden wir; wenn wir erschrecken, erschrecken wir. Nichts ist problematisch."

019 Im Gegensatz zu den Denkproblemen sind die Lebensprobleme allen Menschen gemeinsam.

020 "There's no problem, only solutions."

021 Die duale Beschaffenheit des Gehirns bedeutet einen immanenten Bewußtseinskonflikt.

022 "Denn irgendwo ist eine alte Feindschaft zwischen dem Leben und der großen Arbeit."

023 Wir legen unserer Seele Hindernisse in den Weg durch unsere Art die Welt zu interpretieren.

024 In der Subjekt-Objekt-Spaltung wird das eigene Körpersein zum Konflikt. Diese Spaltung zwingt uns zu handeln.

025 Die Macht ist das Urproblem.

026 Die unbezahlte Arbeit ist das einzig wirklich soziale Problem.

027 Es ist ein ethisches Postulat, daß die Kooperation dem Konflikt vorzuziehen ist.

028 Es gibt einzig den Konflikt, ob man sich für die Partikularität oder für das Moralische entscheidet.

029 Leiden und Konflikte gehören zum Leben.

030 Die Wahl markiert den Ausgang des Konflikts.

031 Ewig währt der Krieg zwischen Mensch und Gesellschaft.

032 Das Bestehende wird erhalten und fortgeführt, wenn Konflikte ausgespart werden.

033 Der pathologische Mechanismus ist Schutz gegen Konflikte.

034 Die ökonomischen Probleme der Beziehungen zwischen Produktion, Besitz und Güteraustausch.

035 Notwendigkeit einer Organisation, die Konflikte schlichtet.

036 Erwartungen verursachen Spannungen.

037 Grund zu Streitereien hat man gewöhnlich nur dort, wo es etwas zu teilen gibt.

038 Nur durch die Überwindung von Schwierigkeiten kann ein Mensch die für ihn notwendigen Eigenschaften entwickeln.

039 Der Konflikt zwischen Bedürfnissen und ihrer Bewertung als gut oder schlecht gehören zur menschlichen Natur.

040 Die Psyche ist der Kampfplatz widerstreitender Willen.

041 Ideologien entlasten von Zweifeln und inneren Konflikten.

042 Konflikt zwischen dem was 'ist' und dem, was sein 'sollte'.

043 Es gibt zwei philosophische Probleme: erstens wie die Dinge sind und zweitens wie wir etwas erkennen.

044 Die Spannung von Allgemeinem und Besonderem.

045 Der Konflikt tritt nur da auf, wo Organisation stattfinden soll.

046 Der Verstand, als der große Separator, ist Vater des Widerwillens, des Kriegs und des Streits.

047 Wohlstand und Ruhe als das Bedürfnis des Staates erhält man in dem Maß leichter, in dem das Einzelne weniger miteinander streitet.

048 Zwang und Leitung widersprechen oft den Neigungen.

049 Der Übergang wirft Probleme auf, nicht das Ziel.

050 Das Problem ist nicht die Wahrheit, sondern unser Denken.

051 Politik ist Konflikt, die rationalisierte Form des Kampfes um soziale Vorherrschaft.

052 Dogmen verhindern Fragestellungen.

053 Ein Problem kann nicht gelöst werden, indem man die Schwierigkeiten verwischt, sondern sie im Gegenteil auf die Spitze treibt.

054 Im Problem stecken Herz und Kern der Wissenschaft.

055 Legitimität ist ein ethisches und kein juristisches Problem.

056 Das Problem der Form eines Zusammenschlusses in dem Besitz geschützt werden soll, ohne die einzelne Freiheit zu vergewaltigen.

057 Der Konflikt zwischen Gemein- und Einzelinteresse.

058 Eine Ordnung gibt es nur da, wo Kontroversen nicht von verschiedenen Instanzen, sondern von 'einer' Instanz entschieden werden.

059 Ein Problem ist immer ein Teilproblem.

060 Der Konflikt ist die politische Grundsituation einer Demokratie.

061 Das Stellen und Behandeln von Problemen, welcher Art auch immer, ist nur in der Sprache möglich.

062 Ordnung und Fortschritt sind miteinander unverträglich.

063 Streitigkeiten, die aus dem Spiel der Leidenschaften hervorgehen.

064 Die Spannung von Hunger, Durst und Sexualtrieb.

065 Freiheit ist keine Parole, sondern ein Problem.

066 Jede Neurose ist die Folge eines Konflikts.

067 Der Konflikt wird entweder einer Machtprobe ausgesetzt, oder durch Einigung beigelegt.

068 An den Zeichen entzünden sich die Konflikte der Ordnungen.

069 Der Konflikt zwischen Arm und Reich, der keiner ist.

070 "Es gibt moralische Probleme, die unlösbar sind, weil moralische Prinzipien miteinander in Konflikt geraten können.

071 Gesellschaft, Beruf und Liebe als die drei großen Lebensprobleme.

072 "Wem Zeit wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit, der ist befreit von allem Streit."

073 Verallgemeinerungen sind wirklichkeitsfeindlich.

074 Empfindung schließt in sich das Erlebnis des Widerstreits zweier aneinander sich messender Drucke.

075 Die Idee ist ein Universalmittel, um Probleme zu bewältigen.

076 Mit dem Konflikt bilden sich Parteien.

077 Werte und Interessen sind immer Streitfragen.

078 Jede Entwicklung hat Gegensätze und erzeugt Konflikte.

079 Konfliktlösung muß von den Personen ausgehen, die an einem Konflikt beteiligt sind, nicht von einer außenstehenden Macht.

080 Ein ewiges Problem ist die letzte Ursache, das Unendliche, das Absolute.

081 Menschsein ist die unaufhörliche Auseinandersetzung des Menschen mit seiner mitmenschlichen Umgebung.

082 Die Bereitschaft sich einer konfliktbefreienden Kollektivität unterzuordnen bringt Demagogen und Diktatoren zur Macht.

083 Die Macht hält den Konflikt innerhalb der Grenzen einer Ordnung.

084 Konflikt entsteht, weil wir die Dualität nicht sehen, wie sie ist.

085 Der Pragmatismus macht ein Ende mit den Streitereien. Unter welchen Umständen das geschieht ist von nebensächlicher Bedeutung, Hauptsache der Streit ist, meist nur vorübergehend beendet.

086 "Der Streit ist der Vater aller Dinge."

087 Interessenkonflikte und Konflikte durch unterschiedliche Bedürfnisse gibt es und wird es immer geben.

088 Der Streit, der sich nur um Worte dreht ist immer unerheblich.

089 Das Problem des Friedens ist das wichtigste Problem unserer Zeit.

090 Kein Problem läßt sich unabhängig von den Umständen lösen in denen es auftritt.

091 Damit man sich nicht immer zankt, muß es Regeln geben.

092 Man kann nie nur eine einzige Schwierigkeit auf einmal lösen, man wird immer gezwungen, mehrere auf einmal zu lösen.

093 Das Schwierige ist interessanter, als das Leichte.

094 Konflikt entsteht, wenn die Gewohnheit auf ein Hindernis stößt.

095 Jeder Urteilende schafft und erneuert die Spannung zwischen gut und schlecht.

096 Streit entsteht zwischen denjenigen, die die bestehende Sozialordnung verteidigen und denjenigen, die eine neue Form der sozialen Organisation vorschlagen.


097 Der innere Widerspruch zwischen Trieb und Denken.

098 In Konfliktsituationen werden Gegensätze eher wahrgenommen und überschätzt, Gemeinsamkeiten hingegen leicht übersehen.

099 Gewalt als typisches Konfliktverhalten.

100 Dem Gegner die Schuld am Konflikt zu geben erhöht die Kampfbereitschaft.

101 Die Kontrolle von physischer Gewalt und physischer Ausbeutung bleibt das zentrale politische, bzw. ökonomische Problem.

102 In der Abhängigkeit wird eine Auseinandersetzung mit dem Konflikt vermieden.

103 Inhaltliche Konflikte werden als problematisch angesehen, nicht aber die Person des Gegners.

104 Wer eine Spannung nicht zu ertragen lernt wird abhängig von einem Mittel.

105 Die Grenze schafft den Feind, selbst wenn sie es nicht will.

106 Alle politischen Probleme sind letztlich institutionelle Probleme, Probleme des gesetzlichen Rahmens und nicht Probleme von Menschen.

107 Durch Anpassung besteht die scheinbare Möglichkeit aus dem Konflikt herauszukommen.

108 Werden Tatsachenprobleme durch ein Wort gelöst, ersetzt man das Problem nur durch ein Wort und macht es verbal.

109 Gesetze entstehen aus einem Kampf der Meinungen, nicht aus einem Kampf der Interessen.

110 Konflikte pflegen in Gewalt überzugehen. Die Gewalt ist eine Verhältnisgröße in Konfliktbeziehungen.

111 Ein Zustand der Konfliktlosigkeit widerspricht menschlichen und gesellschaftlichen Grundbedürfnissen. Konflikte können gar nicht beseitigt werden, sondern höchstens als Unverträglichkeiten verstanden werden.

112 Die Begierde stiftet Zwietracht, sobald sie bestimmte Grenzen überschreitet.

113 Alle Staatseinrichtungen verursachen Konflikte, indem sie mannigfaltige und verschiedene Interessen in eine Einheit bringen wollen.

114 Im Widerstreit zwischen Norm und Freiheit muß der Freiheit der Vorrang zukommen.

115 "Wenn zwei Gedanken streiten, werden alle Kräfte der Demagogie angewandt."

116 Die Norm der Gerechtigkeit kann mit der Norm der Liebe in Konflikt geraten

117 Gesellschaftliche Konflikte werden in den Gerichten ausgetragen.

118 Ein Teil dieser Gesellschaft lebt von den Leiden anderer und hat deshalb ein Interesse am Weiterbestehen von Problemen.

119 Das Ringen mit Problemen ist eine unabdingbare Begleiterscheinung allen irdischen Daseins.

120 Die Bewahrung der Spontaneität der Kinder wird zum Hauptkonflikt zwischen Kind und Eltern.

121 Das einzig wirklich wichtige Problem ist, wie man Leid verringern kann.

122 Über das Grün des Grases regt sich niemand auf.

123 Die Probleme von Übel, Unglück und Geheimnis.

124 Arbeit als Symbol des Konflikts.

125 Es gibt keine objektiven Probleme, deshalb kann es auch keine allgemeingültigen Lösungen geben.

126 Jedes neue Lernen ist mit Konflikten verbunden.

127 Der zweifelnde Geist ist das Problem. Der Intellekt kann aus allem ein Problem machen.

128 In der Wirklichkeit gibt es kein Problem. Probleme gibt es nur im Kopf. So wird die Wirklichkeit zum Problem.

129 Die Objektivität von richtig und falsch ist ein Scheinproblem.

130 Systemkonsequentem Denken kommt es auf Einstimmigkeit an. Es neigt dazu Probleme zu vergewaltigen.

131 Grundprobleme der Seele, des Guten, der Gerechtigkeit, der Substanz.

132 Das wirtschaftliche Problem ist der Existenzkampf.

133 Die Überwindung des Mangels ist eine unerläßliche Voraussetzung für die Aufhebung von Wettbewerb und Streit.

134 Keines der großen Weltprobleme (Wasser, Bildung, Energie, Frieden) kann im nationalen Alleingang gelöst werden.

135 Konflikte sind Konflikte von Partikularinteressen.

136 Kultur als das Ergebnis von Problembewältigung.

137 Das Problem der Wirtschaft ist die Effizienz, das der Politik das Gleichheitsprinzip, das der Kultur die Selbstverwirklichung.

138 Wenn die Wahrheit mit dem Glauben oder der Freiheit in Konflikt gerät haben wir die Wahl.

139 Die meisten geistigen Probleme sind Probleme der Klassifikation und Nomenklatur.

140 Das Problematische am Problem ist weniger die Problemlösung als die Problemstellung.

141 Durch den Mißbrauch der Sprache entsteht der seltsame Umstand, Schwierigkeiten lösen zu müssen, die gar nicht vorhanden sind.

142 Der Philosoph muß als seinen eigentlichen Feind den Schein bekämpfen.

143 Bloß durch neue Definitionen lassen sich keine Probleme lösen.

144 Nicht das Vorhandensein, sondern das Fehlen von Konflikten ist erstaunlich und unnormal. Nicht Konflikt und Wandel, sondern Stabilität und Ordnung sind der möglicherweise pathologische Sonderfall des sozialen Lebens. Konflikte können vorübergehend unterdrückt, reguliert, kanalisiert und kontrolliert werden, aber sie können nie ein für alle mal beseitigt werden. Das Problem der Bewältigung sozialer Konflikte ist im Grunde ein Problem der Vermittlung sozialer Fertigkeiten zu friedlicher Kooperation.

145 Der Prozess der Organisation ist zugleich ein Prozess zunehmend intensiver Konflikte.

146 Konflikte, die auf Macht, Herrschaft, Ungleichheit oder Eigentumsverhältnisse zurückzuführen sind.

147 "Darum ist alles Leben ein Streit, solange Leben einem jeden 'sein' Leben, 'seine' Besonderheit heißt."

148 Konflikt zwischen Ichhaftigkeit und Sachlichkeit.

149 Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen über die Dinge.

150 Jede Objektivation des Willens macht der anderen Materie, Raum und Zeit streitig.

151 Die Wahl ist der Kampfplatz der Motive.

152 Der Egoismus ist Ausgangspunkt allen Kampfes.

153 Überzeugung ist fehl am Platze, wenn man es nicht überwiegend mit dem Verstand, sondern hauptsächlich mit dem Willen zu tun hat.

154 Der Widerspruch zwischen Realität und Anspruch ist eine der wichtigsten Bedingung für die Entstehung von Konflikten.

155 Disziplin zielt auf Verhinderung oder Unterdrückung von Konflikten ab.

156 Aus Angst vor Konflikten den Weg des scheinbar geringsten Widerstandes zu gehen.

157 Die Ruhe zu bewahren, nicht aber die Konflikte zu beseitigen.

158 Bei den Lebensproblemen beginnt das nachbarlich mystische.

159 Zweiseitigkeit ist Spannung.

160 Die Polarität von Subjekt und Objekt ist auch eine Spannung.

161 Mit dem Teufel gibt es keinen Frieden.

162 Universalien sollen uns Probleme lösen.

163 In der Masse ist der wahre Feind des Geistes zu suchen.

164 Das Parlament als institutioneller Mechanismus zur friedlichen Austragung von Interessenkonflikten.

165 Der Skeptiker legt auf die Schwierigkeiten Gewicht, der Dogmatiker eher auf die Notwendigkeiten.

166 Das Zeitproblem ist eines der schwersten Probleme der Menschheit geblieben.

167 Fragen bedeuten Schwierigkeiten für die Stetigkeit des geistigen Lebens.

168 Es müßte ein Vernichtungskampf der Menschen untereinander eintreten, wenn das Recht nicht Einhalt gebäte.

169 Man darf terminologische und reale Probleme nicht miteinander verwechseln.

170 Das Gute wird zum Feind des Besseren.

171 Wenn die Sprache der Menschen in Ordnung gebracht wäre, ist dem Konflikt ein Weg zum Frieden gewiesen.

172 Aufgabe der Zeichen ist die Vermeidung von Konflikten.

173 Diskussionsprozesse und Mehrheitsvoten zur Konfliktbewältigung.

174 Ohne Kampf zwischen den Gegensätzen kann es keine Identität geben.

175 Die Macht des Staates beruht auf dem Glauben seiner Untertanen, daß ringsum nur der böse Feind lauert, der nur darauf wartet sie zu verschlingen.

176 Der private Eigennutz verbirgt sich geschickt hinter dem Schleier des öffentlichen Wohls.

177 Jede Zentralregierung verehrt die Gleichförmigkeit, die ihr die Prüfung unzähliger Einzelheiten erspart.

178 Der innere Frieden des Menschen gerät mit dem ewig fragenden Rationalismus in Konflikt.

179 Konflikte zwischen Fühlen und Denken, bzw. zwischen dem einen oder anderen Gedanken.

180 Machtstreit um den Platz an der Sonne.

181 Abstrakte Gegensatzkonstruktionen, die es in der Wirklichkeit nicht gibt.

182 Substanz, Gleichheit und Dauer etc. als sprachliche Zwangsformen.

183 Nur durch die Verringerung von Bedürfnissen lassen sich die Spannungen wirklich vermindern.

184 Es gibt Probleme, die durch logisches Denken nicht zu lösen sind.

185 Das wirkliche Leben besteht aus den durch die Unvereinbarkeiten von Gegensätzen hervorgerufenen Spannungen, wobei jeder dieser Gegensätze notwendig ist.

186 Es ist leichter mit Waren umzugehen, als mit Menschen. Wenn die menschliche Seite betont wird, rückt das Verständigungsproblem an die erste Stelle.

187 Der Handel als Quelle von Uneinigkeit und Feindschaft.

188 "Die tiefsten Probleme des modernen Lebens leiten sich aus dem Anspruch des Individuums ab, die Autonomie und Individualität seiner Existenz angesichts überwältigender sozialer Kräfte zu bewahren."

189 Uralter Widerspruch zwischen Bestand und Wandel.

190 Die Vereinigung der Gegensätze ist das Problem.

191 Zweifel als innerer Zwiespalt.

192 Im Moralprinzip werden Konflikte gewaltlos und mit den Mitteln vernünftiger Kommunikation gelöst.

193 Ethik als Konfliktlösungstheorie.

194 Wer in der Wissenschaft ein Problem zu lösen versucht, muß es vor allen Dingen allgemein stellen.

195 Der chronische Konflikt zwischen sog. rationalem Denken und irrationalem Glauben.

196 Konflikt, Widerspruch und Kampf als imaginäre Form der Differenz.

197 Aller Machtkampf maskiert sich als Rechtsstreit.

198 Solange eine Erscheinung nicht in eine Kategorie einreihbar ist, erregt sie eine psychische Spannung.

199 Alle wirklichen menschlichen Schwierigkeiten ergeben sich aus der Antinomie von Ordnung und Freiheit.

200 Konflikte sind Konflikte der Teile untereinander.

201 Durch Verallgemeinerungen werden Meinungsverschiedenheiten unter einen Hut gebracht.

202 Menschliches Handeln ist unendlich komplex und aus zahlreichen Quellen bestimmt und wer einseitige Kausalverhältnisse annimmt, muß sich den Vorwurf der groben Vereinfachung gefallen lassen.

203 Probleme, die dadurch entstehen, daß verschiedene Dinge in einen Topf geworfen werden.

204 Der problemfreie Zustand toter Materie.

205 Eine realistische Einschätzung eines Problems heißt versuchen, das zu lösen, was man im Augenblick für das Problem hält.

206 Logische Probleme der Objektivität und Gegenständlichkeit.

207 Jede Weiterentwicklung des individuellen Bewußtseins führt zu mehr Konflikten mit der Wirklichkeit.

208 Das methodologische Grundproblem zwischen Wert- und Wirklichkeitsurteil.

209 Jede Wirklichkeit ist dem Streit ausgesetzt.

210 Demokratie beruht auf der Anerkennung der Wirklichkeit und Notwendigkeit gegensätzlicher Interessen. Der Vorstellung von einer konfliktlosen Gesellschaft liegt eine Haltung zugrunde, die autoritäre, ja totalitäre Züge verrät.

211 Dissonanz ist die unvermeidliche Konsequenz jeder Entscheidung.

212 Das größte existenzielle Problem ist natürlich der Tod.

213 Methodologische Überlegungen sind nur im Zusammenhang mit konkreten Problemen sinnvoll.

214 Probleme entstehen nur, wenn versucht wird, die subjektive Überzeugung in einen unfehlbaren objektiven Maßstab zu verwandeln, der jeder Kritik widersteht und unbedingten Gehorsam verlangt.

215 Verschleierung der Probleme durch käufliche Intellektuelle.

216 Das Pactum als Beilegung oder Befriedigung eines Streits.

217 Die Erwerbssorgen sind die schäbigsten aller Sorgen.

218 Es gibt Kämpfe und Konflikte, die töten und solche, die der Menschheit weiterhelfen.

219 Nicht darauf kommt es an, Divergenzen so ohne weiteres zu glätten und zu harmonisieren, sondern die Spannungen fruchtbar auszutragen.

220 Kein Wissen ohne Probleme und kein Problem ohne Wissen.

221 Über den Geschmack ist nicht zu streiten.

222 Die Spannung zwischen Wissen und Nichtwissen wird niemals überwunden werden.

223 Programme empfehlen Strategien zur Herbeiführung unproblematischer Situationen.

224 Problem der Armut, der politischen Unterdrückung, der Rechtsunsicherheit.

225 Es gibt eine Vielfalt gleichrangiger Werte, deren Forderungen einan der widersprechen und deren Konflikt durch menschliche Vernunft nicht gelöst werden kann.

226 Friede als äußere Konfliktlosigkeit.

227 Die höchsten Ideale, die uns am mächtigsten bewegen, wirken sich nur im Kampf mit anderen Idealen aus.

228 Die Interessen des Wissenschaftlers determinieren die Auswahl der Probleme.

229 Das Lösen von Problemen ist die positivste Form des Lernens.

230 Sozialer Wandel pflegt mit Konflikten einherzugehen.

231 Die Diskrepanz zwischen Reden und Tun ist sicherlich ein altes politisches Phänomen.

232 Konflikt zwischen Triebanspruch und gesellschaftlichen Zwängen.

233 In ihrer eindringlichsten und unlösbarsten Form bestehen moralische Probleme in dem Konflikt von gut und gut und richtig und richtig.

234 Für Luther rühren Konflikte von der Selbstliebe her. Die Friedlosigkeit der Seele kommt vom Kampf des Menschen mit seinem Ich.

235 Der Konflikt zwischen zwei Pflichten entsteht, weil zwei Normen in derselben Situation Anwendung finden können und es unmöglich ist, ihnen beiden zu folgen.

236 Konflikt zwischen rivalisierenden Wahlmöglichkeiten.

237 Auf Zahlen kann man sich noch am ehesten einigen.

238 Eine Institution ist eine permanente Lösung für ein permanentes Problem.

239 Der Konflikt hat schöpferische Bedeutung.

240 Problematik entsteht aus der Dialektik von psychologischer Wirklichkeit und gesellschaftlicher Struktur.

241 Wir lösen sprachlich, was sachlich nicht gelöst werden kann und möglicherweise nicht lösbar ist.

242 Unterschiede auch da auszuhalten, wo sie unbequem sind.

243 Im modernen Therapismus werden aus Sachproblemen Beziehungsprobleme.

244 Es ist zwecklos, genauer sein zu wollen, als es unsere Problemsituation verlangt.

245 Alle bedeutenden Konflikte ließen sich aus den Menschenrechten und ihrer unterschiedlichen Auslegung konstruieren; wenn man Streit haben und erklären will, bräuchte man keine anderen Anlässe, als die Menschenrechte.

246 Jedes Problem entsteht dadurch, daß in unserem vermeintlichen Wissen etwas nicht in Ordnung ist.

247 Der uferlose Sumpf scholastischer Wortstreitigkeiten.

248 Ein konfliktfreie Gesellschaft wäre unmenschlich.

249 Das Fundamentalproblem der Staatstheorie ist das Problem der Zähmung der politischen Macht.

250 In ihren fundamentalen Interessen und Neigungen unterscheiden sich die Menschen nicht allzusehr.

251 Meinungsverschiedenheiten ergeben sich aus der unterschiedlichen Beurteilung von Wertfragen.

252 Prinzipien dienen in Interessenkonflikten zur Bestimmung des vorrangigen Interesses.

253 Wo zwei Menschen nach demselben Gegenstand streben, so werden sie Feinde.

254 Mehrere moralische Normen stehen nicht selten in Konflikt miteinander.

255 Wir führen Krieg, um in Frieden zu leben.

256 Sittliche Verantwortung und Determinismus sind unvereinbar.

257 Der äußere Feind ist das einigende Prinzip.

258 "Was das Herz hervorbringt, sind Kräfte, aber keine Gestalten, und diese Kräfte haben die Neigung, miteinander in Streit zu geraten."

259 Freud war der Meinung, daß Konflikte unter den Menschen im Allgemeinen durch Gewaltanwendung gelöst werden.

260 Konflikte führen oft zum offenen Kampf.

261 Eine Beziehung ohne Kampf ist langweilig. Wünschenswert ist eine Beziehung mit einem gewissen Optimum an Konflikten.

262 Die Wahrheit ist ein Problem.

263 Der meiste Streit geht um Eigentum.

264 Die Erkenntnistheorie darf nicht auf Wortstreitigkeiten reduziert werden.

265 Auf das Induktionsproblem und das Abgrenzungsproblem gehen fast alle Probleme der Erkenntnistheorie zurück.

266 Das Problem des sicheren Wissens.

267 Das Problem des Wissens besteht in seiner Allgemeinheit.

268 Die Macht ist der uralte Feind jeder Freiheit und jeder Macht.

269 Anpassung und Konformität sind Formen der Konfliktvermeidung.

270 Jahrelang haben die Psychiater versucht, die Konflikte ihrer Patienten dadurch zu "heilen", daß sie sie den gesellschaftlichen Normen anpassten.

271 Mit dem Aufhören jeder schöpferischen Spannung würde totaler Stillstand und Tod eintreten.

272 Es gibt nur zwei Wege, einen Streit zum Austrag zu bringen: entweder über den Weg eines rechtlichen Verfahrens oder den Weg der Gewalt.

273 Ein Trieb, der keine Befriedigung erfährt, sorgt für eine permanente Bedürfnisspannung.

274 Es gibt so viele Gegensätze, wie es miteinander streitende Willen gibt.

275 Verschiedene Willen bringen den Zwiespalt und streiten solange, bis eine Wahl getroffen wird.

276 "Die Scheingüte ist sozusagen ein Luxus glücklicher Verhältnisse, in denen mir das Gutsein leisten kann. Im Falle des Konflikts zwischen moralischer Forderung und meinem Daseinsinteresse bin ich je nach der Größe dieses Interesses uneingestandener Weise vielleicht zu jeder Schandtat bereit."

277 die Energie der Spannung.

278 Die Flucht aus der Wirklichkeit anstelle von Problemlösung.

279 "Ich werde der Feind jeder höheren Macht sein."

280 "Nicht durch Feindschaft kommt Feindschaft zu Ende: der rührende Refrain des ganzen Buddhismus."

281 Macchiavelli und Hobbes haben das gesellschaftliche Leben als eine Reihe von Machtkämpfen aufgefasst. Der Staat ist das Resultat dieser Machtkämpfe. Entsprechend lehren die Anhänger der Souveränität die Unaufhebbarkeit der Machtkämpfe und die Disharmonie der Interessen.

282 Die egoistischen Triebe treiben die Menschen zu ewiger Feindschaft.

283 Distanz ist die Kunst zu trennen, ohne zu verfeinden.

284 Viele Streitfragen betreffen oft nur Worte.

285 "Kurz, ich bin geneigt zu glauben, daß weitaus die meisten, wenn nicht alle Schwierigkeiten, welche bisher die Philosophen hingehalten und ihnen den Weg der Erkenntnis versperrt haben, durchaus von uns selbst verschuldet sind; daß wir zuerst eine Staubwolke erregt haben und uns dann beklagen, nicht sehen zu können."

286 Der ökonomische Sektor ist in unserer Gesellschaft der konfliktwirksamste.

287 "Politik ist die Organisation der Macht und die Macht ist der Feind des Lebens."

288 der Kampf der feindlichen Willensrichtungen.

289 Das ethische Grundproblem ist das von Egoismus und Altruismus.

290 Zufriedenheit ist ein Problem.

291 "Das alles muß aber geheim bleiben, außer bei den Herrschern, soll die Herde der Wächter möglichst ohne Hader leben."

292 "The real metaphysical Problem today is the word."

293 Die Flucht ins Allgemeine

294 'ignoration elenchi' (= Verfehlung des Streitpunkts)

295 Der utopische Charakter idealtypischer Abstraktionen.

296 Ethische Probleme sind nur durch Entscheidungen zu lösen.

297 "Sollen impliziert Können" - das ist das Realisierbarkeitsproblem.

298 Egoistische Interessen kollidieren mit denen anderer. Die einzige Möglichkeit eine äußere Bedrohung abzuwenden, liegt in der Herrschaft über andere, also in der Ausübung von Macht.

299 Wo es sich um sinnlose Fragen handelt, deren Sinnlosigkeit nicht erkannt wird, kann der Streit darüber endlos dauern.

300 Das Leib-Seele-Problem: Es ist nicht möglich, von einem einheitlichen Standpunkt aus sowohl die körperliche als auch die seelischen Vorgänge unmittelbar zu überschauen.

301 "Unser Problem ist kein kausales, sondern ein begriffliches."

302 Neurotisches Leiden entsteht, wenn der Widerspruch zwischen realem Handeln und einem verinnerlichten Normsystem unerträglich wird.

303 "Der tragische Conflikt. Alles Gute und Schöne hängt an der Täuschung: Wahrheit tödtet, ja tödtet sich selbst (insofern sie erkennt, daß ihr Fundament der Irrthum ist)."

304 Viele Mängel haben ihren Grund in einem begrifflichen Rahmen, indem wir eine überholte mechanistische Weltsicht auf eine Wirklichkeit anwenden, die sich in solchen Begriffen aber eigentlich nicht verstehen läßt.

305 "Die Liebe einigt nicht."

306 Jedes Problem muß ganzheitlich gesehen werden als Ereignis in einem sozialen, sinnlichen und physischen Feld.

307 "Gewisse Spannungen und Blockierungen können nicht gelöst werden, wenn nicht eine wirkliche Umweltveränderung neue Möglichkeiten eröffnet. Wenn die Institutionen und Sitten verändert würden, dann würde so manches störrische Symptom urplötzlich verschwinden."

308 Jeder Begriff ist ein 'Problem'.

309 "Seit Kant den Dogmatismus zerbrach, ist die Frage nach der Realität der Außenwelt das wichtigste ja das eigentliche Grundproblem der Philosophie. Zwar ist der Empirismus mit der Entscheidung dieser Frage schnell zur Hand. Ohne Untersuchung der Grundbegriffe der Erfahrung, weist er auf Dinge hin, die 'gerade so seien, wie sie sind'."

310 "Die Probleme der Lebensauffassung sind Wertprobleme."

311 Gerade ethische Probleme will man vermeiden, wenn man notwendige Zusammenhänge postuliert.

312 "Die Leute streben danach, ihre Wertkonflikte unter Kontrolle zu halten. Sie wünschen, sie aus ihrem Denken zu halten und haben Geschick darin, sie zu übersehen. Konventionen, Stereotype und bequeme Lücken im Wissen über die soziale Wirklichkeit tragen erfolgreich dazu bei, den Leuten eine relative Gewissensruhe zu bewahren."

313 "Im Unberührten gibt es keine Probleme."

314 "Das Problem der Entscheidung ist kein 'rationales', sondern ein 'existenzielles' Problem. Für seine Lösung ist daher die empirische Wissenschaft nicht zuständig. Die 'ökonomische Ideologie', die den gegenteiligen Anschein erweckt, dient lediglich der 'Verschleierung dieser existenziellen Problematik'."

315 Das politische 'Macht'- und das ökonomische 'Wert'problem.

316 Alle Wertprobleme sind ethischer Natur. Aber auch das Machtproblem ist eine Form des Wertproblems.

317 Die Methode, Problemlösungen durch Definitionen zu ersetzen, ist kein besonders fruchtbares Verfahren.

318 Der ökonomische Problemkreis fristet ein eigenartiges Zwischendasein zwischen der technischen und der ethischen Problematik.

319 Das ökonomische Kernproblem ist das Wertproblem. Die ökonomische Theorie ist in ihrer Essenz Wert- und Zurechnungslehre.

320 Bei der zu bevorzugenden Tatbestandsfeststellung kommt es nicht so sehr darauf an, daß die absolute Wahrheit eruiert wird, sondern daß des Streitens ein Ende werde. Hätte das Suchen nach dem 'wirklichen' Tatbestand, das Forschen nach der "Wahrheit" kein Ende - und wie könnte es ein Ende haben, da dem Menschen doch absolute Wahrheit unerreichbar bleibt -, dann würde das gerechteste Recht im Prozess seiner Anwendung vereitelt. Darum will das positive Recht vor allem eine Friedensordnung sein. Auch im Interesse von 'Ruhe und Sicherheit' muß es ausgeschlossen sein, daß jeder beliebige seine subjektive Meinung über das, was gerecht sei, an Stelle der von der 'berufenen Autorität' gesetzten Normen stellen dürfe. Anstelle des Ideals der Gerechtigkeit tritt mit dem Prinzip der Rechtskraft das Ideal des Friedens. Und dieses Friedensideal ist dem Gerechtigkeitsideal direkt entgegengesetzt."

321 Wir passen die Abstraktionen an unsere Erfahrungen an.

322 "Jeder Konflikt ist wesentlich ein Konflikt im Grund des Handelns, ein Konflikt von Bedürfnissen, Wünschen, Faszinationen, Selbstbildern und Zielhalluzinationen; und die Funktion des Selbst ist es, ihn zu durchleben, Verluste zu erleiden und das Gegebene zu verändern."

323 "Lust und Unlust sind keine Ideen, es sind Gefühle der Abfuhr oder Entspannung."

324 Werturteile sind in letzter Hinsicht irrational, insofern keine Prinzipien denkbar sind, anhand derer man Konflikte zwischen unversöhnlichen Wertstellungnahmen entscheiden könnte.

325 Der Konflikt zwischen ethischen uns ästhetischen Werten: Wer seine Lebensführung einer Ästhetisierung anheimstellt, ist gezwungen, moralische Kriterien für die Beurteilung des Handelns als irrelevant zu verwerfen.

326 Die materielle Gewalt ist so ein Mittelding zwischen körperlicher und geistiger Gewalt.

327 Die vertikale Herrschaftsstruktur steht mit der horizontalen Arbeitsstruktur in Konflikt (Widerspruch)

328 Die formale Logik macht mit diesem widerspruchsvollen Denken (Spannung zwischen 'ist' und 'sollte') Schluß, denn "unter der Herrschaft der formalen Logik ist der Begriff des Konflikts von Wesen und Erscheinung entbehrlich, wo nicht sinnlos; der materiale Inhalt ist 'neutralisiert'; das Prinzip der Identität wird vom Prinzip des Widerspruchs getrennt (Widersprüche sind unrichtigem Denken zuzuschreiben)."

329 Das Problem ist, wie eine herrschaftsfreie Arbeit realisiert werden kann.

330 Innere und äußere Konflikte.

331 Das Rationale und Ausgeglichene wird für höherwertig gehalten, als das Irrationale und Spannungsvolle.

332 Der Versuch der praktischen Durchführung ist es, der meist zu Konflikten führt.

333 "Der Gebrauch der undifferenzierten Kollektivbegriffe, mit denen die Sprache des Alltags arbeitet, ist stets Deckmantel von Unklarheiten des Denkens oder Wollens, oft genug das Werkzeug bedenklicher Erschleichungen, immer aber ein Mittel, die Entwicklung der richtigen Problemstellung zu trennen."

334 Rechtsregeln werden geschaffen, um Interessenkonflikte zu entscheiden.

335 Der rein terminologische Streit ist gänzlich steril und totaler Ballast.

336 Der einzige Konflikt zwischen dem 'Ich' und dem 'Objekt'.

337 "Die Fiktion 'Leistungsprinzip' wird oft zur Aufrechterhaltung bestehender ungerechter Machtverteilungen und Ungleichheiten und zur Abwendung oder Ablenkung von sozialen Konflikten benutzt."

338 Durch den Schritt zur Subjektivität wird das Wertproblem entdeckt.

339 "Gerade hinter dem 'Selbstverständlichen' verbergen sich die schwierigsten Probleme. Man könnte die Philosophie sogar als die Wissenschaft von den Trivialitäten bezeichnen."

340 Konflikte sind auch da möglich, wo 'kein' Egoismus im Spiel ist.

341 Die Wirtschaftsordnung ist der große Feind, denn in ihr gilt die Sache mehr als der Mensch.

342 "Der Hass darf nicht nur keinen falschen Grund haben, sondern er hat überhaupt keinen Grund und jeder Grund für ihn ist ein falscher. Der Hass ist immer ein grundloser Hass."

343 Fragen sind da, Probleme werden gemacht. Fragen sind allgemein, Probleme speziell.

344 Die Ursache aller Übel ist es, daß die allgemeinen Begriffe nicht auf die besonderen Fälle angewandt werden können.

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Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.