Arbeit
p-2siehe auch Produktion, Praxis, Technik, Aktivität, Ökonomie, Ausbeutung

001 "Die Religionen haben aus der Arbeit einen Fluch gemacht; die Herrschenden machten sie zu einem Joch; die Menschheit wird daraus ihre Freude und ihren Stolz machen. Dann wird die Arbeit keine Schande und keine Qual mehr sein, sondern der Ausdruck der menschlichen Freude in einem allgemeinen Glück." - Francisco Ferrer, Die Moderne Schule, Barcelona 1912, Seite 165

002 Arbeit ist jede planvolle Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes und Verbesserungen der Lebensbedingungen.

003 die Idee der Arbeit

004 Arbeit kompensiert sexuelle und aggressive Energie.

005 Nur im Erfolg über die Konkurrenz zeigt sich, ob die in einer Ware verkörperte Arbeitszeit gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist oder nicht.

006 Arbeit wird entweder durch Kooperation oder durch Konkurrenz bestimmt.

007 Wird ein Produkt nicht zur Befriedigung der Bedürfnisse des Produzierenden verwendet, so wird ihm das Ergebnis seiner Arbeit entfremdet.

008 Im Zustand der Eigentumsgleichheit würde die Arbeit zur Erholung werden.

009 Nicht die Wahrheit, die jemand im Besitz haben glaubt, macht den Wert des Menschen aus, sondern die ehrliche Mühe, die er dafür aufwendet hat.

010 Jeder Mensch soll den Ertrag seiner Arbeit für sich haben.

011 Die gewöhnliche Arbeit muß zu einer Arbeit mit Sinn und Würde werden.

012 Nützlichkeitscharakter der Arbeit.

013 Die Arbeit ist ein austauschbarer Wert.

014 notwendige, nützliche und angenehme Arbeiten.

015 Die Natur hat einem jeden die Verpflichtung zur Arbeit auferlegt.

016 Ohne Arbeit würde die Gesellschaft nicht existieren.

017 Die einzig gerechte Grundlage des Eigentums ist die Arbeit.

018 Arbeit ist jede Art von körperlicher und geistiger Anstrengung, die ein erstrebtes Gut produziert, das, im Unterschied zu Spiel und Vergnügen, auch Tauschwert besitzt.

019 Die Nationalökonomen bedauern auch heute noch, daß es erniedrigende und sinnlose Beschäftigungsarten gibt.

020 Arbeit für die ewigen Ziele der Menschheit.

021 Die objektivierte Arbeit wird zur Ware. Ware ist immer schon objektiviert, um sich für den Tausch zu eignen.

022 "Arbeit im ökonomischen Sinne ist nur diejenige Körperenergie, die bei der Beschaffung und Verwaltung von Wertdingen nach dem Prinzip des kleinsten Mittels aufgewendet wird."

023 "Der Kapitalist 'besitzt' die Arbeiter, als ob sie Sklaven wären. Der einzige Unterschied ist die Art sie zu kaufen."

024 Die Arbeit wird mit der Verlängerung ihrer Zeitdauer immer beschwerlicher.

025 Der "Nutzen" ist eine allgemeine Voraussetzung für den Wert. Eine Sache muß zuerst nützlich sein, damit man überhaupt Arbeit auf ihre Herstellung verwendet.

026 Über die Abstraktion "Opfer" werden Kapital und Arbeit gleichgeordnet. (Strukturelle Gleichwertigkeit von Sparen und Arbeit - psychologischer Kostenbegriff)

027 Die "Arbeitsopfer" sind nicht kommensurabel.

028 "Indem man die Arbeit zu einem psychologischen Opfer gestempelt hat, hat man sich eine Möglichkeit eröffnet, Kapital und Arbeit gleichzustellen."

029 Die Kosten oder das Arbeitsopfer sind nicht auf das 'einzelne' Individuum bezogen zu verstehen, sondern auf den durchschnittlichen Aufwand.

030 Es gibt keine Ware, deren Ausstellung unter allen Umständen die gleiche Arbeitskraft erfordert. Deshalb gibt es auch keinen unveränderlichen Wertmesser zur Messung von Arbeit.

031 "Ist die psychologische Seite stärker betont, so wird der Wert zu jener Eigenschaft der Waren, die nur durch subjektive Opfer erreicht werden können, durch Schweiß und Mühe. Die weniger stark psychologische Betonung ist, daß die Waren gewissermaßen gegenständlich gewordene Arbeit sind, daß sie die Arbeit enthalten, mit der sie erschaffen sind."

032 "Der Tauschwert bemißt sich nach den Arbeitskosten, und Kosten bedeuten dabei die Arbeit selbst, nicht etwa den Lohn für die Arbeit."

033 Durch Arbeit entsteht gesellschaftliche Allgemeinheit.

034 Arbeit ist Ideologie, Leistung ist Ideologie, Verdienst ist Ideologie.

035 Herrschaft der toten über die lebendige Arbeit.

036 Primär bildet sich die menschliche Gesellschaft durch Arbeit. Der Mensch ist ursprünglich ein wirtschaftendes Wesen.

037 Eigentum wird nicht nur durch Arbeit gewährleistet, sondern erst Kraft positiver Gesetze sichergestellt.

038 Das Geheimnis derer, die ihren Teil der Arbeit anderen zuschieben.

039 Allg. Erklärung der Menschenrechte: Recht auf Arbeit, freie Berufswahl, gleiche Arbeit - gleicher Lohn; Entlohnung, die auch der Familie eine menschenwürdige Existenz sichert, wenn nötig durch soziale Schutzmaßnahmen.

040 Heilig sind in der Religion des Industriezeitalters die Arbeit, das Eigentum, der Profit und die Macht.

041 Geist der Unrast gegen Ende des Mittelalters. Kirchturmuhren schlagen alle Viertelstunden, der moderne Zeitbegriff entwickelt sich.

042 Arbeit ist jedes Eingreifen des Menschen in die physische Welt, sei es konstruktiv oder destruktiv.

043 "Arbeit ist jede Art der Störung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur."

044 Völker, die von Datteln, Kokosnüssen oder der Brotfrucht leben, sind frei vom Zwang zur Arbeit.

045 Tägliche Arbeit als Christenpflicht der Mönchsorden (ora et labora, arbeiten heißt beten)

046 Arbeit, Erkenntnis und Liebe sind die Urquellen menschlichen Lebens.

047 Arbeit ist ein Prozess quantitativer Verursachung.

048 Arbeit ist die Zuflucht der Feiglinge.

049 "Eine Befreiung der Sexualität ist ohne eine Befreiung der Arbeit und umgekehrt nicht möglich."

050 Die unbezahlte Arbeit wird gewöhnlich gering geschätzt.

051 Der Sozialismus ist die Organisation der Arbeit.

052 Arbeit ist unumgängliche Bedingung eines sittlichen Lebens.

053 Arbeit ist Austausch des Menschen mit der Natur.

054 "Du brauchst nur ein Tun zu machen, das sie in Europa Arbeit nennen."

055 Wir müssen ihnen Bedürfnisse aufdrängen oder aufzwingen, dann werden sie arbeitswilliger sein.

056 Wenn auch die starke Hand der Maschine alles macht, sie frißt bei ihrer Arbeit auch die Liebe mit, die ein jedes Ding in sich birgt, das unsere Hände bereiten.

057 Arbeit ist das vornehmste Attribut des Menschen.

058 Aristokratische Verachtung der Arbeit.

059 Arbeit ist die Sanktion der Vorsehung, die Strafe für die Armen.

060 Die Arbeit als solche hat keinen Wert und kann auch keinen Wert haben.

061 Das Unbehagen ist Triebfeder menschlicher Arbeit.

062 "Die Arbeit nimmt entsprechend den zu ihrer Bewältigung nötigen Mitteln zu."

063 Die Arbeit ist der Gebrauchswert des Kapitals schlechthin.

064 Die Arbeit ist die Quelle und das Maß des Wertes.

065 Die Hälfte aller nützlichen Arbeit in der Welt wird zu dem Zweck verrichtet, die schädliche zu bekämpfen.

066 Gewerbliche Arbeit fügt dem Produkt keinen Mehrwert hinzu.

067 Ein Mensch leistet einem anderen einen Dienst: er opfert seine Zeit seine Energie, seine Kenntnisse: er arbeitet.

068 "Die Arbeit dehnt sich aus, bis sie die zur Verfügung stehende Zeit ausfüllt."

069 Arbeit als bewußte Tätigkeit des Menschen um die Natur zu seiner Befriedigung zu unterwerfen.

070 Arbeit über das unmittelbar Notwendige hinaus liegt nicht in der Natur des Menschen.

071 Arbeitsteilung ist hauptsächlich Trennung von physischer und geistiger Arbeit.

072 Die Herrschaft der vergegenständlichten, toten Arbeit über die lebendige beherrscht den ganzen Produktionsapparat.

073 Für die Verwirklichung realer Gleichheit muß die Arbeit umverteilt werden.

074 Arbeit ist das erste Lebensbedürfnis.

075 Der Lohn ist der Preis der Arbeit.

076 Die Arbeit schafft das Kapital, bevor das Kapital die Arbeit anwendet.

077 Freizeit soll ersetzen, was die Arbeit nicht mehr leistet: sinnvolle Aktivität.

078 Aktivität ohne wirkliches Erzeugen von Notwendigem bleibt bloße Zerstreuung.

079 Die Vervollkommnung des Menschen besteht in der Arbeit an sich selbst, der Schaffung eines freien Wesens.

080 Es gibt keinen Wert, den nicht die Arbeit schafft.

081 Arbeit entspringt einem Schaffensdrang und der physiologischen Notwendigkeit aufgestaute, körperliche Energie zu verbrauchen.

082 Der größte Teil der wirtschaftlichen Arbeit wird mit Maschinen geleistet.

083 Arbeit für das Lebensnotwendige könnte übergehen in die Arbeit für den Genuß.

084 Arbeit als Basis menschlicher Unabhängigkeit und Freiheit.

085 Nur wer arbeitet, soll essen dürfen.

086 Arbeit, die nicht frei ist, wird zu einem Mittel der Entmenschlichung.

087 Der Zwang macht die Tätigkeit zur Arbeit.

088 Die Arbeiter müssen Eigentümer, nicht Verkäufer ihrer Arbeit werden

089 Jeder Handel und Verkauf von Arbeit ist eine Form der Sklaverei.

090 Freiheit beginnt erst da, wo alles arbeiten aus Not und Zweckmäßigkeit aufhört.

091 Der Wert aller Waren sinkt mit zunehmender Produktivität.

092 Die Kapitalien sind unfruchtbar und können nur durch Arbeit Früchte tragen.

093 Arbeit ist gehemmte Begierde, sublimiertes Begehren.

094 Die Pflicht zu arbeiten besteht für alle, Kapitalverzinsung ist unmoralisch.

095 Die Arbeit angenehm gestalten, daß die Leute Lust haben zu arbeiten. Dies wird nicht geschehen, solange es immer noch Hungerleider gibt, die für ein paar Mark auch so arbeiten.

096 Solange gern gearbeitet wird, wird es einen Überschuss an Produkten geben, daß jeder Mensch nach seinen Bedürfnissen erhalten kann.

097 Der Arbeiter steigert seine Produktivität, wenn er weiß, daß er für sich selbst und niemand anderen arbeitet.

098 Der Kapitalismus hat aus der Arbeit eine rein kommerzielle Tätigkeit gemacht, eine seelenlose und freudlose Sache.

099 Arbeitszeit ist kein Maß für den Wert einer Ware.

100 Wir arbeiten nicht um der Arbeit, sondern um des Geldes willen.

101 Der Herrscher ist Krieger und Arbeit ist ihm fremd.

102 Arbeitsethik: Sauberkeit, Ordnung, Gehorsam, Pünktlichkeit, Pflichterfüllung, Tüchtigkeit, Erfolg.

103 Der Kapitalismus kann nur leben, wenn er die unnützen und schädlichen Tätigkeiten vermehrt. (Armee, Zwischenhandel, Werbung, etc.)

104 Befreiung entsteht am Arbeitsplatz, oder sie wird nie entstehen.

105 Der eigentliche Ort des Kampfes ist der Arbeitsplatz.

106 Die Art der Beschäftigung ist der Indikator für Ungleichheit.

107 Arbeit ist das gesellschaftliche Grundverhältnis.

108 Die industrielle Arbeitsweise zerstört das Gemeinschaftsleben.

109 Im Kapitalismus ist die Arbeit nicht mehr Ausdruck des menschlichen Lebens, sondern etwas, das die Individualität zerstört.

110 Durch Arbeit Ordnung schaffen.

111 der arbeitssüchtige Workaholic.

112 Der Bezug zur Arbeit ist der Bezug zur Wirklichkeit.

113 Ohne Überzeugung kann niemand wirklich tätig sein.

114 Arbeit ist wesentlich Zusammenarbeit.

115 Arbeit ist eine Technik der Lebensführung, die den Menschen an die Realität bindet.

116 Arbeit ist die natürliche Macht der Individuen.

117 Aus der Verkäuflichkeit der menschlichen Arbeitskraft folgt die Trennung von Arbeit und Leben.

118 Jeder Mensch hat ein Recht auf das Eigentum an seiner Person. Die Arbeit seines Körpers und das Werk seiner Hände sind sein eigen.

119 Solange die Arbeit vom Kapital abhängt wird sie schändlich behandelt.

120 Gruppenarbeit ist qualitativ veränderte Arbeit, die nicht bezahlt wird.

121 Maschinen stehen in ständiger Konkurrenz zur Arbeit.

122 Die Ursache der sozialen Ungerechtigkeit liegt in der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital.

123 Nicht Kampf, sondern Arbeit ist die Losung des kommenden Zeitalters

124 Im Tauschwert werden die konkreten Formen der Arbeit auf gleiche abstrakte Arbeit reduziert.

125 Wo Arbeitsteilung ist, bedarf es der Zusammenarbeit.

126 Nichts auf der Welt hat Wert, nur die Arbeit.

127 Sprache, Arbeit und Eigentum sind 'die' Medien der Integration.

128 der Dämon der abstrakten Arbeit.

129 Es gibt zwei gänzlich verschiedene Arten von Arbeit: a) die konkret, besondere Arbeit, die Gebrauchswert schafft. b) die abstrakt, allgemeine Arbeit, die den Tauschwert repräsentiert.

130 Der entfremdeten Arbeit entsprechen die materiellen Kauf- und Geldbedürfnisse.

131 Nicht mehr die Arbeit schafft Produkte, sondern die Produktion schafft Arbeit.

132 "Wandel durch Handel" ist die Devise derjenigen, die die verankerten Strukturen des bestehenden Gesellschaftssystems beibehalten wollen.

133 Die Arbeit ist das Maß aller Werte, sie selbst aber hat keinen Wert.

134 Die Spaltung der Berufszweige erhöht die Produktivität der Arbeit.

135 "Der Staat beruth auf der Sklaverei der Arbeit. Wird die Arbeit frei, so ist der Staat verloren."

136 Das Volk ist die Gesamtheit der Bürger, die von ihrer Arbeit leben.

137 Politische Arbeit ist immer gemeinsame Arbeit.

138 Arbeit erfordert Disziplin.

139 Ständige Arbeit wird leichter durch Gewöhnung.

140 Die Entfremdung des Verkaufs der eigenen Arbeitskraft.

141 Der entfremdete Mensch erneuert durch seine eigene Arbeit eine Realität, die ihn in steigendem Maße versklavt.

142 "Nur die Arbeit kann uns retten, nichts anderes."

143 Mit ehrlicher Arbeit erwirbt man keine Paläste.

144 Jedes Mehr an Arbeitskraft, das der Arbeiter zur Verfügung stellt, befestigt das Herrschaftsverhältnis.

145 Der Arbeiter lebt nur solange, wie er Arbeit findet und er findet nur solange Arbeit, wie seine Arbeitskraft das Kapital vermehrt.

146 "Was ich gering schätze, wie kann ich dem meine Zeit, meine Kräfte weihen? Muß ich dennoch, so ist meine Tätigkeit ein unglückliche, denn ich bin zerfallen mit mir selbst. Arbeiten ist Dienen! Wie kann ich aber einem Gegenstand dienen, mich ihm unterwerfen, wenn er mir nicht im Geiste hochsteht? Kurz die Beschäftigungen bestimmen das Urteil, die Denkart, die Gesinnung des Menschen."

147 Arbeitsteilung ist die Differenzierung der Arbeit.

148 "Die eigene Tat des Menschen wird zu einer ihm fremden, gegenüber stehenden Macht, die ihn unterjocht, statt daß er sie beherrscht."

149 Sinn und Inhalt, die jeder Tätigkeit eigen sind, werden durch eine geldliche Entschädigung ersetzt.

150 Arbeit und Frieden gehören zusammen.

151 Die Sklaverei raubt der Arbeit die Würde.

152 Verachtenswert ist nicht die Arbeit als solche, sondern die Arbeit um des Gewinnes willen.

153 Die Arbeit ist eine Übung, das Fleisch zu zwingen.

154 Für Luther ist der Mensch zum Arbeiten geboren, wie der Vogel zum Fliegen.

155 "Was uns am Herzen lag, war Arbeit und nicht Name, Wirklichkeit und nicht Schein."

156 Der Kapitalismus macht die menschliche Arbeit zur Ware und unterwirft sie dem Mechanismus von Angebot und Nachfrage.

157 Unfreiwillige Arbeit erreicht quantitativ und qualitativ nicht einmal ein Viertel dessen, was freiwillige Arbeit hervorbringt.

158 Die Arbeit gilt als ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu reduzieren oder durch Automation völlig auszuschalten ist.

159 Alles, was der Mühe wert ist, muß noch immer mit Hingabe und Geduld erarbeitet werden.

160 Die erste Aufgabe der Technologie besteht darin, die Arbeitslast zu erleichtern.

161 "Alles Eigentumsrecht ist nichtig, sobald jemand nicht von seiner Arbeit leben kann."

162 Pseudoarbeit hat eine demoralisierende Wirkung.

163 "Der beste Antrieb etwas zu tun, ist die Notwendigkeit. In der Natur heißt es einfach: iß oder stirb."

164 Arbeit als Zentralpunkt menschlicher Betätigung und Verwirklichung der Identität von Subjektivität und Objektivität.

165 zyklische Arbeit (Kochen, Putzen, Pflegen, etc)

166 die Knochenmühle der Alltagsarbeit

167 Die Muße tut, was ihr gefällt, die Arbeit, was sie muß.

168 "Ganz ist der Mensch eigentlich nur dort, wo er ganz aufgeht in einer Sache."

169 Nachdem aller Kampf vorbei ist, besteht wieder die Pflicht zu arbeiten.

170 "Wem die Liebe fehlt, dem wird die Arbeit zum Surrogat, wem die Arbeit fehlt, dem wird die Liebe zum Opiat."

171 Vier Fünftel der menschlichen Arbeit wird vollständig vergeudet durch die gegenseitigen Kämpfe und den Mangel an einheitlichem Zusammenwirken.

172 "In der Arbeit entfremdet sich der Mensch von sich selbst und wird sich zum Dinge."

173 Durch die Arbeit entsteht im Menschen etwas Allgemeines.

174 Die Arbeit macht die Welt des Menschen zu einer ihm entäußerten, entfremdeten Welt.

175 "Die Gegenständlichkeit aufzuheben, d.h. der Mensch gilt als ein nichtgegenständliches, spiritualistisches Wesen."

176 Arbeit ist die Entäußerung und Hingabe des Subjekts an die Objektwelt.

177 Produktivität der Arbeit

178 Tendenz der Wirtschaft ständig Arbeit durch Kapital zu ersetzen.

179 "Die moderne Industrie beginnt nicht mit der Fabrik, sondern mit der Messung der Arbeit. Als der Wert des Produkts in Produktionseinheiten definiert wurde, taxierte man den Wert des Arbeiters in ähnlicher Weise."

180 Bedürfnis nach einer nützlichen und interessanten Arbeit.

181 Unvermarktete Arbeit des informellen Sektors: Hausarbeit, Nachbarschaftshilfe, Freizeittätigkeiten, unbezahlte Beschäftigungen.

182 Nicht monetarisierte Arbeit wird nicht wertgeschätzt.

183 Arbeit ist immer noch die größte Quelle der Befriedigung.

184 Ausbildung, um die Arbeitslast und die Arbeitsdauer zu verringern.

185 "Der Mensch ist verurteilt zur Arbeit, er soll solange arbeiten, bis ihm die Hände sinken; der Sohn wird aus den kalten Fingern des Vaters den Hobel oder den Hammer lösen und die ewige Arbeit fortsetzen."

186 Energie vervielfacht die menschliche Arbeitskraft.

187 "Jeder muß von seiner Arbeit leben können heißt der aufgestellte Grundsatz. Da alle verantwortlich sind, daß jeder von seiner Arbeit leben könne, und ihm beisteuern müßten, wenn ers nicht könnte, haben sie notwendig auch das Recht der Aufsicht, ob jeder in seiner Sphäre soviel arbeitete, als zum Leben nötig ist."

188 Man versuchte durch Züchtung und Landbearbeitung das Ergebnis der Natur zu steigern. Das war der Beginn der menschlichen Wirtschaft; von nun an wurden Resultate durch Arbeit erreicht.

189 Die Ökonomen haben die Arbeit zum alleinigen Wertmaßstab erhoben.

190 Arbeitsproduktivität als Fortschritt.

191 Wenn zwei Mrd. Menschen zusätzlich Arbeitsplätze von der Effektivität innehätten, wie sie heute in den Vereinigten Staaten üblich ist, dann würden sie kein Jahrhundert brauchen und die Erde wäre total ausgeplündert.

192 "Die Neudefinition der menschlichen Arbeit ist nach der Lösung der Überbevölkerung die zweitwichtigste Aufgabe der heutigen Welt."

193 Zunehmend schnellere Entwertung der beruflichen Qualifikationen.

194 Niemand kann rechtmäßig dazu gezwungen werden, für andere zu arbeiten.

195 Reichtum ist nicht das Produkt persönlicher Arbeit, sondern der Arbeit anderer.

196 Die ewige Drohung des Hungers ist für den Menschen der beste Antrieb für den Menschen zu produktiver Arbeit.

197 "Sklave sein heißt gezwungen sein, für andere zu arbeiten, - ebenso wie Herr sein bedeutet, von fremder Arbeit leben."

198 Einfache von qualifizierter Arbeit zu unterscheiden heißt gleichzeitig die Ungleichheiten der gegenwärtigen Gesellschaft beizubehalten.

199 Wenn die Menschen nicht frei arbeiten, ist das System notwendigerweise kapitalistisch.

200 Emanzipation der Arbeit.

201 Das sogenannte Arbeitsethos ist erst ein Theorem der späten Neuzeit.

202 Der Rhythmus der Arbeit wird von der Maschine bestimmt.

203 Arbeit ist mehr, als eine reine Produktionsleistung.

204 Dem Terror einer unmenschlichen Arbeit folgt der Terror des Konsums.

205 Arbeit ist kein Ergebnis, das so schnell wie möglich abgeschlosssen sein sollte.

206 Alles menschliche Tun und Handeln ist Ablenkung.

207 Der Arbeiter schafft mit seiner Arbeit mehr an Werten, als ihm in seinem Lohn ausgehändigt wird.

208 "Der Weise ist nie in Schaffenshast und der Hastige ist niemals weise."

209 Mehrwert kennzeichnet den Unterschied von Arbeitsleistung und Arbeitslohn.

210 Arbeit ist ein Produkt der praktischen Vernunft.

211 In einer Fabrik geht notwendigerweise alles nach einem toten, mechanischen Schema vor sich.

212 Wer um des Vergnügens willen arbeitet, empfindet nicht die Mühen.

213 Alle besondere, individuelle wird auf abstrakte Arbeit reduziert.

214 Die Macht ist der uralte Feind jeder Freiheit und aller Arbeit.

215 Arbeiten um zu leben kann nicht des Lebens Bedeutung sein.

216 "Müssiggang ist nichts Übles, ja man muß sagen: ein Mensch, der für diesen keinen Sinn hat, zeigt damit, daß er sich nicht zur Humanität erhoben hat. Es gibt eine menschliche Tätigkeit, die einen Menschen aus der Welt des Geistes ausschließt und ihn in eine Klasse mit den Tieren setzt, welche instinktmäßig jederzeit in Bewegung sein müssen."

217 Arbeiten heißt schaffen und schaffen heißt gleichzeitig sich und anderen nützlich sein.

218 "Also muß der Arbeitsprozess so organisiert werden, daß alle qualitativen Besonderheiten des Stoffes für den Arbeiter irrelevant sind. Für die Organisation der Arbeit dürfen nur allgemeine Eigenschaften aller Stoffe: Größe, Figur, Gewicht, Härte und dgl. in Frage kommen. Alles andere bleibt außer Betracht."

219 "Denn nur eine Quanten sind völlig kommensurabel, die Vergleichbarkeit von Arbeitsquanten ist daher an die Reduktion aller Arbeitsqualitäten auf allgemein-menschliche, rein quantitativ bestimmte Arbeit geknüpft."

220 Die Methode des Kapitalismus ist es, die Natur durch die quantitative Brille zu betrachten.

221 Zur quantifizierten Materie gehört die quantifizierten Arbeitsleistung, die berechenbare Bewegung.

222 Das Geld ist gespeicherte Arbeit.

223 Die Gründung einer neuen Welt beruth auf der befreiten Arbeit.

224 Die Arbeit ist eine Abstraktion.

225 Demokratie am Arbeitsplatz.

226 In der Hetze der täglichen Routine bleibt keine Zeit, um groß über den Sinn des Lebens nachzudenken.

227 Es ist nicht die Arbeit, die einen Wert hat, sondern die Arbeitskraft.

228 Arbeitskraft kann nur in einem Arbeitsprozess realisiert werden.

229 Der Wert ist nichts, als vergegenständlichte Arbeit.

230 "Die Besitznahme ist teils die unmittelbare körperliche Ergreifung, teils die Formierung, teils die bloße Bezeichnung."

231 Der Mechanisierung der Arbeit entspricht ihre Abstraktion.

232 "Erkenntnis ist aber auch Arbeit und dementsprechend mit den sozialen Formen der Arbeit verbunden."

233 Der Genießende nimmt alles, aber schafft nichts.

234 "Die Theorie vom Wert der Arbeit - das heißt die Doktrin, daß der Wert eines Produkts durch die zur Produktion aufgewendete Arbeit bestimmt ist -- die manche Karl Marx, andere Ricardo zuschreiben, finden wir schon bei Locke."

235 "Wollte man den Wert der Arbeit danach bestimmen, wieviel Zeit, Fleiß, guter oder schlechter Wille, Zwang, Empfindsamkeit oder Faulheit, Ehrlichkeit oder Schein darauf verwendet ist, so kann der Wert niemals 'gerecht' sein; denn die ganze Person müßte auf die Waagschale gesetzt werden können, was unmöglich ist."

236 "Nur die Gesichtspunkte des 'Nutzens', engere und weitere, haben Wertschätzung der Arbeit geschaffen."

237 Rechtes Leben beinhaltet die Wahl nur solcher Berufe, die in der Ausübung keinem menschlichen, oder wenn möglich, keinem lebenden Wesen schaden.

238 Arbeit - Kraft - Energie

239 "Es genügt nicht, fleißig zu sein; das sind ja auch die Ameisen; 'wozu' seid ihr fleißig?"

240 Die Versachlichung der Person geschieht über den Verkauf der Arbeitskraft als Ware."

241 Arbeit ist nicht Mittel, sondern Ziel.

242 Die herrschaftsbegründende Bedeutung der Trennung von Hand- und Kopfarbeit.

243 Der Lohn entwickelte sich als gutes Instrument, um die Legitimitätsfrage betrieblicher Herrschaft zu verdrängen und den Schein der Freiwilligkeit der Arbeit aufrecht zu erhalten.

244 "Jede Eigenständigkeit des Arbeiters wird aufgefangen durch die Abhängigkeit von der Spezialisierung seines Arbeitsmittels und die Abhängigkeit seiner Detailarbeit von der Detailarbeit anderer."

245 Die vertikale Herrschaftsstruktur steht mit der horizontalen Arbeitsstruktur in Konflikt.

246 Der komplexe Prozess der Vergegenständlichung durch wissenschaftlich-technische Arbeit.

247 Die Rolle ist ein Stabilisierungsfaktor von Situationen, so auch die Berufsrolle.

248 Techniker und Ingenieure sorgen dafür, daß der mechanische Prozess die lebendige Arbeit beherrscht.

249 Das Problem ist, wie eine herrschaftsfreie Arbeit realisiert werden kann.

250 "Durch das Maß der Zeitökonomie, die 'eine methodische Quantifizierung der menschlichen Arbeiten nach reinen Zeitmaßen durchführt, die Arbeit im wörtlichen Sinne in all ihren Formen kommensurabel gemacht hat', können erstmals die körperliche Arbeit, die Maschinenarbeit und die intellektuelle Arbeit unter einer gemeinsamen Form betrachtet werden."

251 "Die Zerstückelung der Arbeit in kleine, standardisierte, wiederholbare und meßbare Abschnitte ist ein Vorgang der Vernichtung der konkreten Arbeit."

252 Nur unter Gleichen ist wahrhaftes Zusammenwirken möglich.

253 Durch das abstrakte Formprinzip der Zeitökonomie werden noch die letzten Reste der konkreten Arbeit zerstört.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.