Kausalität
Beiträge zu einer Theorie der Kausalität
siehe auch Logik, Objektivität, Relativität, Gesetz, Zeit und Raum, Rationalität

001 Zufälligkeit ist die kausale Unverbundenheit.

002 Die Ordnung der Welt beruht auf Raum, Zeit und Kausalität.

003 Gründlich kommt von Grund.

004 Ein Ziel der Geschichte ist die Utopie des kausalen Denkens.

005 Es gibt Unverursachtes (incausabilia), eine Grenze der Ursachen.

006 Kausalität ist die fundamentalste der Kategorien.

007 "Wahres Wissen ist Wissen aus Ursachen."

008 "Die Wahrscheinlichkeitsbeschreibung im Bereich der Mikrophänomene bedient sich vornehmlich zweier Beschreibungsformen: der  Korpuskular-  und der  Wellenbeschreibung.  Trotz der Benützung dieser zwei Begriffssysteme können wir im Mikrobereich nicht von der empirischen Existenz (Realität), sei es von Korpuskeln, sei es von Wellen, sprechen. Denn dazu sind wir erst berechtigt, wenn wir eine  hinreichende Kennzeichnung  der Korpuskular- bzw. Wellenzustände durch Meßwerte geben können. Bei Korpuskeln müssen wir etwa den Bewegungszustand eines Teilchens an verschiedenen Punkten der Bewegungsbahn durch gemessene gleichzeitige Orts- und Impulswerte kennzeichnen können, erst dann sind wir berechtigt, von der empirischen Realität der Korpuskel zu sprechen. Die Realität von Wellen dürfen wir erst dann behaupten, wenn wir die Wellenintensität (es kann dies eine Energie- oder Impulserteilung durch die Welle sein) an verschiedenen Punkten des Wellenzugs durch Messung bestimmen können. Bekanntlich sind diese Forderungen an den  Korpuskeln  und  Wellen  im Mikrobereich nicht erfüllbar. Wir sprechen also hier im uneigentlichen Sinn von  Korpuskeln  und  Wellen,  d. h. es gibt wohl empirische Daten, die für den korpuskularen und andere Daten, die für den Wellencharakter der Phänomene sprechen, aber in beiden Fällen genügen diese Daten nur zu einer partiellen, nicht aber zu einer hinreichenden Kennzeichnung der Zustände. - Wenn wir nun Korpuskular- und Wellenbegriffe zu den Beschreibungen benützen, aber stets hinzufügen müssen, die Phänomene, die wir beschreiben, sind weder Korpuskeln noch Wellen, dann sind die zwei Begriffssysteme nicht anderes als leere begriffliche Formen, deren Ausdrücke nicht eindeutig empirisch realen Objekten zugeordnet werden können. Vielmehr gestatten die Systeme der korpuskularen und Wellenbegriffe lediglich Strukturen darzustellen, die geeignet sind, eine partielle Beschreibung der Phänomenzusammenhänge im Mikrobereich zu geben. Hier erhebt sich nun folgenen Frage: Wenn die Korpuskular- und Wellenbegriffe nur als Formalismus gelten und die Anwendung dieser Begriffssysteme nur partielle, keineswegs adäquat hinreichende Beschreibungen ermöglicht, weswegen wählen wir dann nicht ein anderes, gegebenenfalls reicheres Begriffssystem, das eine adäquate Beschreibung erlaubt, d. h. die Phänomene nicht als bloß uneigentliche Korpuskeln und Wellen kennzeichnet, sondern eine hinreichende eindeutige Kennzeichnung der Phänomene gestattet? - Auf diese Frage hat die  Kopenhagener Schule  eine bemerkenswerte Antwort gegeben. Nach dieser Richtung seien wir genötigt, Korpuskular- und Wellenbegriffe zu benützen, denn diese zwei Begriffssysteme seien, wenn man so sagen darf, unsere  apriorischen  Denkformen. Wir können nicht anders, als die Phänomene in der Form von Korpuskeln bzw. Wellen zu  denken.  Daraus aber folge keineswegs, daß die realen Phänomene auch wirklich korpuskularen oder Wellencharakter haben müssen. Es stehen lediglich unserem Denken keine anderen Begriffsformen zur Verfügung, für die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten der empirischen Phänomene folge daraus aber gar nichts. Es könnte natürlich sein, daß die empirisch-realen Phänomene korpuskularen bzw. Wellencharakter haben, dann würden wir durch die Anwendung unserer Denkformen zu einer eindeutig adäquaten Beschreibung der Phänomene kommen. Allein, die empirische Forschung läßt erkennen, daß wir bei der Anwendung der uns zur Verfügung stehenden Denkformen, eben der Korpuskular- und Wellenbegriffe,  nicht  zu einer eindeutig adäquaten Beschreibung gelangen. Daraus sei zu schließen, daß der Bereich unserer Denkformen nicht adäquat sei dem Bereich der empirischen Phänomenzusammenhänge. Es wird hier demnach eine  Diskrepanz  zwischen den Denkformen und den  Formen  der empirischen Wirklichkeit angenommen und damit werden die wichtigsten Voraussetzungen der herkömmlichen Auffassung bezüglich der Beziehungen zwischen  Denken  und (empirischem)  Sein,  bzw. der Erkennbarkeit der empirischen Wirklichkeit, aufgegeben." - Bèla Juhos, Welche begriffliche Formen stehen der empirischen Beschreibung zur Verfügung, in Ernst Topitsch (Hg), Probleme der Wissenschaftstheorie, Festschrift für Viktor Kraft, Wien 1960, Seite 116f

009 Kausalität ist eindimensional wie eine Kette, eine Struktur ist wie ein Netz, wie ein Gewebe.

010 Auf ökonomische Phänomene läßt sich der Begriff einer linearen Kausalität nicht anwenden.

011 Skeptizismus ist gänzliche Vorraussetzungslosigkeit.

012 Das Regellose an den Dingen ist die unergreifliche Basis der Realität und der nie aufgehende Rest.

013 Durch Schließen wird nichts Neues erschlossen.

014 Das Bedingte kann nicht in Bezug zum Nichtbedingten oder Unbedingten stehen.

015 Es gibt keine Trennung zwischen Ursache und Wirkung, beide müssen aneinander grenzen.

016 Der Verursacher ist der Schuldige.

017 "Alle Dinge, die in der Zeit sind, haben ein Warum."

018 Im kausalen Denken verbinden wir Ursache und Wirkung.

019 Das Leben erschöpft sich nicht in kausalen Begriffen, sondern ist eine unendliche Wechselwirkung.

020 Alle erkannte Kausalität hat mechanischen Charakter.

021 Das Kausale ist nur empirisch feststellbar.

022 Verstehen ist mehr als kausale Erklärung. Verstehbarkeit ist an Gegensätzlichkeit gebunden.

023 Das Ganze, oder die Einheit sind nicht kausal erklärbar.

024 "Der Grund oder die Notwendigkeit der Auslegung ist der falsche Schein der gesetzten Wahrheit."

025 Arche als Anfang, Ursprung und erstes Prinzip. (an-archos)

026 Der mit der Frage nach den Ursachen eingeleitete unendliche Regress kann nur entweder willkürlich abgebrochen, oder durch ein anderes Denksystem aufgefangen werden.

027 In der subatomaren Welt werden die Gesetze der Kausalität von den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit abgelöst.

028 Motive als Grund des Verhaltens und Handelns.

029 Prinzipien als Grundsätze.

030 Der sicherste Grund ist der Mangel.

031 Was wir wissen ist immer ein Bedingtes. Das Unbedingte kann nicht nachgewiesen werden.

032 Wirkung ist dasjenige, das seinen Ursprung einem anderen Ding verdankt.

033 Normen oder Werte sind etwas Unbedingtes.

034 Kausalität ist nichts anderes, als bloß eine Denkgewohnheit.

035 Kausalgesetze bestimmen die einfacheren Strukturen der physikalischen Welt.

036 Kausaleinheiten sind durch den raum-zeitlichen Zusammenhang miteinander verknüpft.

037 Das Gewissen sucht nach Gründen.

038 Wir fürchten uns vor der bodenlosen Grundlosigkeit.

039 Der Mensch hat ein starkes Bedürfnis Ursachen zu ergründen.

040 "Nur der kann mit Bewußtsein leben, dessen Leben zu(m) Grunde gegangen ist, der den 'Tod' erlitten hat..."

041 Der Besitz von Produktionsmitteln ist die Basis jeder Herrschaft.

042 Die Frage nach der Ursache wird mit der Frage nach der Zeit aufgehoben oder nicht aufgehoben.

043 Abhängigkeit setzt Ursache und Wirkung voraus.

044 Ursache und Wirkung sind ein Fließen vom einen zum andern.

045 Die Dialektik ist ein ständiger Prozess das fließenden Übergangs aus einer Bestimmung in die andere, ein ununterbrochenes Aufheben der Gegensätze und ihr Ineinanderübergehen, demzufolge die einseitige und starre Kausalität von einer Wechselwirkung abgelöst.

046 Liebe hat kein Warum.

047 Dogmen sind immer geeignet Grundfragestellungen zu verhindern.

048 Der Übergang vom Unbedingten zum Bedingten bildet einen der wichtigsten Vorgänge des geistigen Prozesses.

049 Letztbegründung ist nur als Normenbegründung möglich.

050 "Will man den Grund reformieren, so muß man sich, wie ohne weiteres ersichtlich, auf den Untergrund stützen."

051 In den Letztbegründungen verfallen wir unwirklich einem Zirkelschluß.

052 Prinzipien sind per definitionem nicht beweisbar.

053 Gewitter und Erdbeben sind von übermächtigen Wesen verursacht.

054 Die Blindheit das Kausaldenkens besteht darin, daß es das Einzelne als Einzelnes nimmt.

055 Gründe finden wir nicht in Ursachen, sondern im Zusammenhang von Ursachen.

056 Beziehungsdenken im Gegensatz zum Ursachendenken.

057 Der Konservative sieht die Welt in ihrer Bedingtheit und geht nicht von einer Norm oder dem Möglichen aus.

058 "Niemand rührt an den Grund in der Seele als Gott allein."

059 Das moralische Gesetz ist unbedingt.

060 "Der Ursprung der Dinge ist das Unbegrenzte, das Formlose."

061 Jedes, bis in seine letzten Konsequenzen verfolgtes Prinzip landet schließlich bei einem Widerspruch.

062 Von Ursachen und Wirkung können wir nie in absoluter Weise sprechen. Jedes Ereignis ist immer die Ursache eines anderen.

063 Das Kausalgesetz hebt die Ursachen auf und beschreibt alle Ereignisse in Wenn-dann-Verläufen.

064 Das Unlogische der ethischen Gewißheit liegt darin, daß sie überhaupt auf Begründung verzichtet und als Sollregel auftritt.

065 Im Absoluten gibt es weder Zeit noch Raum, noch Kausalität.

066 Freiheit ist weder beweisbar, noch widerlegbar.

067 Jede Erfahrung besteht erst dadurch, daß das menschliche Denken sie in die Formen von Zeit, Raum und Kausalität hineinbringt.

068 Die scheinbare Kausalität im Seelenleben stammt aus der Neigung vieler Psychologen, ihre Anschauung in mechanistischer und physikalischer Verkleidung zu produzieren.

069 Wer nicht riskiert, den Grund, auf dem er steht, zu verlieren, um einen tieferen und sichereren Grund zu erlangen, der wird nie wissen, was Philosophieren bedeutet.

070 Der Zweckbegriff im Gegensatz zur Kausalität.

071 Die Kausalität gehört nicht zu den Sinneseindrücken.

072 Raum, Zeit und Kausalität sind als Kategorien Eigenschaften, die nicht den Dingen zukommen, sondern nur dem menschlichen Geist.

073 "Höchste Tugend ist ohne Tun ist auch ohne Grund, warum sie täte."

074 Im Innern des Atoms bricht jede Kausalität auseinander.

075 Die subatomare Sprunghaftigkeit und Zufälligkeit läßt sich mit unseren gewöhnlichen oder vernünftigen Ideen von Ursache und Wirkung nicht vereinbaren.

076 Das Herz hat seine Gründe, von denen der Verstand nichts weiß.

077 Die Begierlichkeit ist der Grund zur Ichheit.

078 Die Kette der Begründungen hört irgendwann auf.

079 In der Zwangsläufigkeit erscheint jeder Schritt als unvermeidbare Folge des vorangehenden.

080 Blinder Glaube und Vertrauen in die Existenz einer lückenlosen physikalischen Kausalität.

081 Die Gegenwart hat keine zeitliche Ausdehnung und ist darum zeitlos. Die Gegenwart hat keine Ausdehnung, sondern nur Intensität. Kausalität ist nur in der Zeit denkbar und kennt keine Gleichzeitigkeit von Beziehungen, die nur in einer räumlichen Dimension bestehen können.

082 Ausschließlichkeit ist die Wurzel allen Leidens.

083 Wir stoßen faktisch immer auf irgendeinen Grund, haben aber keinen Grund dafür, daß das unser wirklicher Grund ist und kein anderer, wir hören vielmehr schlicht auf die Begründung weiter fortzutreiben.

084 Magie und kausales Wirken sind an sich Gegensätze.

085 Der Ursachbegriff hat sich aus den Kraftbegriff entwickelt. Kampf zwischen relativistischer und kausaler Naturbetrachtung. Gesetzlichkeit ist kausale Gesetzlichkeit und Kausalität meint Berechenbarkeit.

086 Wir haben die Gewohnheit Gefühle mit sogenannten "Gründen" zu umgeben, zu rationalisieren.

087 Quantenmechanik stellt das Kausalgesetz in Frage.

088 Das Vorhandensein fester Körper beruht auf der Stabilität der Atome.

089 Der Begriff der Ursache ist mythologischer Natur.

090 Das Nichtseiende kann das Seiende nicht erklären.

091 Die Bedeutung eines Symbols ist etwas immaterielles und rein geistiger Natur.

092 Heisenberg ersetzte den Determinismus durch das Unbestimmtheitsprinzip und die Kausalität durch Statistik.

093 Gleichzeitig mit der Kausalität existiert ein akausales Prinzip.

094 Synchronizität ist ein System akausaler Zusammenhänge.

095 Unter Kausalität darf man nicht Ursache und Wirkung, sondern nur Reihenfolge verstehen.

096 Alle Mittel sind Zwischenursachen.

097 Ein Unterschied ist eine Idee.

098 Der teleologische Determinismus, nicht der kausale ist die eigentliche Vernichtung der Freiheit.

099 Wenn die hervorgebrachten Wirkungen keine Beziehung mehr zu ihrer Ursache haben, entsteht Auflösung.

100 Die Ursache gehört zu den relativen Vorstellungen und ist damit nur gedacht und hat kein wirkliches Dasein.

101 Wer auf den Grund der Dinge geht findet dort immer nur sich selber.

102 Es gibt keinen Anfang, der Anfang existiert nur im Kopf.

103 In der kartesianischen wie in der scholastischen Philosophie wurde angenommen, daß die Verknüpfung von Ursache und Wirkung so zwingend wäre, wie logische Zusammenhänge. Der erste wirklich ernsthafte Angriff auf diese Ansicht ging von Hume aus, mit dem die moderne Philosophie der Kausalität beginnt.

104 Gründe sind von Interessen nicht zu trennen.

105 Das Prinzip der Kausalität gilt für die materielle Natur, das geistige Sinnganze kann damit nicht verstanden werden.

106 Zuverläßige Kausalität und die unzuverlässige kausale Gleichzeitigkeit.

107 Der Ägyptizismus ist der hartnäckige Wille einen Anfang zu setzen.

108 Rationalität besteht darin, daß man eine Behauptung begründet.

109 Sinn als Enthebung aus der Fraglichkeit.

110 Die Erfahrung der radikalen Fraglichkeit ist eine Grunderfahrung.

111 Das Kausaldenken ist ein typischer Realismus.

112 Eine Begründung der Destruktivität kann es nicht geben.

113 Weil letzte Gründe immer ewige Gründe sind, kann man die Idee des Grundes mit dem Absoluten gleichsetzen.

114 Der Philosoph soll mit dem Voraussetzungslosen anfangen.

115 Die Kausalitätsverhältnisse lassen sich letztlich nicht logisch begründen, sondern es läßt sich nur psychologisch erklären, daß wir sie fällen. Die naturwissenschaftlichen Gesetze aber sind durchwegs Kausalgesetze. Die ganze Wissenschaft ruht auf dem Kausalitätsgedanken.

116 Raum, Zeit und Kausalität sind die drei voneinander unablösbaren Formen der Objektwelt.

117 Es hat keinen Sinn nach den wirklichen Ursachen der Tatsachen zu fragen, sondern nur nach ihrer Beziehung zu anderen Tatsachen in der Form von Aufeinanderfolge oder Ähnlichkeit.

118 "Der Glaube an die Kausalität ist kaum anders zu bewerten, als der Aberglaube."

119 Bei der Verdichtung unterschiedlicher Elementarteilchen zu Energie handelt es sich um einen akausale Vorgänge.

120 Moral fordert die Realisierung das Unbedingten im Bedingten.

121 Gesetze sind notwendig Allgemeinbegriffe.

122 Das kausalmechanische Denken ist nicht die einzige Sicht der Wirklichkeit, da es nur in der makrophysischen Welt gilt, nicht aber in der mikrophysischen.

123 Wir gelangen in den Grund der Welt, wenn wir uns in den Grund der eigenen Seele versenken.

124 Das Kausalgesetz stammt nicht aus den Erscheinungen selbst, sondern aus unserer dem Geist eigenen Fähigkeit zu verbinden und zu vereinheitlichen.

125 Im Menschen ist der Glaube tief verwurzelt, daß er alles, was er tut, nur deshalb tut, weil er es selber will. Ein Hypnotisierter wird nie auf die Idee kommen, daß er lediglich einen Befehl aus führt, sondern vielmehr, wann auch krampfhaft versuchen, einen einleuchtenden, plausiblen Grund zu finden warum er dies oder das getan hat.

126 Der Analogieschluß hat mit Kausalität nicht das geringste zu tun.

127 'religio' als Rückverbindung des Menschen mit dem Urgrund.

128 Kausalität existiert nicht wirklich in der wahrnehmbaren Welt. Natur als auch Naturgesetze sind Produkte unserer eigenen Vorstellung.

129 Gewalt bildet die Grundlage aller Gesetzgebung.

130 Die Begriffe Ursache/Wirkung haben nur innerhalb einer Wahrnehmungswelt eine Bedeutung.

131 Vollkommene Freiheit ist nicht ohne Zwang denkbar.

132 Im Unendlichkeitshorizont von Zeit, Raum und Kausalität.

133 Aus der Kausalität folgt notwendigerweise die durchgehende Gesetzmäßigkeit allen Geschehens.

134 Die Begriffe Ursache und Wirkung sind nur auf Vorgänge und Prozesse anwendbar, nicht auf Dinge.

135 Kausalität beruht auf beobachteter Gleichförmigkeit.

136 Es ist eine heftige, aber auch blinde Leidenschaft des menschlichen Geistes, eine Gesamtheit von Tatsachen aus einer einzigen Ursache abzuleiten.

137 Das Kausalitätsgesetz verbindet bloß die Erscheinungen, führt aber nicht über sie hinaus.

138 Anzugeben, wann die Ursache aufhört und die Wirkung anfängt, ist in allen Fällen schwer.

139 "Stat pro ratione voluntas." (Statt des Grundes gilt der Wille)

140 Die Kausalität ist die Form unseres Verstandes.

141 Der Fortschritt spielt sich nicht in gerader Linie ab.

142 Wenige erkennen die wirklichen Motive ihrer wichtigsten Handlungen.

143 Die letzte Norm, das höchste Prinzip ist auf keine Weise mehr zu rechtfertigen, weil es eben das letzte ist.

144 Akausalität ist das Nichtbestehen eines Gesetzes, die Gesetzlosigkeit.

145 Das interessante an Hypnose-Experimenten ist, daß der Probant immer einen mehr oder weniger passenden Grund dafür angibt, warum er etwas tut.

146 Das Subjektive ist durch Raum, Zeit und Kausalität bestimmt.

147 Aller Anfang liegt in der Zeit.

148 Wir müssen Vielheit, Entstehen und Vergehen als von Zeit, Raum und Kausalität abhängig begreifen.

149 Menschliches Handeln ist unheimlich komplex und war bei seiner Analyse einseitige Kausalverhältnisse annimmt, muß sich den Vorwurf der groben Vereinfachung gefallen lassen.

150 Die klassische Kausalkette verliert sich ins Unendliche und führt zu keiner geschlossenen Figur.

151 Die verbale oder kausale Welt.

152 Die Ursache ist eine Gewohnheit des Denkens.

153 Kausalität ist eine analogische Fiktion, nur ein Wort.

154 Kausalität ist ein Bild, etwas, das wir in die Dinge hineinlegen.

155 Ursache und Wirkung sind Hypothesen, mit denen wir uns die Welt vermenschlichen.

156 "Kausale Gesetzmäßigkeit ist spekulative Mystik."

157 Raum, Zeit und Kausalität sind die Grundbegriffe unseres Denkens.

158 Wir fragen unaufhörlich nach dem Warum und jede beliebige Ursache, bei der sich der Frager für einen Augenblick beruhigt, nennen wir Ursache.

159 Tag und Nacht werden gewiß nicht als Ursache und Wirkung voneinander aufgefasst.

160 Zufälle sind logisch nebensächlich.

161 Die Quantentheorie kann nicht mit unseren intuitiven Wahrnehmungen von Raum und Zeit oder von Ursache und Wirkung interpretiert werden.

162 Die Logik ist zeitlos, während bei der Kausalität Zeit im Spiele ist.

163 Wenn alle Urteile und Schlüsse des Beweises bedürften, würde das in einen unendlichen Regress führen.

164 Ohne Ursache heißt ohne Grund und ohne Grund heißt nicht allzuleicht: wahnsinnig.

165 Zufall ist mit Gesetzlosigkeit identisch. Es gibt keinen größeren Gegensatz zur Kausalität.

166 "Moralische Zurechnung setzt mithin Freiheit, d.h. Dispens von der Kausalität, voraus."

167 Der Ausgangspunkt ist immer das Problem.

168 Die unbeschränkte Gültigkeit der Kausalität behauptet, daß jedes Ereignis in der Welt unter ein Naturgesetz subsumiert werden kann.

169 Mit den Quanten hört die Kausalität auf.

170 Die kartesianische Methode analysiert die Welt in Teilen und ordnet sie nach Kausalgesetzen.

171 Synchronizität als Bezeichnung für akausale Zusammenhänge zwischen symbolischen Bildern der Psyche und Ereignissen der äußeren Wirklichkeit.

172 Jung sieht in der Synchronizität die "akausale Geordnetheit" von Geist und Materie.

173 Das Reich der Vollkommenheit ist durch einfache, unveränderliche Kausalgesetze gekennzeichnet. (Im Gegensatz zum Reich der Erscheinungen)

174 Wenn irgendein Ereignis stattfindet, so muß in der Regel ein großer Komplex von Bedingungen gegeben sein. Aus diesem Bedingungskomplex greifen wir dann mehr oder weniger willkürlich eine Bedingung heraus und bezeichnen sie als Ursache.

175 "Im Anfang war das Wort."

176 "Im Anfang war die Tat."

177 vier klassische Gründe: Materie, Form, Bedingung, Zweck.

178 Der Verstand ist Verstand durch die Verknüpfung von Ursache und Wirkung, durch Kausalität.

179 Kausalität ist Denk-, Anschauungs- oder Bewußtseinsform.

180 Es ist grundsätzlich unmöglich, alle Ursachenketten zu verfolgen, auch wenn sie ein Ende hätten. Es bleibt also immer ein irrationalisierter, also nicht rationalisierbarer Rest.

181 Früher glaubte man, der Kausalitätsbegriff stammt nicht aus der Erfahrung.

182 "Der Kausalitätsbegriff läßt sich nur aus der Vernunft ableiten."

183 Unser Verstand sucht zu jeder Ursache eine frühere Ursache und zu jedem scheinbaren Anfang einen früheren Anfang, während die Einheitsbestrebungen der Vernunft nach einem Abschluss verlangen.

184 Die Kausalität ist eine Kategorie der Erscheinungswelt.

185 "Die Logik ist ein armseliges Modell von Ursache und Wirkung."

186 Das Wenn-Dann-Verhältnis der Kausalität ist nur in der Zeit möglich. Das Wenn-Dann der Logik ist zeitlos.

187 "Die Henne ist eine Weise eines Eis, ein anderes Ei zu machen."

188 Die Kausalität ist eine Kategorie der Beziehung.

189 Der mechanische Sinn der Kausalbeziehungen ist für die Praxis der Lebensordnung von Bedeutung.

190 "Der Newtonianismus versucht wie der Aristotelismus die Welt zu verstehen, indem er den Zusammenhang zwischen den Vorgängen nachgeht und dies geschieht indem unsere Erfahrungen entsprechend den Kategorien von Ursache und Wirkung geordnet und für jede Erscheinung ihre bestimmenden Kräfte oder Ursachen herausgefunden werden. Die Behauptung, daß dieser Zusammenhang allumfassend, daß kein Vorgang ohne Ursache sei, ist das Postulat der Kausalität."

191 Kausalketten können sich verzweigen. 'Eine' Wirkung kann durch Einwirkung verschiedener einzelner Ursachen hervorgerufen werden, genauso, wie eine Ursache mehr als eine Wirkung verursachen kann.

192 Die Ursache geht der Wirkung immer zeitlich voraus.

193 "Jedes Ergebnis menschlicher Zielsetzung ist für die gesellschaftliche Existenz des Menschen von unbestreitbarer Wichtigkeit, aber man sollte es endlich aufgeben, gesellschaftliche Ereignisse als gesetzmäßige Kundgebungen eines naturnotwendigen Geschehens zu betrachten."

194 Ereignisse sind definitionsgemäß gleichzeitig, wenn zwischen ihnen kein kausales Abhängigkeitsverhältnis besteht.

195 Für Hume ist der Kausalnexus kein physisches Band, sondern als geistiges und ideales gesetzt.

196 Freud sah im psychischen Apparat einen Gegenstand, der denselben Gesetzen von Ursache und Wirkung unterliegt, wie sie der Natur zugesprochen werden. In einem solchen System ist nichts dem Zufall überlassen.

197 Jemand, dem man im Hypnoseschlaf suggeriert hat, er solle beim Erwachen eine bestimmte Tat verrichten, tut dies tatsächlich und erfindet sich zu Rechtfertigung dieser ihm befohlenen Tat oft recht spitzfindige Gründe.

198 Setzung eines Unbedingten als Norm, Wert oder Gut.

199 Das Unbedingte als Grund des Handelns ist nicht Sache der Erkenntnis, sondern des Glaubens.

200 Das Unbedingte kann nicht nachgewiesen werden. Was wir wissen, ist immer ein Bedingtes.

201 Die Zeit zwischen der Ursache und der Wirkung kann verschwindend klein, also auch zugleich sein, weil unsere Sinne für zu geringe Zeitintervalle keine Unterscheidungsmöglichkeit mehr haben.

202 Ideen können als Ursachen von Handlungen betrachtet werden.

203 Es gibt keine Freiheit, wo alles in der Welt lediglich nach den Gesetzen der Natur geschieht.

204 Man kann sich zweierlei Kausalität denken, entweder die Kausalität des Naturgeschehens oder die Ursachen, die dem freien Willen entspringen.

205 Die Kausalität der Erscheinungen beruth auf Zeitbedingungen.

206 Die Freiheit ist das Vermögen, einen Zustand von selbst anzufangen.

207 "Denn sind Erscheinungen Dinge an sich selbst, so ist die Freiheit nicht zu retten."

208 Die Handlungen eines Menschen lassen sich nicht nach den Naturgesetzen erklären.

209 "Kausalität hat gar keine Bedeutung und kein Merkmal seines Gebrauchs, als nur in der Sinnenwelt."

210 Die "Gesetze" der Kausalität sind nicht notwendig, sondern nur praktisch-nützlich.

211 "Nun ist aber der Schluß von einer gegebenen Wirkung auf eine bestimmte Ursache jederzeit unsicher; weil die Wirkung aus mehr als einer Ursache entsprungen sein kann. Dennoch bleibt es in der Beziehung der Wahrnehmung auf ihre Ursache jederzeit zweifelhaft: ob diese innerlich oder äußerlich sei, ob also alle sogenannte äußere Wahrnehmungen nicht ein bloßes Spiel unseres inneren Sinnes seien, oder ob sie sich auf äußere, wirkliche Gegenstände, als ihre Ursache beziehen."

212 Der Gedanke einer ersten Ursache ist unsinnig, weil das Immaterielle keine materielle Bewegung haben kann.

213 Gründe werden kausal gegeben.

214 Kausalität ist eine Denkgewohnheit.

215 Ohne Ursache geschieht nichts.

216 Das Kausalgesetz ist das Gesetz der Natur überhaupt.

217 Mit der modernen Kernphysik und Einstein geschah ein welthistorischer Umbruch in der Rolle der Kategorie dar Kausalität.

218 Die Heisenbergsche Unschärferelation weist eine individuell kausale Betrachtungsweise des atomaren Geschehens als undurchführbar nach. Mit Heisenberg ist der Überprüfbarkeit und begründenden Anwendung der Kausalität eine Grenze gesetzt.

219 Der Betrachtungsweise der Weltordnung von der Natur her entspricht die Kausalität, in Bezug auf das gesellschaftliche Leben sind menschlich gesetzte Normen der Grund des Geschehens.

220 Die Handlungen der Menschen sind nicht kausal erklärbar, sondern nur moralisch.

221 Das Erkenntnisideal des Rationalismus ist die logische Deduktion von Kausalbeziehungen.

222 Die Mathematisierung der Natur macht es möglich, die Welt als eine Summe von Kausalzusammenhängen aufzufassen.

223 Die Wissenschaft entscheidet nichts über den Grund der Dinge.

224 "Der Grund und Boden, auf dem alle unsere Erkenntnisse und Wissenschaften ruhen, ist das Unerklärliche."

225 Das Kausalitätsprinzip kann mit den Naturgesetzen auf eine Stufe gestellt werden.

226 Kausalität ist unmöglich, weil wir das beobachtete Objekt stören.

227 Die auf Zweckmäßigkeit der Dinge gerichtetete Betrachtung ist die teleologische.

228 Eine in der Natur beobachtete Veränderung wird mit einer zweiten, die mit ihr in zeitlichem und räumlichem Zusammenhang steht, so verknüpft gedacht, daß die zweite als von der ersten 'bewirkt' und als ihre notwendige Folge erscheint. Wie kommen wir aber dazu, eine zwingend notwendige Verknüpfung anzunehmen? Wenn ich mich streng auf das beschränke, was ich wahrnehme, so sehe ich nicht mehr, als daß auf den Vorgang A der Vorgang B folgt. Die Wahrnehmung zeigt uns stets nur ein 'Nacheinander', niemals ein 'Wegeneinander'.

229 Wie Leben entsteht hat noch niemand kausal erklären können. "Leben" ist ein Bereich geblieben, der sich kausal nicht erschöpfend erklären, sondern nur unter Zuhilfenahme von Zweckbegriffen beschreiben läßt.

230 Es geht nicht so sehr darum den Ursprung der Welt zu verstehen, als die sittlichen Einrichtungen der Welt zu begründen.

231 "Es ist Mythologie, wenn wir Abstraktionen (Empfindung, Wille) zu Ursachen unserer Seelenzustände machen. Als ob wir das Flußbett, das der Fluß sich doch erst gegraben hat, die Ursache des Flußes nennen wollten."

232 "Die Abstraktion von der Welt wurde zu Ursachen der Welt gemacht, darin steckt tiefste Mystik."

233 "Vorgänge innerhalb der Sinnenwelt der Objekte, für welche die Ursachen fehlen, würden wir 'Wunder' nennen "

234 Wir sprechen von einer Ursache als Sache'.

235 Der Begriff des Anfangs steht mit dem des Unmittelbaren in notwendiger Verbindung.

236 "Statt Anfang sagt man lateinisch auch 'Prinzip' oder griechisch 'arche'. Darunter versteht man nicht das zeitlich, sondern das logisch 'Erste'."

237 "Es gibt keinen physikalischen Gegenstand, 'Kausalität' genannt."

238 "Kausalität ist das Gliederungsprinzip der Erscheinungen, das deren Gegenständlichkeit verbürgt."

239 "Kausalität bedeutet den Kontext der Natur unter dem Gesichtspunkt der Zeit. Nur ist 'Zeit' nicht simple lineare, gliederungslose Erstreckung als Vor und Nach. 'Abschaltung' der Kausalität hieße somit Abschaffung dieses Kontextes, also nichts geringeres, als Abschaffung der zeitlichen Qualitäten der Erscheinungen, Abschaffung also der Physik."

240 Das Prinzip 'Kausalität' ist beherrscht von der Forderung, Ereignisse nach einer Gesetzlichkeit zu bestimmen.

241 "Die Kausalbeziehung galt allezeit als Kriterium für die Objektivität. Kausalität war die Formel für Erkenntnis überhaupt."

242 "Kausalität ist eine primäre Funktion des Gedankens der Gegenständlichkeit".

243 "Kausalität selbst ist keine Ursache; sie ist der Gesichtspunkt, Ursachen im Sinne der Gegenständlichkeit zu setzen."

244 "Die Begründung der Kausalität liegt im Begriff der Begründung selbst, d.h. in dem gegenständlicher Bedingtheit."

245 "Die Logizität des Kausalverhältnisses rechtfertigt es, kausal Erfaßtes dem Sprachgebrauch gemäß als 'verstanden' zu bezeichnen; 'begriffen' zu nennen."

246 "Alles, was in der Zeit geschieht, unterliegt dem Gesetz der Verursachung. Auch unser Bewußtsein, als ein Geschehen in der Zeit".

247 Die Kausalität ist das technische Instrument zur Beherrschung der Natur.

248 "Diese Größen und die Form ihrer gesetzlichen Verknüpfung, durch welche ihr Zusammenhang 'verständlich', als notwendig erscheint, aber werden nicht unmittelbar in dem wahrgenommenen Inhalt der Phänomene vorgefunden, sondern müssen ihm gleichsam erst gedanklich subsumiert und unterbaut werden. Das Sinnlichgegebene wird mit der Form unserer kausalen 'Schlüsse' durchsetzt und durchdrungen und nimmt nun kraft dieser Analysis und Synthesis des Verstandes selbst eine neue Gestalt an. Was zuvor dicht beieinander lag, was durch qualitative Ähnlichkeit oder durch räumlich-zeitliche Nachbarschaft aufs engste miteinander verbunden schien, kann jetzt in weite Ferne rücken - wie andererseits die vom Standpunkt der unmittelbaren Beobachtung einander fernsten Erscheinungen sich auf Grund der gedanklichen Zergliederung als 'einem' Gesetz untergeordnet und insofern wesensverwandt erweisen."

249 Grund und Folge bilden einen unlöslichen Zusammenhang. Kein Grund ohne Folge, keine Folge ohne Grund.

250 "Erfüllen sich die Bedingungen der Setzung, so erfüllen sich auch die der Gegenständlichkeit. Die Art nun, wie Gesetztes jenen Bedingungen genügt, heißt 'Begründung'. Man könnte mithin an Stelle der Rechtfertigung füglich auch von 'Begründung' oder von 'Gegenständlichkeit' sprechen."

251 Der Dogmatismus macht das Ding-ansich zum Realgrund der Dinge.

252 Die klassische Begründungsidee führt dazu, auch politische und soziale Probleme 'more geometrico' zu behandeln.

253 Die Kausalbeziehung ist nicht wirklich beobachtbar.

254 "Alle logischen Kausalitätsvorstellungen müssen als psychologische Beziehungen im Bewußtsein aufgefasst werden."

255 Kausalität und Gesetzlichkeit sind identisch. Erstere besteht in der Form der letzteren.

256 "Eine kausale Erklärung der Totalitäten von den Einzelerscheinungen aus ist nicht nur faktisch, sondern auch prinzipiell unmöglich."

257 Die schöpferische Bedeutung der Persönlichkeit steht im Gegensatz zur mechanischen Kausalität des Naturgeschehens.

258 Befriedigung unseres Kausalitätsbedürfnisses.

259 Kausalität, Gesetz, Begriff sind Kategorien des 'objektivierenden' Erkennens.

260 "Wo sich Begriffe und Regeln an Hand der Kausalitätskategorie entwickeln, spricht Max Weber von nomologischem Wissen."

261 Die juristische Begriffsbildung ist keine kausale.

262 Eine kausale Erklärung einer individuellen Tatsache ist nicht möglich, da schon eine Beschreibung selbst des kleinsten Ausschnittes der Wirklichkeit niemals erschöpfend denkbar ist.

263 Der Begriff der Wahl schließt eine zwingende Kausalität aus.

264 "Die Zeit ist der Begriff des 'früher und später'. Der Begriff des 'früher und später' gründet sich auf die Beziehung zwischen 'Ursache und Wirkung'."

265 "Ein psychisches Faktum wie Interesse kann keine logische Begründungsfunktion übernehmen."

266 "Nehmen wir an, wir hätten es mit einem einzelnen Atom der Sorte Radium B zu tun. Es ist zwar sicher leichter mit vielen solchen Atomen auf einmal, das heißt mit einer kleinen Menge Radium B, zu experimentieren als mit einem einzelnen Atom, aber prinzipiell gibt es wohl kein Hindernis, auch das Verhalten eines einzelnen solchen Atoms zu untersuchen. Dann wissen wir also, über kurz oder lang wird das Radium B-Atom in irgendeiner Richtung ein Elektron aussenden und damit in ein Radium C-Atom übergehen. Im Mittel wird das nach einer knappen halben Stunde geschehen, aber das Atom kann sich ebensogut schon nach Sekunden oder erst nach Tagen umwandeln. Im Mittel heißt dabei, wenn wir es mit vielen Radium B-Atomen zu tun haben, dann wird nach einer halben Stunde ungefähr die Hälfte umgewandelt sein. Aber wir können, und darin äußert sich eben ein gewisses Versagen des Kausalgesetzes, beim einzelnen Radium B-Atom keine Ursache dafür angeben, daß es gerade jetzt und nicht früher oder später zerfällt, daß es gerade in dieser Richtung und nicht in einer anderen das Elektron aussendet. Und wir sind aus vielen Gründen überzeugt, daß es auch keine solche Ursache gibt."

267 "Die Erklärung der Bedeutung ist keine Kausalerklärung, sondern eine Regel über den Gebrauch der Worte. "

268 "Seit Hume haben sich viele Logiker mit der Induktion befaßt und mit der Frage, ob sie logisch zu rechtfertigen ist, ob wir nur glauben oder ob wir 'Grund' haben zu glauben."

269 "Da man aus einem Naturgesetz unendlich viele Konsequenzen ziehen kann, so ist das Ideal einer vollständigen Verifikation unerreichbar."

270 "Unser Problem ist kein kausales, sondern ein begriffliches."

271 Die Erkenntnis der Kausalität, die sich so grundlegend für die Wissenschaft auswirkte, wird ganz sicher durch einen Glauben an die Wirklichkeit der Zeit begünstigt.

272 "Die Liebe sucht keine Ursache..."

273 "..wenn die Erkenntnis sich nicht in sich vollendet, so ist sie der Einseitigkeit des Formalismus ausgesetzt; geht sie aber bis auf den letzten Grund, so kommt sie zu Gott."

274 "Gesetze sind wenn-dann-Beziehungen, aber keine weil-Beziehungen."

275 Humes Analyse des Begriffs der Kausalität ist eine der wichtigsten Leistungen in der Geschichte der Philosophie.

276 "Eine Ursache, die keine Wirkung haben sollte, ist nicht Ursache, wie die Wirkung, die keine Ursache hätte, nicht mehr Wirkung."

277 "Der Mensch der Moderne gebraucht das Schema von Ursache und Wirkung nicht anders, als der Mensch des Altertums von seinen Göttern Gebrauch gemacht hat, nämlich dazu, Ordnung in sein Universum zu bringen - nicht, weil dieses Schema der Wirklichkeit am nächsten kommen würde, sondern allein wegen seiner Zweckdienlichkeit."

278 Kausalität heißt Bedingtheit.

279 "In dem Maße, in welchem der Sinn der Kausalität zunimmt, nimmt der Umfang des Reiches der Sittlichkeit ab."

280 Das oberste Prinzip der Mechanik ist das Beharrungsprinzip; demzufolge ist jeder freie Massenpunkt, allgemeiner jedes freie System in einem Zustande der Ruhe oder der gleichförmigen Bewegung in einer Geraden beharrt.

281 "Was aber alle Hoffnung abschneidet, das Kausalitätsproblem durch den Rekurs auf psychologische Erfahrung zu lösen, ist der entscheidende Umstand, daß wir auf diesem Wege immer nur zu einer 'subjektiven' Notwendigkeit des Gesetzes gelangen können. Bei der Kausalität handelt es sich aber nicht um notwendige Verknüpfung unserer Ideen, mag diese Notwendigkeit psychologisch oder logisch, eine Verknüpfung durch Assoziation, oder ein Zusammenhang von Grund und Folge sein; - sondern um die Verknüpfung einer Idee mit einem Dinge, um das Hinausgehen über die Ideen und die Verhältnisse von Ideen zu den Gegenständen selbst. Hume bestreitet nicht, daß es zwischen den Dingen notwendige Verhältnisse gebe, er beweist nur, daß diese Verhältnisse nicht unabhängig von der Erfahrung, also nicht aus reinen Begriffen erkannt werden können. Auf diesem Punkte erwartet er seinen Gegner, es ist der Punkt seiner Kausalitätstheorie, den keiner vor Kant überhaupt gesehen hatte. Tetens selbst gesteht am Schlusse seiner Auseinandersetzung mit Hume, wir haben keine andere Idee von der objektivischen Verursachung als die innere subjektivische Verursachung im Verstande, also, fügen wir hinzu, hat Hume Recht behalten! Kant erklärt in der Vorrede zur Kritik der praktischen Vernunft, Hume würde sich bei einer solchen subjektiven Notwendigkeit, 'sehr wohl befinden, denn er verlangte nichts mehr, als daß statt aller objektiven Bedeutung der Notwendigkeit im Begriffe der Ursache, eine bloß subjektive, nämlich 'Gewohnheit' angenommen werde'. Dies ist indes nur zum Teil richtig. Hume hat sich nicht mit der Berufung auf subjektive Notwendigkeit zufrieden gegeben, sondern diese Notwendigkeit aus einem objektiven Verhältnis, nämlich der Beständigkeit der gleichen Folge unter gleichen Voraussetzungen, erklärt. Die Gewohnheit, weit entfernt das Kausalverhältnis zu erschöpfen, ist selbst eine Folge beständiger Sukzession, und diese eine vera causa, deren Stattfinden in der Erfahrung nachweisbar ist. Aus der objektiven Seite der Kausalverbindung leitet Hume den Eindruck der Überzeugung oder des Glaubens, infolge der Gewohnheit, als die subjektive Notwendigkeit der ursächlichen Schlüsse ab; als ist die letztere das Problem, das er löst, nicht eine Ausflucht, bei der er sich zufriedenstellt."

282 Begreifen heißt aus Gründen ableiten.

283 Der begriffliche Zusammenhang von Grund und Folge ist kein Fall von Verursachung, sondern ein Fall von Identität.

284 Was wir uns in einem Verhältnis von Ursache und Wirkung verbunden denken, denken wir uns als notwendig verbunden. Die Wirkung so glauben wir, folgt nicht bloß auf die Ursache, sie erfolgt aus ihr, geht aus ihr hervor; sie ist von der Ursache abhängig, so daß sie ohne eine solche nicht eintreten konnte. Das Verhältnis der Kausalität ist ein Verhältnis notwendiger Verknüpfung, und diese Notwendigkeit in der Beziehung von Ursache und Wirkung ist das eigentliche Problem.

285 Jeder Zustand geht durch unwahrnehmbare Grade in den nächsten über.

286 "Die Kausalität ist das Postulat der Begründung der Veränderung, das Prinzip dieser Begründung - der Grundsatz der Identität."

287 Alle Ursachen liegen im Bewußtsein.

288 "Der Nachdruck der Kausalität liegt in der Möglichkeit, die Vorgänge, welche zeitlich getrennt sind, durch einen Schluß zu verbinden."

289 "Jede Ursache wirkt, indem sie existiert, und existiert, indem sie wirkt. Ursache und Wirkung können weder im Begriffe, noch in der Sache getrennt werden, sie sind 'gleichzeitig', und ihre Unterscheidung ist ein bloßes Verhältnis der Auffassung."

290 Der Wille ist die Kausalität von innen gesehen.

291 "Das Windelbandsche 'Prinzip der Konsequenz' bedeutet ihm, daß alles Untersuchen und Überlegen, Beweisen oder Widerlegen aussichtslos wäre, wenn nicht ein vernünftiges Bewußtsein einen normativen Zwang anerkennen würde, daß z.B. mit dem Grunde die Folge gesetzt oder etwa mit der Folge auch der Grund aufgehoben ist."

292 "Die Fundamentaltatsache, die aller logischen Begründung zugrunde liegt, besteht darin, daß wir zwischen unseren Vorstellungen den Wertunterschied des Wahren und des Falschen machen."

293 "Die wahren Anfänge und Grundlagen der Erkenntnis sind überall objektive Einheiten."

294 "'Gegebenes' gibt es nur im Sinne einer gestellten Aufgabe, nicht aber als ein Datum der Erkenntnis. Das vermeintlich Erstgegebene ist eigentlich vielmehr das Gesuchte."

295 Das Prinzip der Kausalität gleicht einem Trieb unseres Verstandes, alles Geschehen als gesetzmäßig, d.h. als begreiflich zu betrachten.

296 "in principio" = lat. im Anfang

297 "Wer das Leben fragte tausend Jahr: Warum lebest du? - Könnte es antworten, es spräche: "Ich lebe,- damit ich lebe." Das kommt daher, weil Leben aus seinem eigenen Grunde lebt und aus seinem eigenen quillt. Darum lebt es ohne Warum, nur sich selbst lebend. Ebenso, fragte man einen wahrhaft (echten) Menschen, der aus seinem Grunde wirkt: Warum wirkest du deine Werke? er würde nicht anders sprechen als: 'Ich wirke, damit ich wirke'."

298 Notwendigkeit ist etwas, das im Geist besteht, nicht in den Gegenständen.

299 "Trieb" und "Instinkt" als Personifikation der Ursache eines Verhaltens.

300 Die empirische Feststellung sagt uns allein, was ist, erklärt aber nicht "warum". Berkeley und Hume waren, als sie die von Vorstellungen unabhängige Realität materieller Substanzen leugneten, notwendigerweise in Konflikt geraten mit der "communis opinio", dem allgemeinen Denken, das sich an das Sein der physischen Objekte hält.

301 das Bedingte ist das Kausierte / das Schlechthingesetztsein ist das Kausiertsein

302 Das moralisch Böse ist im Gegensatz zum religiös Bösen 'rational', da es auf Übereinkunft beruht.

303 "Bei der Identität wissen wir von vornherein, daß sie zum Scheitern verurteilt ist; und zwar nicht nur hinsichtlich des gesamten Bereiches der Tatsachen, auf die sie sich bezieht, d.h. des ganzen Universums, sondern auch bei der Erklärung jeder einzelnen Tatsache. Kein einziger Vorgang ist vollständig erklärbar, auch der unbedeutendste nicht. Wir mögen noch so viel versuchen, den Vorgang auf andere zurückzuführen, ihn durch immer einfachere zu ersetzen; jede solche Zurückführung bedeutet einen Riß in der Identität, bei jeder geben wir einen Fetzen von ihr auf, und schließlich bleiben an den Endpunkten unserer Erklärung die beiden Rätsel, die übrigens nur verschiedene Aspekte von ein und demselben Rätsel sind: die Empfindung und die abzielende Wirkung zurück. Um dieses doppelte Rätsel zu lösen, das offenbar der Natur zutiefst zugrunde liegt, müßten wir die wirkende Kausalität begreifen, d.h. die Wechselwirkung dar Substanzen; von ihr aber wissen wir, daß sie unserem Verstande unzugänglich, daß sie irrational ist."

304 Die Qualität der Empfindung bleibt immer unerklärt, wie man es auch anstellen mag.

305 Wir wissen allenfalls 'wie' die Dinge sich verändern, aber nicht warum. (Warum hat Wasser bei 4° Celsius seine größte Dichte?)

306 Der Kausalismus und die Kausalisten

307 Das Prinzip der Kausalität bezeichnet Meyerson auch als 'Kausaltrieb', der uns befiehlt im Wechsel der Erscheinungen etwas Beharrliches zu suchen. Wir haben ein Kausalitätsbedürfnis.

308 Dem tiefsten aller Mysterien, dem Mysterium des "Warum" (aller Gesetzmäßigkeiten, des "Warum" allen Werdens) vermag der menschliche Geist nur bewunderndes Staunen entgegenzubringen.

309 Das "Prinzip der Kausalität" ist die dem menschlichen Geist innewohnende Tendenz, überall das Identische, sich selbst Gleichbleibende aufzuspüren.

310 "Es bedeutet also eine unerfüllte Aufgabe, die Ursachen irgendeiner Erscheinung aufzuzählen. Man muß die Aufgabe begrenzen und sich mit einer teilweisen Erfüllung zufrieden geben. Aus diesem Grunde gleichen wir alle, wenn wir von Ursachen sprechen den Kindern, die mit den unmittelbaren Antworten auf ihre Fragen zufrieden sind; oder besser noch: jenem gläubigen Hindu, dem die Brahmanen erklären, daß die Erde auf dem Rücken eines Elefanten ruht, der seinerseits auf einer Schildkröte steht; diese aber sitzt auf einem Walfisch."

311 Kausalität und Quantenphysik: Um Kausalität in einem strengen Sinne auf physikalische Vorgänge anwenden zu können, müssen wir imstande sein, genau festzustellen, in welchem Zustand sich ein physikalisches Objekt sich zu einer bestimmten Zeit befindet, so daß wir bei angemessener Kenntnis eines bestimmten Kausalgesetzes voraussagen können, in welchem Zustand wir dasselbe Objekt eine kurze Zeit später antreffen werden. Aber solche Zustände lassen sich nicht beliebig genau beobachten, und zwar aus Gründen, die zur Konstitution der physikalischen Welt zu gehören scheinen. Beobachten als solches verändert gegebene physikalische Situationen weil keine Beobachtung möglich ist, ohne daß sich zwischen dem zu beobachtenden Sachverhalt und dein Beobachter und seinen Instrumenten ein physikalischer Vorgang abspielt. Und da der Betrag dieser Einwirkung oder Interferenz nicht um weniger als eine Quantität herabgesetzt werden kann, ist der Genauigkeit, mit der wir vorliegende Zustände des beobachteten Objekts erkennen können, eine Grenze gesetzt. So werden der "wirkliche" Ort und sein "wirkliche'' Geschwindigkeit - oder wenigstens eine dieser beiden Eigenschaften in einem gegebenen Fall - innerhalb gewisser Grenzen etwas unbestimmte Begriffe. Wenn wir statt dessen hinsichtlich das Ortes und der Geschwindigkeit des Objektes nur von Wahrscheinlichkeitsverteilungen sprechen, dann bleiben wir innerhalb das Bereiches wirklich zugänglicher Tatbestände. Wenn wir aber so weit gekommen sind, so entdecken wir, daß uns auf unserem Wege die Kausalität verloren gegegangen ist. Das Kausalprinzip verlangt genauere Bestimmtheit und Voraussage, in unserer neuen Physik der Wahrscheinlichkeitsverteilungen gibt offenbar aber keine wirklich genaue Bestimmtheit von Situationen und keine genauen Voraussagen. Hier scheint zu folgen, daß es in einer solchen Physik auch kein Kausalprinzip gibt.

312 "Erklärung' nennen wir's: aber 'Beschreibung' ist es, was uns vor älteren Stufen der Erkenntnis und Wissenschaft aus zeichnet. Wir beschreiben besser - wir erklären ebensowenig wie alle Früheren. Wir haben da ein vielfaches Nacheinander aufgedeckt, wo der naive Mensch und Forscher älterer Kulturen nur zweierlei sah, 'Ursache' und 'Wirkung', wie die Rede lautete; wir haben das Bild der Werdens vervollkommnet, aber sind über das Bild, hinter das Bild nicht hinausgekommen. Die Reihe der 'Ursachen' steht viel vollständiger in jedem Falle vor uns. Wir schließen: dies und das muß erst vorangehen, damit jenes folge aber 'begriffen' haben wir damit nichts. Die Qualität, zum Beispiel bei jedem chemischen Werden, erscheint nach wie vor als ein 'Wunder', ebenso jede Fortbewegung; niemand hat den Stoß 'erklärt'. Wie könnten wir auch erklären! Wir operieren mit lauter Dingen, die es nicht gibt, mit Linien, Flächen, Körpern, Atomen, teilbaren Zeiten, teilbaren Räumen -, wie soll Erklärung auch nur möglich sein, wenn wir alles erst zum 'Bilde' machen, zu unserem Bilde! Es ist genug, die Wissenschaft als möglichst getreue Anmenschlichung der Dinge zu betrachten, wir lernen immer genauer uns selber beschreiben, indem wir die Dinge und ihr Nacheinander beschreiben. Ursache und Wirkung: eine solche Zweiheit gibt es wahrscheinlich nie - in Wahrheit steht ein Kontinuum vor uns, von dem wir ein paar Stücke isolieren; so wie wir eine Bewegung immer nur als isolierte Punkte wahrnehmen, also eigentlich nicht sehen, sondern erschließen. Die Plötzlichkeit, mit der sich viele Wirkungen abheben, führt uns irre; es ist aber nur eine Plötzlichkeit für uns. Es gibt eine unendliche Menge von Vorgängen in dieser Sekunde der Plötzlichkeit, die uns entgehen. Ein Intellekt, der Ursache und Wirkung als Kontinuum, nicht nach unserer Art als willkürliches Zerteilt- und Zerstückt-sein, sähe, der den Fluß des Geschehens sähe - würde den Begriff Ursache und Wirkung verwerfen und alle Bedingtheit leugnen."

313 "Erhebe dich über dein Leben wie über dein Leiden, sieh hinab in die Gründe und die Grundlosigkeit."

314 "Unverzagt! / Wo du stehst grab tief hinein! / Drunten ist die Quelle! Laß die dunklen Männer schrein: / stets ist drunten - Hölle."

315 "Die Sprachwirkung ist die ins Subjekt eingeführte Ursache."

316 "..daß wirkliche Einzelwesen die einzigen 'Gründe' sind, deshalb ist die Suche nach einem 'Grund' immer die Suche nach einem oder mehreren wirklichen Einzelwesen."

317 "Wir haben keinen 'Eindruck' von 'Gewohnheit', genauso wie wir auch keinen 'Eindruck' von 'Ursache' haben. Ursache, Wiederholung und Gewohnheit, sie alle sind vom gleichen Schlag."

318 "Begründungen und Rechtfertigungen werden nicht 'festgestellt', sondern 'hergestellt'."

319 Wenn wir die physikalisch-chemische Kausalkette verfolgen, kommen wir irgendwann an eine Stelle, an der die experimentelle Nachprüfung den Vorgang selbst stört und verändert.

320 "...eine tiefsinnige Wahnvorstellung jener unerschütterliche Glaube, daß das Denken, an dem Leitfaden der Causalität, bis in die tiefsten Abgründe des Seins reiche..."

321 "Raum und Zeit, deren Vereinigung durch die Kausalität eben ist die Materie."

322 "... zwischen zwei absolut verschiedenen Sphären wie zwischen Subjekt und Objekt giebt es keine Causalität, keine Richtigkeit, keinen Ausdruck..."

323 "Glaube ist das Ergriffensein von etwas, das uns unbedingt angeht."

324 "So wie Gott ohne Warum wirkt und kein Warum kennt, - ganz in der gleichen Weise, wie Gott wirkt, so auch wirkt der Gerechte ohne Warum; und so, wie das Leben nur seiner selbst willen lebt und kein Warum sucht, um dessentwillen es lebe, so auch kennt der Gerechte kein Warum, um dessentwillen er etwas tun würde."

325 David Hume hat den scheinbar so klaren Ursachbegriff auf eine Gewohnheit des Denkens zurückgeführt.

326 Der Egoismus ist das einzige Motiv der Handlungen der Menschen.

327 Kausalität ist eine Relation 'zwischen' Ursache und Wirkung.

328 Kausal oder besser funktional.

329 "Jede Determinierung und jedes Kausalverhältnis ist ein Erzeugnis der Objektivierung, sie existieren nur in der Welt der Objekte."

330 "Wissenschaftliche Erkenntnis ist als solche Erkenntnis aus dem Grunde. Den Grund von etwas erkennen, heißt die Notwendigkeit davon, daß es sich so und so verhält, einsehen."

331 Synchronistische Phänomene sind Erscheinungen eines "ursachelosen" Angeordnetseins, gleichsinnige Vorgänge zwischen Psyche und Natur.

332"Was Wissenschaft vor allem zu Wissenschaft macht ist Erklärung oder Begründung."

333 Die Gesetze der Gerechtigkeit haben keinen Anfang in der Zeit.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.