Gegenseitigkeit
siehe auch Gerechtigkeit, Gleichheit, Handel, Ethik, Moral, Relativismus, Pflicht

001 Alle Liebesverhältnisse beruhen auf Gegenseitigkeit.

002 Moralische Pflichten sind vertraglichen Ursprungs.

003 Der Vertragsgedanke muß der Grundgedanke aller Politik sein.

004 Rechtliche Ordnung beruht auf der Idee der Gegenseitigkeit.

005 Das moralisch Böse ist im Gegensatz zum religiös Bösen 'rational', da es auf Übereinkunft beruht.

006 Der Mensch kann nur gebunden werden, wenn er sich selbst bindet.

007 Die gerechteste Strafe ist die, die aus der Gegenseitigkeit hervor geht.

008 Einen gemeinsamen Willen zu haben, macht die Sphäre des Vertrages aus.

009 Gegenseitigkeit ist das Wesen der Gerechtigkeit.

010 Der Staat beruht nicht auf Natur und nicht auf Gott, sondern auf Vertrag.

011 Selbst Dämonen sind an den Vertrag gebunden.

012 Hinter jedem Vertrag steht Gewalt. Die angedrohte Gewaltanwendung und nicht die freiwillige Anerkennung bindet den Einzelnen an seinen Vertrag.

013 Wo Menschen freiwillig zusammenarbeiten wird das Wesen der Macht in wunderbarerweise verwandelt.

014 Die Idee des Vertrags schließt Herrschaft aus.

015 "Der Verkauf der Arbeitskraft orientiert sich formal an dem bürgerlich-rechtlichen Vertragsmodell, doch hat die formal mitgekaufte Unterwerfung unter diese Regeln weitgehend einen traditionalen Charakter."

016 Die für alle gleiche Vertragsfreiheit wird für den Besitzenden zur Freiheit, für den Besitzlosen zur wehrlosen Unterworfenheit.

017 Keine Objektivität ersetzt das Übereinkommen.

018 Die soziale Befreiung liegt in der Organisation der ökonomischen Kräfte nach dem Vertragsprinzip und nicht nach dem Autoritätsprinzip.

019 "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."

020 "'Wenn du etwas tust, das ich will, dann tue ich etwas, was du willst.' Das ist die allgemeinste Form der Tauschbeziehung."

021 Alle Dinge sind nur füreinander da und haben ohne gegenseitige Beziehung keine Bedeutung.

022 "Gott kann uns so wenig entbehren, wie wir seiner."

023 Freiheit ist nicht Sache der Vereinzelung, sondern der Gegenseitigkeit.

024 Das Gegenseitigkeitsprinzip wirkt auf die Dezentralisierung der politischen Macht hin und macht damit eine politische Regierung weitgehend überflüssig.

025 "Das Eigentum ist Nichtgegenseitigkeit und Nichtgegenseitigkeit ist Diebstahl."

026 Der Vertrag als Rechtsnorm tritt an die Stelle des Staates.

027 Der Austausch ist seiner Natur nach ein Vertrag, der auf Gleichheit aufbaut und zwischen zwei gleichen Werten zustandekommt, also kein Mittel sich zu bereichern, da man ebensoviel gibt, wie man empfängt.

028 Das Bewußtsein befindet sich in ständiger Wechselwirkung mit dem Unbewußten.

029 "Wer Gott seinen Willen gänzlich gibt, der fängt und bindet Gott, daß Gott nichts kann, als was der Mensch will."

030 Solidarität als gegenseitige Hilfe.

031 Ohne Verträge zur Verhütung gegenseitiger Schädigung gibt es kein Recht und kein Unrecht.

032 Freiheit ist keine Sache der Isolierung, sondern der gegenseitigen Anerkennung.

033 Lebendiges Geschehen ist immer Wechselwirkung.

034 "Weder dem 'Subjekt', noch dem 'Objekt' kommt selbständige Realität zu; jede Existenz beruht auf Wechselwirkung und ist relativ."

035 Wegen der Polarität der Vorgänge können Änderungen des einen nicht ohne Änderung des anderen stattfinden.

036 Wenn die Gegensätze ihre lebendige Beziehung und Wechselwirkung verlieren und sich verselbständigen ist die Macht der Vereinigung aus dem Leben der Menschen gewichen.

037 Das Recht ist eine gesellschaftliche Übereinkunft.

038 Der Abschluß eines Vertrages setzt gemeinsame Rechtsbegriffe und vor allen Dingen eine gemeinsame Sprache voraus.

039 Beziehung ist Gegenseitigkeit.

040 "Ohne Vertrag kein Recht."

041 Die Frage ist, inwiefern Verträge unter Lebendigen auf die Erben übergehen können?

042 Der Kapitalismus ruth wesentlich auf zwei Säulen: der Institution des Eigentums und der Vertragsfreiheit.

043 Gegensätze können in ihrer wechselseitigen Bedingtheit identisch sein. Dialektik erforscht, wie Gegensätze identisch sein können.

044 "Die freie Vereinbarung ist das Prinzip des Nicht-Regierung."

045 Inhalte bloß unter dem Gesichtspunkt der Wechselwirkung zu betrachten, bedeutet die Unmöglichkeit Begriffe zu bilden.

046 Liebevolle Beziehung und gegenseitige Hilfe anstelle von Egoismus und Wettbewerb.

047 Die Fiktion vom freien Vertrag ist die Grundlage des Staates.

048 Die Wechselseitigkeit ist das Ideal der sozialen Beziehung.

049 "Die Herrschaft ist ein Recht, die Ausbeutung ein Vertrag."

050 Stoffwechselprozesse

051 Gegenseitigkeit beschränkt den Egoismus.

052 Kybernetik untersucht nicht die Eigenschaften losgelöster Elementarteilchen oder künstlich isolierter Variablen, sondern die Wechselwirkung zwischen den Bestandteilen.

053 Wirklichkeit ist nur, wo Wechselwirkung ist.

054 Der Markt als Ort der gegenseitigen ökonomischen Abhängigkeit.

055 "Alles was du besitzt nimmt dich seinerseits in Besitz."

056 Herrschaft ist ein Zustand des Ungleichgewichts.

057 Verpflichtung zur Wiedergutmachung ist keine Strafe.

058 Die Verbindlichkeit, die im Vertrag liegt

059 Lebende Organismen haben die Eigenschaft der gegenseitigen Durchdringung.

060 Ähnlichkeit und Kontrast bedingen sich gegenseitig.

061 Aus der Gleichzeitigkeit wird durch einen bewegten Beobachter ein Nacheinander (Relativität der Gleichzeitigkeit)

062 Wo Gleichheit ist, ist kein Gewinn.

063 Die Zirkulation ist die Summe aller Wechselbeziehungen.

064 Ein freier Austauch kennt keine allgemeine Logik.

065 Die Sprache ist eine Form von Vertrag.

066 Die Form des Rechtsverhältnisses ist der Vertrag.

067 Die Eigenschaften subatomarer Teilchen können wir nicht verstehen, ohne ihre Wechselwirkungen.

068 Verkehr ist Gegenseitigkeit.

069 Gewöhnlich wird die stillschweigende Zustimmung zum Gesellschaftsvertrag vorausgesetzt.

070 Der funktionierende Marktmechanismus bringt automatisch die notwendigen und wechselseitigen Einschränkungen und Begrenzungen hervor.

071 Gerechtigkeit geht aus dem freien Wechselspiel gegensätzlicher Gruppen hervor.

072 Das Strafrecht verletzt das Rechtsprinzip der Gegenseitigkeit.

073 Die erste Voraussetzung des moralischen Lebens ist das Bedürfnis nach gegenseitiger Zuneigung.

074 Das Wort "Baum" ist, wie andere Wörter auch, eine gegenseitige Übereinkunft.

075 Auf der Erfüllung von Verträgen und Verpflichtungen beruhen Glauben und Vertrauen und damit allgemeine Sicherheit.

076 Die Dinge leiten ihre Natur und ihr Sein von gegenseitiger Abhängigkeit her und sind nichts in sich selbst.

077 Raum und Zeit hängen wechselseitig voneinander ab.

078 Die wechselseitige Übertragung von Recht nennt man Vertrag.

079 Die Freiheit des gegenseitigen Vertrages

080 "Bei der Identität wissen wir von vornherein, daß sie zum Scheitern verurteilt ist; und zwar nicht nur hinsichtlich des gesamten Bereiches der Tatsachen, auf die sie sich bezieht, d.h. des ganzen Universums, sondern auch bei der Erklärung jeder einzelnen Tatsache. Kein einziger Vorgang ist vollständig erklärbar, auch der unbedeutendste nicht. Wir mögen noch so viel versuchen, den Vorgang auf andere zurückzuführen, ihn durch immer einfachere zu ersetzen; jede solche Zurückführung bedeutet einen Riß in der Identität, bei jeder geben wir einen Fetzen von ihr auf, und schließlich bleiben an den Endpunkten unserer Erklärung die beiden Rätsel, die übrigens nur verschiedene Aspekte von ein und demselben Rätsel sind: die Empfindung und die abzielende Wirkung zurück. Um dieses doppelte Rätsel zu lösen, das offenbar der Natur zutiefst zugrunde liegt, müßten wir die wirkende Kausalität begreifen, d.h. die Wechselwirkung der Substanzen; von ihr aber wissen wir, daß sie unserem Verstande unzugänglich, daß sie irrational ist."

081 Die Erwartung, daß Verträge erfüllt werden, muß berechenbar sein.

082 Wirklichkeit ist das Ergebnis gegenseitiger Übereinkunft.

083 Oft werden Konflikt keiner Machtprobe aus, sondern durch Einigung beigelegt.

084 "Ich will den Vertrag und nicht Gesetze; damit ich frei bin, muß das ganze soziale Gebäude auf Grundlage des gegenseitigen Vertrages umgebaut werden."

085 Zusammenschluß von Menschen erfolgt aufgrund des gegenseitigen Schutzes von Leben, Freiheit und Eigentum.

086 Alle Identitäten erfordern einen anderen.

087 Das Recht erzwingt die Einhaltung der Verträge.

088 Ein gekünsteltes Schema tritt an die Darstellung lebendiger Wechselwirkung.

089 Unrecht ist ein notwendiges Element in der wechselseitigen Beziehung individueller Eigentümer.

090 Vertrag setzt Verschiedenheit und Gegensätzlichkeit voraus.

091 Materie und Geist definieren sich wechselseitig.

092 Nicht der Vertrag bindet, sondern das Gesetz bindet an den Vertrag.

093 Subjektiv sind Äußerungen, in der jemand ausschließlich von sich selber spricht ohne jede Verbindlichkeit anzustreben oder zu erreichen. Verbindlichkeit bedeutet, daß das Einverständnis des Adressaten mit dem, was gesprochen wurde, erwartet werden darf. Die Äußerungen über die Wirklichkeit selbst können ebenfalls subjektiv heißen, wenn sie von den Interessen des Sprechenden bestimmt sind.

094 "Subatomare Teilchen sind keine 'Dinge', sondern Verknüpfungen zwischen 'Dingen', und diese 'Dinge' sind ihrerseits Verknüpfungen zwischen anderen 'Dingen' und so fort. In der Quantentheorie langt man niemals bei 'Dingen' an, man hat es immer mit Geweben von Wechselbeziehungen zu tun."

095 Eine Vereinbarung von Signalen enthält immer eine Allgemeinheit, sonst ist die Vereinbarung unnötig.

096 Das Subjekt kann nur durch sich selbst gebunden werden.

097 Die Gegenseitigkeit ist die Grundlage der gesamten Beziehunglogik.

098 Tausch und Gegenseitigkeit sind ein und dieselbe Sache.

099 Wechselseitige Durchdringung von Raum und Zeit

100 Ganzheitlichkeit heißt, daß alle Aspekte des menschlichen Organismus als zusammenhängend und voneinander abhängig betrachtet werden, die Erkenntnis, daß der Organismus im ständigen Wechselspiel mit seiner natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt steht.

101 Dauernde Spannung zwischen einem Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit für andere.

102 Der Mensch lebt in einer wechselseitigen Abhängigkeit und Spannung zwischen Eigenständigkeit und Gemeinschaftsbezogenheit, er ist immer zugleich Sozial- und Individualwesen.

103 Alles menschliche Erkennen beruth auf einer Wechselwirkung zwischen Subjekt und Objekt.

104 "Alles Eigentumsrecht gründet sich auf den Vertrag aller mit allen, der so lautet: wir alle behalten dies auf dies auf die Bedingung, daß wir dir das Deinige lassen. Sobald also jemand nicht von seiner Art leben kann, ist ihm das, was schlechthin das Seinige ist, nicht gelassen, der Vertrag ist also in Absicht auf ihn völlig aufgehoben, und er ist von diesem Augenblicke an nicht mehr rechtlich verbunden, irgend eines Menschen Eigentum anzuerkennen."

105 Das Gesetz des Blühens ist es, das zum Welken führt.

106 Es gilt nur mehr eine Rechtsnorm, nämlich die, daß Verträge erfüllt werden müssen.

107 Ursache und Wirkung sind gegenseitige Relationen.

108 Ob der Staat nun aus dem Vertrag entstanden ist oder nicht, hat keine größere Bedeutung.

109 "Auf subatomarer Ebene sind die Wechselbeziehungen und Wechselwirkungen zwischen den Teilen des Ganzen von grundlegender Bedeutung, als die Teile selbst. Es herrscht Bewegung, doch gibt es letzten Endes keine sich bewegenden Objekte; es gibt Aktivität, jedoch keine Handelnden; es gibt keine Tänzer, sondern nur den Tanz."

110 Kommunikation ist immer Wechselwirkung.

111 'Versprechen' bzw. 'pacta'

112 Gegenseitige Hilfe ist der Gemeinschaftsgeist.

113 Es gibt keine Trennung zwischen Ursache und Wirkung, beides muß aneinander grenzen.

114 Übereinkunft heißt freie Zustimmung.

115 "Wirkliches gegenseitiges Verstehen ist ausgeschlossen."

116 Der Geist ist über allen Wechsel erhaben.

117 "Wo es also keinen Vertrag gibt, kann es auch mit Rücksicht auf das äußere Forum weder Schuld noch Verbrechen geben."

118 "Im Gegensatz zum Mittelalter bedeutete der Begriff des 'Volkswohls' nicht mehr, daß der Herrscher dafür sorgen soll, daß es jedermann entsprechend seinem Stande gut geht, sondern nur, daß der Staat darüber zu wachen habe, daß die freien Kontrakte gehalten werden."

119 Durch den Konsens der Untertanen wird der Staat nicht begründet, sondern allenfalls legitimiert.

120 "Woher stammt alles Unheil in der Welt? - Von alten Verträgen. Auf deutsch: von Sitten, Gesetzen, Moralen, Institutionen, von Alledem, worauf die alte Welt, die alte Gesellschaft ruht. Wie schafft man das Unheil aus der Welt? Wie schafft man die alte Gesellschaft ab? Nur dadurch, daß man den "Verträgen" den Krieg erklärt."

121 Gegenseitiges Vertrauen und Helfen muß die ökonomische Rücksichtslosigkeit ablösen.

122 Anstelle der gegenwärtigen Organisation des autoritären Staates die Organisation der administrativen Beziehungen der Arbeiter durchzuführen, die durch freien Vertrag in freien Vereinigungen, auf der Grundlage der Produktion, des Tausches und des Konsums und somit der freien Föderation der Vereinigungen in den Kommunen, dieser in den Regionen, und dieser in den Nationen untereinander föderiert sind.

123 Durch tote Buchstaben fühlt sich niemand ernstlich gebunden.

124 Der geistige Prozess ist ein Abfolge von Wechselwirkungen.

125 "Verantwortlichkeit ist das Erfüllen eines Vertrages."

126 Das Prinzip der Macht ersetzt den Grundsatz des gegenseitigen Ausgleichs und der freien Vereinbarung.

127 "Die Menschen müssen ferner wissen, daß uns von nirgendsanders her Freude und Frohsinn, Lachen und Scherzen kommen als daher, woher auch Trauer und Kummer, Mißmut und Weinen herrühren."

128 "Der Verstand vermag nichts anzuschauen, und die Sinne nichts zu denken. Nur daraus, daß sie sich vereinigen, kann Erkenntnis entspringen."

129 Es gibt keinen Tag ohne Nacht.

130 "Die Regel sagt nicht was ist, sondern was sein soll."

131 Das Wesen beziehungschaffender Gefühle liegt in der Gegenseitigkeit.

132 Es gibt nur mehr eine Systemzeit und keine absolute Zeit mehr.

133 Nur die vertragsmäßige Übereinkunft ist es, die bindet.

134 "Man kann Handlungen versprechen, aber keine Empfindungen; denn diese sind willkürlich. Wer jemandem verspricht, ihn immer zu lieben oder immer zu hassen oder ihm treu zu sein, verspricht etwas, das nicht in seiner Macht steht."

135 Zustimmung wird immer durch sprachliche Prozesse erreicht, oder sie wird nicht erreicht.

136 Der Egoismus schließt die Gegenseitigkeit aus.

137 Föderalismus ist organisches Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte von unten nach oben für ein gemeinschaftliches Ziel aufgrund frei eingegangener Verträge.

138 Die bürgerliche Regierung ist das Ergebnis eines Vertrages.

139 Der Widerspruch ist eine Form der Unvereinbarkeit.

140 Gegenseitigkeit ist die Formel der Gerechtigkeit.

141 Vier Fünftel der menschlichen Arbeit wird vollständig vergeudet durch die gegenseitigen Kämpfe und den Mangel an einheitlichem Zusammenwirken.

142 Notwendige Bedingung jeder Autonomie ist die gegenseitige Achtung der Eigenständigkeit.

143 Herrschaft des Staates ist nötig, weil sich die Triebkräfte des Egoismus sich sonst gegenseitig zerstören würden.

144 Die Demokratie beruth nicht auf Gewalt, sondern auf einem gegenseitigen Sich-Überzeugen.

145 Wenn die Frage des Interesses beseitigt wäre, würden alle Menschen zu Brüdern und sich gegenseitig lieben.

146 Gegenseitiges Vertrauen und Helfen muß die ökonomische Rücksichtslosigkeit ablösen.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.