Besitz
p-2siehe auch Eigentum, Kapitalismus, Reichtum, Armut, Sicherheit, Wert, Recht

001 "Nur wer Geist hat, sollte Besitz haben: sonst ist der Besitz gemeingefährlich. Der Besitzende nämlich, der von der freien Zeit, welche der Besitz ihm gewähren könnte, keinen Gebrauch zu machen versteht, wird immer fortfahren, nach Besitz zu streben: dieses Streben wird seine Unterhaltung, seine Kriegslist im Kampf mit der Langeweile sein. So entsteht zuletzt, aus mäßigem Besitz, welcher dem Geistigen genügen würde, der eigentliche Reichtum: und zwar als das gleißende Ergebnis geistiger Unselbständigkeit und Armut."

002 "Nur bis zu einem gewissen Grade macht der Besitz den Menschen unabhängiger, freier; eine Stufe weiter - und der Besitz wird zum Herrn, der Besitzer zum Sklaven."

003 Der Hang nach Besitz ist nur eine andere Form des Wunsches nach Dauer.

004 "Arbeitsteilung und Privatbesitz sind identische Ausdrücke."

005 Mehr Besitz scheint aufgrund größerer Leistungen gerechtfertigt.

006 Besitzstreben ist in der menschlichen Natur verankert.

007 Eigentum ist etwas anderes, als Besitz.

008 Auch im Kommunismus gibt es Besitz an Gütern des persönlichen Bedarfs.

009 Privatbesitz, der keine wirtschaftliche Macht verleiht, kann erhalten bleiben.

010 Das Streben nach Reichtum kann nicht zur Ruhe kommen.

011 Die Basis des Besitzes sind Gesetze und soziale Übereinkünfte.

012 Was ist der Unterschied zwischen "besitzen" und "verwalten"?

013 "Das einzig echte Gut, welches das Leben einem Menschen gewähren kann, ist der freie Besitz seiner eigenen Seele; alle anderen Güter sind Lügen."

014 Man kann nur Dinge besitzen, niemals Menschen.

015 Wir kämpfen nicht um zu "haben", sondern um zu "sein".

016 Die Armut des Geistes, die nichts will, nichts weiß, nichts hat.

017 Für viele Menschen ist das Leben der einzige Besitz, den sie haben.

018 In den USA wird der Besitz über das Leben gestellt.

019 Das Recht auf Besitz war der Ursprung und die Grundlage vieler anderer Rechte.

020 Statt des Eigentums soll es nur Besitz und Nutzung geben.

021 Alles, was du besitzst, nimmt dich seinerseits in Besitz.

022 Besitz ist Herrschaft. Herrschen heißt besitzen.

023 Für den Besitz, gegen das Eigentum!

024 Denken führt unweigerlich zum Besitzenwollen.

025 Die gegensätzlichen Privatinteressen äußern sich als Besitzunterschiede.

026 Wir wollen besitzen, weil wir ohne Besitz nichts sind.

027 Der Kampf um Macht und Besitz vergiftet alle menschlichen Beziehungen.

028 Materieller Besitz ist notwendig, aber er hat nur sekundäre Bedeutung. Materielle Motive sind immer verdächtig.

029 Zeit ist wertvoller, als jeder andere Besitz.

030 Alle Kultur beruht von jeher auf dem Besitz.

031 Je mehr man das Gefühl hat, wer zu sein, desto weniger Besitz braucht man.

032 Das Verlangen nach Besitz, Herrschaft oder Zerstörung ist eine primitive Neigung der menschlichen Natur.

033 Der Kampf ums Dasein ist der Kampf um Besitz.

034 Der Proletarier ist dadurch gekennzeichnet, daß er nichts hat, außer seiner Arbeitskraft.

035 Arm ist, wer nichts hat.

036 Der Körper ist der am wenigsten entbehrliche Besitz eines Menschen.

037 Der Buddhismus betrachtet den Wunsch nach Besitz als eine der schlimmsten Leidenschaften, von denen ein Sterblicher besessen sein kann.

038 Die Bedrohung des Besitzes ist oft gleichbedeutend mit der Bedrohung des Lebens.

039 Der Besitz ist eine Tatsache, kein Recht. Das Eigentum ist ein Recht und eine gesetzliche Befugnis.

040 "Keiner hat mehr Recht, als auf das, was ihm genügt."

041 Um den Besitz in Eigentum zu verwandeln bedarf es einer anderen Sache, als der Arbeit.

042 Viele Menschen sind von anderen nicht mehr zu unterscheiden, wenn man ihnen den Besitz wegnimmt, sie verlieren ihre Identität.

043 Niemand ist im Besitz der Wahrheit.

044 Glaube ist kein Besitz. Es gibt in ihm keine Sicherheit des Wissens.

045 Wenn man nichts zu verlieren hat, wird man mutig.

046 Mit dem Begriff wird das Objekt in Besitz genommen.

047 Gefühle werde gehabt, die Liebe geschieht.

048 Jeder sollte seine Besitztümer verdient haben. Der Besitz soll gerecht verteilt werden unter Berücksichtigung aller Umstände.

049 Der Neid zerstört, was er nicht haben kann.

050 "Die Menschen wollen dienen, weil sie besitzen wollen."

051 Die faktischen Unterschiede zwischen Menschen sind ökonomischer Natur.

052 Das "Ich" ist eine Abstraktion des bürgerlichen Bewußtseins und wird erst wirklich konkret, wenn es im Besitz gegenständlich wird.

053 Das Habenwollen als Lust am Haben.

054 Der Preis eines Wertes den man besitzt ist weniger hoch, als der eines Wertes, den man besitzen möchte.

055 Sobald man etwas anfasst, möchte man es besitzen.

056 Gebrauch und Verbrauch ist das normale Ende des Besitzes.

057 Es gilt, unnötigen Besitz zu vermeiden.

058 Herrschaft ist das Recht auf Besitz.

059 Wir "haben" Vorstellungen.

060 Besitz, Herrschaft und Macht sind Bereiche des Ichs.

061 Die drei größten Affektwurzeln sind Besitz, Macht und Sex.

062 Freiheit kann nie Besitz werden.

063 Wahrheit kann nie Besitz werden.

064 Liebe kann nie Besitz werden.

065 Der Proletarier, der nichts hat, ist nur noch Mensch.

066 Der Besitz wird für immer mehr Menschen die fundamental wichtigste Beziehung.

067 Die Arbeit ist kein Besitz, der sich veräußern läßt.

068 An die Stelle der physischen und geistigen Sinne ist daher die Entfremdung aller dieser Sinne, der Sinn des Habens getreten.

069 In vielen Sprachen gibt es kein Wort für "haben".

070 Essen und Trinken sind eine archaische Form der Inbesitznahme.

071 Die Leute betrachten ihre Meinung als Besitz und sträuben sich deshalb gegen eine Aufgabe derselben.

072 Gewohnheiten werden als Besitz empfunden, deren Verlust die persönliche Sicherheit bedroht.

073 Der Besitz wird zur Basis des Identitätsgefühls.

074 "Haben bezieht sich auf Dinge und Dinge sind konkret und beschreibbar. Sein bezieht sich auf Erlebnisse und diese sind im Prinzip nicht beschreibbar."

075 Wahr-nehmen ist in Besitz nehmen.

076 Wir kaufen, weil wir glauben, die Dinge besitzen zu müssen.

077 "Die Aufhebung des Eigentums wird im wesentlichen eine Umwandlung unseres Geistes sein."

078 Einer der häufigsten Unterschiede in der Welt des Alltags ist der von 'mein' und 'dein'.

079 "Soviel, wie jemand zum Nutzen seines Lebens verbrauchen kann, bevor es verdirbt, mag er durch seine Arbeit zu seinem Eigentum machen. Alles, was darüber hinausgeht geht, ist mehr als sein Anteil und gehört anderen. Nichts ist von Gott geschaffen worden, damit der Mensch es verderben lasse oder vernichte."

080 "Wo der Besitz ist, ist die Macht."

081 Die Absicht der Staaten geht bei weitem mehr auf das, was der Mensch besitzt, als auf das, was er ist.

082 Dem Menschen ist Tätigkeit näher als Besitz. Er identifiziert sich eher mit seinem Tun, als mit dem, was er hat.

083 Besitz ist die Gewalt über Sachen.

084 Besitz ist die aktuelle, Eigentum die letztliche Verfügung über eine Sache.

085 Besitz ist Recht, Eigentum Unrecht.

086 Besitz bedeutet für Hegel, daß der Mensch seinen Willen in einen Gegenstand gelegt hat.

087 "Nicht was ich habe, sondern was ich tue, ist mein Königreich."

088 Das Behalten, Festhalten - der Besitz.

089 Kinder werden zur Achtung vor dem Besitz angehalten.

090 Der Wunsch zu haben, was man braucht, kann zu einem Wunsch werden mehr zu haben, als man braucht.

091 Es besteht eine Beziehung zwischen Besitzstreben und dem Verlangen nach Sicherheit.

092 Besitz gibt Sicherheit.

093 "Daher will jeder alles für sich, will alles besitzen, wenigstens beherrschen, und was sich ihm widersetzt, möchte er vernichten."

094 Die Leute handeln weniger nach dem, was sie denken, als nachdem, was sie haben.

095 Wissenschaft ist auf als Besitz verfügbares Wissen aus.

096 Arbeit rechtfertigt wohl den Besitz, nicht aber das Eigentum.

097 "Die Sprache ist der erste Hebel zur Aneignung."

098 "Das ist mein Platz an der Sonne. - Damit habt ihr Beginn und Urbild der widerrechtlichen Besitzergreifung der ganzen Erde."

099 Die Bedingungen der Identität schließen die Übertragbarkeit des Besitzens aus.

100 Auflösung des Besitzprivilegs durch das Leistungsprivileg.

101 Der Mensch denkt mehr über das nach, was er nicht hat, als über das, was er hat.

102 Das Begreifen ist im Prinzip ein Besitzergreifen durch Vergegenständlichung.

103 Nur das Gegenständliche läßt sich begreifen, nur das Begreifliche (Begriffliche) läßt sich besitzen.

104 Die Dinge "haben" ihre Eigenschaften schon durch den Sprachgebrauch.

105 "In der wahren Liebe gibt es weder Ich, noch Mich, Mein, Mir, Du, Dein oder dergleichen."

106 "Das Wissen ist das Haben der Erkenntnis."

107 Forschen und Suchen bedeutet ein Noch-nicht-Haben.

108 "Die Habsucht hat uns der Macht der Maschine unterworfen."

109 Der Wunsch zu besitzen ist oft stärker, als der Wunsch davon Gebrauch zu machen.

110 "Volk und Knecht und Überwinder,/ sie gestehn zu jeder Zeit:/ Höchstes Gut der Erdenkinder/ Sei nur die Persönlichkeit."/

111 Bei der Realisierung der Liebe in der Welt stößt man unumgänglich auf das Problem von Besitz und Eigentum.

112 Das Gesetz des Staates betrifft den Menschen als einen Habenden gedacht.

113 Die Menschenwürde kann niemals eine Frage des materiellen Besitzstandes sein. Der Anspruch auf Würde ist ein moralischer.

114 Wir müssen unterscheiden zwischen dem Recht auf Besitz und dem Recht auf unbegrenzte Anhäufung von Eigentum, das für andere bedrückend werden kann.

115 "Der Mensch ist de facto zum Zubehör seines Besitzes geworden; das Leben beschränkt sich auf den ewigen Kampf um Geld."

116 Das Ich kann nicht anders als haben.

117 "Die Sterne, die begehrt man nicht, man freut sich ihrer Pracht."

118 Das Besitzrecht des Eigentümers stand höher, als Leben und Freiheit des Menschen. Hatten mehrere Gläubiger an denselben Schuldner Forderungen zu stellen, so stellte ihnen das Gesetz frei für ihn zu töten oder in Stücke zu schneiden.

119 Wo es keine allgemeingültigen Erkenntnisse gibt, gibt es nichts, was man wissen und damit besitzen kann.

120 Die allgemeine Denkungsweise ist ein Wissen, das ich habe, wie es jeder haben kann, der etwas ebenso versteht.

121 "Ist einer Welt Besitz für dich zerronnen,/ sei nicht in Leid darüber, es ist nichts;/ Und hast du einer Welt Besitz gewonnen,/ sei nicht erfreut darüber, es ist nichts./ Vorüber gehn die Schmerzen und die Wonnen,/ Geh' an der Welt vorüber, es ist nichts."

122 Gesellschaftliche Macht ist heute mehr denn je durch Macht über Dinge vermittelt.

123 Solange es arme Menschen gibt, ist der Besitz an überflüssigen Dingen ein Verbrechen.

124 Die Besitzverhältnisse müssen geändert werden, wenn überhaupt ein Interesse an höherer Menschlichkeit bestehen soll.

125 "Wenn wir ehrlich gegen uns selber sind, müssen wir zugeben, daß unser Leben alles ist, was uns wirklich gehört."

126 Die Sioux und die Nomaden lehren ihre Kinder Besitz nicht zu sehr zu achten, weil man jeden Augenblick zum weiterziehen aufgefordert werden kann.

127 Der dogmatische Besitz von Wahrheit.

128 "Die ungerechte Gesinnung steckt in den Seelen der Nichtbesitzenden auch, sie sind nicht besser als die Besitzenden und haben kein moralisches Vorrecht."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.