IdealismusFriedrich Schiller - Ideale
p-2siehe auch Gerechtigkeit, Moral, Glaube, Freiheit, Pflicht, Idee

001 Es ist unmöglich das, was sein sollte abzuleiten von dem, was ist.

002 Je allgemeiner, umso idealer.

003 Realität ist nichts, was man anstreben kann.

004 Das Ideal das objektiven Denkens

005 Das anarchistische Ideal besteht aus einem Körper unvergänglicher Ideale.

006 Nietzsche war es, der den Idealen die Maske abriß und den darunterliegenden Willen zur Macht entlarvte.

007 Das Absolute muß ohne Rest sein. Das höchste Prinzip ist unbewegt.

008 Jeder Wille ist auf ein Gedankending gerichtet und strebt auf ein Seinsollendes zu.

009 "Der Gegensatz des Realen und des Idealen ist ein unversöhnlicher."

010 Jeder echte Idealismus ist mit dem Risiko des Lebens bezahlt.

011 Das Ansich als Ideal der Dinge.

012 Der Idealist glaubt, daß alles Wissen aus sich selbst heraus zu einem Ganzen strebt.

013 Idealismus versus Skeptizismus.

014 Verzweiflung rührt aus einem unerträglichen Mißverhältnis zwischen dem Ideal und der realen Situationen.

015 Das Sollen ist ohnmächtig.

016 Eine Aussage, daß etwas 'ist', ist grundverschieden von der Aussage, daß etwas sein 'soll'.

017 Prinzipien sind ewig, Interessen sind wandelbar.

018 Im Kampf der Gesellschaftssysteme stellt sich nicht nur die Frage der Ziele, sondern die der zulässigen Mittel.

019 Quantifizierung alles Quantitativen ist die ideale Erkenntnisform der exakten Naturwissenschaften.

020 Die Gefahr des Konflikts wächst, wenn sich zuviele verschiedene Gruppen zuviele verschiedene Ziele setzen und nicht bereit sind zu verhandeln.

021 Je mehr feste Vorstellungen wir haben über das, was sein 'sollte' desto weniger gelingt es uns in das Wesen dessen einzudringen, was 'ist'.

022 Die Moralität ist ein Sollen, die Legalität ist ein Müssen.

023 "Gewaltlosigkeit ist besser als Gewalt, aber Gewalt ist besser als Feigheit."

024 Wir nehmen stets nicht bloß wahr, wie etwas 'ist' , sondern auch gleichzeitig immer ein bißchen wie etwas sein 'sollte'.

025 Kein noch so edles Ziel rechtfertigt die Gewaltanwendung gegen auch nur einen Menschen.

026 Höchste Sittlichkeit und höchste Glückseligkeit als letzter Endzweck.

027 Dem Grund des Ich kommt Einigkeit zu.

028 Indifferenz des Realen und des Idealen.

029 Das Wirkliche erweist sich als antagonistisch und aufgespalten zwischen Sein und Sollen.

030 Das Prinzip des Idealismus ist es, daß das Sein vom Denken abhängt.

031 Der Eigennutz im privaten Leben steht dem Gemeinsinn des politischen Lebens gegenüber, das Sein dem Sollen.

032 Die überindividuellen Ideen bewirken nichts als eine Verarmung des Vorstellungsinhaltes. Echte Erkenntnis ist allein durch die individuelle Erscheinung zu gewinnen.

033 Welche Idee ist vager, als die des Glücks, welche abstrakter, als die der Freiheit?

034 Die Vernunft ist nur ein Ideal.

035 Das uralte moralische Problem zwischen Zweck und Mittel.

036 Die ewigen Urideen von Schönheit, Wahrheit und Recht.

037 Nicht das ewige und Ansich, sondern das zeitliche und relative.

038 Die Idee des Guten ist älter, als alle anderen Ideen. Das Wahre und das Gute sind im Grunde identisch.

039 Reale Raum-Zeit-Aktionen und ideal-begrifflich konzipierte Gegenstände.

040 Die Idee ist ihrem Wesen nach nicht der Zeit unterworfen.

041 Die Idee des Gleichen. Die Gestalt des Gleichen (idea).

042 Absolut gesichertes Wissen ist ein wissenschaftliches Ideal.

043 Aller Wertgehalt liegt bei den Ideen.

044 Jede Idee, die nicht zum Ideal wird ertötet in der Seele eine Kraft und schwächt das menschliche Tatvermögen.

045 Der Mensch hat eine natürliche Fähigkeit zur Idealisierung und setzt dann in Gedanken eine andere Welt an die Stelle der Wirklichkeit.

046 archetypen als 'idea principalis'.

047 Die Unterscheidung zwischen Sein und Sollen ist zwar ein zeitweise angewandtes Mittel, aber keine grundlegende Grenzlinie.

048 Die Relativität der Leitideen, alle Ideale sind relativ.

049 Der Materialismus unterscheidet sich im Grunde nicht vom Idealismus. Materie ist auch nur ein Wort.

050 Alle Ideale sind nur Schöpfungen des Ich.

051 Die Beschäftigung mit Idealen ist eine Form der Selbstanbetung des Ich.

052 Ideale drängen uns zum Kampf.

053 Die Tragödie des Menschen wurzelt nicht in seiner Aggressivität, sondern in seiner Hingabe an überpersönliche Ideale.

054 Erst wenn sich das Handeln von der Idee freimacht, hat aller Zwiespalt ein Ende.

055 Fanatismus ist übersteigerter Idealismus.

056 Die Freiheit ist die Stärke der Idealisten.

057 Das Ideal der Liebe.

058 Wir wollen in einer bestimmten Vorstellung leben, deshalb sind wir darauf aus, einen bestimmten Anschein zu erwecken.

059 Der Anarchismus tritt nicht für eine bestimmte Form der gesellschaftlichen Organisation ein, sondern "nur" für eine Idee.

060 Keinen Herrn über sich zu dulden,außer das eigene Ideal.

061 Die anarchistische Position ist ein Ideal, das man nicht aus dem Auge verlieren sollte.

062 Der Idealbegriff eines Vogels deckt sich mit keinem Vogel in der Wirklichkeit.

063 Wichtig ist, daß man sich nicht 'zu' hohe Ideale und Ziele steckt.

064 Zwangsvorstellungen.

065 Die Unerreichbarkeit der Ideale.

066 Die Lüge des Idealen ist die Wahrheit der Herrschenden.

067 Der Idealist sucht hinter den Geist der Dinge zu kommen.

068 Ein zu weit entlegener Zweck, ein bloßer Zweck bleibt nur ein Traum.

069 Ein Sollen gibt es nur im Urteilen, oder im Sprechen.

070 Alle Zivilisationen sind an der Unzulänglichkeit ihrer Prinzipien zugrundegegangen.

071 In den Denkgesetzen der Logik verbirgt sich das Gesollte.

072 Jedes Vorhaben und jeder Endzweck ist ideal.

073 Der Materialismus setzt die Materie als primäre Wirklichkeit und leitet die Ideenund das Bewußtsein aus ihr ab. Für den Idealismus ist der Geist die primäre Wirklichkeit und die wahre Kraft, die die Wirklichkeit gestaltet.

074 Um den echten Gehalt der Ideale bloßzulegen müssen wir die unsolide Vermischung des Denkens mit den Gefühlen auflösen.

075 Das Ideal ist ewig, der Mensch aber endlich.

076 Das Recht muß ideal sein.

077 Unerreichbarkeit ist kein Argument gegen ein Ideal, da Ideale nichts weiter als Wegweiser sind und keine Ziele.

078 Eine politische Bewegung darf man nie nach den Zielen beurteilen, die sie lauthals verkündet, sondern nur nach den Mitteln, mit denen sie diese zu realisieren gedenkt.

079 Das Ideal ist kein Ziel, das zu erreichen wäre, sondern ein Sinn, der zu fühlen und zu werten ist.

080 Bestimmte Sitten und Lebensweisen ergeben gewisse komplexe Ideen, die andere Kulturen niemals zu spezifischen Ideen zusammenfassen.

081 Der Geist ist das Ideal hinter dem Tatsächlichen.

082 Der Wert einer Ware kann nicht angemessen bestimmt werden, deshalb ist kein Tauschhandel gerecht.

083 Das Ideal entstand gleichzeitig mit der Sprache.

084 Existentielle Verzweiflung ist der schmerzliche Zwiespalt zwischen dem, was 'ist', und dem, was sein 'sollte'.

085 "Der Mensch hat ein vitales Interesse daran, sich seinen Orientierungsrahmen zu erhalten. Hiervon hängt seine Handlungsfreiheit und letzten Endes sein Identitätsgefühl ab. Wenn andere ihn mit Ideen bedrohen, die seinen Orientierungsrahmen in Frage stellen, so wird er auf diese Ideen wie auf eine lebensbedrohende Gefahr reagieren. Er kann diese Reaktion auf mancherlei Weise rationalisieren. Er wird vielleicht sagen, daß die neuen Ideen ihrem Wesen nach unmoralisch unkultiviert, verrückt seien, oder was er sich sonst ausdenken mag, um sein Widerstreben dagegen zum Ausdruck zu bringen; tatsächlich jedoch wird sein Antagonismus dadurch erregt, daß er sich bedroht fühlt."

086 Eine absolute Freiheit des Geistes kann nur vom idealistischen Standpunkt angenommen werden.

087 Gerechtigkeit, Wahrheit und Vernunft sind ideal, nur ideal.

088 Die Begriffe der Wirtschaftstheorie sind ideale Fixpunkte, die mehr zur Analyse bestimmter Probleme, als zur Beschreibung bestehender Situationen geeignet sind.

089 Die Sicherung der gesellschaftlichen Ordnung durch moralische, religiöse, oder metaphysische Ideen ist ein wichtiges Instrument zur Herrschaft.

090 Es gäbe eine Menge Dinge, die wir tun sollten, wenn wir Vernunft hätten.

091 Wird ein utopisches, d.h. unerreichbares Ziel gesetzt, wird die Unerreichbarkeit des Ziels nicht in seiner utopischen Natur gesehen, sondern der eigenen Unzulänglichkeit zugeschrieben.

092 Das Ideal versucht dauernde Strukturen auszubauen und unterliegt nicht der periodischen Veränderung von Wachstumsprozessen.

093 Die Bedeutung von Idealen für destruktives Verhalten wird unterschätzt.

094 "Die Gegenstände menschlicher Verehrung variieren. Der Mensch kann sich einem Idol hingeben, das von ihm verlangt, seine Kinder zu töten, oder einem Ideal, das ihn veranlaßt, Kinder zu schützen."

095 Das Ideal selbst ist irrational und nicht weiter erklärbar.

096 reale Enttäuschung und ideale Hoffnung.

097 immer - nie - vollkommen - absolut

098 Idealisierte Erwartungen entsprechen nicht mehr realen Befriedigungsmöglichkeiten.

099 starre Idealvorstellungen.

100 Idealsysteme sind potentiell zerstörerisch, aber auch unverzichtbar Ideale zerstören alles, "was nicht richtig ist".

101 Wer tut, was er kann, der tut, was er soll. (Gleichheitsgesetz)

102 die Lebensferne der Ideale.

103 Zum idealen Sein gehören die Wesenheiten, logischen Gesetze, ideales Recht und die Werte.

104 Allein der Idealismus ist in der Lage eine annehmbare Erklärung der 'Willensfreiheit zu geben.

105 Erwerb von Reichtum als höchstes Ziel der modernen Welt.

106 Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Wahrheit sind die großen Prinzipien der Menschheit.

107 "Es fällt den Menschen leichter, andere totzuschlagen, wenn sie es nicht im eigenen materiellen Interesse, sondern im Dienste "höherer" Ziele tun."

108 Die Idee steht neben dem Herrscher.

109 Die Individuen scheitern und gehn unter, die Idee aber triumphiert und ist ewig.

110 Das Ewige kann allein durch das Denken begriffen werden.

111 Ein wirklich freier Markt ist ein unerreichbares Ideal.

112 Absolute Zeit und absoluter Raum sind nur ein Ideal, weil relativ.

113 Logische Allgemeinbegriffe sind nur logische Ideale.

114 die ideale Rundheit.

115 Wir idealisieren entweder die Sachen, oder substantivieren und personifizieren Ideen.

116 Das Ideale, das Unwirkliche ist das Wertvollste.

117 Freiheit ist eine bloße Idee ohne Realität, das ganze Moralgesetz nur eine Idee.

118 Die Idee liegt außerhalb der Zeit.

119 Die praktische Pflicht für die eigenen Ideale eintreten zu müssen.

120 Reiner Wissenschaft ist nur die Frage zugänglich was 'ist' , nicht die Frage, was sein 'soll' .

121 Das Höchste, was ein Mensch erreichen kann, ist die Objektivierung seiner Gedanken.

122 Wir leiden öfter an der Vorstellung, als an der Wirklichkeit.

123 Der Welt des Wirklichen ist eine unabhängige Welt des idealen Seins gegenübergestellt, das Reich der Ideen, Werte und Wahrheiten.

124 Die ideale Aufgabe der Gerechtigkeit.

125 Die Idee einer vollständig erschöpfenden Beschreibung.

126 Die mächtigsten Dinge auf Erden sind Ideen.

127 Die Idee Mensch.

128 Gerechtigkeit und Freiheit lassen sich durch die bloße Macht der Ideen nicht verwirklichen.

129 Unsere besten Gefühle und größten Ideen sind darauf gerichtet die soziale Feindschaft in der Welt zu beseitigen.

130 "Nur das Subjekt allein läßt sich von der idealen Macht der Werte ergreifen. Das übrig Seiende ist dumpf und stumpf gegen den Ruf des Idealen."

131 Jede Erziehung ist auf ein Leitbild gerichtet.

132 Der Materialismus ohne Idealismus ist blind, Idealismus ohne Materialismus ist leer. Lenin zieht einen klugen Idealismus einem dummen Materialismus vor.

133 Wer einen Endzweck hat, der hat auch einen Zweck über sich.

134 Die Idealität der Sinneswahrnehmung.

135 Im Begriff des Sollens liegen angedrohte Strafe und versprochene Belohnung.

136 Freiheit als Einheit von Sollen und Wollen.

137 Alles Denken ist Bearbeitung einer vorgestellten Wirklichkeit.

138 die ideale Sprache.

139 Die ideale Welt ist über und jenseits des Stofflichen.

140 Die Unableitbarkeit des Werts aus der Wirklichkeit.

141 Sollen ist ein schwächeres Müssen und eine Verpflichtung.

142 Der manipulierte Mensch will am Ende machen, was er soll.

143 Sollenssätze können nur aus anderen Sollenssätzen abgeleitet werden und lassen sich nicht auf Tatsachen gründen.

144 Aus Rechtssätzen leitet sich höchstens ein Müssen ab, nicht aber ein Sollen.

145 Gegensätzlichkeit von Sein und Sollen.

146 Das Gewissen ist die Sprache des Überichs.

147 Verallgemeinerungen sind idealtypisch.

148 Wir müssen "der beständigen Verwechslung des logischen Denkens mit der an der Hand der Sprache vor sich gehenden Vorstellungsbildung einen Riegel vorschieben."

149 Idealtypen sind keine Begriffe im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr Theorien (Theorie der idealen Gase, das ideale mathematische Pendel, der vollkommen elastische Stoß)

150 die Idealisierungen der Ökonomie

151 Die Vorstellung der Wertfreiheit ist ein utopisches Ideal.

152 Anpassung ist überhaupt nur im Hinblick auf eine Norm ein sinnvoller Begriff.

153 Die Vorsorge ist es, die uns ständig nach Verhältnissen streben läßt, die wir niemals erreichen.

154 "Idealismus bedeutet Pfaffentum, d.h der philosophische Idealismus kann, wenn er sich selbst konsequent bleibt, den religiösen Forderungen nicht entgehen".

155 Daseinsspannung aus dem Abstand von Sein und Sollen.

156 "Jede Untersuchung der heiligen Gebilde und überindividuellen Formationen ist revolutionär."

157 Handeln heißt Vorgestelltes verwirklichen.

158 die Idee der Pflicht; die Idee des Guten; die Idee Fortschritt.

159 Nur Ideen geben dem Handeln Nachdruck und sittliche Bedeutung.

160 Das Normative ist ein wesentlicher Aspekt der menschlichen Existenz.

161 vom Müssen (Kausalität) zum Sollen (Normen) schließlich zum Wollen (Freiheit)

162 "Niemals geht der Mensch in seiner Faktizität auf."

163 Die abstrakten Ideale im Gegensatz zu kurzfristigen, unmittelbaren Zielen.

164 "Die Spannung zwischen Sein und Sein-Sollen gehört eben zum Menschsein mit dazu. Und darum ist sie auch unabdingbare Bedingung seelischen Gesund-seins."

165 Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Freiheit, Sozialismus - Ideen, die unzerstörbar sind.

166 Die Grundlinie der klassischen deutschen Philosophie ist ein Kampf gegen den philosophischen Materialismus.

167 Der Punkt, wo die tiefe Dialektik der Wirklichkeit in eine idealistische Mystifikation umschlägt.

168 Kein Sollen aus dem Sein (Humesches Gesetz)

169 Glückseligkeit ist ein Ideal der Einbildungskraft.

170 Die Differenz zwischen Möglichem und Wirklichem ist die Quelle der Unzufriedenheit.

171 "An die Stelle der Ideale des Kopfes und des Herzens sind die Ideale des Magens getreten. Empfiehlt doch sogar der 'Ideologe' Lasalle den Arbeitern, ihr Wahlrecht als Magenfrage aufzufassen und daher auch mit der Magenwärme durch den ganzen sozialen Körper hin zu verbreiten, weil es keine Macht gibt, die sich dem lange widersetzen würde. Man darf sich nicht darüber wundern, wenn von diesem Standpunkt aus die ganze menschliche Entwicklung schließlich als ein 'Kampf um den Futterplatz' angesehen wird."

172 Das Recht ist ein Müssen, die Moral ein Sollen.

173 "Der philosophische Idealismus ist nur Unsinn vom Standpunkt das groben, einfachen, metaphysischen Materialismus."

174 Zwei Welten: die Seinswelt und die Wertwelt des Gesollten

175 Das Ideal der Wissenschaftlichkeit

176 Alle Aussagen über Nützlichkeit, Gemeinnutz, Wirtschaftlichkeit - alles abgeleitete Werturteile.

177 Die höchsten Ideale, die uns am mächtigsten bewegen, wirken sich nur im Kampfe mit anderen Idealen aus.

178 Werte von Tatsachen abspalten heißt, dem puren Sein ein abstraktes Sollen entgegenstellen.

179 Moralisch zu sein besteht genau darin, sich in den Dienst von Interessen und Idealen zu stellen, die rein egoistische Zwecke transzendieren.

180 Es könnte gar keinen Pessimismus geben, ohne das natürliche Idealbild der Welt, welches wir in uns tragen. Erst der Kontrast mit diesem macht die Wirklichkeit schlecht.

181 "Alle Zusammenfassung folgt ästhetischen Prinzipien, und jeder Schritt zum Ganzen ist ein Schritt zum Ideal."

182 "Eins ist sicher: daß der Mensch einer Ergänzung der Wirklichkeit durch eine von ihm selbst geschaffene Idealwelt bedarf, und daß die Höchsten und edelsten Funktionen seines Geistes in solchen Schöpfungen zusammenwirken."

183 "Der eigentliche Genuß liegt nicht in dem, was man genießt, sondern in der Vorstellung."

184 "Je größer die Vorstellungsgabe eines Menschen, desto anhaltender seine Unzufriedenheit."

185 Interessen trennen, Ideen vereinigen.

186 Die ideologische Unterwerfung des ewigen Aufschubs.

187 Realität und Idealität sind die beiden Seinsweisen.

188 Primat das Bios vor dem Logos

189 Idealismus und Realismus sind die beiden großen Mächte.

190 Zielsetzungen werden immer von Wertvorstellungen beeinflußt.

191 Herrschaftslosigkeit ist ein altes und hohes Menschheitsideal.

192 Was ich liebe, von dem will ich, daß es sei.

193 Der Anarchismus gilt als idealistische Phantasie.

194 Das Reale idealisieren und das Ideale realisieren.

195 Nach seinem Interesse zu verfahren, nicht nach seinen Idealen.

196 "Heute sterbe ich, aber unsere Sache wird nicht sterben."

197 Die Prototypen des Idealen und des Bösen fechten letztlich den Kampf aus.

198 Das reine 'Sollen' geht von keinem Sein aus, ist deshalb unbedingt.

199 Die Nationalökonomie ist als ein großangelegter Versuch zu betrachten, das soziale Sollen wissenschaftlich zu konstatieren.

200 "Der Wertbegriff ist das zentrale theoretische Instrument, das soziale Sollen festzustellen."

201 Es gibt keine andere Methode, die soziale Wirklichkeit zu studieren, als vom Standpunkt menschlicher Ideale.

202 Den allgemeinen Beteuerungen der meisten führenden Nationalökonomen nach hat es die Wirtschaftswissenschaft nur mit dem 'Sein', nicht mit dem 'Sollen' zu tun.

203 Die Spaltung von Sein und Sollen ist für Marx das typische Merkmal des Idealismus, die Hegel in der Dialektik überwunden zu haben glaubte.

204 Jede Gesetzmäßigkeit ist lediglich eine ideale Forderung.

205 Der richtig verstandene Idealismus beruth auf dem idealen Charakter der erkenntnisbegründenden Prinzipien.

206 Alle Erkenntnis beruht auf der Anerkennung eines Sollens, d.h. auf einem Willensakt.

207 "Logik ist ihren Wesen nach Optimismus."

208 Der Materialismus behandelt physische Körper und ihre Bewegungen als die Urwirklichkeit, der Idealismus sieht diese Wirklichkeit im Geist oder der Seele.

209 Ideale sind wunderschön, aber absolut unbrauchbar.

210 Für ein Prinzip lebt man, indem man für dieses Prinzip stirbt.

211 Welche Verbrechen sind nicht schon im Namen erhabener Ideale verübt worden.

212 Gegenseitige Verträge und Verbindlichkeiten sollen eingehalten werden.

213 "Ideale sind Götzen."

214 "Ich widerlege die Ideale nicht, ich ziehe bloß Handschuhe vor ihnen an."

215 "Aller Idealismus ist Verlogenheit vor dem Notwendigen."

216 Dem Sein der Wissenschaft steht das Sollen der Gesellschaft gegenüber.

217 "Die Philosophie der Natur geht auf alles, was da 'ist'; die der Sitten nur auf das, was da sein 'soll' ."

218 Geist und Natur - das Ideale und das Reale.

219 Die Menschen sind nicht bloß zu einer himmlischen, sondern auch zu einer irdischen Glückseligkeit berufen.

220 Jeder übertriebene Idealismus erzeugt notwendigerweise Heuchelei.

221 Die Lüge des Idealen.

222 "Ohne ein Ideal über sich zu haben, kann der Mensch im geistigen Sinn des Wortes nicht aufrecht gehen."

223 Es gibt keine klare Grenze zwischen Sein und Sollen.

224 "Kultur, die mehr als bloßes Mittel ist, setzt für ihre Entstehung wie für ihren wirklichen Bestand 'Menschen' voraus mit einem besonderen 'Verhalten', und davon wollen wir ausgehen. Solche Menschen müssen fähig und gewillt sein, Güter zu pflegen, deren Wert nicht im Dienst einer unmittelbaren Förderung ihres eigenen Lebens und des Lebens der Gemeinschaft steht, also Menschen, die Güter von solcher Art wollen, daß es sich lohnt, das Leben in den Dienst ihrer Verwirklichung zu stellen."

225 Der ewige Gegensatz von 'Ich will' und 'Du sollst'.

226 "Interessen (materielle und ideelle), nicht: Ideen, beherrschen unmittelbar das Handeln der Menschen."

227 Das Allgemeine bewerkstelligt eine ideale Einheit.

228 Alle Logik ist ideal.

229 Die Sphäre der 'exakten' Erkenntnis operiert überall mit lauter Idealen.

230 Wo das Sollen nicht mit unseren Wünschen und Wollen in Verbindung steht, werden wir beherrscht.

231 Hume gilt zu Recht als der Erfinder der Sein-Sollen-Dichotomie.

232 Die Regel sagt nicht, was ist, sondern was sein soll.

233 Die Gerechtigkeit ist zugleich Wirklichkeit und Idee.

234 "Sollen" impliziert "Können", das ist das Realisierungsproblem.

235 "Die klassische Physik stellt die Idealisierung der Wirklichkeit dar."

236 Die Objektivierung seelischer Vorgänge bedeutet eine besonders weitgehende Idealisierung des wirklichen Geschehens.

237 "Die Frage nach 'richtig' oder 'falsch' kann in aller Strenge zwar innerhalb einer Idealisierung, aber nicht in einer Beziehung zur Wirklichkeit gestellt und entschieden werden."

238 "Was sein soll, 'ist' und 'ist' zugleich 'nicht'."

239 Es gibt keine prinzipielle Trennung zwischen Sein und Sollen und daher auch keine Wertfreiheit der Wissenschaft.

240 "Nicht der Wille ist uns gegeben, Wille ist ein Abstraktum, wir kennen nur Akte unseres Wollens, und von jedem dieser Akte erfahren wir, daß er von einer Vorstellung abhängig ist, die wir als sein Motiv bezeichnen. Wie oder wodurch er aber von seinem Motive überhaupt abhängt, das ist uns genauso bekannt oder unbekannt, als es uns bekannt und zugleich unbekannt ist, wie eine Bewegung von einer anderen abhängt. Auch die 'Motivation', der Zusammenhang von Natur und Willensentschluß, lüftet das Geheimnis nicht, das der Metaphysiker hinter der Verursachung sucht."

241 Gerade in der Tragödie ist der Mensch am erhabensten.

242 "Das primäre Ziel der Politiker muß immer und mit Recht die Macht sein. Denn wenn sie die Macht nicht gewinnen und erhalten, sind alle ihre Bemühungen gescheitert. Die Macht zu sichern heißt, sich Ideen zu unterwerfen."

243 Vorstellungen, die uns geblendet haben.

244 "Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge und sie nehmen ihm zur gleichen Zeit das Glück. Gebrauchen Sie doch nicht das Fremdwort 'Ideale'; wir haben ja unser gutes Wort 'Lügen'."

245 Abwendung von der Wirklichkeit und Sehnsucht nach einem idealen Glückszustand.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.