Bedeutung
Ogden / Richards - Die Bedeutung der Bedeutung
  p-2siehe auch Sinn, Wert, Interesse, Wille, Individualität, Nutzen
 
  001 "Es gibt nicht Bedeutung als etwas vom Wert unabhängiges." - Emil Lask, Gesammelte Schriften Bd. 3, Tübingen 1924, Seite 128

002 "Die Bedeutung der Wörter liegt nicht in den Wörtern; sie liegt in uns." - Samuel I. Hayakawa, Sprache im Denken und Handeln, Darmstadt 1984, Seite 411

003 Nicht von der Bedeutung hängt die Entscheidung ab, sondern von der Entscheidung die Bedeutung.

004 Die Voraussetzung aller logischen Schlüsse ist die gleichbleibende Bedeutung der Wörter.

005 Das Denken trägt den Sinn, das Wort selbst ist nur eine leere Hülse. Der Empirist glaubt, daß das Wort selbst einen Sinn hat.

006 "Daß dieser Anzug zum Bekleiden hier liegt, das nehme ich nicht wahr. Diesen Sinn lege ich dem in bestimmter Weise geschnittenen und genähten Stoff bei. Oder: Die Uhrzeit ist an der Wahrnehmungsgrundlage der Uhrgestalt selbst nicht ablesbar, sondern nur auf Grund eines den jeweiligen Konstellationen ihrer Zeiger ihr einlegbaren Sinnes. Kurz: Wir erfassen die Gegenstände in ihrer Funktion, sie haben für uns eine Bedeutung, sie sind uns als  Sinneinheiten  gegeben, nicht als Summe von Einzeltatsachen. Sinnganze sind die Bezugspole der Intentionalität. Dabei ist es für jedermann ersichtlich, daß einem Gegenstand nicht nur  eine  Sinnauslegung zukommt. Der Gehstock kann in bedrohter Lage den Sinn  Waffe  erhalten; der Nußbaum vor meinem Haus kann heute die Bedeutung Fruchtbringer, morgen die eines Schutzes gegen Sonne und Regen, ein andermal die von Bauholz oder Brennmaterial haben. Diese verschiedenen Sinngebungen haben zwar im Sosein der Dinge ihre Grundlage und auch ihre Grenze, sind aber aus der aktuellen Wahrnehmungsgrundlage nicht ableitbar. Es ist die Intentionalität des Bewußtseins, die diesen Überstieg von der reinen Tatsächlichkeit in die Dimension des Sinnes ermöglicht." - Ludwig J. Pongratz, Problemgeschichte der Psychologie, Bern/München 1984, Seite 125

007 Bedeutung entsteht aus dem Kontext.

008 Ein Computer hat eine Syntax, aber keine Semantik.

009 "Das 'Sein' eines jeden geistigen Dinges besteht in seiner Bedeutsamkeit." - Karl Mannheim, Konservatismus, Ffm 1984, Seite 119

010 Es gibt kein Verständnis der Welt ansich. Bedeutung, Wert und Sinn können sich nur in Analogie zu uns selbst ergeben.

011 Verschiedener Auffassung sind die Menschen angesichts der Bedeutung der Wörter.

012 "Die Apostel der hohlen Begeisterung, die gleichermaßen durchs Leben reisen mit einer einzigen Interjektion, jene Menschen, die überall aus dem Begeistertsein eine Profession machen, überall zur Stelle sind, und ganz gleich, ob etwas Bedeutendes oder etwas Unbedeutendes sich begibt, "Ei" oder "Ach" rufen, weil der Unterschied des Bedeutenden und des Unbedeutenden für sie indifferent geworden ist in der Hohlheit blind lärmender Begeisterung." - Sören Kierkegaard, Entweder - Oder, Köln 1985, Seite 310

013 Informationen sind wertlos, solange man das Koordinatensystem nicht kennt, in das sie gehören.

014 Bedeutung ist subjektiv. Was dem einen bedeutungslos und nebensächlich erscheint, kann für den anderen von Bedeutung sein.

015 Es gibt keinen Sinn, keinen Zweck und keine Bedeutung in der Welt, die wir nicht in sie hineingelegt haben.

016 Die Allgemeinbegriffe sind nicht, wie es die Anhänger des Realismus gerne hätten, Abbilder objektiver Wesenheiten, sondern nur allgemeine Namen, die geeignet sind, auf mehrere verschiedene Gegenstände praktisch angewandt zu werden. Sie tragen zur Erkenntnis der Wirklichkeit nichts bei, deshalb kann ihnen auch keine wirkliche theoretische Bedeutung zugesprochen werden.

017 "'Wert' und 'Preis' sind nach ökonomischer Auffassung beide 'Bedeutungs'größen, die man daher in gleicher Weise behandeln zu dürfen glaubt, obwohl dieses Verfahren auf einem der größten Irrtümer beruth, die je am Ursprung einer Wissenschaft standen." - Hans Albert, Ökonomische Ideologie und politische Theorie, Göttingen 1954, Seite 70

018 "Machen wir uns vor allen Dingen klar, daß das Wort 'gleich' nicht 'eine' Bedeutung hat, sondern viele! Wenn ich etwa weiß, wann zwei Raumstrecken gleich sind, so geht daraus noch gar nicht hervor, wann zwei Zeitstrecken gleich sind. Tatsächlich muß ich für diesen Fall eine neue Bestimmung treffen; das Wort 'gleich' wird in beiden Fällen nach verschiedenen Regeln verwendet und hat daher eine verschiedene Bedeutung. Bedenkt man ferner, wann man von gleichen Maßen, von gleichen Temperaturen, von gleichen Helligkeiten spricht, so erkennt man, daß der Sinn dieses Wortes, weit entfernt davon, derselbe zu sein, in jedem dieser Fälle von neuem erklärt werden muß." - Friedrich Waismann, Logik - Sprache - Philosophie, Stuttgart 1985, Seite 54f

019 Sinn und Bedeutung lassen sich nur durch Wertbegriffe klären.

020 "Daß dieser Anzug zum Bekleiden daliegt nehme ich nicht wahr. Dem in gewisser Weise zugeschnittenen, bzw. genähten Stoff wird dieser Sinn nur beigelegt. Wir erfassen die Gegenstände meist schon in ihrer Funktion, nicht als Summe von Einzeltatsachen. Damit ist unser Denken schon von vornherein beschränkt und ein Feld zahlreicher Irrtümer eröffnet, weil jedem Gegenstand nicht nur 'eine' Bedeutung zukommt. Der Gehstock kann in bedrohter Lage den Sinn einer 'Waffe' erhalten, der Baum vor meinem Haus kann heute die Bedeutung als Fruchtbringer, morgen die eines Schutzes gegen die Sonne und Regen, ein andermal die von Brennholz haben. Die Bedeutungen sind aus der bloßen Wahrnehmung allein nicht ableitbar. Es ist unser Interesse, das die Verbindung Tatsächlichkeit und Sinn ermöglicht." - Vgl. Èmile Meyerson, Identität und Wirklichkeit, Leipzig 1930

021 "Die wissenschaftliche Definition einer Blume, eines Tieres, eines Menschen sagt von deren innerstem Wesen nicht viel mehr, als wenn man das Geigenspiel definierte als: das Kratzen von einem Bündel Roßhaaren auf vier Schafsdärmen. Diese Definition ist wissenschaftlich einwandfrei, aber sie erfaßt so gut wie nichts vom Wesen dessen, was mit dem "Geigenspiel" gemeint ist." - Hans Leisegang, Denkformen, Berlin/Leipzig 1932, Seite 205

022 - Friedrich Theodor Vischer in seiner berühmten Parodie auf Goethes Faust alias "Deutobold Symbolizetti Allegoriowitsch Mystifizinsky".

023 Bewußtsein ist nie identisch mit der bloßen Gegenwärtigkeit eines Phänomens, sondern es bezeichnet immer auch eine Bedeutung desselben. Bewußtsein ist immer intentionales Erleben.

024 Es gibt keine Gegensätzlichkeit zwischen Realität und Bedeutung. Jede Realität zeigt sich uns in Form einer Bedeutung.

025 Wo der Buchstabe gilt und nicht der Geist, bezeichnen Wörter bloß mehr, ohne wirklich etwas zu bedeuten.

026 Wer nicht weiß, was Freiheit bedeutet, kann sich auch nicht sinnvoll für sie einsetzen.

027 Das Besondere hat mehr Bedeutung als das Allgemeine, wo menschliche Qualitäten im Vordergrund stehen. Das Allgemeine hat mehr Bedeutung als das Besondere, wo Machtfaktoren ausschlaggebend sind.

028 Die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke liegt in ihrem Gebrauch.

029 semantisch = auf den Inhalt bezogen; semiotisch = auf den Ausdruck bezogen.

030 Semantische Fragen müssen von Realitätsfragen unterschieden werden.

031 Das deutsche Wort für Symbol heißt "Sinnbild".

032 Für die Erfahrung ist die faktische Ordnung primär, für die Bedeutung die logische.

033 Subatomare Teilchen haben keine Bedeutung als isolierte Einzelgebilde, sondern nur im Zusammenhang.

034 Der Unterschied von Wahrheit und Geltung ist ein pragmatischer.

035 "Was ist denn nun das gemeinsame Etwas, welches einem allgemeinen Namen seine Bedeutung gibt?" frägt Mill. "Es ist die Ähnlichkeit der Gefühle", antwortet Spencer.

036 Eigentum hat weniger ökonomische, als psychische Bedeutung.

037 Bei der Bildung von Begriffen wird immer idealisiert, um logische Schlussketten zu ermöglichen.

038 Die Begründung als sachliche Geltung ist von der Verbindlichkeit als sozialer Geltung zu unterscheiden.

039 Nichts von Bedeutung kommt aus dem Kopf.

040 Das Verstehen von Existenz ist vom Verstehen von Bedeutsamkeit zu unterscheiden.

041 Bedeutung gibt es nur im Wort.

042 "Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache." - Ludwig Wittgenstein ohne weitere Quelle

043 Nur im Zusammenhang eines Satzes hat ein Wort Bedeutung.

044 Die Wörter haben ihre Bedeutung für uns durch einen wesentlich privaten Vorgang erlangt.

045 Bedeutung gibt es im Sinn von Funktion, Inhalt, Mittel oder Zweck.

046 Ein Wort ist sowohl Zeichen, als auch Träger von Bedeutung.

047 Jedes Wort ist in seiner Bedeutung durch das Beobachten von Ähnlichkeiten entstanden.

048 Worte sind Erinnerungszeichen für Sinneseindrücke.

049 "Was ich sage, das meine ich nicht, und was ich meine, vermag das Wort nicht zu sagen." - Max Stirner ohne weitere Quelle

050 Es kommt nicht auf den Gebrauch der Worte an, sondern auf das Wesen der Dinge. Nicht die Untersuchung der Sprache, sondern die Untersuchung der Realität ist wichtig.

051 Wert ist die Bedeutung im subjektiven Sinn.

052 Die wirkliche Bedeutung eines Wortes ist gelegenheitsbedingt und von den Umständen abhängig.

053 Semantik kann auch als psychotherapeutische Technik aufgefasst werden.

054 Die Bedeutung der Worte wird definiert.

055 Ein Wort ist überhaupt nur, was Bedeutung hat.

056 Vereinzeltes gilt als unwesentlich.

057 Die Bedeutung der Raumaufteilung ist viel geringer, als die Bedeutung der Zeiteinteilung.

058 Bedeutung ist die Art und Weise, wie mit einem Ausdruck umgegangen wird.

059 Was in der Praxis Wirklichkeit ist, das ist ständig ein Bedeuten der Dinge, Vorgänge und Situationen.

060 Alles Denken ist Denken von Bedeutungen. Unsere Wahrnehmung ist nur eine mechanische Abbildung von Sinnesreizen, sondern zugleich immer auch eine Wahrnehmung einer Bedeutung.

061 Alles Wahnerleben ist ein Erleben von Bedeutungen. Der Wahnkranke nimmt zwar sinnlich wahr, kann aber nicht die Bedeutung des Wahrgenommenen erkennen. Er sieht Bedeutung in bedeutungslosen Ereignissen.

062 Worte können niemals alles sagen.

063 Worte dürfen nicht mit Sachen verwechselt werden.

064 Die sittliche und geistige Atmosphäre, in der ein Mensch lebt, ist seine semantische Umwelt.

065 Wer definiert, glaubt an eine wahre Bedeutung der Wörter.

066 Erfahrungsgrundlage für die Gültigkeit von Normen sind Bedeutung, Interesse und Bedürfnis.

067 Worte sind nicht Dinge. Worte sagen nicht alles über eine Sache.

068 "Die Wortwahrheit macht aus Worten einen genauen Ersatz für die Wirklichkeit. Dies ist eine sehr große Annehmlichkeit." - Samuel I. Hayakawa, Sprache im Denken und Handeln, Darmstadt 1984, Seite 278

069 Die Bedeutung eines Wortes liegt nicht im Wort selbst.

070 Tatsachen gewinnen nur aus dem Zusammenhang Bedeutung.

071 Wir haben es überhaupt immer nur mit Bedeutungen zu tun.

072 Wahrnehmung ist immer eine Interpretation der ursprünglichen Intuition.

073 Überall, wo nicht reine Empfindung ist, wird geurteilt.

074 "Mein Leib ist es, der allen Worten ihre ursprüngliche Bedeutung verleiht." - Maurice Merleau-Ponty, Phänomenologie der Wahrnehmung, Berlin 1966, Seite 276

075 Semantik ist die linguistische Erforschung von Sinn und Bedeutung.

076 Bedeutung enthüllt sich nur von einem bestimmten Gesichtspunkt aus.

077 Alles Erleben ist das Erlebnis von Bedeutungen.

078 Zwischen dem Zeichen, bzw. dem Laut und der Bedeutung besteht lediglich ein symbolischer, d.h. logischer Zusammenhang.

079 Bedeutung gibt es nur in einem Bezugssystem.

080 Bedeutungen werden erlebt, Begriffe werden gedacht.

081 Es ist unmöglich, sich von Bedeutungsgefühlen völlig frei zu machen.

082 Das Gefühl ist stets nur, was es bedeutet.

083 "Der Geist ist semantisch - sematisch in dem Sinne, daß er mehr hat, als eine formale Struktur; er hat einen Gehalt." - John R. Searle, Geist, Hirn und Wissenschaft; Ffm 1986; Seite 30

084 Worte sind nicht nur Zeichen, sondern sie haben auch eine Bedeutung.

085 Der Materialist sagt, 'daß' die Materie ist, nicht 'was' sie ist. Die Materie ist eine Abstraktion, ihre Bedeutung aber ist konkret.

086 Was mich nicht interessiert, ist auch nicht von Bedeutung für mich.

087 Die Farbe eine Gegenstandes ist eine optische Deutung. Farben sind Interpretationen.

088 Ohne die Anerkennung von Seins- oder Bedeutungsstufen könnten wir uns die Welt gar nicht verständlich machen.

089 Kein Wissen - nur Deutung.

090 Die Logik hat es nicht mit dem psychologischen, sondern mit dem idealen Bedeutungsgehalt sprachlicher Ausdrücke zu tun.

091 "Das Lehren von Bedeutung ist stets ein Lehren des Gebrauchs von etwas." - Ludwig Wittgenstein in Wolfgang Stegmüller (Hg), Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie, Stuttgart 1978, Seite 583

092 Begriffe, die verschiedenen Abstraktionsebenen angehören, sind unvereinbar.

093 Ein Bild hat immer mehrere Bedeutungen.

094 Das Bedeutende (Zeichen) und das Bedeutete (Inhalt).

095 Die Bedeutung entsteht nicht durch Wiederholung, sondern durch Differenz.

096 Bedeutung ist ein rein psychologischer Begriff.

097 Die Bedeutung eines Satzes ist die Idee, die dahinter steckt.

098 Die Bedeutung eines Wortes besteht darin, bestimmte geistige Zustände auszudrücken oder hervorzurufen.

099 Gleichgültigkeit als Gleichheit der Unbedeutsamkeit.

100 Jede Beobachtung ist immer schon eine Interpretation.

101 Die Bedeutungen der Begriffe sind von den jeweiligen Theorien abhängig.

102 Bedeutung besteht entweder in einer Qualität, oder in einer Beziehung.

103 Es ist das Meinen, das Sinn verleiht und das Meinen entsteht im seelischen Bereich.

104 Bedeutungen sind etwas abstraktes.

105 Inhalt und Bedeutung gehen nicht von außen auf uns über, sondern entstehen erst in uns.

106 Bedeutung ist der Schlüsselbegriff für das Verständnis.

107 Bedeutung ist das Gemeinte.

108 Bedeutung kommt von der Sinnlichkeit.

109 Die Macht eine Bedeutung zu erzeugen.

110 Das Geld hat die Bedeutung aller Bedürfnisse übernommen.

111 Bedeutung, Wert und Zweck der Dinge müssen in Bezug auf die individuelle Existenz gesehen werden.

112 Bedeutungen erzeugt das Ich.

113 "Der modernen Wissenschaft ist nichts gleichgültig. Alles, das Kleinste und Häßlichste, das Fernste und das Fremdeste, was immer irgendwo faktisch ist, das ist ihr allein darum, weil es ist, schon relevant. Sie wurde schlechthin universell. Es gibt nichts, was sich ihr entziehen kann. Nichts soll verborgen, nichts soll verschwiegen, nichts soll Geheimnis bleiben." - Karl Jaspers, Was ist Philosophie, München 1980, Seite 185

114 Jeder Begriff gewinnt seinen Sinn erst im Zusammenhang.

115 Die Sünden des Geistes sind die schlimmsten.

116 Die Bedeutung ist der Schlüssel für das Verständnis.

117 Die Wirklichkeit ist eine Anzahl von Bedeutungswerten, die vom Geist nach Kategorien geordnet werden.

118 die Macht einen Kontext zu erzeugen.

119 Zeichen und Bedeutung - das sinnliche Wort und das Gemeinte.

120 Bedeutung kommt aus der Sinnlichkeit.

121 Die Definitionen der Begriffe, nicht ihre Bedeutung, sind Funktion einer in dauernder Veränderung begriffenen Theorie. Wo Bedeutung mit Definition identifiziert wird, ist das nur ein Zeichen dafür, daß etwas theoretisch zwar gewußt wird, aber praktisch ohne Bedeutung ist.

122 Für den Egoisten hat nur was zuerst ihn selbst betrifft Bedeutung.

123 Nur in der konkreten Existenz eines Menschen treten Bedeutung, Wert und Zweck auf.

124 Die Bedeutung der Wörter liegt in den Ideen.

125 Das Verständnis eines Menschen entsteht unter den Kategorien von Wert, Bedeutung und Zweck.

126 Die Bedeutung ist "die Seele des Wortes".

127 Der Mittelpunkt aller Bedeutsamkeit ist die Werthaftigkeit.

128 Die schlichte Wortbedeutung ist bereits eine Form der Begriffsbildung.

129 Es ist eine logisch wichtige Angelegenheit, das Verhältnis von Ausdruck und Bedeutung zu klären.

130 Für Husserl gibt es eine Ähnlichkeit der Gefühle, deshalb haben allgemeine Namen für ihn ihre Bedeutung.

131 "Was Bedeutung ist läßt sich nicht weiter definieren, es ist ein deskriptiv letztes." - Edmund Husserl, Logische Untersuchungen Bd.2 - Teil1, Tübingen 1980, Seite 183

132 "Logisch betrachtet ist aller Bedeutungswechsel als Abnormität zu beurteilen. Das logische Interesse, das auf die identisch-einheitlichen Bedeutungen geht, fordert Konstanz der Bedeutungsfunktion." - Edmund Husserl, Logische Untersuchungen Bd.2 - Teil1, Tübingen 1980, Seite 322

133 "Es gibt einfach keinen anderen Platz für die Bedeutung von Gesundheit, Krankheit, Leben und Sterben als unsere eigenen Sinne." - Larry Dossey, Die Medizin von Raum und Zeit, Reinbek 1987, Seite 77

134 Die Bedeutung liegt in der Verwendung.

135 "Statt Wirklichkeit zu produzieren, stirbt der Wunsch und entsteht als symbolische Bedeutung wieder." - Bernhard Taureck (Hg), Psychoanalyse und Philosophie - Lacan in der Diskussion, Ffm 1992, Seite 56

136 Vom Psychiater wird alles Symbolische als Reales verstanden. Der schizophrene Psychotiker kann nicht zwischen symbolischer und realer Bedeutung unterscheiden.

137 Die Worte unserer Sprache sind zu ihren Bedeutungen durch bildliche Anwendung gekommen.

138 Sinn und Bedeutung können erst durch einen Wert konstituiert werden.

139 Erlebnisse sind bedeutsam.

140 Das Unbewußte wird gedeutet. Träume sind geheimnisvoll und bedeutungsschwer.

141 "Die letzten Elemente der wissenschaftlichen Begriffe sind nämlich unter allen Umständen allgemein, und einen Begriff kann man deswegen nur aus allgemeinen Elementen bilden, weil die Worte, deren sich die Wissenschaft bedient, um allen verständlich zu sein, allgemeine Bedeutung haben müssen." - Heinrich Rickert, Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft, Stuttgart 1986, Seite 59

142 Allegorie und Metapher ist übertragene Bedeutung.

143 Jedes Wort ist in jeder Bedeutung durch die Beobachtung von Ähnlichkeiten entstanden.

144 Das logische Problem der Beziehungen zwischen Begriff und Begriffenem wird nicht in seiner methodischen Tragweite erkannt.

145 Begriffe sind nur von ihren Inhalten her sinnvoll. 145 Die Bedeutung ist nicht mit den Sinnen wahrnehmbar.

146 Begriffe wie 'Profit', 'Produktivität', oder 'Wirtschaftlichkeit' etc. haben keinerlei Bedeutung, wenn nicht der Bezugsrahmen verdeutlicht wird. (Profit für wen?)

147 Die meisten Streitigkeiten auf der Welt drehen sich um Worte und ihre Bedeutung.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.