Kampf
siehe auch Krieg, Konflikt, Gewalt, Frieden, Widerspruch, Gegensatz, Konkurrenz, Moral

001 "Denn nicht auszuscheiden ist aus allem Kulturleben der Kampf. Man kann seine Mittel, seinen Gegenstand, sogar seine Grundrichtung und seine Träger ändern, aber nicht ihn selbst beseitigen. Er kann statt ein äußeres Ringen von feindlichen Menschen um äußere Dinge ein inneres Ringen sich liebender Menschen um innere Güter und damit statt äußeren Zwangs eine innere Vergewaltigung sein oder endlich ein inneres Ringen innerhalb der Seele des Einzelnen selbst mit sich selbst bedeuten, - stets ist er da, und oft um so folgenreicher, je weniger er bemerkt wird, je mehr sein Verlauf die Form stumpfen oder bequemen Geschehenlassens oder illusionistischen Selbstbetrugs annimmt oder sich in der Form der 'Auslese' vollzieht. 'Friede' bedeutet Verschiebung der Kampfformen oder der Kampfgegner oder der Kampfgegenstände oder endlich der Auslesechancen und nichts anderes."

002 Menschlichkeit setzt dem Kampf eine Grenze, die man nicht so ohne weiteres Überschreiten kann.

003 Politik ist Herrschaft und der Kampf um Herrschaft. Konkurrenz führt zu Kampf.

004 Jeder Keim strebt zur Entwicklung, auch gegen Widerstände, was als Kampf ums Dasein interpretiert werden könnte.

005 Der Kampf gegen Dummheit und Heuchelei macht schließlich auch die besten Kämpfer dumm und verlogen.

006 Kampf gegen die Natur, ums Dasein, der Existenzkampf.

007 Jede Knappheit von Lebensnotwendigem bedeutet Feindschaft und Kampf.

008 Zu streiten bedeutet sich zu unterscheiden und im Gegensatz zu etwas anderem zu stehen. Je weniger jemand kämpft, desto schwächer ist seine Identität.

009 Befreiungskampf

010 Kampf als Lösungsversuch bei Meinungsverschiedenheiten.

011 Der Kampf gegen das Böse ist der Kampf gegen die Macht.

012 Der Wirtschaftskampf ist letzten Endes ein Machtkampf.

013 Einem Gefecht zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dem Weg zu gehen ist eine Form des Kampfes.

014 Individualismus bedeutet nur allzuoft Wettbewerb, Zwist und Kampf.

015 Nicht Kampf, sondern Arbeit heißt die Losung.

016 Der Kampf ist die Grundform aller Existenz. Leben ist kämpfen.

017 Kritik als Form des Kampfes gegen symbolische Gewalt.

018 Der Mensch kämpft vor allem mit seiner Schuld.

019 Man gehorcht, weil man nicht mit Aussicht auf Erfolg kämpfen kann.

020 Der Krieger erntet dort, wo er nicht gesät hat.

021 Der Kampf gegen Alter, Krankheit, Schmerz und Tod.

022 Der ewige Kampf zwischen unvereinbaren Gegensätzen, wie etwa Sein und Schein.

023 Wer die Gewalt nicht bekämpft, macht sich an ihr und ihren Auswirkungen mitschuldig.

024 Der wirkliche Kampf des Lebens ist der Kampf des Menschen gegen sich selbst.

025 F euer bedeutet Kampf.

026 Der Egoismus ist Ausgangspunkt allen Kampfes.

027 Praxis ist immer eine kämpferische Praxis, da sie immer gegen verhärtete Verhältnisse, Strukturen und Denkweisen vorgehen muß.

028 Der Kampf mit den kleinen Gewohnheiten läßt den Menschen sehen, woraus er besteht.

029 Parteinahme und Kampf sind das Wesen des Politikers.

030 Das Wahre, Gute und Schöne existieren nur im Vergleich zum Falschen, Bösen und Häßlichen und wachsen immer nur im Kampf untereinander. Dieser Kampf wird in Ewigkeit fortdauern. Das ist das Gesetz der Entwicklung. Nur Unterscheidung und Kampf ermöglichen eine Entwicklung.

031 Der Kampf zwischen denen, die das Sein vorwiegend in die Ideen setzen und denen, die hauptsächlich das Körperliche als seiend annehmen. (Idealismus/ Materialismus)

032 Rechtsstreit.

033 "Das Böse, oh Glaukos, wird nicht verschwinden von der Erde."

034 Bestrebungen und Begierden verschiedenen Rangs liegen ständig im Kampf miteinander.

035 Jede Stufe der Objektivation des Willens macht der anderen Materie, Raum und Zeit streitig.Der wahre Schauplatz des Ringens um Wahrheit ist das menschliche Gewissen.

036 Politik ist immer Machtkampf.

037 Der Kampf gegen den Krieg ist ein Kampf gegen den Staat.

038 Dem Geist ist bestimmt zu kämpfen.

039 Kampf um die Autonomie von Gemeinschaften und einzelner Menschen.

040 Eine politische Partei ist eine Kampforganisation.

041 Auch im absoluten Überfluß geht der Kampf um die Güter weiter.

042 Konkurrenz als scheinfriedliche, zivilisierte Kampfmethode.

043 Letztlich begründen die politischen Parteien ihre Kämpfe philosophisch.

044 Wer kämpft schafft zwangsweise Ego.

045 "Kampf muß sein, denn alles Leben ist Kampf irgendeiner Art."

046 "Jeder Kampf entfaltet sich um ein Machtzentrum. Die Machtzentren namhaft zu machen ist bereits Kampf."

047 Der gute Glaube an sein Recht allein verleiht dem Kampf seine ethische Existenzberechtigung.

048 Der uralte Kampf zwischen Gesetzlichkeit und Gewaltsamkeit, zwischen Recht und Macht, zwischen dem Streben nach Gerechtigkeit und dem Streben nach Vorherrschaft.

049 Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf.

050 Wenn wir leben wollen, müssen wir uns unterwerfen, oder kämpfen.

051 Das Gesetz hat angeblich alle Privilegien der Geburt vernichtet, der Kampf um den Vorrang soll nun durch die Tüchtigkeit des Einzelnen entschieden werden.

052 Die Natur läßt sich nur besiegen, wenn man ihr gehorcht.

053 Solange ich kämpfe, werde ich von Hoffnung bewegt. Die Bedeutung des Willens für die Kampfmoral.

054 Gewalt und Betrug sind im Kampf die Kardinaltugenden.

055 Der Kern jeder Neurose ist der Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit.

056 Wissen und Theorie als Instrument und System des Kampfes.

057 Zwei Gegner, die darum streiten, ob eine Theorie richtig oder falsch ist, stehen immer noch auf demselben Boden.

058 Unversöhnbarkeit sich grundsätzlich widerstreitender Weltanschauungen.

059 Gleichheit, die nicht erkämpft ist, ist eine falsche Gleichheit.

060 Gewaltfreie Kampfmethoden sichern den demokratischen Charakter des Widerstandes.

061 Die marxistischen Parteien legen auf die Moral beim Kampf weniger Wert.

062 Innerhalb jeder Gemeinschaft gibt es einen unaufhörlichen Kampf verschiedener und gegensätzlicher Interessen.

063 Der politische Konflikt ist die rationalisierte Form des Kampfes um soziale Vorherrschaft.

064 Der Kampf ums Glück als Kampf um den Platz an der Sonne

065 Politische Entscheidungsbefugnis wird vermittels eines Konkurrenzkampfes um die Stimmen des Volkes erworben.

066 Der ökonomische Kampf darf vom politischen nicht getrennt gesehen werden.

067 Der Kampf um die Macht ist das beste Mittel, um die Macht zu erhalten.

068 Wer die Freiheit will, der muß nicht nur gegen die Herren, sondern auch gegen die Sklaven kämpfen.

069 Das Infragestellen ist eine Form des Kampfes gegen Autoritäten.

070 Nur 'der' Kampf befriedigt, der die eigenen Fähigkeiten bis an die Grenzen beansprucht. Bedürfnis zu kämpfen und zu wetteifern als Teil der Selbstverwirklichung.

071 "Wer mit dem Augenschein im Kampf liegt, der wird niemals der echten Gemütsruhe teilhaftig werden."

072 Der Emanzipationskampf des Menschen darf sich nicht nur auf die materielle Ausbeutung beschränken, sondern muß auch die geistige Ausbeutung umfassen.

073 Das Solidaritätsgefühl ist ein weit wichtigeres Naturgesetz, als der Kampf ums Dasein.

074 Kampf bedeutet Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit bedeutet Leben, Gleichförmigkeit ist der Tod.

075 Jeder Kampf ist lokal.

076 Eine identifizierbare Macht gibt es nicht.

077 Der Kampf des Jahrhunderts ist gegen den Staat zu führen.

078 Wo es Macht gibt, gibt es Widerstand. Der Widerstand liegt niemals außerhalb der Macht. Man muß den Kampf in seiner Abhängigkeit zur Machtbeziehung erfassen. Die Macht gehört zur Ordnung der Beziehung.

079 Oft ist die Flucht der Selbsterhaltung dienlicher, als der Kampf.

080 Der wirtschaftliche Existenzkampf um eine überlegene Stellung und Position.

081 In jedem Ding wohnt ein Kampf der Gegensätze.

082 Immer besteht die Gefahr, sich auf vorübergehende Kämpfe zu beschränken.

083 Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit

084 Kämpfer sein heißt Tier sein.

085 Jeder Kampf führt die Einseitigkeit mit sich. Wer nicht einseitig ist, kann nicht kämpfen.

086 In der Schlacht gibt es keine Gesetze des Anstands.

087 Der Ort des wirtschaftlichen Kampfes ist der Arbeitsplatz.

088 Der Widerspruch ist die zugleich allgemeine und konkrete Form des Kampfes.

089 Was nicht zu besiegen ist, kann man nur zerstören.

090 Kampf, Konflikt und Zwist als imaginäre Form der Differenz.

091 Der Kampf als Grenzsituation der Konkurrenz.

092 Menschenrechte sind der Kampf gegen Privilegien.

093 Ohne Kampf zwischen den Gegensätzen kann es keine Identität geben.

094 Die Vorschrift des Nichtwiderstrebens verbietet nicht jeden Kampf gegen das Böse, sondern nur den gewaltsamen Kampf.

095 Dialektik ist die Lehre, wie Gegensätze identisch sein können.

096 Grundkonzeption der Moral ist der Kampf der Vernunft mit dem bloß Sinnlichen.

097 Bisweilen wird die Schmach des Verlustes der Selbstständigkeit dem Kampf und dem Tod vorgezogen.

098 Unter dem Gesichtspunkt des Überlebens ist es besser zu kämpfen und besiegt zu werden, als sich kampflos zu ergeben.

099 Der Kampf zwischen Leben und Tod als Kampf ums Überleben.

100 Der politische "Betrieb" macht eine Schulung im Kampf um die Macht und in dessen Methoden erforderlich.

101 Kampf als Lebensprinzip.

102 Wo gekämpft wird, kämpft man um Macht.

103 Konflikte führen oft zum Kampf.

104 Kampf um die Anwendung freier Kritik auf die Überlieferungen der Religion noch im letzten Jahrhundert.

105 Kampf zwischen gut und böse.

106 Kampf für wirtschaftliche Gerechtigkeit.

107 Es gibt Kämpfe und Konflikte, die töten und solche, die der Menschheit weiterhelfen.

108 Überall liegt die Sinnlichkeit im Kampf mit der Logik.

109 Am Ende des Kampfes der Motive steht die Wahl.

110 Friede bedeutet Verschiebung der Kampfformen und nichts anderes.

111 "Gefühl der Sinnlosigkeit des Kampfes."

112 Kampf der Medizin gegen das Leiden.

113 Ideologische Wissenschaft ist ein bequemes Mittel für den politischen Machtkampf.

114 "Der alte Kampf geht weiter, der Kampf zwischen den kleinen Genüssen und dem großen Leid. Vernunft und Gefühl kämpfen einen tödlichen Kampf in mir..."

115 Kein Wissen ist sicher, alles wissen ist Vermutungswissen. Das macht den Kampf gegen das dogmatische Denken zur Pflicht.

116 "Energie aus Verzweiflung geboren wird niemals besiegt."

117 Der Kampf kann durchaus auch Mittel der Liebe sein.

118 Der Kampf der praktischen Interessen.

119 "Ihr müßt nämlich wissen, daß es zweierlei Kampfweisen gibt: die eine mit der Waffe der Gesetze, die andere mit bloßer Gewalt; die erste ist dem Menschen eigen, die zweite den Tieren; da aber die erste oftmals nicht ausreicht, ist es nötig, auf die zweite zurückzugreifen."

120 der Kampf der Meinungen.

121 In der Darwinschen Theorie vom Kampf ums Dasein wurde die Natur als ein ungeheures Schlachtfeld aufgefaßt, auf dem die Schwachen von Starken erbarmungslos niedergetreten werden, und glaubte in der Tat, daß innerhalb jeder Gattung eine Art dauernder Bürgerkrieg stattfindet, welcher durch naturgesetzliche Notwendigkeiten bedingt sei.

122 Die weitaus größte Zahl der Menschen ist gezwungen, einen brutalen Kampf ums Dasein in Sorge und Entbehrung auszufechten.

123 Die prinzipiell politikfeindlichen Interessenkämpfe.

124 "Wahrheit in der Welt ist im Kampf. Philosophie treibt diesen Kampf aufs Äußerste, aber nimmt ihm jede Gewalt."

125 "Es ist besser, im Kampf getötet zu werden, als passiv durch Hunger und Elend zu verhungern."

126 "Das Wirkliche ist ganz nah. Sie brauchen nicht danach zu suchen; und ein Mensch, der die Wahrheit sucht, wird sie niemals finden. Wahrheit ist das, was ist, und das ist das Schöne daran. Aber in dem Augenblick, wo sie sich einen Begriff davon machen, wo sie danach suchen, fangen sie an zu kämpfen; und ein Mensch, der kämpft, kann nicht verstehen. Deshalb müssen wir still sein, beobachtend, passiv aufmerksam."

127 "Rationale Wirtschaft in sachlicher 'Betrieb'. Orientiert ist sie an 'Geld'preisen, die im Interessenkampf der Menschen untereinander auf dem 'Markt' entstehen. Ohne Schätzung in Geldpreisen, also: ohne jeden Kampf, ist keinerlei 'Kalkulation' möglich. Geld ist das Abstrakteste und 'Unpersönlichste', was es im Menschenleben gibt. Der Kosmos der modernen rationalen kapitalistischen Wirtschaft wurde daher, je mehr er seinen immanenten Eigengesetzlichkeiten folgte, desto unzugänglicher jeglicher denkbaren Beziehung zu einer religiösen Brüderlichkeitsethik."

128 Politik ist in ihrer Praxis immer ein Kampf um Mittel.

129 "So tritt das Gute in Beziehung auf 'Anderes', das Böse, und diese Beziehung ist der Kampf."

130 Nachdem aller Kampf vorüber ist besteht wieder die Pflicht zu arbeiten.

131 "Ohne Lust kein Leben; Der Kampf um die Lust ist der Kampf um das Leben."

132 Kampf nennen wir das Streben, den eigenen Willen gegen einen widerstrebenden anderen durchzusetzen.

133 Zwischen 'Gott' und 'Teufel' herrscht ein unüberbrückbarer, tödlicher Kampf. Zwischen diesen gibt es keine Relativierungen und Kompromisse.

134 Im Parlament wird der politische Kampf auf den Wahlkampf beschränkt.

135 "Da griff der (Erzbischof) zu Mitteln des geistigen Kampfes; auf einmal wurden die Zehentverweigerer zu Teufelsanbetern gemacht."

136 Im Kampfe sollst du dein Recht finden.

137 Gewaltlosigkeit als Kampfmethode.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.