Aktivität
p-2siehe auch Macht, Praxis, Arbeit, Produktion, Technik, Wille, Ethik, Nutzen

001 Die Menschen ziehen die Finsternis dem Licht vor, weil ihre Taten schlecht sind.

002 "Es genügt nicht, fleißig zu sein; das sind auch die Ameisen - wozu seid ihr fleißig?" - Henry David Thoreau in H.-D. u. W. Klumpjan, Thoreau, Reinbek 1986, Seite 61

003 "Nicht der Wille ist uns gegeben, Wille ist ein Abstraktum, wir kennen nur Akte unseres Wollens, und von jedem dieser Akte erfahren wir, daß er von einer Vorstellung abhängig ist, die wir als sein Motiv bezeichnen. Wie oder wodurch er aber von seinem Motive überhaupt abhängt, das ist uns genauso bekannt oder unbekannt, als es uns bekannt und zugleich unbekannt ist, wie eine Bewegung von einer anderen abhängt. Auch die 'Motivation', der Zusammenhang von Natur und Willensentschluß, lüftet das Geheimnis nicht, das der Metaphysiker hinter der Verursachung sucht." - Alois Riehl, Einführung in die Philosophie der Gegenwart, Leipzig/Berlin 1919, Seite 177

004 "Ideen sind niemals Realitäten, noch können sie durch Realitäten begründet werden. Ihre Bestimmung ist das Schaffen von Realitäten, die noch nicht sind." - Alois Riehl, Einführung in die Philosophie der Gegenwart, Leipzig/Berlin 1919, Seite 168

005 "Ideen sind Willensaufgaben und allein als Ziele des Schaffens und Handelns müssen sie verstanden werden. Sie gelten, aber sie sind nicht. Ideen sind Willensbegriffe, nicht Sachbegriffe." - Alois Riehl, Einführung in die Philosophie der Gegenwart, Leipzig/Berlin 1919, Seite 166

006 Jede Bewegung setzt Materie voraus, die sich bewegt.

007 Seelisches Leben ist "in allen seinen Bestandteilen Ereignis, nicht ruhendes Sein, sondern Tätigkeit, nicht Stillstand, sondern Entwicklung." - Wilhelm Wundt in Ludwig Pongratz, Problemgeschichte der Psychologie, Bern/München 1967, Seite 81

008 Das Ich ist Augustin unmittelbare Erlebnisgegebenheit von unbezweifelbarer Gewißheit. Das Ich steht über den Akten.

009 "Man kann das Problem des richtigen Handelns nicht 'aufspalten' in ein 'ethisches' der sittlichen 'Zweck'setzung und ein ökonomisches der rationalen 'Mittel'verwendung." - Hans Albert, Ökonomische Ideologie und politische Theorie, Göttingen 1954, Seite 29

010 Es gibt keine Möglichkeit politische Handlungen wissenschaftlich zu rechtfertigen.

011 "Wer das Leben fragte tausend Jahr: Warum lebest du? - Könnte es antworten, es spräche: "Ich lebe, damit ich lebe." Das kommt daher, weil Leben aus seinem eigenen Grunde lebt und aus seinem eigenen quillt. Darum lebt es ohne Warum, nur sich selbst lebend. Ebenso, fragte man einen wahrhaft (echten) Menschen, der aus seinem Grunde wirkt: Warum wirkest du deine Werke? er würde nicht anders sprechen als: 'Ich wirke, damit ich wirke'." - Meister Eckhart zitiert nach Pfeiffer 66, 17 in Rudolf Otto, West-östliche Mystik, München 1971

012 Wir können Eigenschaften und Tätigkeiten nur schwer als für sich bestehend denken, darum fassen wir sie auf, als würden sie den Dingen innewohnen.

013 "Alles menschliche Tun ist der Gewöhnung unterworfen. Jede Handlung, die man häufig wiederholt, verfestigt sich zu einem Modell, welches unter Einsparung von Kraft reproduziert werden kann." - Berger/Luckmann, Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Ffm 1980, Seite 56

014 Im "Wirklichen" ist das 'Wirken' ausgesagt, weniger das Bestehen einer Substanz.

015 "Wirtschaft ist der (substantivische) Inbegriff einer bestimmten Art des Handelns, des Wirtschaftens. Wir können an Stelle des unhandlichen Ausdrucks: "nach dem Prinzip des kleinsten Mittels handeln" auch kurz sagen: rationell handeln, 'haushalten'. Wir halten Haus nur mit solchen Dingen, die uns im begrenzten Vorrat gegeben sind." - Franz Oppenheimer, Grundriß der theoretischen Ökonomie, Jena 1926, Seite 2

016 "Die wirtschaftliche Handlung ist eine Zwischenhandlung, d.h. sie reicht vom Entschluß lediglich zum Beginn der Verwendung. Was vorher liegt, ist vorwirtschaftliche Erwägung, was nachfolgt, ist nachwirtschaftliche Verwendung." - Franz Oppenheimer, Grundriß der theoretischen Ökonomie, Jena 1926, Seite 10

017 "Die gegen Entgelt geleistete Verausgabung einer Arbeitsenergie von bestimmter Qualifikation für Zwecke einer anderen ökonomischen Person auf deren Rechnung und Gefahr heißt: 'Dienst'." - Vgl. Franz Oppenheimer, Grundriß der theoretischen Ökonomie, Jena 1926, Seite 38

018 "Die geistige Einstellung allein ist alles, die Tat allein ist nichts." - Gustav Meyrink, Der weiße Dominikaner, München 1981, Seite 148

019 Das grundlegendste aller Bedürfnisse ist es, die eigenen Möglichkeiten zu aktivieren.

020 Nach der Quantentheorie ist die Materie immer in einem Bewegungszustand. Die Eigenschaften subatomarer Teilchen können nur aus ihrer Bewegung heraus verstanden werden.

021 "Alles vollkommene Tun ist gerade unbewußt und nicht mehr gewollt." - Friedrich Nietzsche, ohne weitere Quelle

022 Was ein Mensch tut, tut er willentlich oder unwillentlich.

023 "Nur Ideen geben dem Handeln Nachdruck und sittliche Bedeutung." - Friedrich W. J. von Schelling, Werke III, ed. Schröter, Seite 299

024 Unsere ganze Kultur ist auf Aktivität im Sinne von Geschäftigkeit abgestimmt.

025 Um zu tun muß man zuerst sein. (Tun und Sein als polare Wertorientierungen)

026 Gewohnheitsmäßiges Handeln ist unreflektiert.

027 "Ein Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will." - Arthur Schopenhauer, ohne weitere Quelle

028 Alles Handeln ist zweckgerichtet und damit pragmatisch.

029 Der Staat hat sich nicht um die Meinungen, sondern allenfalls um die Handlungen der Menschen zu kümmern.

030 "Die Menschen wurden 'frei' gedacht, um gerichtet, um gestraft werden zu können - um schuldig werden zu können: folglich mußte jede Handlung als gewollt, der Ursprung jeder Handlung im Bewußtsein liegend gedacht werden." - Friedrich Nietzsche, Götzendämmerung oder wie man mit dem Hammer philosophiert, Ffm 1985, Seite 47

031 "Handeln heißt Vorgestelltes verwirklichen." - Heinrich Gomperz in Albert/Topitsch, Werturteilsstreit, Darmstadt 1979, Seite 411

032 Es gibt keine Handlung, die nicht der Anfang einer Kette von Folgen ist.

033 "Worte sind Taten." - Ludwig Wittgenstein, ohne weitere Quelle

034 "Die Verallgemeinerung ist kein Schluß: sie ist der Übergang vom Wissen zum Tun." - Heinrich Gomperz in Albert/Topitsch, Werturteilsstreit, Darmstadt 1979, Seite 411

035 Das Hauptmotiv jeder wirtschaftlichen Tätigkeit ist der Eigennutz.

036 Der Egoismus ist die Triebfeder allen Handelns.

037 "Wo Wissen und Handeln sich getrennt haben, gibt es keinen Raum mehr für Freiheit." - Hannah Arendt, Über die Revolution, München 1974, Seite 340

038 "Wie kann man sich selbst kennenlernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber durch Handeln. Versuche deine Pflicht zu thun und du weißt gleich, was an dir ist. Was aber ist Pflicht? Die Forderung des Tages." - Johann Wolfgang von Goethe in Viktor E. Frankl, Ärztliche Seelsorge - Grundlagen der Logotherapie und Existenzanalyse, München 1980, Seite 69

039 Wir handeln aktiv, als auch passiv.

040 Eine wirkliche Tätigkeit setzt Interesse voraus.

041 Freiheit des Denkens - Freiheit des Handelns.

042 Unser Handeln entspricht unserer Sicht der Dinge.

043 "An etwas zu arbeiten ist schwierig, an gar nichts zu arbeiten ist schwer." - Laotse, ohne weitere Quelle

044 "Die Gottheit wirket nicht, in ihr ist kein Werk." - Meister Eckhart, ohne weitere Quelle

045 Wahrnehmen und Handeln sind nicht zu trennen.

046 Sprechen oder Denken ist Handeln.

047 Handeln ist äußeres und inneres Tun, Unterlassen oder Dulden.

048 Nur die eigene Tat kann sittlich-böse sein.

049 Kein Tun ist ohne Wollen denkbar.

050 Der Handelnde ist immer gewissenlos.

051 Der Mensch benannte Dinge, um sie denken zu können.

052 Die Handlungen folgen nicht ohne Zusammenhang aufeinander, sondern jede Tat enthält in sich eine Tendenz zu weiteren Handlungen.

053 Gedanken nähren nur noch Gedanken und nicht mehr die Tat.

054 Nach Marx handelt der Mensch aufgrund wirtschaftlicher Notwendigkeiten.

055 "Das Wort ist nur der Schatten der Tat." - Demokrit, ohne weitere Quelle

056 Spaltung der einheitlichen Tat in inneren Beweggrund und äußere Tat.

057 Der Tatmensch hat die Neigung, bewußte Moralität zu vernachlässigen. Ihm liegt vor allem daran, daß etwas zustande kommt.

058 Reine Tätigkeit ist für das Bewußtsein reine Leere.

059 Reflexion über das Handeln bedeutet Unsicherheit.

060 "Die Sprachmetaphysik sieht überall Täter und Tun." - Friedrich Nietzsche, ohne weitere Quelle

061 Ich bin, weil ich etwas bewirke.

062 Pessimismus als Folge davon, daß man nichts machen kann.

063 Geschäftigkeit dient der Angstabwehr.

064 Alles Handeln ist Eindringen in die Zukunft, ins Unbekannte.

065 Alles Wirkende beruth auf dem Gegensatz.

066 Das Leidende ist Merkmal der Materie, das Tätige Merkmal des Geistes.

067 Tun als ob. (Scheintätigkeit als Vorspiegelung falscher Tatsachen.)

068 Handeln ist wissentlich-willentliches Verhalten, für das der Mensch zur Verantwortung gezogen werden kann.

069 Die Gelassenheit liegt außerhalb der Unterscheidung von Aktivität und Passivität.

070 Absichten, die nicht zu Handlungen führen sind selbstzerstörerisch.

071 Kommunikation durch Handlungen kann niemals Zeiten haben. Die sind nur in der Sprache möglich.

072 Das Unbehagen ist die wichtigste, wenn nicht einzige Triebfeder des menschlichen Handelns.

073 Die Kraft des Handelns wird durch den Willen bestimmt.

074 Zu einer Handlung zählt auch die Unterlassung derselben.

075 "Gerechtes Verhalten ist die Mitte zwischen Unrecht-Tun und Unrecht-Leiden." - Hans Kelsen, Was ist Gerechtigkeit?, Wien 1975, Seite 35

076 Nicht das Tun ansich, sondern die Überzeugung, in der etwas geschieht, entscheidet, ob etwas richtig oder falsch ist, sondern die Tat.

077 Das Hinausschieben ist eine Form der Handlung.

078 Das Ich ist bloß Ich, insofern es tätig ist. Der Begriff der Realität ist gleich dem der Tätigkeit.

079 Pareto unterscheidet die logischen von den nichtlogischen Handlungen.

080 Die Unlösbarkeit der Subjekt-Objekt-Spaltung zwingt den Menschen zu handeln.

081 Der Mensch handelt, wenn er spricht.

082 Das Ich existiert nur in seinem eigenen Vollzug.

083 Ein Ding existiert nur insoweit es wirkt. Wirklichkeit ist Wirken.

084 Machen und Tun sind etwas verschiedenes. Machen ist Mittel, Tun aber Selbstzweck. Machen ist eine Kunst, Vollkommenheit im Handeln ist eine Tugend.

085 Verschmelzung von Leib und Seele im Akt.

086 Aktivität oder Individualität - Passivität oder Allgemeinheit.

087 Die Religion stellt das Dogma von der Unfreiheit des menschlichen Handelns auf.

088 Moral ist der zur Gewohnheit gewordene Widerspruch zwischen Antrieb und dem tatsächlichen Tun.

089 Die Notwendigkeit zu handeln reicht weiter, als die Notwendigkeit zu erkennen.

090 Der Mensch kann nicht ausschließlich in der Gegenwart leben, er lebt in der Zukunft und was dasselbe ist, handelnd.

091 "...it's all just a state of mind..." - Led Zeppelin, Misty Mountain Hop, Led Zeppelin IV

092 "Was nämlich das praktische Leben betrifft, so würde sehr oft die Gelegenheit zum Handeln vorübergehen, bevor wir uns von allen Bedenken befreien zu können." - Descartes, Principia philosophiae, 1 u. 3

093 Hass und Liebe sind die beiden Bewegungsprinzipien.

094 "Ich kann nicht arbeiten, nicht gehen, nicht stehen, nicht reden, sondern all dies scheint mir ein unnützes und der Welt überflüssiges Ding. Viele wundern sich darüber, und da sie die Ursache nicht verstehen, nehmen sie Anstoß. Und wahrlich, wenn nicht dies wäre, daß mir Gott beisteht, würde ich manchesmal von der Welt für toll gehalten werden; und dies ist, weil ich fast immer ausser mir selber lebe." - Katharina von Genua in Martin Buber, (Hrsg), Ekstatische Konfessionen, Heidelberg 1984, Seite 152

095 Handeln geht immer von einer Idee aus, Wirken nicht.

096 Die Frage nach dem, was man tun soll ist unwichtig, es kommt einzig darauf an, sich über das, was man tut vorbehaltlos Rechenschaft zu geben.

097 Ideen befassen sich immer mit der Vergangenheit oder der Zukunft, nie mit der Gegenwart. In der Gegenwart gibt es nur die Handlung.

098 Für Marx ist in Wirklichkeit die Beziehung des Menschen zur Materie die treibende Kraft und das wichtigste daran die Produktionsweise.

099 Es gibt zwei Ebenen, auf denen Freiheit auftritt: der des Handelns und der des Wollens. (Handlungsfreiheit/ Willensfreiheit)

100 Untätigkeit ist ebenso eine Entscheidung wie Tätigkeit.

101 In der Anerkennung seiner Schuld entfremdet sich der Mensch von sich selbst.

102 "Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, die Religion aber braucht er zum Handeln." - Max Planck, Vom Wesen der Willensfreiheit, Ffm 1990, Seite 189

103 Die Gewalt als zwischenmenschliches Verhältnis erkennt den anderen Menschen als selbständig handelndes Wesen nicht an.

104 Im großen und ganzen muß Handeln durch Gründe erklärt werden.

105 Der Herrscher braucht grundsätzlich keine sachlichen Gründe, um seine Handlungen zu rechtfertigen.

106 Jede Existenz beruth auf zwei Komponenten: dem Handeln und dem Erleiden, dem Tun und dem Widerfahren.

107 Wahrheit und Gerechtigkeit als Haupttugenden für menschliches Handeln.

108 Kommunikation und Verhalten als Handlung.

109 Es gibt zwei Arten der Bewegung: das Tun und das Erleiden.

110 Alle Gedanken und Handlungen haben ein Fundament: das Interesse.

111 Zweifel können nur durch die Tat beseitigt werden.

112 Akte sind nicht gegenstandsfähig.

113 Alles Wollen ist Tunwollen.

114 Das wirklich moralische Bewußtsein ist ein handelndes.

115 Es gibt keine philosophischen Sätze, sondern nur philosophisches Handeln.

116 Nur aus dem Tun eines Menschen kann man erschließen, was er wertet, billigt und will.

117 Die Folgen jeder Handlung sind schlechthin unübersehbar.

118 Eine Handlung liegt nur dann vor, wenn etwas willentlich getan wird.

119 Die Menschen werden erst dann richtig handeln, wenn sie gelernt haben richtig zu denken.

120 Die moralische Tat ist begriffsnotwendig eine Tat der Freiheit.

121 Moralisches Handeln ist unabhängig von den Gesetzen der Erscheinung.

122 Wir handeln in Beziehung aufeinander.

123 Das interessante an den Hypnose-Experimenten ist, daß der Probant immer irgendeinen mehr oder weniger passenden Grund dafür angibt, was er tut.

124 Der gewöhnliche Alltagsmensch sitzt in einem Gefängnis von Denk- und Handlungsgewohnheiten.

125 Denn im "Esse" liegt die Freiheit, nicht im "Operari".

126 Verben fassen eine Summe fortschreitender Veränderungen unter einem Zweckbegriff zusammen.

127 Pragmatismus ist die Philosophie, die das Handeln über das Denken stellt.

128 Es ist oft notwendig im Handeln von den Gesetzen der Logik abzuweichen.

129 Die bürgerliche Überzeugung von der Macht des Handelns.

130 Von unseren Vorstellungen hängt ab, was wir tun.

131 Jedes Tun, das kein selbstbegrenzendes Prinzip anerkennt, ist Teufelswerk.

132 Das Leugnen der Freiheit ist ein Leugnen der Verantwortlichkeit. Es gibt keine Taten, sondern nur Ereignisse. Alles geschieht einfach, niemand ist verantwortlich.

133 Handlungen sind frei und damit verantwortlich.

134 Handlungsfreiheit

135 Die Bewegung ist nur ein Begriffsgebilde, eine Vorstellung, mit der wir Veränderungen in ein geordnetes System bringen.

136 Eigenschaft, Tätigkeit und Identität sind Urteilsrelationen.

137 Sittlich handeln heißt, entgegen den empirischen Bedingungen so zu handeln, als ob das Gute einen unbedingten Wert hätte.

138 Auf die Leistung des Glaubens für das Praktische, für das Handeln und für das Arbeiten kommt es an.

139 Aktivum oder Passivum sind nur perspektivische Formeln.

140 Wenn wir handeln, zielen wir auf einen Zweck ab.

141 Meine Lebensweise zu ändern ist der wirkliche Ausdruck veränderter Anschauungen. Einsichten müssen in Handlungen umgesetzt werden.

142 Es gibt nicht nur eine Pathologie des Stress, sondern auch eine Pathologie der Entlastung.

143 Jede Handlung hat moralisches Gewicht.

144 Die höheren intellektuellen Funktionen sehen vor allem die Hemmung der Bewegung voraus. Die Natur der Aufmerksamkeit besteht wesentlich darin, die physische Tätigkeit so weit wie möglich stillzulegen.

145 Die Deterministen sprechen uns die Aktivität ab.

146 Die Sprache ist ein Akt.

147 "Denn nichts ist für den Menschen als Menschen etwas wert, was er nicht mit Leidenschaft tun kann." - Max Weber, Wissenschaft als Beruf, Berlin 1984, Seite 12

148 "Das wichtigste Werk des Menschen ist sein Leben." - Tatjana Tolstoi, Ein Leben mit meinem Vater, München/Zürich 1980, Seite 151

149 "Das Leid treibt uns zum Handeln und das Leid ist es auch, das uns unsere Existenz bewußt macht." - Immanuel Kant, ohne weitere Quelle

150 In Bezug auf das Handeln ist alles Wissen nur Mittel, nicht Zweck.

151 Das geistige Vermögen hat sein Dasein allein in seiner Tätigkeit.

152 "Alle übrigen Wörter des Satzes sind gleichsam tot daliegender, zu verbindender Stoff, das Verbum allein ist der Leben enthaltende und Leben verbreitende Mittelpunkt." - Wilhelm von Humboldt, Schriften zur Sprache, Stuttgart 1985, Seite 169

153 "Die Faulheit ist die Quelle aller Laster. So viel als immer möglich zu genießen, so wenig als immer möglich zu tun - das ist die Aufgabe der verdorbenen Natur." - Johann Gottlieb Fichte, Über die Bestimmung des Gelehrten

154 Bewußtsein, Bewegung und Empfindung gehören zusammen.

155 Es kann nichts Entsetzlicheres geben, als daß die Handlungen eines Menschen unter dem Willen eines anderen stehen.

156 Für Hegel ist das Handeln, die Praxis ein logischer Schluß, eine Figur der Logik.

157 Das Nomen ist dem Verbum gegenüber das Allgemeine.

158 Handlung ist durch Bewußtsein vermittelt und damit reflektiert.

159 Die Existenz der Materie kann nicht von ihrer Aktivität getrennt werden. Makroskopisch betrachtet mögen die materiellen Objekte um uns herum passiv erscheinen und unbeweglich.

160 Alles Tun und Leiden tragen sich in der Zeit zu.

161 Die Kardinalfrage des Wissens und der Wirklichkeit, aber auch der Legitimation von Recht und Moral liegt in der Objektivierbarkeit der Dinge und Handlungen. Erkenntnis haben wir, wenn wir diese Frage beantworten können.

162 Der eigentliche Zweck des Denkens ist das Handeln und in letzter Hinsicht das ethische Handeln.

163 Die Erfahrung stimmt skeptisch, Handeln aber erfordert Zuversicht.

164 Die Verfolgung persönlicher Interessen ist das einzige Motiv menschlicher Handlungen.

165 Was wir Erfahrung nennen ist, im Gegensatz zur Aktivität des Denkens, Passivität.

166 "Die Institution macht aus individuellen Akteuren und individuellen Akten Typen." - Berger/Luckmann, Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Ffm 1980, Seite 58

167 Ethik ist eine Theorie, die Normen aufstellt, deren Gegenstand Handlungen sind.

168 Eine Handlung fällt gewöhnlich nicht nur unter eine, sondern mehrere moralische Normen, und diese stehen nicht selten miteinander in Konflikt.

169 Glückseligkeit besteht in den tugendmäßigen Tätigkeiten.

170 Das Ziel ist gar nichts, die Bewegung alles.

171 Der negative Wert des Dogmatischen ist im Drängen nach Konformität in Denken und Handeln erkennbar.

172 Beschäftigtsein ist ein Zeichen von Macht.

173 Der Mensch handelt unter dem Diktat von Freude und Schmerz.

174 Was unsere Handlungen moralisch macht, ist das Gefühl der Pflicht, das uns zum Handeln veranlaßt.

175 Die Macht hat ihre Quelle im Handeln, die Gewalt im Leiden.

176 Freiheit hat nicht im Wirken, sondern im Können seinen Ursprung.

177 Die Sittlichkeit ist am subjektiven Grund der Handlung interessiert.

178 Das Handeln ist die Fortsetzung des Denkens.

179 Die Existenz kann weder im Handeln, noch im Denken eingeholt werden.

180 Die Leidenschaften bestimmen unsere Handlungen, nicht die Vernunft.

181 Höchste menschliche Tätigkeitsformen sind das Denken und die Liebe.

182 Es kommt nur darauf an, was die Menschen wirklich tun, und nicht darauf, was sie über ihr Verhalten denken.

183 Dem Wunsch zu handeln liegt die Vorstellung einer inneren Spannungszustandes zugrunde.

184 Die Tätigkeit des Menschen richtet sich auf die äußere Welt.

185 Bewegung ist nur in der Zeit möglich.

186 Ideen sind wirkende Ursachen von Handlungen.

187 Die Handlungen eines Menschen lassen sich nicht nach den Naturgesetzen erklären.

188 In der Bhagavadgita heißt es: Das Werk tun, aber nicht nach seinen Früchten streben.

189 Denken ist inneres Handeln.

190 Der Aktivismus soll uns die eigene Angst und Sinnlosigkeit nicht bewußt werden lassen.

191 "Der Gedanke geht der Tat voraus, wie der Blitz dem Donner." - Heinrich Heine, Beiträge zur deutschen Ideologie, Ffm/Berlin/Wien 1971, Seite 109

192 Alles menschliche Tun und Handeln ist Ablenkung.

193 Logik und Erkenntnis sind den Zwecken des praktischen Handelns unterworfen.

194 Alle Wirklichkeit ist unaufhörliche Tätigkeit oder Wirkung.

195 Die Gesinnung entschiedet, denn erst in der Gesinnung wird das Denken Wirklichkeit und Quelle von Handlungen.

196 Tun und Leiden sind relativ.

197 Patientsein ist ein Zustand des Inaktiviertsein. ("Agens" als Gegenteil von "patiens".)

198 Die Seele ist das aktive Prinzip schlechthin.

199 Die Unterschiede in der Initiative müssen nicht notwendigerweise zu einer Ungleichheit in der Verteilung der Güter führen.

200 Interesselosigkeit bringt Ermüdung mit sich.

201 Als Hauptweisheit lehrt der Taoismus die Vorherrschaft des Seins über das Handeln.

202 Die Handlungen eines Menschen sind gut oder böse, aber nicht kausal bestimmt.

203 Das Handeln verträgt meist keinen Aufschub.

204 Was wir wissen können reicht scheinbar, um praktisch zu handeln.

205 Macht ist der einzige Zweck des Handelns.

206 Jeder Glaube ist irrational, aber er kann für das praktische Handeln wichtig sein.

207 Handlung ist Äußerung des Willens.

208 "Der Grundsatz: bei den Handlungen die Konsequenzen zu verachten, und der andere: die Handlungen aus den Folgen beurteilen und sie zu Maßstab dessen, was recht und gut sei, zu machen - ist beides gleich abstrakter Verstand." - G. W. F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Ffm 1986, Seite 218

209 Handlung teilt sich in Allgemeinheit und Besonderheit.

210 Handeln - griech. "pragma", "praxis".

211 Alle menschliche Tätigkeit geschieht entweder im Denken oder im Handeln.

212 Die soziale Frage würde nie und nimmer existieren, wenn die Interessen der alleinige Hebel menschlicher Handlungen wären.

213 Wir fühlen uns als Täter unserer Taten und widerstreben jedem Automatismus.

214 Die Folge ist eine allgemeine Qualität der Handlung.

215 Wir können uns in der Wahl des Guten irren, weil unsere Handlungen nicht insich abgeschlossen sind und Folgen nach sich ziehen.

216 Jedes Handeln ist an die Kategorien von Zweck und Mittel gebunden. Wir wollen etwas entweder als Zweck oder als Mittel.

217 Nur die Gesinnung ist echt, die die Kraft hat, sich in Handlungen zu bewähren.

218 Das Gelten eines Werts bestimmt die Handlungen der Menschen.

219 aktiv: auf das Gestalten der zeitlichen Wirklichkeit gerichtet (kontemplativ: auf das Erfassen der Zeitlosigkeit hin.)

220 "Man weicht dem Leiden aus: bei sich, indem man Fakta nicht auffasst, nicht verarbeitet, nicht durchlebt; indem man seinen Horizont eng hält: bei anderen, indem man sich fernhält, sich rechtzeitig zurückzieht, wo das Leiden unheilbar wird. Man ist tätig und denkt nicht an mögliches Leiden oder reißt sich aus dem Leiden durch die Tätigkeit - sofern es nicht die vitalen Kräfte lähmt. Man borniert sich auch hier künstlich, instinktiv. Die Tätigkeit selbst kann unter solchen Umständen nur eine dem Sinn und der Meinung nach endliche, wesentlich technische sein; würde sie ideenhaft, von universalem Charakter, ließe sich das Erlebnis des Leidens nicht fernhalten und nicht verdrängen. Das gelingt nur bei endlichem Tun, nicht beim Schaffen." - Karl Jaspers, Psychologie der Weltanschauungen, Berlin/Heidelberg/New York 1971, Seite 250

221 Die beiden Pole der Handlung sind Zweck und Motiv.

222 Der abstraktive Mensch denkt, der instinktive handelt.

223 Handeln ist Bejahen und das Treffen einer Wahl.

224 "... denn die Werke heiligen nicht uns, sondern wir sollen die Werke heiligen." - Meister Eckhart in Gerhard Wehr, Reinbek 1989, Seite 31

225 "Das Bindeglied zwischen Glauben und Tun ist die Liebe." - Paul Tillich, Wesen und Wandel des Glaubens, Ffm/Berlin/Wien 1975, Seite 132

226 Nach dem Gesetz der Kausalität richten wir unser ganzes praktisches Handeln ein, es ist uns durch tägliche, stündliche Übung so vollständig in Fleisch und Blut übergegangen, daß wir ihn sogar halb unbewußt anwenden.

227 Der Verstand bestimmt die Handlungen, nicht Gefühle und Leidenschaften.

228 Wir können nicht warten, bis die Erkenntnis vollständig oder bis wir allwissend geworden sind. Denn wir stehen mitten im Leben und müssen oft sofortige Entschlüße fassen, bei denen uns keine langwierige Überlegung hilft.

229 "Man kann Handlungen versprechen, aber keine Empfindungen." - Friedrich Nietzsche, Menschliches Allzumenschliches - Ein Buch für freie Geister, Frankfurt 1982, Seite 65

230 "Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik." - Friedrich Nietzsche, Menschliches Allzumenschliches - Ein Buch für freie Geister, Frankfurt 1982, Seite 201

231 "Nun ist der Glaube an die Freiheit des Willens gerade mit der Vorstellung eines beständigen, einartigen, ungeteilten, unteilbaren Fließens unverträglich: er setzt voraus, daß jede einzelne Handlung isoliert und unteilbar ist." - Friedrich Nietzsche, Menschliches Allzumenschliches - Ein Buch für freie Geister, Frankfurt 1982, Seite 453

232 Nicht nur Kinder machen aus ihrem nicht anders können ein nicht anders wollen.

233 "Sinn" umfaßt Absichten und Zweckvorstellungen, mit denen ein Mensch seine Handlungen verbindet.

234 Individualität ist ganz wesentlich durch Wollen und Handeln bestimmt.

235 In der durch die Tauschhandlung erzeugte Äquivalenz liegt die Grundlage des mathematischen Äquivalenzbegriffes.

236 Die Rolle bringt eine institutionelle Erleichterung des Handelns mit sich.

237 Rechtes Leben bedeutet die Wahl nur solcher Berufe, die in der Ausübung keinem menschlichen, oder wenn möglich keinem lebendem Wesen schaden.

238 Die Lehre von den unbewußten Schlüssen besagt, daß unser Wahrnehmen aus dem sinnlich Perzipierten allein nicht zu verstehen ist. Wahrnehmung ist mehr als die Summe der Sinnesempfindungen. Sie erfordert eine Aktivität des Wahrnehmenden. Entfernungen zum Beispiel sehen wir nicht, sondern wir denken, erschließen sie. Der Theorie von unbewußten Schlüssen liegt die Tatsache zugrunde, daß unser wirkliches Wahrnehmen aus dem Bestand der Sinnesempfindungen nicht zu erklären ist. Die Lage der Dinge im Raum, die Dingkonstanz, die Farbkonstanz, der Farbkontrast sind Beispiele für Wahrnehmungen, die in den zugehörigen Empfindungen nur unzureichend repräsentiert sind; von diesen Sinnesdaten aus schließen wir dann unvermerkt und mit großer Geschwindigkeit auf die volle Wahrnehmungsgegebenheit. Diese syllogistische Erklärungsweise beruth jedoch auf der Annahme der kartesianischen Subjekt-Objekt-Schranke. Unsere Gegenstandswahrnehmung wird jedoch durch eine subjektive Aktivität mitkonstituiert; diese aber kommt uns nicht zu Bewußtsein.

239 Jeder Konflikt ist im wesentlichen ein Konflikt im Grund des Handelns, ein Konflikt von Bedürfnissen.

240 Ein Mensch besitzt nur soviel Gelehrsamkeit, wie sich in seinen Handlungen äußert.

241 Der Egoismus ist das einzige Motiv der Handlungen eines Menschen.

242 Gefühle sind nicht bloße Zustände, sondern Akte. Dasselbe gilt von Vorstellungen.

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.