Gegensatz
siehe auch Kampf, Krieg, Konkurrenz, Widerspruch, Differenz, Grenze, Konflikt

001 Unser Denken ist so beschaffen, daß wir nicht umhin können, in Gegensätzen zu denken.

002 Abstrakte Gegensatzkonstruktionen, die es in der Wirklichkeit nicht gibt.

003 Alle Antinomien werden durch Objektivierung erzeugt.

004 Unsere Sprache enthält vielfach nur Wörter, die entweder Bejahung oder Verneinung ausdrücken.

005 Theorie und Praxis sind nur relative Begriffe, die ineinander über fließen und durchaus keinen wirklichen Gegensatz darstellen.

006 Das Wort 'wirklich' hat nur im Gegensatz zu 'unwirklich' einen Sinn.

007 Durch Setzung erhalten die Dinge ihr Gegenteil.

008 Das wirksame Dasein einer Opposition ist das unerläßliche Zeichen eines freien Zustandes. Diesen Umstand machen sich heuchlerische Politiker oft zunutze, indem sie die Opposition bloß noch Spielen, sich in ihren Programmen aber im Grunde nicht mehr allzu sehr unterscheiden.

009 "Also stimmest du Alles in Einem, das Böse zum Guten."

010 "Gewohnheit der Gegensätze: Die allgemeine ungenaue Beobachtung sieht in der Natur überall Gegensätze (wie z.B. 'warm' und 'kalt'), wo keine Gegensätze, sondern nur Gradunterschiede sind. Diese schlechte Gewohnheit hat uns verleitet, nun auch noch die innere Natur, die geistig-sittliche Welt, nach solchen Gegensätzen verstehen und zerlegen zu wollen. Unsäglich viel Schmerzhaftigkeit, Anmaßung, Härte, Entfremdung, Erkältung ist so in die menschliche Empfindung hineingekommen, dadurch, daß man Gegensätze an Stelle der Übergänge zu sehen meinte."

011 Solange der Geist da ist, gibt es immer den polaren Gegensatz.

012 In Wirklichkeit sind Geist und Materie nicht getrennt, sonst könnten sie nicht aufeinander einwirken.

013 Feuer hat negative und positive, also völlig gegensätzliche Eigenschaften.

014 "Der Gegensatz zwischen der bewußten und der bewußtlosen Tätigkeit ist notwendig ein unendlicher, denn wäre er je aufgehoben, so wäre auch die Erscheinung der Freiheit aufgehoben, welche einzig und allein auf ihm beruht."

015 In der undifferenzierten Wahrnehmung ergibt sich polarisiertes Schwarz-Weiß-Denken.

016 Der Verstand bewegt sich auf der Ebene der Gegensätze.

017 Freude und Schmerz bedingen einander.

018 Es könnte gar keinen Pessimismus geben, ohne das natürliche Idealbild der Welt, welches wir in uns tragen. Erst der Kontrast mit diesem macht die Wirklichkeit schlecht.

019 Die Notwendigkeit auszuschließen bedeutet letztlich den Feind zu unterscheiden.

020 Es gibt keine Gegensätze, sondern nur Grade.

021 Frieden als eine für alle Parteien lebensfördernde Austragung von sozialen Konflikten. (Idealer Konflikt)

022 Gleichheit besteht bloß im Gegensatz zu Ungleichheit.

023 In der Dialektik treten Gegensätze nur auf, um letztlich versöhnt zu werden.

024 Wer kein Glück empfinden kann, kann auch kein Unglück empfinden. Glück und Unglück sind komplementäre Gegensätze.

025 Es ist ein Irrtum zu glauben, daß es von der Wahrheit keine Setzung gäbe.

026 Gegensatz von subjektivem Interesse und allgemeiner Organisation.

027 Zwischen "Gott" und "Teufel" gibt es keine Relativierungen und Kompromisse.

028 Gegensatz von Sein und Sollen.

029 Jede Partei bedarf einer anderen Partei als Gegengewicht.

030 Opposition oder Subsumtion / Unterordnung der Begriffe.

031 Die irrige Ansicht, theoretische Gegensätze lassen sich nur auf praktische Art lösen.

032 Tag und Nacht sollten nicht als Ursache und Wirkung voneinander aufgefasst werden.

033 Alle Gegensätze reduzieren sich letztendlich auf den einfachen Gegensatz von normal und pathologisch.

034 Wir stehen unser ganzes Leben lang vor der Aufgabe, Gegensätze miteinander in Einklang zu bringen.

035 Denken und Sein sind zwar Gegensätze, bilden aber zugleich miteinander eine Einheit.

036 Gegensatz zu gewollt: unter Zwang

037 Das Unendliche konkurriert mit dem Endlichen nicht.

038 Gegensatz von Werden und Sein

039 Gegensatz als die größte Unterschiedlichkeit.

040 Wirkliche Extreme können nicht miteinander vermittelt werden, eben weil es wirkliche Extreme sind.

041 Das wirkliche Leben besteht aus den durch die Unvereinbarkeit von Gegensätzen hervorgerufenen Spannungen, wobei jeder der Gegensätze notwendig ist.

042 Jede Begrenzung ist zugleich eine Negation.

043 Gegensätzliche Begriffe sind abstrakt und relativ und gehören in die Welt der Gedanken.

044 In der mystischen Erfahrung werden die Grenzen der intellektuellen Unterscheidungen und Unterschiede aufgehoben.

045 Erlebt werden keine Dingeigenschaften, sondern Gegensätze und Ähnlichkeiten.

046 "In der kommunikativen Alltagspraxis ist jeder gezwungen, kontinuierlich mit 'Ja' oder 'Nein' Stellung zu nehmen. Auch der konsequente Aussteiger kann aus der kommunikativen Alltagspraxis nicht aussteigen."

047 Das gegensatzlose Eine.

048 Denken heißt unterscheiden.

049 Die Aussöhnung der Gegensätze ist das eigentliche Mysterium.

050 "Geschehen ist Wechselgeschehen zwischen polar entgegengesetzten Ähnlichkeiten."

051 Empfindung ist das Erlebnis von Druck und Gegendruck.

052 Die Schlacht wird zum Entscheidungsverfahren.

053 Gerechtigkeit besteht bloß im Gegensatz zur Ungerechtigkeit bzw. Unrecht.

054 In Bildern gibt es kein diskursives Erfassen.

055 Gleichheit besteht bloß im Gegensatz zur Ungleichheit.

056 Menschliches Denken ist immer gespalten und 'muß' in Gegensätzlichkeiten befangen bleiben.

057 Jede Veränderung ist Übergang von Entgegengesetztem in Entgegengesetztes.

058 Die Grundsätze der Widerspruchsfreiheit sind nichts als Sprachgewohnheiten. Wenn etwas nicht schwarz ist, braucht es deshalb noch lange nicht weiß zu sein.

059 Das Unlogische ist ein gleichberechtigter Gegensatz des Logischen.

060 Es muß immer etwas dem Guten, bzw. Bösen entgegengesetztes geben.

061 "Und dasselbe ist Lebendes und Totes, und Waches und Schlafendes, und Junges und Altes. Denn dieses schlägt in jenes um, und jenes wieder in dieses."

062 Ruhe und Bewegung sind keine Gegensätze sondern die Ruhe ist nur ein Grenzfall der Bewegung.

063 Die Wahl zwischen zwei Alternativen ist am einfachsten.

064 Gegensätze entstehen, wenn einzelne Eigenschaften isoliert, aus dem Ganzen herausgerissen und diesem entgegengestellt werden.

065 Kontrolle und Spontaneität sind diametrale Gegensätze.

066 Der Gegenstand ist das, was sich entgegenstellt.

067 In der Welt der Ewigkeit sind alle Gegensätze aufgehoben.

068 Unterscheidungen sind begriffliche Auseinanderlegungen.

069 Der Gegensatz von Ich und Außenwelt. Subjekt/Objekt

070 Alles läuft einmal in sein Gegenteil.

071 Überrasche deinen Gegner!

072 Im Gegensatz gibt es keine Freiheit.

073 Außerhalb unseres Bewußtseins existieren keine Gegensätze.

074 Die größten und wichtigsten Probleme sind unlösbar, weil sie nur die notwendige Polarität ausdrücken.

075 Der Mensch genießt nur den Gegensatz intensiv, den Zustand weniger.

076 Wesen und Schein gehören trotz ihres Kontrastes zusammen.

077 Gegensätze sind nur in einer Welt der Trennungen möglich.

078 Zwischen den Zeiten ist die Ordnung der Gegensätze aufgehoben.

079 "Denn die fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Frieden. Denn fleischlich gesinnt sein ist eine Feindschaft wider Gott."

080 Toleranz besteht darin, entgegengesetzte Interessen existieren zu lassen.

081 Mystisches Erleben liegt jenseits der Gegensätze.

082 Erkenntnis wurzelt in entgegengesetzten Prinzipien und entsteht eigentlich erst mit der Erkenntnis des Guten und Bösen.

083 Antinomie von Ordnung und Freiheit.

084 Der Antagonismus von Ich und Du.

085 Die Begierde ist der Verlust der Freiheit und der Einheit.

086 Wir sind gezwungen auch das, was jenseits der Gegensätze liegt, in Analogien und Metaphern zu artikulieren, also wieder in Gegensätzen.

087 Begriffe können erst dann richtig verstanden werden, wenn auch ihr Gegenteil verstanden wird.

088 Definieren heißt einschränken, Grenzen setzen, Vergleiche ziehen und Gegensätze aufstellen.

090 Gegensätze entspringen der Begierde und Leidenschaft. Solange ich nichts begehre, bin ich im Frieden.

089 Erfolg wird nur im Gegensatz zur Unterlegenheit eines anderen deutlich.

091 Ohne Gegensatz wird nichts offenbar.

092 Im Gegensatz von profan und heilig gibt es kein gemeinsames Maß.

093 Die Rechtsprechung hat die ideale Aufgabe, entgegengesetzte Interessen zum Ausgleich zu bringen.

094 Das individuelle Bewußtsein ist kein Entweder-oder-Phänomen, sondern eine stufenweise Erscheinung.

095 Was ein Mensch gegen sein Gewissen tut, kann niemals gut sein.

096 "Das Gegenteil einer richtigen Behauptung ist eine falsche Behauptung. Aber das Gegenteil einer tiefen Wahrheit kann wieder eine tiefe Wahrheit sein."

097 Die Alternative zwischen zwei Gegensätzen wie Ja und Nein ist äußerst simpel.

098 Ohne Gegensatz kein Fortschritt.

099 Der Antagonismus ist das Organisationsprinzip des Ganzen.

100 Die geschlossene Form hat den Charakter der Frontalität.

101 "Das verflachende des 'Alltags' in diesem eigentlichsten Sinn des Wortes besteht ja gerade darin: daß der in ihm dahinlebende Mensch sich dieser teils psychologisch, teils pragmatisch bedingten Vermengung todfeindlicher Werte nicht bewußt wird und vor allem: auch gar nicht bewußt werden 'will', daß er sich vielmehr der Wahl zwischen 'Gott' und 'Teufel' und der eigenen letzten Entscheidung darüber: welcher der kollidierenden Werte von dem Einen und welcher von dem Andern regiert werde, entzieht. Die aller menschlichen Bequemlichkeit unwillkommene, aber unvermeidliche Frucht vom Baum der Erkenntnis ist gar keine andere als eben die: um jene Gegensätze wissen und also sehen zu müssen, daß jede einzelne wichtige Handlung und daß vollends das Leben als Ganzes, wenn es nicht wie ein Naturereignis dahingleiten, sondern bewußt geführt werden soll, eine Kette letzter Entscheidungen bedeutet, durch welche die Seele, wie bei Platon, ihr eigenes Schicksal: - den Sinn ihres Tuns und Seins heißt das - 'wählt'."

102 Nie gelöste Aufgabe der Synthese von Gebundenheit und Freiheit.

103 In den indoeuropäischen Sprachen haben wir eine starke Betonung von 'ist' und 'ist nicht'.

104 Das Recht "Nein" zu sagen.

105 Schwert und Geist sind zwei Urgegensätze der Menschheit.

106 Die Vernunft besitzt das Vermögen, alle Gegensätze, auf die sich der Verstand versteift zu beseitigen. Ihr Interesse ist es, fest gewordene Gegensätze aufzulösen. Die Vernunft begreift die Identität der Gegensätze.

107 Die Operationen des Verstandes spalten die Welt in zahllose Polaritäten.

108 Die Schatten müssen weichen, wenn das Licht kommt.

109 Meditation als Bewußtseinszustand, indem die Gegensätze von Absichtlichem und Spontanem aufgehoben ist.

110 Eine Philosophie der Einheit der Gegensätze dient immer einer Rechtfertigung der bestehenden Ordnung.

111 Die Grenze schafft, selbst wenn sie nicht will den Feind.

112 Die Gewohnheit ist ein gegensatzloses Tun.

113 Wir sind so eingerichtet, daß wir nur den Gegensatz richtig empfinden können, den Zustand selbst aber nur wenig.

114 Gegensatz zwischen dem Einen und dem Vielen.

115 Die Dialektik ist ein ständiger Prozess des fließenden Übergangs.

116 Verstehbarkeit ist an Gegensätzlichkeit gebunden. Das Verstehen einer Sache impliziert das Verstehen ihres Gegenteils.

117 Die Logik ist unfruchtbar, weil sie nicht anderes macht, als einen Zustand der Polarität zu erzeugen.

118 Man verliert seinen Verstand, wenn man sich ständig im Gegensatz zu allem andern sieht.

119 Gegensatz von Recht und Gewalt.

120 Kapitalismus und Sozialismus bedingen sich gegenseitig. Der Erfolg beider Systeme liegt in der Existenz eines mächtigen Gegners.

121 Gewöhnlich wird versucht, Gegensätze in einem letzten Gegensatz zu vereinfachen.

122 Vertrag setzt Verschiedenheit und Gegensätzlichkeit voraus.

123 Keine Gegensatzpaare, sondern komplementäre Beziehungen.

124 Die Sprache setzt konstitutive Einheiten indem sie die Dinge paarweise gegenüberstellt, womit sie gleichzeitig das System schafft.

125 Nein und Ja sind die Ursprünge menschlicher Kommunikation.

126 In der Wahl werden Gegensätze vereinheitlicht.

127 "Die Träger geistiger Gegenstände sind nicht an Subjekte gebunden, wie Träger psychischer Gegenstände. Staat und Moral können bestehen bleiben, während die Subjekte vergehen."

128 Das Gesetz der Einheit der Gegensätze ist das fundamentalste Gesetz der materialistischen Dialektik.

129 Systeme werden von Einheiten gebildet, die sich durch binäre Ausschlüsse unterscheiden und zueinander in Opposition stehen.

130 Die chinesische Philosophie wertet die Paarungen nicht als Gegensätze, sondern als Verband, in dem ein Teil auf den andern bezogen ist.

131 Unsere Welt ist eher ein Sammelbegriff für Prozesse, als ein solcher für Gegenstände.

132 Alles Existierende lebt und wirkt dadurch, daß es Kreuzungspunkt zweier Gegensätze ist.

133 Unversöhnbarkeit widerstreitender Weltanschauungen.

134 Gegensatz Ereignis/Struktur

135 Die Existenz eines gemeinsamen Gegners stellt die Interessenidentität her.

136 Aus einer Bestimmung in die andere, ein ununterbrochenes Aufheben der Gegensätze, ein Ineinanderübergehen. Die starre Kausalität wird von der Wechselwirkung abgelöst.

137 Uralter Gegensatz von Haben und Sein.

138 Ordnung und Chaos als Gegensatz.

139 Die intellektuelle Schablone von Ja und Nein ist ganz bequem, so lange keine Lebensprobleme aufgeworfen werden.

140 Wer jeden Gegensatz vernichtet, zerstört das Leben der menschlichen Gemeinschaft selber.

141 Gegensatz von Kommunikation und Herrschaft.

142 Es gibt einen bestimmten Punkt des Geistes, wo Gegensätze nicht mehr als solche empfunden werden.

143 Die Übertragung von Nervenimpulsen ist nicht elektrischer oder chemischer Natur, sondern beides.

144 Der Zusammenfall der Gegensätze ist das tiefste aller Geheimnisse.

145 Man ehrt sich selbst, wenn man seinen Gegner ehrt.

146 Jedes Gefühl ist gegensatzbedingt.

147 Die Problematik des Zwischenmenschlichen ist im Unterschied von Sein und Scheinen zu suchen.

148 Damit Sinn entstehen kann, muß es Opposition geben.

149 Weisheit als Gewahrwerden der grundsätzlichen Einheit widerstreitender Gegensätze.

150 Ein Gegensatz geht in den andern über.

151 Eine Einheit und Gleichzeitigkeit sich scheinbar ausschließender Gegensätze kann nicht gedacht, sondern höchstens erlebt werden.

152 Extreme berühren sich.

153 Das Ziel des menschlichen Lebensweges ist die Überwindung der Gegensätzlichkeit.

154 Zu jeder Polarität muß es eine Einheit geben.

155 Gegensatz von Bedingtem und Unbedingtem.

156 Ohne Gegensatz gibt es keine Entwicklung.

157 Bejahung und Verneinung, bzw. Zustimmung und Ablehnung bezeichnen die Doppelrichtung des Willens.

158 Das Subjekt setzt sich nur, indem es sich entgegensetzt.

159 Das Andere ist eine grundsätzliche Kategorie des menschlichen Denkens.

160 Irgendwann werden die vorhandenen Gegensätze dann gewalttätig ausgefochten.

161 Der scheinbare Gegensatz von Reden und Tun.

162 Die Dynamik des Denkprozesses lebt von der Spannung zwischen Ja und Nein.

163 Autorität und Freiheit verlaufen in einer Art von Polarität.

164 Die Schlange als Symbol und Sinnbild der Weltseele, die sich in Windungen und Biegungen ihren Weg durch alle Gegensätze des Lebens zu suchen gezwungen ist.

165 Das Gesetz will den Gegensatz als ruhende Seiten auffassen.

166 Gleichheit und Freiheit befinden sich in ständiger Spannung.

167 In der Logik heißt es "tertium non datur", ein Drittes gibt es nicht, d.h. man kann sich Gegensätze in ihrem Einssein nicht vorstellen.

168 Unüberwindlicher Gegensatz zwischen allgemeinen Zeichen und der individuellen Wirklichkeit.

169 Konflikte zwischen Fühlen und Denken, zwischen dem einen und dem anderen Gedanken.

170 Die Gewißheit kennt keinen Gegensatz.

171 Wo der Gegensatz als solcher besteht ist er unaufhebbar. Aus Schwarz kann man nicht weiß machen.

172 In allem Denken wird notwendigerweise vom Schein des Gegensatzes ausgegangen, um einen Rechnungsansatz zu haben.

173 Wir müssen mit unserem Glauben aus dem Dualismus hinaus. Mit unserem Denken können wir es nicht.

174 "Wer alles Gleiche gleichermaßen schätzt, der tritt schon in der Zeit in den gewünschten Stand der Ewigkeit."

175 Der ganze Gegensatz von Subjekt und Objekt ist eine künstliche Scheidung.

176 Neutralität ist Tarnung. Einen dritten Weg gibt es nicht.

177 Ohne den Kampf zwischen den Gegensätzen kann es keine Identität geben.

178 Die Sensationsgier braucht den Nervenkitzel, der Nervenkitzel erzeugt größeren Reizhunger und führt zu steigender Dosierung. Worum es aber letztlich geht, ist Kontrastwirkung.

179 Es kommt auf den Gegensatz an, nachdem man die Abgrenzung vollzieht.

180 Die Einheit der Gegensätze ist bedingt, zeitweilig und vergänglich und relativ.

181 Die Auflösung des Gegensatzes von Mensch und Welt in die Einheit von Mensch und Gott. (Es entsteht eine Sphäre der irrationale Pseudowirklichkeit.)

182 Entwicklung der Wirklichkeit nach dem Prinzip des Kampfes der Gegensätze.

183 Leben erfordert ständige die lebendige Versöhnung der Gegensätze.

184 Der grundlegendste aller Gegensätze: der zwischen Sein und Sollen, bzw. zwischen Wirklichkeit und Wert oder Norm.

185 Festgewordene Gegensätze aufzuheben ist das einzige Interesse der Vernunft.

186 Gott soll die Vereinigung der Gegensätze und Widersprüche sein.

187 Der Gegensatz ist überhaupt das Qualitative.

188 Gegensatz zwischen Freiheit und Wirklichkeit.

189 Entzweiung ist ein notwendiger Faktor des Lebens, das ewig entgegensetzend sich bildet.

190 die aus der Ökonomie entstehenden sozialen Gegensätzlichkeiten

191 den Gegensatz verschmieren

192 Außer den schroffen Gegensätzen sind noch Mischungen und Abstufungen in der Wirklichkeit vorherrschend.

193 Zu klarer ausschließender Gegensätzlichkeit

194 "Daß Schütze und Scheibe nicht mehr zwei entgegengesetzte Dinge sind, sondern eine einzige Wirklichkeit."

195 "Freie Erziehung ist immer eine Erziehung zur Kontroverse."

196 Abstrakte Ideale im Gegensatz zu unmittelbaren Zielen.

197 Nur der Gegensatz zu unserer Blutwärme läßt uns das Eis kalt nennen.

198 Der Gegensatz von Idealismus und Materialismus ist ein künstlicher. Letzten Endes läuft es auf das Gleiche hinaus, ob dieses auf jenes zurückgeführt wird oder umgekehrt.

199 "objicere" heißt entgegenwerfen.

200 Die Unterschiede werden leicht zu Gegensätzen verschärft.

201 Die Dialektik versucht das antinomische Verhältnis von Allgemeinem und Besonderen theoretisch zu bewältigen.

202 Nicht darauf kommt es an alle Divergenzen zu glätten und zu harmonisieren, sondern die Spannungen fruchtbar auszutragen.

203 Die Spannung zwischen Wissen und Nichtwissen wird niemals überwunden.

204 Himmel und Hölle verbinden sich in mystischer Einheit.

205 "Denn der real aufgefaßte Stoff soll idealisch verarbeitet und beherrscht werden, daß die selbsttätige Handlung der Reflexion sie einander entgegensetzt."

206 Abstrakter Gegensatz von Sein und Sollen.

207 Die Diskrepanz zwischen Reden und Tun ist sicherlich ein altes politisches Phänomen.

208 "Wer sein Fach nicht als widersprüchlich erlebt hat, beherrscht es nicht."

209 "Jeder Ausdruck ist Produkt der Reflexion und sonach kann von jedem als einem Gesetzten aufgezeigt werden, daß damit, daß etwas gesetzt wird, zugleich ein Anderes nicht gesetzt, ausgeschlossen ist."

210 Relativität des Gegensatzes von Einheit und Vielheit.

211 Jeder Satz hat seinen Gegensatz.

212 Freiheit bedeutet den Gegensatz von Zwang.

213 Determinismus und sittliche Verantwortung sind unvereinbar.

214 Kampf zwischen Affekt und Vernunft

215 Zufall ist mit Gesetzlosigkeit identisch: Es gibt keinen anderen kontradiktorischen Gegensatz zur Kausalität.

216 "Auf beiden Seiten ist die Wahrheit, auf beiden - die Lüge. Mit einem raschen entweder-oder ist da auch nichts zu erreichen."

217 Das durchaus als legitim anerkannte Gegeneinander der Gruppeninteressen.

218 Die Spannung zwischen Wissen und Nichtwissen führt zum Problem und sie wird nicht überwunden.

219 "Der Akt der Versöhnung von Unversöhnbarem wird zu einem Akt der Erlösung gemacht, d.h. zu einer heiligen Wandlung, zu einem heiligen Betrug, zu einer Lösung, die nichts löst, sondern auf Treu und Glauben angenommen wird."

220 Geld und Liebe stehen in schroffem Gegensatz.

221 "Die Täuschung kommt von eben dem, woher das Werden kommt. Das Werden aber kommt von dem Entgegengesetzten, mithin auch die Täuschung."

222 Der Unterschied zwischen Existenz und Nichtexistenz ist kein gradueller.

223 Entweder-oder-Logik, bzw. Sowohl-als auch-Logik

224 Der Irrtum abstrakte Grenzen da zu ziehen, wo keine sind.

225 Demokratie beruth auf der Anerkennung der Wirklichkeit und Notwendigkeit gegensätzlicher Interessen.

226 Zwischen Ja und Nein gibt es keine Kontinuität.

227 Die natürliche Kraft des Willens ist Opposition.

228 Die Spannung zwischen Maske und Wirklichkeit.

229 Schmerz und Freude sind Höhepunkte des menschlichen Empfindens, die es zu allen Zeiten und überall gegeben hat, es sind die beiden Pole, um die unser Seelenleben kreist. Schmerz und Seligkeit sind trotz aller Gegensätze aneinander gebunden, weil wir uns das eine nicht ohne das andere vorstellen können.

230 Die Arbeitsweise des Gehirns wird vom Alles-oder-Nichts-Charakter des Neurons bestimmt. Das Neuron wird entweder erregt, oder es wird nicht erregt.

231 Der Widerspruch ist eine logische Kategorie, der Gegensatz gehört der äußeren Realität an.

232 Die Pole des Kontrastes sind eine dialektische Notwendigkeit der lebendigen Welt. Es gibt keinen Tag ohne Nacht.

233 Der Widerspruch ist ein logischer Begriff: zwei Aussagen können einander widersprechen. Real Seiendes kann zueinander nicht in Widerspruch stehen.

234 Die Versöhnung, in der alle Gegensätze zum Schweigen gebracht werden ist eine spannungslose Harmonie.

235 "Verstand und Ruhebedürfnis ebenso wie zerstörender Kampfeswille wollen die Gegensätze vernichten, um die Herrschaft des Eindeutigen und Einseitigen aufzurichten."

236 Gott ist der Zusammenfall der Gegensätze.

237 Die Wirklichkeit hat kein Gegenteil.

238 In der mystischen Anschauung hört der Unterschied zwischen dem Guten und dem Bösen auf.

239 Nicht nur ein Unterschied, sondern ein Gegensatz.

240 Statt der Gegenüberstellung haben wir es mit einer Stufenfolge zu tun.

241 Das Gegensätzliche ist an die Sprache gebunden.

242 Der Kampf des Guten und des Bösen ist das eigentliche Rad im Getriebe der Welt.

243 Mit dem Aufhören jeder schöpferischen Spannung würde totaler Stillstand und Tod eintreten.

244 Es gibt kein Oben ohne ein Unten.

245 Die Verwischung des Unterschieds von Wahr und Falsch, von Ja und Nein zwingen uns, an der Objektivität unseres Erkennens und Denkens festzuhalten.

246 "Eintheilung ist nur durch Gegensetzung möglich."

247 Aus dem Begriff der Quantität werden durch Gegensetzung und Gleichung alle übrigen Begriffe abgeleitet.

248 "Die Wertung muß immer entweder 'positiv' oder 'negativ' sein."

249 Das Leben an sich ist kein Gut, sondern auch böse. Indem die 'anima' das Leben will, will sie Gutes und Böses.

250 Die Ordnung ruft Kontraste auf den Plan.

251 "Doch nicht berührt von Freundung wie Feindung / Von Vorteil wie Nachteil."

252 Gegensätze als Ungleichheiten.

253 Urpolarität von Erleiden und Wirken.

254 "Reines Licht und reine Finsternis sind zwei Leeren, welche dasselbe sind."

255 "Daraus folgt besonders, daß es im Gebiet der kleinsten Organismen keine scharfe Grenze zwischen lebendiger und toter Materie geben kann. Von einem großen geformten Körper kann die Entscheidung, ob er lebt oder nicht, völlig klar gefaßt werden. Bei den kleinsten organischen Gebilden aber werden die Begriffe versagen, mit deren Hilfe jene Entscheidung gewöhnlich getroffen wird, und es bedarf künstlicher Definitionen, um den Unterschied aufrechtzuerhalten."

256 Versuch der Objektivierung seelischen Geschehens als etwas dem biologischen grundsätzlich Entgegengesetztes.

257 "Die Frage nach 'richtig' oder 'falsch' kann in aller Strenge zwar innerhalb einer Idealisierung, aber nicht in der Beziehung zur Wirklichkeit gestellt und entschieden werden."

258 Es gibt eine Erfahrung in der Begegnung mit dem Unbedingten, welche als das Verschwinden des Subjekt-Objekt-Gegensatzes bezeichnet werden kann.

259 Prozesse vollziehen sich nicht geradlinig, sondern in Gegensätzen.

260 In der Realität steht der Mensch in ständigem Interessengegensatz mit anderen.

261 "Unter der Herrschaft der formalen Logik ist der Begriff des Konflikts von Wesen und Erscheinung entbehrlich, wo nicht sinnlos."

262 "Alle Wissenschaft wäre überflüssig, wenn die Erscheinungsform und das Wesen der Dinge unmittelbar zusammenfielen..."

263 Ähnlichkeit und Unterschied sind auf Identität und Gegensatz zurückzuführen.

264 Differenzen (Unterschiede) sind keine ausschließenden Gegensätze.

265 "Die rationale Grenzsetzung ist eine Grenzsetzung gegen ein anderes: Allgemein ausgedrückt, die rationale Formung bewegt sich unvermeidlich in 'Gegensätzen'. Indem die rationale Einstellung irgendein Umgrenztes 'setzt', schließt sie ein anderes aus."

266 Die Werte und damit die Gegensätzlichkeit und das Sollen.

267 So gewaltig die Gegensätze nebeneinander stehen, trotz allem sind sie ein und dasselbe, wie der Anfang und Ende des Kreisumfangs ein und dasselbe ist. Krankheit macht die Gesundheit angenehm, Übel das Gute, Hunger den Überfluß, Mühe die Ruhe."

268 "Bei Gott ist alles schön und gerecht; die Menschen aber halten einiges für gerecht, anderes für ungerecht. Wertgegensätze gibt es nur für die Menschen."

269 "Hat man einen Trieb, so steht man in einer Polarität. Jedem Wollen steht ein Nichtwollen gegenüber."

270 Jede inhaltliche Begriffsbestimmung schließt eine Abgrenzung gegen andere Begriffe und damit eine Verneinung ein.

271 "Alle geistige Bewegung geschieht innerhalb der Subjekt-Objekt-Spaltung. In dieser Spaltung sind überall Gegensätze herrschend: Die gegenständliche Welt und das subjektive Wesen sind in antinomischer Struktur zerspalten. Die geistige Bewegung steht immer in Beziehung zu Gegensätzen. Gegensatzlosigkeit wäre Tod und Erstarrung. Der Gegensatz ist das Lebensbedingende und die Erscheinung des lebendigen Geistes. Wie alle physikalische Mannigfaltigkeit durch den Widerstand entsteht, so das geistige Dasein durch die Antinomie."

272 "Logische Gegensätze sind zu unserer Bequemlichkeit erfunden worden."

273 "Die Idee von Gott mag noch so sublimiert werden, so bleibt immer das jüdische Prinzip der Entgegensetzung des Gedankens gegen die Wirklichkeit."

274 In einer endlichen Welt steht alles im Gegensatz zu einander.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.