Idee
Wilhelm Schuppe - Was sind Ideen?   
    p-2siehe auch Denken, Allgemeinheit, Logik, Analogie, Abstraktion, Theorie, Wissen, Wirklichkeit, Geist, Ideal

001 Im praktischen Leben haben die Interessen Vorrang vor den Ideen, aber das Leben ist nicht nur praktisch.

002 Wert und Wirklichkeit sind Angelegenheiten unserer geistigen Haltung und nicht einer begrifflichen Objektivität.

003 Sprache ist interpretationsbedürftig im Sinne eines "das soll heißen".

004 Die Idee als Ordnungsprinzip.

005 Das wahre Sein besteht in der Idee und nicht in der Wirklichkeit.

006 Die Idee ist ihrem Wesen nach nicht der Zeit unterworfen.

007 Das Symbol ist die Basis allen Vorstellens, es vertritt die Sache quasi in absentia.

008 Bewußtwerdung ist Weltwerdung durch Unterscheidung. Das Bewußtsein erzeugt unsere Vorstellungen.

009 Wir lassen uns mehr von der Vorstellung, als von der Wahrnehmung leiten.

010 Die Sprache macht zwischen der Vorstellung des Dings und dem wirklichen Ding keinen Unterschied. Darin liegt ihr verwirrender Charakter.

011 Aller Wertgehalt liegt bei den Ideen.

012 Ideologie als Lehre von den Ideen.

013 Ideologie als Lehre von den Ideen.

014 Idee wird oft mit Begriff verwechselt.

015 Der Begriff ist die Allgemeinvorstellung.

016 Hinter jedem Begriff steckt ein Vorstellungsvorrat.

017 Alle Tatsachen sind schon auf eine bestimmte Weise gesehen und damit wesentlich ideell.

018 "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland."

019 Jede Idee, die nicht zum Ideal wird ertötet in der Seele eine Kraft und schwächt das menschliche Tatvermögen.

020 Wir sollten nicht von Ereignissen und Tatsachen, sondern nur von Ideen sprechen.

021 Ideen haben und wahrnehmen ist ein und dasselbe.

022 Euer Handeln beruht immer auf einer bestimmten Idee.

023 Das Wort Idee ist in seinem elementaren Sinn mit "Unterschied" synonym.

024 Furcht besteht nur in der Beziehung zu einer Idee.

025 Wir haben eine Menge fertiger Redewendungen und Vorstellungen.

026 Ideen haben Allgemeinheitsgrade.

027 Ein Unterschied ist eine Idee.

028 Wahrnehmen, denken, zweifeln, glauben, schließen, erkennen, wollen - alles Ideen.

029 Vorstellung, Gefühl, Wille: die drei wesentlichen Bewußtseinsformen.

030 Der Idealbegriff eines Vogels deckt sich mit keinem Vogel in der Wirklichkeit.

031 In der Wirklichkeit ist alles unterschiedslos. Unterschiede gibt es erst, wenn etwas sein soll.

032 Zwangsvorstellungen.

033 In den Denkgesetzen der Logik verbirgt sich das Gesollte.

34 Die Idee 'drei' und die Idee 'gelb'.

035 Wenn wir eine uns unbekannte Pflanze erblicken, besitzen wir zwar eine Idee von ihr, können aber nur mit Hilfe einer Beschreibung über sie sprechen, da wir keinen Namen für sie haben.

036 Die Idee 'Schwan' enthält folgende Bestandteile: weiße Farbe, langer Hals, roter Schnabel, schwarze Beine, etc.

037 Es gibt Ideen, die unserer Sinneswahrnehmung zugänglich sind und solche, die es nicht sind.

038 Wörter sind wahrnehmbare Kennzeichen der Ideen.

039 Abstrakte Ideen ermöglichen die gruppenweise Betrachtung der Dinge.

040 Die Bedeutung der Wörter liegt in den Ideen, die sie vertreten.

041 Unser Wissen besteht in der Wahrnehmung des Unterschieds zwischen verschiedenen Ideen.

042 Die Wörter bleiben zwar gleich, aber die Ideen können sich ändern.

043 Wir hypnotisieren uns selbst mit Worten und Formeln mit denen wir unsere Handlungen benennen und verdunkeln dadurch die 'Wahrnehmung für unsere eigentlichen Gefühle und Wünsche.

044 Das Bild spielt die Rolle des Zeichens, kann aber nicht Idee sein.

045 "Die Ideen sind ein vollständiges System in uns, wie eines der Naturreiche, eine Art Blüte, die einst ein Genie beschreiben wird, das man vielleicht für verrückt hält."

046 "Unser Wissen erstreckt sich nicht weiter, als unser Besitz von Ideen."

047 "Der Mensch hat ein vitales Interesse daran, sich seinen Orientierungsrahmen zu erhalten. Hiervon hängt seine Handlungsfreiheit und letzten Endes sein Identitätsgefühl ab. Wenn andere ihn mit Ideen bedrohen, die seinen Orientierungsrahmen in Frage stellen, so wird er auf diese Ideen wie auf eine lebensbedrohende Gefahr reagieren. Er kann diese Reaktion auf mancherlei Weise rationalisieren. Er wird vielleicht sagen, daß die neuen Ideen ihrem Wesen nach unmoralisch unkultiviert, verrückt seien, oder was er sich sonst ausdenken mag, um sein Widerstreben dagegen zum Ausdruck zu bringen; tatsächlich jedoch wird sein Antagonismus dadurch erregt, daß er sich bedroht fühlt."

048 Die Wörter sind nicht wirklich wichtig, wichtig sind die Ideen, die sie vertreten.

049 Abstrakte Ideen erheben Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

050 die Idee des Friedens.

051 Erscheinung heißt Vorstellung.

052 Das Wesen des Verstandes ist das bestimmte, auf eine gewisse Weise begrenztes Denken, d.h. die Idee.

053 Maß, Zeit und Zahl sind lediglich Modi des Denkens, bzw. Vorstellungen.

054 Daß die wirklichen Dinge nicht mit der Idee übereinstimmen zeugt von ihrer Endlichkeit.

055 Einheit der Idee - Vielfalt der Dinge.

056 Absolute Zeit und absoluter Raum sind nur ein Ideal, weil relativ.

057 Logische Allgemeinbegriffe sind nur logische Ideale.

058 die ideale Rundheit.

059 Wir idealisieren entweder die Sachen, oder substantivieren und personifizieren Ideen.

060 Die Null ist ein fiktives Vorstellungsgebilde.

061 Bewegung ist nur ein Begriffsgebilde, eine Vorstellung, mit der wir Veränderungen in ein geordnetes System zu bringen versuchen.

062 Die Idee liegt außerhalb der Zeit.

063 Der Idealist setzt Bewußtsein und Wirklichkeit gleich.

064 Der mystische Glaube an das Ideal der Einheitlichkeit.

065 Das Höchste, was ein Mensch erreichen kann, ist die Objektivierung seiner Gedanken.

066 Wir leiden öfter an der Vorstellung, als an der Wirklichkeit.

067 Der Welt des Wirklichen ist eine unabhängige Welt des idealen Seins gegenübergestellt, das Reich der Ideen, Werte und Wahrheiten.

068 Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen über die Dinge.

069 Es gibt nur drei Prinzipien der Vorstellungsverknüpfung: Ähnlichkeit, Raum und Zeit, Ursache und Wirkung.

070 Affektionen sind verworrene Ideen.

071 Das Gesetz der Kausalität gilt allein für die Vorstellung und kann auch nicht über sie hinausführen.

072 Die Idee blamierte sich immer, soweit sie vom Interesse verschieden war.

073 "Die Welt ist meine Vorstellung."

074 Wir sind dem schwärmerischen Wahn verfallen, Ideen für Wahrnehmungen zu halten.

075 Der Kreislauf der Ideen im Geiste verharrend.

076 Alles Objektive ist Vorstellung.

077 Das Interesse wird zum Vehikel der Idee.

078 Willensäußerungen können keine Ideen sein.

079 Gefühle sind Vorstellungen.

080 Unsere Vorstellungen sind Realität.

081 Was wir wahrnehmen ist eine geistige Konstruktion.

082 Alles, was wir nicht unmittelbar wahrnehmen, entspringt der Arbeit unserer Vorstellungskraft.

083 "Ideen sind niemals Realitäten, noch können sie durch Realitäten begründet werden. Ihre Bestimmung ist das Schaffen von Realitäten, die noch nicht sind."

084 Die Idealität der Sinneswahrnehmung.

085 "Das Wort ist der Herold des Begriffs."

086 "So enthüllt sich die große Wahrheit "Kein Stoff ohne Kraft, keine Kraft ohne Stoff" als eine bloße Folge des Satzes "Kein Subjekt ohne Prädikat, kein Prädikat ohne Subjekt"; mit anderen Worten: wir können nicht anders sehen, als unser Auge zuläßt; nicht anders reden, als uns der Schnabel gewachsen ist; nicht anders auffassen, als die Stammbegriffe unseres Verstandes bedingen."

087 Verallgemeinerungen sind idealtypisch.

088 Wir müssen "der beständigen Verwechslung des logischen Denkens mit der an der Hand der Sprache vor sich gehenden Vorstellungsbildung einen Riegel vorschieben."

089 Idealtypen sind keine Begriffe im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr Theorien (Theorie der idealen Gase, das ideale mathematische Pendel, der vollkommen elastische Stoß)

090 "Die Klärung und Scheidung der vielen, Psychologie, Erkenntnistheorie und Logik ganz und gar verwirrenden Begriffe, die das Wort 'Vorstellung' angenommen hat, ist eine wichtige Aufgabe."

091 Die Vorstellung ist als ein Akt aufzufassen.

092 Der Gedanke ist die Idee der Sache und nicht ihr Begriff.

093 Ideen, an die wir uns lediglich erinnern und solche, die über die sinnliche Wahrnehmung Eingang in unser Denken finden.

094 Die Dinge bestehen in Beziehung zu anderen Dingen, die Relationen selbst sind letzten Endes Vorstellungen.

095 "Gewissensbisse sind Einbildung."

096 Daß es irgendwo keinen Raum gibt, davon können wir uns gar keine Vorstellung machen.

097 Jedes "ansich" ist ein Hirngespinst.

098 "Nicht Individuen, sondern mehr oder weniger idealische Masken; keine Wirklichkeit, sondern eine allegorische Allgemeinheit."

099 Der Idealismus ist die erkenntnistheoretische Anschauung, die annimmt, daß die Außenwelt nicht unabhängig vom Bewußtsein existiert.

096 Die Bedeutung eines Satzes das ist die Idee, die dahinter steckt.

100 Der Idealismus kennt keine sinnliche Tätigkeit.

102 Für den Idealismus gibt es keine vom Bewußtsein unabhängige Gegenständlichkeit.

103 Die Idee, die wir in unserem Kopf tragen, ist eine Abstraktion, die wir mit Hilfe unserer Sinnesorgane und unserer Erfahrung gezogen haben.

104 "Jede Untersuchung der heiligen Gebilde und überindividuellen Formationen ist revolutionär."

105 Locke unterschied erstmals zwischen einfachen und komplexen Ideen.

106 Wörter sind die Hüllen, in denen wir die Gedanken sehen.

107 Die Seele leidet nur insofern, als sie unzureichende und verworrene Ideen hat.

108 Gesellschaft gründet sich auf den Glauben an die Verbindlichkeit von Ideen.

109 Die Idee verhält sich zum Zeichen, wie der Gegenstand zum Spiegel.

110 Tathemmung durch eingetrichterte Vorstellungen.

111 "Man kann sich nicht vorstellen, was man will."

112 Die Mehrzahl unserer Ideen sind nichts rationales, sondern Bräuche.

113 "Sobald die Worte als adäquate Bilder von Dingen genommen, oder mit wirklichen anschaulichen Dingen verwechselt werden, während sie doch nur willkürliche, mit Vorsicht zu gebrauchende Zeichen für gewisse Ideen sind, ist das Feld zahlloser Irrtümer erschlossen."

114 "Die Gedanken sind Söhne des Himmels, die Wörter Töchter der Erde."

115 Das letzte Begreifen menschlichen Bewußtseins übersteigt Worte und Vorstellungen.

116 "Die Idee ist gerade das, was allein die Gegenstände der Welt fähig macht, zum Stoff des Denkens und Empfindens gebraucht zu werden."

117 Idee von Raum, Zeit, Objektivität, Realität

118 Die Idee unterscheidet sich von einem Hirngespinst durch ihren Wert.

119 "Die kindliche Wissenschaft verwechselt fortan Idee und Tatsache."

120 Worte können entstehen als ein Band für die Einheit der Vorstellungen.

121 Gegenständlichkeit ist absolute Voraussetzung allen Erkennens. Damit sind die traditionellen Fronten von Idealismus und Realismus aufgehoben.

122 Logische Regeln gelten im Nichtnormativen.

123 "Es genügt zu konstatieren, daß echter Idealismus im ganzen Gebiete der Naturerklärung, soweit es sich um die Relationen zwischen den Erscheinungen handelt, mindestens ebenso vollständig mit der Naturwissenschaft Hand in Hand geht, als es der Materialismus nur irgend vermag."

124 "...denn ob ich eine immaterielle Seele annehme und dieser einfach so viele "Vermögen" beilege, als ich zur Erklärung der Vorgänge bedarf, oder ob ich diese nämlichen "Vermögen" zu einer Funktion der Materie mache, ist sehr gleichgültig, wenn es sich darum handelt, ob Phrase oder wirkliche Einsicht. Das Wort, welches den Vorgang verhüllt, statt ihn zu erklären, tritt in beiden Fällen an die Stelle das physikalischen Problems."

125 Der Realismus spricht von Dingen, der Idealismus von Vorstellungen.

126 Alles wesentliche der Materie liegt in unseren Vorstellungen.

127 Das Wesen des Realismus besteht darin, hinter den Vorstellungen eine Ursache zu vermuten, die von diesen verschieden ist.

128 "Die populäre Auffassung ist die, daß eine Vorstellung die ihr entsprechende Wirklichkeit abbilden muß. Wie andere volkstümliche Ansichten richtet sich auch diese nach der Analogie der allergwöhnlichsten Erfahrung."

129 Die Idee besetzt keine Stelle in Zeit und Raum.

130 Der Geist enthält keine Dinge, sondern nur Ideen, d.h. ein Wissen von Unterschieden.

131 Ideologie ist die Tendenz, die Tatsachen von den Ideen und die Ideen von den Tatsachen abhängig zu machen.

132 Weder Worte, noch Dinge können definiert werden, sondern nur Begriffe.

133 Wir nehmen eine Idee an, wo wir eine Reihe von Einzeldingen mit demselben Namen bezeichnen.

134 Die Zahl und das Wort sind Zeichen der Ideen, nicht die Idee selbst.

135 Gegenstand der Erkenntnis sind ausschließlich Ideen.

136 "Jede Vorstellung ist eine Verallgemeinerung, und diese gehört dem Denken an."

137 Stein, Baum, Buch - alles ganze Gruppen von Ideen.

138 Ideen werden vom Willen hervorgerufen.

139 Es wird allgemein vorausgesetzt, daß der Ausdruck "Ding" im Gegensatz zur "Idee" etwas bezeichnet, das außerhalb des Denkens existiert.

140 Den Wörtern, die immer etwas Allgemeines bezeichnen, entspricht nichts Wirkliches. Die Verkennung dieser Tatsache ist die Quelle der meisten Irrtümer.

141 Die Sprache ist das Medium der Idee.

142 Von den Ideen aus darf nicht auf Eigenschaften der Dinge geschlossen werden.

143 Abstrahieren heißt von dem ideell auseinandergenommenen Gegenstand eine Seite besonders herausheben.

144 die Methode der Idee

145 Keine Vorstellung geht unmittelbar auf den Gegenstand. Jede Vorstellung ist vermittelt.

146 Jede Vorstellung repräsentiert.

147 Alles Seiende auf chemische oder physikalische Formeln bringen zu wollen ist aussichtslos.

148 Der Berkeleysche Idealismus setzt Sein und Wahrgenommenwerden gleich.

149 "Die mit dem Charakter der Wahrnehmung auftretenden Bewußtseinsakte verlaufen so, als ob die von der realistischen Hypothese angenommene Welt der stofflichen Dinge wirklich bestünde. Aber über dieses 'als ob' kommen wir nicht hinweg, für mehr als eine ausgezeichnet brauchbare und präzise Hypothese können wir die realistische Meinung nicht anerkennen; notwendige Wahrheit dürfen wir ihr nicht zuschreiben, da neben ihr noch andere unwiderlegbare idealistische Hypothesen möglich sind."

150 Die Wissenschaft soll nur beobachten, aber nicht Normen setzen.

151 Abstrakte Konstruktionen müssen als allgemein angewandte idealtypische Einkleidungen betrachtet werden, in denen man die behauptete höhere Faktizität von Normen vorträgt.

152 Abstraktionen sind logische Harmonisierungen und der Versuch "Sein" und "Sollen" miteinander in Einklang zu bringen.

153 Keine Erkenntnis bringt eine objektive Realität ins Bewußtsein, sondern ordnet allenfalls unser Bewußtsein nach bestimmten Normen.

154 Während der Positivismus die Wirklichkeit als einen Komplex von bewußten Phänomenen betrachtet, macht der Idealismus den Aktivitätscharakter darin, den Charakter freier Setzung und Willensentscheidung, geltend als eine notwendige Bedingung der Erkenntnis.

155 Als Idealismus versteht man die Lehre und Überzeugung vom Vorrang der allgemeinen Ideen und ihrer höheren Wirklichkeit im Vergleich zu den Einzeldingen.

156 Jedem Ding kommt neben einem "Was" auch ein "Hier und Jetzt" zu.

157 Kant erweist die Idealität der Objekte aus der Idealität von Zeit und Raum.

158 Wenn die Vorstellungen vom Ding abgeleitet werden, ergibt sich ein Sensualismus oder Materialismus, auf jeden Fall ein Dogmatismus. Leitet man das Ding von der Vorstellung her, ergibt sich ein Idealismus.

159 Für Kant heißt Idealismus, daß die Wirklichkeit äußerer Gegenstände keines strengen Beweises fähig ist.

160 Daß der Idealismus in seiner konsequenten Durchführung am Ende gar die Realität der Materie leugnet, das erschien jedoch dem großen Publikum als ein Spaß, der etwas zuweit getrieben wird.

161 Erinnerungen und Erwartungen sind gegenwärtige Vorstellungen.

162 Gefühle haben Vorstellungen zur Grundlage.

163 Der Gedanke des reinen Mittels ist ebenso abstrakt, wie der eines reinen Willens.

164 Das Allgemeine bewerkstelligt eine ideale Einheit.

165 Alle Logik ist ideal.

166 Die Sphäre der 'exakten' Erkenntnis operiert überall mit lauter Idealen.

167 "Die Psychologie betrachtet das Denken wie es ist, die Logik, wie es sein soll."

168 "Der fundamentale Unterschied zwischen idealen und realen Objekten ist für die Streitfrage zwischen psychologischer und reiner Logik entscheidend."

169 Die rein logischen Sätze beziehen sich nur auf Ideale.

170 Der Unterschied von Realem und Idealem ist der wichtigste erkenntnistheoretische Unterschied.

171 "Die klassische Physik stellt die Idealisierung der Wirklichkeit dar."

172 Die Objektivierung seelischer Vorgänge bedeutet eine besonders weitgehende Idealisierung des wirklichen Geschehens.

173 "Der Gegensatz von idealistischer und realistischer Philosophie ist ohne Bedeutung. Das Wasser oder die Materie oder die Atome sind 'Gedanken', Allgemeine, Ideelle, nicht Dinge, wie sie sich unmittelbar vorfinden."

174 "Das Ideal, in unseren Gedanken, sitzt unverrückbar fest. Du kannst nicht aus ihm heraustreten. Die Idee sitzt gleichsam als Brille auf unserer Nase, und was wir ansehen, sehen wir durch sie. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, sie abzunehmen."

175 "Idealistische Prinzipien, z.B. in der Form mathematischer Figuren, spielten eine zentrale Rolle bei der 'Entdeckung' der 'Gesetze' der Natur."

176 die Suche nach Prinzipien

177 Wenn Raum und Zeit ihren Ursprung in der sinnlichen Vorstellungsart des Subjektes haben, so sind die Gegenstände in Raum und Zeit nur die 'Wirkungen' der eigentlichen Dinge, 'vorgestellt' in der Art und Weise unserer subjektiven Auffassung.

178 Die kritische Methode besteht in der prinzipiellen Trennung der ideellen Erkenntnisfaktoren von den empirischen.

179 Dasein ist nach Hume keine Idee. Wäre Dasein eine Idee, so würde die Grenze aufgehoben sein zwischen Wirklichkeit und Erdichtung.

180 "Ideen sind Willensaufgaben und allein als Ziele des Schaffens und Handelns müssen sie verstanden werden. Sie gelten, aber sie sind nicht. Ideen sind Willensbegriffe, nicht Sachbegriffe."

181 "Ideen sind nicht Erkenntnisbegriffe, sie fallen nicht in das Gebiet der theoretischen, sie gehören zum Bereich der praktischen Vernunft."

182 "Denn es gibt keine Beobachtung, ohne daß wir eine bestimmte Frage an die Natur stellen; und keine solche Frage kann gestellt werden, ohne daß wir in ihr einen möglichen Zusammenhang von Einzeldaten gedanklich antizipieren. Die 'Idee' ist somit nicht etwas, das nachträglich zur Tatsache hinzutritt, sondern sie ist bereits in der bloßen Satzung und Bestimmung des Faktums unverkürzt und in ihrer gesamten Funktion enthalten."

183 Was die Naturerkenntnis ausmacht ( in der Form der Kausalität, bzw. Substanz etc.), ist nur eine Verknüpfung von Vorstellungen, ist nur die Herstellung eines logischen Zusammenhangs zwischen den Sinnesdaten, der eben nur in Gedanken und als Begriff besteht.

184 "Subjektivität bedeutet das Verhältnis das Vorgestellten zum Vorstellenden."

185 "Ideen werden dadurch allgemein, daß man sie von allen örtlichen und zeitlichen Umständen trennt und alle anderen Ideen von ihnen loslöst, die sie möglicherweise auf diese oder jene Einzelexistenz beschränken könnten."

186 Substanz ist eine Idee. Substanz wird nicht bewiesen, Ideen werden nicht bewiesen.

187 "Der richtig verstandene 'erkenntnistheoretische Idealismus' will lediglich sagen, daß es unmöglich ist, den zu erkennenden realen Gegenstand in jeder Hinsicht unabhängig vom erkennenden Subjekt zu denken..."

188 die Idee der Ordnung

189 Locke macht den Unterschied von Vorstellung und Anschauung, bzw. Erscheinung und Vorstellung im Sinne von Bedeutungsvorstellung.

190 "Die Klärung und Scheidung der vielen, Psychologie, Erkenntnistheorie und Logik ganz und gar verwirrenden Begriffe, die das Wort 'Vorstellung' angenommen hat, ist eine wichtige Aufgabe."

191 Der Terminus 'Idee' wurde immer sehr unterschiedlich verwendet und ist dadurch mehrdeutig geworden.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.