Bedürfnis
Franz Cuhel - Zur Lehre von den Bedürfnissen
siehe auch Interesse, Konsum, Macht, Freiheit, Wille, Herrschaft

001 Der gewöhnliche Mensch denkt 'nur' an die leiblichen Bedürfnisse und fühlt sich in diesem würdelosen Zustand auch noch wohl.

002 Es ist nicht mehr der Bedarf, der befriedigt werden muß, sondern die Meinung.

003 Der anonyme Markt kennt nur zahlungsfähige Bedürfnisse.

004 Bedürfnis nach Identifikation, Gewißheit, Orientierung.

005 Frieden als Gleichgewicht widerstreitender Bedürfnisse.

006 Das beste Mittel zur Unterwerfung von Menschen ist die Unterwerfung ihres Geistes, und diese ist dort am wirksamsten, wo die dazu verwendeten Lehren der menschlichen Jllusionsbedürftigkeit entgegenkommen.

007 Die ganze Alltagsexistenz ist auf primitive Bedürfnisse ausgerichtet und es wird nicht erkannt, daß es höhere Bedürfnisse gibt.

008 Das Verlangen nach Annehmlichkeiten und Verschönerungen ist ohne Ende und bestimmte Grenze.

009 Die Fiktion einer rein quantitativen Meßbarkeit von Bedürfnissen.

010 Alle Bündnisse beruhen auf wechselseitigen Bedürfnissen.

011 Glück ergibt sich aus der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse und Interessen.

012 Dem Recht des Staates seinen Bedarf zu decken, oder, wie es so schön heißt, seine Aufgaben zu erfüllen, entspricht eine Pflicht des Staatsbürgers: die Steuerpflicht.

013 Wirtschaften heißt seinen Bedarf maximal unter den geringsten Opfern zu decken.

014 Die Frage der Quantifizierbarkeit der Bedürfnisse ist von elementarer Bedeutung für die Ökonomik.

015 Die ideale Produktion bedeutet die vollkommene Anpassung der Produktion an den Bedarf.

016 Es gibt eine Rangordnung der Bedürfnisse. Das primäre Bedürfnis ist die Nahrung, die Luft.

017 "Die Unruhe des Geistes wurzelt in der Einsamkeit des Ichs. Darin besteht die eigentliche 'Geistesbedürftigkeit' des Menschen - die ihn zum 'Gottsucher' und ihm nur in der religiösen Einstellung seines Lebens bewußt werden kann". - Ferdinand Ebner, Das Wort und die geistigen Realitäten, Innsbruck 1921, Seite 76

018 Die Befriedigung ist ihrer tiefsten Natur nach konservativ.

019 Der Tod ist ein Bedürfnis wie der Schlaf.

020 Interessenkonflikte und Konflikte durch unterschiedliche Bedürfnisse gibt es und wird es immer geben.

021 Autoritäre Beziehungen sind bedürfniseinschränkend.

022 Kapitalzins ist das Entgelt für das subjektive Opfer, das darin liegt, daß sich jemand unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung enthält.

023 Interessen sind Ich-Bedürfnisse.

024 Die vom System geschaffenen Bedürfnisse sind stabilisierende und konservative Bedürfnisse, die sich in der Triebstruktur verankert haben.

025 Nicht der Bedarf ist Zweck der Produktion, sondern die Verwertung des Werts.

026 Mit der Einführung des Geldes kam der Wunsch auf mehr zu haben, als man braucht.

027 Nach der Befriedigung der materiellen Bedürfnisse ist das höchste Bedürfnis des Menschen die Freiheit.

028 Bedürfnisse und Bestrebungen der Menschen sind nicht gleich und harmonisch, sondern antagonistisch und widersprechen einander oft.

029 Wo ist die Grenze vernünftiger Bedürfnisse?

030 Die Abstraktion faßt die Dinge der Umwelt so auf, wie es zu Befriedigung der praktischen Lebensbedürfnisse nützlich und förderlich ist.

031 Konfliktlosigkeit hieße, daß zwischen Bedürfnis und Bedürfnisbefriedigung kein Unterschied besteht.

032 Im Bedürfnisverzicht äußert sich Tugend.

033 Es dürfte eigentlich keinen Mangel an Arbeitsmöglichkeiten geben, weil die Bedürfnisse der Menschen unbegrenzt sind.

034 Menschen streben ursprünglich nicht nach Frieden, sondern nach Befriedigung.

035 In jedem Herrschaftsverhältnis muß der unterdrückte Mensch auf einen Teil seiner Interessen und einen Teil seiner Bedürfnisbefriedigung verzichten.

036 Hauptsächliche Ursache von Aggressivität ist Frustration, d.h. die Unterdrückung spontaner Bedürfnisse.

037 Bedürfnisse erzeugen Disharmonien.

038 Hunger und Liebe sind die beiden Grundprinzipien, von denen die Menschheit geleitet wird.

039 Die Weckung von Bedürfnissen und Interessen ist eine Erzeugung permanenter Unzufriedenheit, ohne die die Produkte der Wirtschaft keine Abnehmer fände.

040 "Die Prozesslogik ist systemnotwendig betriebsblind gegenüber den differenzierteren Strukturen der Gebrauchswerte, qualitative Bedürfnisse der Menschen erfahren nur eine Realisierung, wenn sie sich in die Prozesslogik der abstrakten Flußgrößen fügen." - Vgl. Otto Ullrich, Technik und Herrschaft, Ffm 1979, Seite 252f

041 Wert als sich erhaltende Möglichkeit, ein Bedürfnis zu befriedigen.

042 die entwürdigende Not nackter Bedürfnisse.

043 "Wer am wenigsten bedarf, der ist den Göttern am nächsten." - Sokrates, ohne weitere Quelle

044 Nahrung, Kleidung und Wohnung sind die Grundbedürfnisse des Menschen.

045 "Die Bedürfnisse sind Herren, mit denen man kämpfen muß." - Alexis de Tocqueville, ohne weitere Quelle

046 Bedürfnisse biologischer Herkunft sind begrenzt.

047 "Keiner hat mehr Recht, als auf das, was ihm genügt." - Cicero, ohne weitere Quelle

048 Nicht alle menschlichen Bedürfnisse sind allgemein und permanent.

049 Nicht für jedes wiederkehrende Bedürfnis muß gleich eine Institution geschaffen werden.

050 Essen ist heiliges Tun, ist Teilnahme an der Macht, die in die Pflanzen gelegt ist.

051 Der ordinäre Konsum als allgemeines Bedürfnis.

052 Die konkreten Bedürfnisse stehen abstrakte Systemanforderungen gegenüber.

053 "Um seine Bedürfnisse so schnell und vollkommen als möglich befriedigen zu können, sucht der Mensch nach einer Regel." - Pierre-Joseph Proudhon, Was ist das Eigentum?, Graz 1971, Seite 222

054 Bedarf der Mensch alles dessen, was er will?

055 Kohärenz von Bedürfnis und Abhängigkeit.

056 Mäßigkeit ist eine Kunst und Tugend.

057 Verbrauch nach Bedürfnis, nicht nach Leistung.

058 Das grundlegendste aller Bedürfnisse ist es, die eigenen Möglichkeiten zu aktivieren.

059 Die Gesellschaft entsteht durch unsere Bedürfnisse, die Regierung durch unsere Schlechtigkeit.

060 Notwendigkeit und Bedürfnis sind ein und dasselbe.

061 Jede Abstraktion ist vom Bedürfnis entfernt.

062 Jede Gier ist in sich unglücklich und muß auch andere unglücklich machen.

063 Die Maschinen wurden nicht den Bedürfnissen der Menschen angepasst, sondern die Bedürfnisse der Menschen so geändert, bis sie auf die Erfordernisse der Maschinen passten.

064 Besondere Arbeit zur Befriedigung eines persönlichen Bedarfs im Gegensatz zur allgemeinen Arbeit für einen Markt.

065 Was, wenn Bedarf und Leistungskraft nicht übereinstimmen?

066 Die physischen Bedürfnisse haben absoluten Vorrang vor den emotionalen Bedürfnissen.

067 In unserer arbeitsteiligen Gesellschaftsordnung ist es nicht mehr möglich elementare Bedürfnisse außerhalb des Kommerzes befriedigt werden.

068 Bedürfnisse werden zu Gewohnheiten.

069 Die Begierde kennt keine andere Möglichkeit als den Kampf.

070 Das Wollen ist grenzenlos.

071 Konflikte zwischen Begierden verschiedener Personen sind schwerer zu schlichten, als Konflikte zwischen Begierden innerhalb einer Person.

072 Wünsche, die auf der Basis kommerzieller Interessen künstlich erzeugt werden.

073 Bedürfnis nach Gleichheit und Gerechtigkeit als Rechtsbedürfnis.

074 Die Umwandlung der ökonomischen Zielsetzung vom Profitstreben zur Bedarfsdeckung ist einer der Kernpunkte einer sozialen Revolution.

075 Bedarfserweiterung wird mittels professioneller Manipulation erzielt.

076 Die Wünsche und Ziele der Menschen sind nicht immer ihre eigenen, sondern Menschen agieren oft unbewußt als Erfüllungsgehilfen fremder Mächte. Wir sprechen von falschem Bewußtsein.

077 Es wird nicht produziert um Bedürfnisse zu befriedigen, sondern um Waren zu verkaufen.

078 Bedürfnisse bedürfen keiner Rechtfertigung.

079 Der Egoismus als Systematisierung der praktischen Bedürfnisse

080 "Manipulative Optimierung systemkongruenter Bedürfnisse..." - Reimut Reiche, Sexualität und Klassenkampf, Ffm 1976, Seite 19

081 Die Weltanschauung des praktischen Bedürfnisses ist ihrer Natur nach borniert.

082 Der Konflikt zwischen Bedürfnissen und ihrer Bewertung nach gut und schlecht.

083 "Man braucht nichts gelernt zu haben, - die Leidenschaft kann man immer..." - Friedrich Nietzsche in Colli/Montinari (Hg), KSA Bd. 6, München 1988, Seite 25

084 Jeder befriedigte Wunsch gebiert einen neuen.

085 Alles Wollen entspringt dem Bedürfnis also Mangel und Leiden.

086 Die privaten Bedürfnisse werden über das politische Interesse gestellt.

087 Die Ordnung des Zusammenlebens ist auf Bedürfnisbefriedigung gerichtet.

088 "Die Erde bietet genug, um das Bedürfnis jedes Menschen zu befriedigen, nicht aber seine Habsucht." - Mahatma Ghandi, ohne weitere Quelle

089 "Der große Strom menschlicher Neigungen fließt dem Genuße nach." - William Thompson, Inquiry into the Principles of the Distribution of Wealth, London 1850, Seite 453

090 "Wenn man einen leeren Bauch hat, dann ist das einzige Problem der leere Bauch." - George Orwell in Fritz Senn (Hg), Das George Orwell Lesebuch, Zürich 1981, Seite 199

091 Durchsetzung besonderer Lebens- und Herrschaftsansprüche.

092 "Volkswirtschaft bedeutet Befriedigung der Bedürfnisse innerhalb eines Volkes und nach dem Grad ihrer Wichtigkeit." - Bernard Shaw, Der Sozialismus und die Natur des Menschen, Ffm 1973, Seite 106

093 Abstraktion bedeutet eine Bedürfnisferne des Interesses.

094 Inkompatible Normen ethischer Systeme ergeben sich aufgrund der Divergenz der Bedürfnisse von verschiedenen Wesen und die Notwendigkeit die Interessen der einen zu opfern, um die Interessen der anderen zu retten.

095 Die unpersönliche Macht der täglichen Notdurft ist ein Zwang, der unerbittlicher und drängender zwingt, als alle Gewalt.

096 Laster und Luxus sind das Bedürfnis nach immer stärkeren und häufigeren Reizen.

097 keine biologischen Bedürfnisse, sondern Wünsche.

098 Wirtschaftswissenschaftler sehen und behaupten die menschlichen Bedürfnisse in materieller Bereicherung. Diese Bedürfnisse sind im Prinzip unersättlich.

099 "Alle Bedürfnisse sind in dieses eine (Geld) zusammengefaßt. Das Ding des Bedürfnisses ist zu einem bloß vorgestellten, ungenießbaren geworden. Der Gegenstand ist also hier ein solcher, der nur nach der Bedeutung gilt, nicht mehr für sich, d.h für das Bedürfnis." - Georg Lukàcs, Der junge Hegel, Bd. 2, Ffm 1973, Seite 522

100 Das Geld hat die Bedeutung aller Bedürfnisse, es ist die Abstraktion aller Besonderheit, Charakter, Geschicklichkeit des Einzelnen.

101 Die Welt hat genug für unsere Bedürfnisse, nicht aber für unsere Begierden.

102 Die kapitalistische Wirtschaft ist die Erzeugung für den Profit, nicht für den Bedarf.

103 Die Abhängigkeit des Begehrungsvermögens von Empfindung heißt Neigung und diese beweist ein Bedürfnis. Die Abhängigkeit eines zufällig bestimmbaren Willens von Prinzipien der Vernunft heißt Interesse.

104 Arbeit ist Befriedigung.

105 Ökonomen begreifen die menschlichen Bedürfnisse materiell.

106 Das mächtigste menschliche Vermögen ist die Fähigkeit zu nähren.

107 Mit einer unbegrenzten Vermehrung der Bedürfnisse kann keine Produktion Schritt halten.

108 Bedürfnisbefriedigung und Bedürfnisartikulation.

109 die augenblickliche Erfüllung emotionaler Bedürfnisse ohne das krämerhafte "was kommt danach".

110 Der unbestreitbaren Fundamentalität und Allgemeinheit bestimmter menschlicher Bedürfnisse entsprechen allgemeine Arten der Tugend und der Verpflichtung, die in irgendeiner Form und bis zu irgendeinem Grad in fast jedem Moralsystem Anerkennung finden.

111 Der Gegenstand wird nach dem Bedürfnis des Gedankens vorgestellt.

112 Der materielle Wohlstand macht nicht glücklich.

113 "Das Subjekt wird dazu überwältigt, glücklich zu werden durch kontrollierbare Befriedigung objektiv zu erhebender Bedürfnisse." - Karl Müller in Herbert Gruhl, Ein Planet wird geplündert, Ffm 1980, Seite 152

114 Jeder Konflikt ist im wesentlichen ein Konflikt im Grund des Handelns, ein Konflikt von Bedürfnissen.

115 "Kapital ist das, was übrigbleibt, nachdem die primären Bedürfnisse einer Bevölkerung befriedigt worden sind." - Aldous Huxley in Herbert Gruhl, Ein Planet wird geplündert, Ffm 1980, Seite 198

116 "Es wird ein Bedürfnis daher nicht sowohl von denen, welche es auf unmittelbare Weise haben, als vielmehr durch solche hervorgebracht, welche durch sein Entstehen einen Gewinn suchen." - G. W. F. Hegel in Herbert Gruhl, Ein Planet wird geplündert, Ffm 1980, Seite 199

117 Wenn man den Bedarf auf das unbedingt lebensnotwendige reduzieren würde, hätte dies für eine hochindustrialisierte Wirtschaft verheerende Wirkungen.

118 Der freie Markt reagiert nur auf bestehende Bedürfnisse. Es gibt aber Bedingungen, die so weit in der Zukunft liegen, daß sie zum heutigen Markt keine Signale geben.

119 Bedürfnislosigkeit und Selbstbefreiung durch Askese.

120 Bedürfnissteigerung führt zum Ehrgeiz.

121 Das Voraussinnen, das Sorgen für ein späteres Bedürfnis ist es ja, was den Menschen zur höheren Kultur geführt hat.

122 Es ist ein Irrtum zu glauben, daß der Mensch umso glücklicher sei, je mehr Bedürfnisse er habe.

123 "Wo die geistige Genußfähigkeit fehlt, da stellen sich Bedürfnisse ein, welche immer schneller wachsen, als die Mittel zu ihrer Befriedigung." - Friedrich Albert Lange, Geschichte des Materialismus, Bd. 2, Ffm 1974, Seite 901

124 Das Bedürfnis andere zu übertreffen ist eine Steigerung ins Unendliche möglich.

125 Sobald sich die Diskussion auf die realen Bedürfnisse der Leute bezieht, verschwinden linke und rechte Etiketten.

126 Geld ist Gewalt.

127 An die Stelle der eigenbedarfsorientierten Produktion trat die spezialisierte Produktion für den Markt.

128 Aufgrund des wetteifernden Eigennutzes können die gemeinsamen Güter nicht geteilt werden, sondern müssen erkämpft werden.

129 Das Bedürfnis nach Rechtfertigung ist das Bedürfnis nach Rationalisierung.

130 Moral und Philosophie sind praktische Bedürfnisse.

131 "Der Gott des praktischen Bedürfnisses und des Eigennutzes ist das Geld." - Karl Marx, Die Frühschriften, Stuttgart 1971, Seite 204

132 "Entweder wir haben einen Körper und können all seine Bedürfnisse befriedigen, oder wir sind reiner Geist und kennen keine Befriedigung mehr. Befriedigung nämlich setzt Bedürfnis voraus." - Lin Yutang, Weisheit des lächelnden Lebens, Stuttgart 1973, Seite 44

133 Je größer die Vorstellungskraft eines Menschen ist, desto größer ist auch die Unzufriedenheit.

134 "... und wenn die Frage des Sichdurchbringens einmal schwierig ist, haben wir sogleich Verschlagenheit, Falsch und Unredlichkeit in allen menschlichen Angelegenheiten. Mit Verschlagenheit, Falsch und Unredlichkeit aber stellt das strafende Recht sich ein." - Lin Yutang, Weisheit des lächelnden Lebens, Stuttgart 1973, Seite 61

135 Der Lohn wird nicht nach dem Arbeitsmaß, sondern nach den Bedürfnissen verteilt.

136 Unbefriedigte Triebe verursachen eine beständige Bedürfnisspannung.

137 Die ökonomische Bedeutung der Produktion bemißt sich nach der Nützlichkeit für die Machtstruktur, und nicht nach den Bedürfnissen aller Menschen.

138 Der Trieb geht auf Sättigung eines unmittelbaren Bedürfnisses.

139 "Der ungebildete Mensch hat keine anderen als Unterleibs-Bedürfnisse und -Interessen." - Ludwig Feuerbach, Vorlesungen Über das Wesen der Religion, Werke XIII, Stuttgart 1860, Seite 94

140 Bedürfnisse sind Zwecke.

141 der von den konkreten Bedürfnissen abstrahierende Mechanismus

142 "Das Tiefste des Menschen besteht in Triebregungen, die bei allen Menschen gleichartig sind; und die auf die Befriedigung gewisser ursprünglicher Bedürfnisse zielen." - Sigmund Freud, Werke X, Frankfurt 1972, Seite 331

143 Der kleinste Wunsch herrscht bereits.

144 Die Gesellschaft ist ein System der Bedürfnisse.

145 Wünsche, die auf der Basis kommerzieller Interessen künstlich erzeugt werden.

146 Bedürfnis nach Muße, Kontemplation, Seelenfrieden, Liebe, Gemeinsamkeit und Selbstverwirklichung.

147 Jedes Bedürfnis ist subjektiv.

148 Allen Lebewesen ist die Bedürftigkeit eigen.

149 Die Befriedigung, die uns Essen und Trinken verschaffen, ist abhängig von Hunger und Durst.

150 "Das Qualitative verschwindet in der Form des Quantitativen. Indem ich nämlich vom Bedürfnis spreche, ist dieses der Titel, worunter die vielfachsten Dinge sich bringen lassen, und die Gemeinsamkeit derselben macht, daß ich sie alsdann messen kann. Der Fortgang des Gedankens ist hier somit von der spezifischen Qualität der Sache zur Gleichgültigkeit dieser Bestimmtheit, als zur Quantität. Ähnliches kommt in der Mathematik vor." - Georg W. F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Ffm 1986, Seite 137

151 "Der Wert einer Sache kann sehr verschiedenartig sein in Beziehung auf das Bedürfnis." - Georg W. F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Ffm 1986, Seite 137

152 die allein von den Lebenserfordernissen gedrängten Massen.

153 Bedürfnisse werden zu Gewohnheiten, die nicht mehr entbehrt werden können.

154 Moralische Ordnungen schwächen egoistische Bestrebungen zugunsten unberücksichtigter Bedürfnisse anderer.

155 Die Bedürfnisbefriedigung ist die Meßlatte für den Lebensstandard.

156 "Jedes Individuum, mit Ausnahme des "Weisen", jagt nach der Befriedigung seiner Triebe, und diese werden unmittelbar mit einer egoistischen Einstellung gleichgesetzt." - Franz Borkenau, Der Übergang vom feudalen zum bürgerlichen Weltbild, Darmstadt 1971, Seite 187

157 Das metaphysische Bedürfnis: "Den Menschen ausgenommen, wundert sich kein Wesen über sein eigenes Dasein, sondern ihnen allen versteht dasselbe sich so sehr von selbst, daß sie es nicht bemerken." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. 2 - Teil1, Zürich 1977, Seite 191

158 Es besteht kein allgemeines Bedürfnis nach einer individuellen Erkenntnis.

159 Hönigswald glaubt, wir hätten ein Kausalitätsbedürfnis.

160 Das Prinzip der Kausalität bezeichnet Meyerson auch als 'Kausaltrieb', der uns befiehlt im Wechsel der Erscheinungen etwas Beharrliches zu suchen. Wir haben ein Kausalitätsbedürfnis.

161 "Die Entzweiung unseres Bewußtseins weckt das Bedürfnis, welches die Wissenschaft zu befriedigen hat." - Vgl. Georg W. F. Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Bd. 1, Ffm 1986, Seite 11

162 "Alles Interesse setzt Bedürfnis voraus, oder bringt eines hervor und läßt das Urteil über den Gegenstand nicht mehr frei sein." - Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft, Stuttgart 1986, Seite 78

163 "Der Dämon der Macht: Nicht die Notdurft, nicht die Begierde - nein, die Liebe zur Macht ist der Dämon der Menschen. Man gebe ihnen alles, Gesundheit, Nahrung, Wohnung, Unterhaltung - sie sind und bleiben unglücklich und grillig: denn der Dämon wartet und wartet und will befriedigt sein." - Friedrich Nietzsche in Karl Schlechta(Hg), Werke, Bd. 2, Ffm/Berlin/Wien 1984, Seite 178

164 Je weniger Bedürfnisse, desto glücklicher.

165 "Abstrakt", d.h. losgelöst von den qualitativen Dimensionen menschlicher Bedürfnisse und Gebrauchswerte.

166 "Aus dem Widerspruch zwischen individuellen Bedürfnissen und Interessen und einem Organisationsziel, einem Betriebsinteresse, und zusammen mit dem zusätzlichen Postulat, daß ein übergeordnetes Interesse besteht, dieser Produktionsstätte dauerhafte, institutionelle Form zu geben, erwächst die Notwendigkeit einer normgeregelten, arbeitsteiligen Rollenstruktur, vor allem der Herausbildung einer Herschaftsstruktur." - Otto Ullrich, Technik und Herrschaft, Ffm 1979, Seite 14

167 Der Verbraucher wird durch Werbung zu einem Verhalten gebracht, das er aus eigenem Antrieb nicht wählen würde.

168 Das konkrete Bedürfnis steht der abstrakten Systemanforderung gegenüber.

169 Dem Parlament kommt der bürgerlichen Ideologie gemäß die Rolle eines Sachwalters kollektiver Bedürfnisse zu.

170 In jeder Situation gibt es eine Hierarchie von Bedürfnissen.

171 Wann ist ein Bedürfnis echt und wo ist es neurotisch.

172 "Jeder Konflikt ist wesentlich ein Konflikt im Grund des Handelns, ein Konflikt von Bedürfnissen, Wünschen, Faszinationen, Selbstbildern und Zielhalluzinationen' und die Funktion des Selbst ist es, ihn zu durchleben, Verluste zu erleiden und das Gegebene zu verändern." - Perls/Hefferline/Goodmann, Gestalttherapie - Grundlagen, München 1991, Seite 209

173 "Sublimierungen nennt Perls Interessen, die ein Bedürfnis in sozial gebilligter oder gar geachteter Weise befriedigen, aber unvollständig." - Vgl. Perls/Hefferline/Goodmann, Gestalttherapie - Grundlagen, München 1991, Seite 241

174 Nur der vital befriedigte Mensch kann die Welt befrieden.

175 Die Befriedigung höherer Bedürfnisse setzt die Befriedigung niederer Bedürfnisse voraus.

176 Alles Wollen entspringt aus Bedürfnissen.

177 Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, die Vermeidung unnötigen menschlichen Leidens, Harmonisierung menschlicher Bestrebungen als Kriterien ethischer Systeme.

178 Physiologische Bedürfnisse sind begrenzt, psychische Gier kennt keine Schranken.

179 Das Glück des Einzelnen hat Vorrang vor den Bedürfnissen der Allgemeinheit.

180 Die sporadischen unterscheiden sich von den regelmäßigen Bedürfnissen.

181 Klassische Haltung der Mäßigung der Bedürfnisse.

182 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

183 Das Bedürfnis - die heilige Kuh unter den Linken.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.