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CHRISTOPH SIGWART
Der Kampf gegen den Zweck
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"Die Vorurteile, welche der Einsicht in die durchgängige Notwendigkeit des Zusammenhangs der Natur entgegenstehen, wurzeln zuletzt in einem einzigen: in der Meinung nämlich, daß alle natürlichen Dinge um eines Zweckes willen wirken, ja daß Gott selbst alles auf einen bestimmten Zweck hinlenke; denn Gott, sagt man, habe die Welt um des Menschen willen geschaffen, den Menschen aber, damit er Gott verehre."

"Läßt sich aber die Lehre von den Zwecken, welche die Natur erreichen soll, nicht festhalten, so fallen auch alle die Begriffe, welche den Zweckbegriff voraussetzen, dahin; gut und schlecht, Ordnung und Verwirrung, Schönheit und Häßlichkeit drücken nichts aus, was den Dingen an sich zukäme, sondern diese Prädikate wurzeln nur im zufälligen Interesse und dem zufälligen Geschmack der Einzelnen; und darum sind darüber so viele Meinungen als Köpfe."


Der zweihundertjährige Todestag SPINOZAs, der am 21. Februar 1877 in Haag durch eine Rede ERNEST RENANs gefeiert wurde und die Enthüllung seines Denkmals am 14. September 1880 haben aufs Neue die Blicke der weitesten Kreise auf den kühnen und einsamen Denker gezogen, der, im ersten Jahrhundert nach seinem Tod verabscheut oder mißachtet, seit der Zeit, da LESSING, JACOBI und HERDER das Verständnis für ihn erschlossen, nicht bloß Gegenstand immer erneuten Studiums und immer sorgfältigerer Forschung geworden ist, sondern auch durch seine Gedanken einen tiefgreifenden Einfluß auf die Entwicklung der Philosophie geübt hat, ja gerade heutzutage als der Vertreter einer weitverbreiteten wissenschaftlichen Richtung wie ein Lebendiger vor uns steht. Denn einer der hervorstechendsten und bezeichnendsten Züge seiner Weltanschauung ist die Leugnung der Gültigkeit des Zweckbegriff und die Bekämpfung des Rechts, ihn irgendwie in der Wissenschaft zu verwenden; und gerade dieser mit all der Strenge und Rücksichtslosigkeit, die ihn auszeichnet, von ihm vorgetragenen Lehre kommt eine weit allgemeinere Bedeutung zu, als der bestimmten Formulierung seiner Definitionen der Substanz, der Attribut und der Modi, aus denen er seine Sätze über Gott, den Menschen und des Menschen wahre Freiheit entwickelt. Die einzelnen philosophischen System haben ja außer dem individuellen Gepräge, das ihnen die eigentümliche Fassung der metaphysischen Grundbegriffe aufdrückt, noch gewisse Gattungscharaktere, die, wie Stilgattungen in der Baukunst, die Anlage des Ganzen bedingen und durch alle einzelnen Glieder hindurchwirken, so daß nach ihnen die Verwandtschaften und die Gegensätze der verschiedenen Weltanschauungen durchgreifend bestimmt sind. Ein solches Gattungsmerkmal ist die Verwerfung des Zweckbegriffs gegenüber den Begriff der wirkenden Ursache. Was SPINOZA in dieser Hinsicht aufgestellt, ist der klassische Ausdruck einer großen Hauptrichtung in der Auffassung der Welt; es ist einer der Gesichtspunkte, die zu verschiedenen Zeiten sowohl in der Philosophie als in den besonderen Wissenschaften immer wiederkehren; und es dient darum vielleicht zur Orientierung in einer Frage, welche fast jede wissenschaftliche Forschung berührt, wenn wir, an SPINOZA zunächst anknüpfend, uns über die Bedeutung und das Recht dieser Leugnung der wissenschaftlichen Gültigkeit des Zweckbegriffs Rechenschaft zu geben suchen.

Nachdem SPINOZA im ersten Buch seiner Ethik die Lehre entwickelt hat, daß aus Gott als der  einen  unendlichen Substanz, deren verschiedene Seinsweisen wir als einzelne Dinge bezeichnen, die gesamte Welt mit strenger Notwendigkeit hervorgeht, in allen ihren Teilen durch die Natur des unendlichen Seins unabänderlich bestimmt; nachdem er mit dem Satz abgeschlossen hat, daß die Dinge auf keine andere Weise hervorgebracht werden konnten, als sie wirklich hervorgebracht worden sind, so wenig als aus der Natur des Dreiecks je etwas anderes folgen kann, als daß seine Winkel gleich zwei Rechten sind, womit zugleich gesagt ist, daß alles Mögliche wirklich, alles Wirkliche notwendig ist: wendet er sich im Anhang des ersten Buches gegen die teleologische Auffassung der Welt, gegen den Gedanken, daß Gott in der Hervorbringung derselben durch einen Zweck bestimmt werde und diesen aus freier Willkür verwirkliche.

Die Vorurteile, sagt er, welche der Einsicht in die durchgängige Notwendigkeit des Zusammenhangs der Natur entgegenstehen, wurzeln zuletzt in einem einzigen: in der Meinung nämlich, daß alle natürlichen Dinge um eines Zweckes willen wirken, ja daß Gott selbst alles auf einen bestimmten Zweck hinlenke; denn Gott, sagt man, habe die Welt um des Menschen willen geschaffen, den Menschen aber, damit er Gott verehre.

Dieses Vorurteil entspringt daraus, daß die Menschen allerdings von Natur den Trieb haben, ihren Nutzen zu suchen und daß sie sich ihres Triebes bewußt sind. Sie handeln also allerdings nach Zwecken; sie wissen das von sich selbst und erklären sich auch die Handlungen anderer aus Zwecken; und bei dieser Erklärung beruhigen sie sich, weil sie gar nicht daran denken, nach den Ursachen zu fragen, von denen sie zum Begehren und Wollen bestimmt werden, vielmehr aus Unkenntnis dieser Ursachen sich für frei halten. Sie finden ferner an sich selbst und in der äußeren Natur Vieles, was ihnen als Mittel zur Erreichung ihrer Zwecke nützlich ist, die Augen zum Sehen, die Zähne zum Kauen, Pflanzen und Tiere zur Nahrung; und da sie wissen, daß sie diese natürlichen Dinge nicht selbst verfertigt haben und sie doch nur als Mittel für ihren Nutzen betrachten, kommen sie auf den Gedanken, daß ein anderer oder andere da seien, welche über die Natur Macht haben und das alles für bereit stellen. Den Gott oder die Götter aber, welche sie die Welt für ihre Zwecke einrichten lassen, stellen sie sich nach ihrem eigenen Bild vor und schreiben ihnen Motive nach Anleitung ihres eigenen Sinnes zu; deshalb glauben sie, die Götter tun alles für den Nutzen der Menschen, um diese sich zu verpflichten und ihre Verehrung sich zu sichern; und darum ersinnen sie ihrerseits verschiedene Weisen, die Götter zu verehren, damit diese sie besonders bevorzugen und die ganze Natur ihrer blinden Gier und ihrer unersättlichen Habsucht zu Gefallen lenken. Je tiefer dieser Aberglaube einwurzelt, desto mehr treibt er wiederum, alles aus Zweckursachen nach dem Grundsatz zu erklären, daß die Natur nichts umsonst tue. Darum glauben sie jetzt, daß die Übel, die sie in der Welt finden, daher kommen, daß die Götter ihnen wegen der Beleidigungen zürnen, die sie ihnen angetan haben oder wegen der Fehler, die sie sich in der Gottesverehrung haben zuschulden kommen lassen; und wenn sie sehen, daß Gutes und Übles Fromme und Gottlose gleichmäßig trifft, retten sie sich, um nur ihr Vorurteil nicht aufgeben zu müssen, durch die Auskunft, daß die Ratschlüsse der Götter den Menschen unbegreiflich seien und verewigen so die Unwissenheit.

Aber diese Zweckursachen, aus denen alles erklärt wird, sind nichts als menschliche Erdichtungen. Diese Ansicht kehrt die Ordnung der Natur um; sie macht das Letzte, den Erfolg, zum Ersten und das Erste, die Ursache, zum Letzten; sie hebt die Vollkommenheit Gottes auf, denn indem sie Gott nach einem Zweck wirken läßt, behauptet sie, daß er etwas begehre, dessen er entbehre und macht ihn von etwas abhängig, das außer ihm ist.

Läßt sich aber die Lehre von den Zwecken, welche die Natur erreichen soll, nicht festhalten, so fallen auch alle die Begriffe, welche den Zweckbegriff voraussetzen, dahin; gut und schlecht, Ordnung und Verwirrung, Schönheit und Häßlichkeit drücken nichts aus, was den Dingen an sich zukäme, sondern diese Prädikate wurzeln nur im zufälligen Interesse und dem zufälligen Geschmack der Einzelnen; und darum sind darüber so viele Meinungen als Köpfe.

Gegenüber dieser Verwechslung zufälliger Maßstäbe mit wahrer Einsicht hat die Mathematik den richtigen Weg zur Erkenntnis gezeigt; in ihr ist keine Rede von Zwecken, sondern nur von dem, was aus den Eigenschaften der Figuren mit Notwendigkeit folgt; das ist der richtige Maßstab der Wahrheit und die einzige wahre Erkenntnis ist, also die Einsicht, daß alles was ist, vermöge seiner Ursachen, also die Einsicht, daß alles, was ist, vermöge seiner Ursachen notwendig ist.

Das sind die Sätze, durch welche SPINOZA den Zweckbegriff beseitigt. Seit LUKREZ war mit so rücksichtsloser Schärfe die Verurteilung aller Teleologie von  keinem  mehr ausgesprochen worden. Es entspricht der ganzen Bildungsgeschicht des Philosophen, der zum jüdischen Rabbiner bestimmt gewesen war, daß sein Widerspruch sich hauptsächlich gegen die Teleologie der religiösen Weltauffassung richtet, teils gegen den frommen Volksglauben an eine göttliche Vorsehung, die nach menschlich verständlichen Zwecken die Welt regiere, teils gegen die theologischen Systeme, welche diesem Glauben einen metaphysischen Unterbau gegeben hatten. Die Verwendung des Zweckbegriffs auf dem engeren Gebiet der Naturwissenschaft, insbesondere als eines Erklärungsgrundes für den Bau und die Lebensverrichtungen der organischen Wesen, lag ihm ferner; obgleich aus seinen Grundsätzen die Notwendigkeit folgt, auch hier nur wirkende Ursachen gelten zu lassen, hat er doch diese Seite der Teleologie nicht ebenso ausdrücklich bekämpft.

Auf diesem Gebiet hatte schon fünfzig Jahre früher BACO von VERULAM Grundsätze der naturwissenschaftlichen Forschung ausgesprochen, welche sich der bis dahin fast ausschließlich herrschenden aristotelischen Philosophie entgegenstellten. Ihre Naturbetrachtung war ja durchaus teleologisch; die wirsame Ursache in allem natürlichen Geschehen, deren Wirkungsweise sich am deutlichsten in den lebendigen Wesen zeigt, ist die Form, das im Begriff gedachte einheitliche Wesen der Dinge; diese setzt die Materie in Bewegung und weist dieser Bewegung die bestimmte Richtung und das bestimmte Maß an. Das Werden des ganzen einheitlichen organischen Wesens ist aus der einheitlichen idealen Form zu erklären, die als seine Seele, als innere Bewegungs- und Bildungskraft in den Organismen tätig ist, ihre einzelnen Entwicklungsstufen nacheinander hervortreibt und in der Vollendung der reifen, dem Zweck vollkommen entsprechenden Gestalt ihr Ziel erreicht. Jedes einzelne Glied eines Organismus und jede einzelne Verrichtung ist erklärt, wenn sie als Mittel für den Bestand des Ganzen nachgewiesen ist; denn der Zweck bestimmt die Form der einzelnen Teile, die Idee des Ganzen ist früher als die Teile und zugleich die Kraft, welche sie hervorbring. Nur wirkt diese Kraft, im Unterschied von der rein theologischen Auffassung, nicht willkürlich, in den übrigen Naturlauf da oder dort eingreifend, sondern der ganze in sich zusammenhängende Naturlauf ist zuletzt durch einen einheitlichen Zweck bedingt, der sich in regelmäßiger Ordnung verwirklicht.

Gegen diese Anschauung vertritt nun BACON die scharfe Unterscheidung der wirkenden und der Zweckursachen, der  causae efficientes  und der  causae finales,  die für ARISTOTELES in letzter Instanz zusammengefallen waren. Die Physik ist die Erforschung der wirkenden Ursachen; sie sucht dieselben in den Eigenschaften der Materie, die ideellen Ursachen aber schließt sie von der Betrachtung aus; die rein mechanische Erklärungsweise der Atomisten, die alles aus der Notwendigkeit der Materie ableiten, ist hier auf dem rechten Wege und fördert die Wissenschaft mehr, als die Erklärung aus Zweckursachen. Die Augenlider mit ihren Wimpern sind nicht erklärt, wenn man sagt, sie denen zum Schutz der Augen; die Festigkeit der Haut der Tiere nicht durch den Zweck der Abhaltung von Wärme und Kälte, die Knochen nicht damit, daß sie als Säulen und Balken dem Körperbau Festigkeit geben sollen. Man muß sagen, warum gerade an den Augenlidern Haare wachsen, nämlich weil die Feuchtigkeit an den Mündungen, an denen sie austritt, Haare erzeugt; man muß sagen, daß an der Oberfläche des Körpers die Poren durch die Kälte und die Luft geschlossen werden und sich so das feste Gewebe bildet.

Auch wo sich BACON der aristotelischen Lehre mehr zu nähern scheint, indem er als den Hauptgegenstand der Naturwissenschaft die Formen bezeichnet, meint er unter diesem Wort doch etwas anderes, als ARISTOTELES und setzt die Form dem Zweck entgegen, während ARISTOTELES beides hatte zusammenfassen lassen. Unter  Form  versteht er nämlich die allgemeinsten Strukturverhältnisses und Bewegungsformen der Materie, welche der bleibende und in allen besonderen Fällen identische Grund bestimmter Klassen von Natur-Erscheinungen sind. So ist ihm die Form der Wärme eine expansive Bewegung in den kleinsten Teilchen; das ist der eigentliche Grund, um dessentwillen die Dinge warm sind, so verschieden die wirkenden Ursachen - Reibung, Feuer usw. - sein mögen, welche sie warm machen.

Auf der anderen Seite ist er weit entfernt, die Betrachtung der Natur unter dem Gesichtspunkt des Zwecks ganz zu verwerfen; nur der Vermischung der Zweckursachen mit den Naturursachen will er steuern; aber er erkennt nicht nur an, daß die Erforschung der wirkenden Ursachen der Betrachtung der Natur unter dem Gesichtspunkt des Zwecks nicht widerstreitet, sondern er behauptet im Gegenteil, daß sich die Erforschung der natürlichen Ursachen erst in der Erkenntnis der Zwecke vollendet, wie umgekehrt die vollendete Zweckmäßigkeit die uneingeschränkte gesetzmäßige Wirkungsweise der natürlichen Ursachen fordert. Ganz ähnlich, wie später KANT in der Einleitung zur Naturgeschichte des Himmels, führt er aus, daß es ein höherer Erweis der Weisheit der göttlichen Vorsehung sei, wenn die Naturkräfte durch ihr blind gesetzliches Wirken die göttlichen Zwecke erfüllen, als wenn in allen einzelnen Gestaltungen und Bewegungen die Vorsehung durch besondere Akte eingreifen müßte; die Verfolgung der Naturursachen führe aber zuletzt notwendig auf die Zwecktätigkeit Gottes, da bei einem zufälligen Zusammentreffen der Teile der Materie im Sinne der alten Atomisten stehen zu bleiben unmöglich sei.

So weist er denn die Lehre von den Zweckursachen einem besonderen Teil seiner Metaphysik zu; und das oft angeführte Wort, daß die Erforschung der Zweckursachen unfruchtbar sei, wie eine gottgeweihte Jungfrau, hat einen ganz anderen Sinn als den, in welchem es häufig verstanden wird. Denn es bezieht sich bloß darauf, daß von der Erkenntnis der Zwecke keine praktische Anwendung gemacht werden könne; während die Physik die Grundlage der Mechanik, die Metaphysik der Formen die Grundlage der Magie bildet, läßt sich die Kenntnis der Zwecke nicht benützen um nach ihr irgendetwas hervorzubringen; denn alle praktische Tätigkeit kann nur darin bestehen, wirkende Ursachen in Bewegung zu setzen. Aber damit ist der rein wissenschaftliche Wert der Teleologie nicht geleugnet; BACON ist weit entfernt, geistige und ideale Prinzipien aus der Philosophie überhaupt auszuschließen; er ist noch viel zu abhängig von ARISTOTELES und der scholastischen Philosophie, die er bekämpft, um so durchgreifend wie SPINOZA den Zweckbegriff überhaupt für unzulässig zu erklären.

In unserem Jahrhundert haben die Gedanken BACONs und SPINOZAs neues Leben gewonnen. Es bedarf nur eines kurzen Hinweises darauf, wie weit aller theologischen Auffassung und insbesondere dem Wunderbegriff gegenüber die Überzeugung sich verbreitet hat, daß alle einzelnen Erscheinungen der endlichen Welt auch auf endlich, gesetzmäßig wirkende Ursachen müssen zurückgeführt werden und daß die göttliche Kausalität nicht neben, sondern nur in den Naturgesetzen wirke, daß ferner die Übertragung der Form menschlichen Wirkens, das erst den Zweck denkt und dann die Mittel sucht, auf die unendliche Ursache vermieden, ihr Wirken als die mit ihrem Wesen unmittelbar gegebene Tätigkeit gefaßt werden müsse. Die eingreifende Kritik, welche SCHLEIERMACHERs Glaubenslehre der gewöhnlichen Form theologischer Dogmatik entgegensetzte, kommt in ihren Grundgedanken der Betrachtungsweise SPINOZAs sehr nahe.

Auf der anderen Seite ist auf dem besonderen Gebiet der Naturwissenschaft die Forderung einer durchaus mechanistischen Erklärung des Lebens immer stärker betont worden, seit der Begriff der Lebenskraft, in der teleologischen Fassung, die SCHELLINGs Schule ihm gegeben hatte, Gegenstand einer lebhaften und erfolgreichen Kritik geworden war. Niemand wird heutzutage Widerspruch erheben, wenn die Durchführung einer rein kausalen Betrachtung durch alle Gebiete des Wissens als die erste und vornehmste Forderung wissenschaftlicher Methode hingestellt wird.

Auf der anderen Seite ist auf dem besonderen Gebiet der Naturwissenschaft die Forderung einer durchaus mechanischen Erklärung des Lebens immer stärker betont worden, seit der Begriff der Lebenskraft, in der teleologischen Fasung, die SCHELLINGs Schule ihm gegeben hatte, Gegenstand einer lebhaften und erfolgreichen Kritik geworden war. Niemand wird heutzutage Widerspruch erheben, wenn die Durchführung einer rein kausalen Betrachtung durch alle Gebiete des Wissens als die erste und vornehmste Forderung wissenschaftlicher Methode hingestellt wird. Das Gegebene erklären, heißt nichts anderes, als die Ursachen aufzeigen, aus welchen es nach allgemeinen und erkennbaren Gesetzen mit Notwendigkeit geworden ist. Die Mechanik, welche zu sagen vermag, was aus irgendeiner Lage und Bewegung bestimmter Massen vermöge der ihnen innewohnenden Kräfte nach unabänderlichen Gesetzen geschehen wird, ist darum zum Muster aller Wissenschaft geworden; auch wo der Versuch gemacht wird, überhaupt alles Geschehen in der Welt auf Bewegung von Massenteilchen zurückzuführen, wird doch der Grundsatz anerkannt, daß die wissenschaftliche Betrachtung und Erforschung jedes Gebietes von Erscheinungen eben darin bestehe, die Wirkungsweise der dabei beteiligten Elemente zu untersuchen und die Erfolge zu berechnen, die notwendig eintreten müssen, sobald sie unter bestimmten Bedingungen zueinander ins Verhältnis treten. Das ganze organische Leben erklärt sich aus den gesetzmäßigen Veränderungen der Zellen und für diese selbst scheint keine andere Annahme zu bleiben, als daß ihre Bildung und ihre Veränderungen Folgen der in ihnen vereinigten Stoffatome und ihrer Kräfte sind. Wo etwas aus der Notwendigkeit wirkender Ursachen hervorgeht, ist für den Zweck keine Stelle, nichts geschieht ja darum, damit etwas werde, sondern weil die vorhandenen Ursachen diesen bestimmten Erfolg hervorbringen müssen; es ist eine nebelhafte und im Einzelnen unvollziehbare Vorstellung, daß ein Zweck irgendwo in den Naturlauf eingreift und ihn bestimmt.

Ist nun in der Tat mit diesem allgemein anerkannten Grundsätzen wissenschaftlicher Forschung, die sich leicht auch auf das Gebiet des geistigen und insbesondere des gesellschaftlichen Lebens übertragen lassen, alle und jede Anwendbarkeit des Zweckbegriffs ausgeschlossen? haben diejenigen Recht, welche meinen, man begebe sich aus dem Gebiet der Wissenschaft heraus und verirre sich in eine populäre, der strengen Wissenschaft unwürdige und verkehrte Anschauungsweise, wenn man irgendwo von Zwecken redet, außer natürlich da, wo sie vorgestellte und erstrebte Gedanken einzelner beseelter Wesen sind, die aber ebenso dann aus ihrer Natur und ihrer jeweiligen Lage mit Notwendigkeit hervorgehen und weiter wirken, also der kausalen Betrachtung unterworfen, nur Glieder in der Reihe von Ursachen und Wirkungen sind, welche in der Tätigkeitsweise beseelter Subjekte ablaufen? Ist also alle Teleologie wirklich der Wissenschaft feind? Ehe ein definitives Verdammungsurteil gegen eine so alte und so weitverbreitete Auffassung ausgesprochen wird, lohnt es sich vielleicht doch den Streitpunkt genauer zu untersuchen.

Das wissenschaftliche Interesse ist zunächst ganz allgemein das, das Gegebene, unserer Beobachtung Vorliegende zu begreifen, indem wir seinen Grund aufzeigen, um dessentwillen es ist und gerade so ist, wie wir es finden. Wir begnügen uns nicht damit zu wissen, daß es ist, sondern wollen wissen,  warum  es so ist. Dieses Interesse wird befriedigt, wenn wir die Ursache anzugeben vermögen, durch die es so geworden ist. Es würde hier zu weit führen, die Herkunft dieses Begriffs und den Grund seiner allgemeinen Geltung zu untersuchen; es genügt uns, daß seine Anwendung in der wissenschaftlichen Praxis eine unbestrittene ist und daß diese Anwendung in den Gebieten, die ihn am vollständigsten durchzuführen vermögen, in einem bestimmten Sinn geschieht. Was vorausgesetzt wird, ist eine Vielheit von Dingen, Substanzen, Atomen etwa, welche eine bestimmte Beschaffenheit haben; diese Beschaffenheit besteht aber eben darin, daß, sobald sie in bestimmte Beziehungen zueinander treten, nach unabänderlichen Gesetzen bestimmte Erfolge eintreten. Wenn sich zwei Massen im Raum in bestimmter Entfernung voneinander befinden, bewegen sie sich gegeneinander und zwar ist ihre Bewegung nach bestimmten Gesetzen von ihrer Masse und ihrer Entfernung abhängig; das ist zuletzt Folge der Schwere als der allgemeinen Eigenschaft der Materie. Wenn ein Körper den anderen stößt, so erfolgt wieder eine nach Richtung und Geschwindigkeit bestimmte Bewegung, die von der Masse, der Geschwindigkeit, der Elastizität der Körper abhängig ist. Die letzten und eigentlichen Ursachen sind dabei eben die Dinge mit ihren Eigenschaften oder Kräften; in sekundärem Sinne wird aber Ursache auch der Zustand genannt, in dem sie sich eben befinden, die Beziehung, in der sie stehen, weil davon abhängt, ob und in welchem Maß ihre Kräfte in lebendige Wirksamkeit treten und einen Erfolg hervorbringen. Indem wir so das einzelne Geschehen aus Ursachen begreifen, sehen wir seine Notwendigkeit ein und diese Notwendigkeit stellt sich uns in Form eines allgemeingültigen, allen Wesen gleicher Art zu jeder Zeit beherrschenden Gesetzes dar, aus welchem wir durch logische Schlüsse den einzelnen Fall abzuleiten vermögen; die Notwendigkeit der Natur ist damit das Gegenbild der logischen Notwendigkeit, mit der aus den Prämissen der Schlußsatz folgt und eben darum wird die Natur auf diesem Weg unserem Denken durchsichtig und wir vermögen auf wenige Prinzipien die unabsehbare Vielheit der Erscheinungen zurückzuführen. Wo wir nun aber auch in der wirklichen Erforschung der Natur diese Betrachtungsweise anwenden mögen, ist unser Ausgangspunkt immer eine bestimmte Konstellation von wirkungsfähigen und wirkenden Dingen. Aus  einem  Ding für sich kann keine Veränderung folgen; alle Veränderung beruth darauf, daß mindestens zwei in Beziehung treten; alle Kräfte drücken Wechselbeziehungen verschiedener Substanzen aus, alle Ursachen sind äußere Ursachen. Darum muß, damit überhaupt eine Wirkung eintreten, eine Mehrheit von Dingen in bestimmten Verhältnisse vorausgesetzt sein: das ist ein Tatbestand, der gegeben sein muß, damit die Kräfte wirksam werden können. Das Gesetz sagt: Wenn sich Kohle und Sauerstoff bei bestimmter Temperatur unter Abwesenheit anderer Einflüsse räumlich berühren, entsteht Kohlensäure; wenn zwei Körper aufeinanderstoßen und einen Teil ihrer Bewegung einbüßen, entsteht eine bestimmte Temperaturerhöhung usw. Wollen wir das Gesetz anwenden, um etwas nach demselben abzuleiten, so müssen wir den Tatbestand vorfinden und er ist zunächst etwas rein Gegebenes; das Gesetz sagt nicht, daß dieser Tatbestand da sein müsse, sondern bestimmt nur seine notwendigen Folgen, wenn er da ist. Wir können weiter zurückgehen und fragen, wodurch diese Konstellation, von der wir zunächst ausgehen, ihrerseits verursacht war; wir kommen dann auf einen früheren Zustand, auf den eine frühere Konstellation wirksamer Dinge, aus welchem die spätere mit gleicher Notwendigkeit hervorgehen mußte. Wir können die gesamte in einem bestimmten Zeitpunkt gegebene Verteilung der Massen, der verschiedenen wirksamen Stoffe rückwärts in ihre Ursachen verfolgen; wir kommen dann etwa mit KANT und LAPLACE zu einem ursprünglichen Nebelball, in welchem alle Materie unseres heutigen Sonnensystems in weitem Raum gleichmäßig verteilt war; aber wieder haben wir diese bestimmte Konstellation vieler Elemente als einen gegebenen Ausgangspunkt; von diesem aus muß die ganze Reihe der Veränderungen erfolgen, die zur Bildung der Sonne und der Planeten, zur Gestaltung der Oberflächen dieser Körper geführt hat. Jener Ausgangspunkt ist aber schließlich nicht weiter abzuleiten; irgendwo müssen wir stehen bleiben, um diese Begriffe von Ursache und Wirkungsgesetz anzuwenden.

Das erkennt SPINOZA an. Mit der Konsequenz, die ihm eigen ist, zeigt er selbst die Lücke, welche sein Versuch, die ganze Welt als notwendige Folge aus dem Wesen Gottes darzustellen, nicht wirklich auszufüllen vermag. Denn das Einzelne ist nach ihm auf zweierlei Weise bedingt: einmal durch das Wesen Gottes, durch die allgemeine Natur der Ausdehnung und des Denkens; dadurch hat es bestimmte Eigenschaften, die ein bestimmtes Verhalten notwendig machen. Aber aus diesen allgemeinen Gründen erklärt sich das Einzelne in seiner konkreten Bestimmtheit nicht; aus der allgemeinen Natur der Ausdehnung erklärt sich nicht, daß ein Körper von dieser Größe und Gestalt eben hier ist und sich in dieser Weise bewegt; das Einzelne wird vielmehr von anderem Einzelnen zum Sein und Wirken bestimmt und dieses wieder von anderem und sofort uns Unendliche - so daß die kausale Betrachtung von dieser Seite sich nicht abzuschließen vermag - und der letzte Grund, warum alles Einzelne gerade so ist, doch erreichbar bleibt. Denn die Behauptung, daß alles aus der Notwendigkeit der göttlichen Natur folge, bleibt eine bloße Versicherung, für die ein Nachweis nicht erbracht werden kann.

Wie stellt sich nun zu dieser Erklärung aus Ursachen der Zweckbegriff?

Darüber kann ja gar kein Zweifel sein, daß dieser Begriff aus dem Bewußtsein unseres Wollens und Handelns entsprungen ist. Wir wissen, daß unser bewußtes willkürliches Tun vom Gedanken wird Gegenstand unseres Wollens und unser Wollen bestimmt nun weiter die Tätigkeiten, die auf die Verwirklichung jenes Gedankens gerichtet sind und die, wo es sich um äußere Veränderungen handelt, in willkürlichen Bewegungen unseres Leibes bestehen. Diese Beziehung auf die künftige Verwirklichung durch unser Tun scheidet die Gedanken, welche wir als Gegenstände unseres Wollens  Zwecke  nennen, von anderen, die ihnen darin ähnlich sind, daß sie gleichfalls unser Interesse erwecken und einen Reiz auf uns ausüben, an deren Verwirklichung wir aber verzweifeln, von bloßen Wünschen oder unerreichbaren Idealen; dadurch tritt der Zweck aus seiner bloß subjektiven Innerlichkeit heraus und fordert seinen Korrelatbegriff, den des  Mittels;  dieser drückt die wirkliche Ursache aus, die nach den Gesetzen der Natur den Zweck zu realisieren geeignet ist und von uns in Bewegung gesetzt werden kann. Ebendamit aber ist der Zweckbegriff, auch wenn wir ihn nicht weiter in seine eigene Entstehung zurückverfolgen, dem Begriff der wirkenden Ursache nicht entgegengesetzt, sondern schließt ihn vielmehr ein; er enthält die künftige Verwirklichung, er kann ja ber nur dadurch verwirklicht werden, daß eine reale Macht vorhanden ist, welche den gegebenen Zustand so verändert, daß das Gewollte daraus hervorgeht und daß diese reale Macht durch den Zweckgedanken selbst zu ihrer  Äußerung  bestimmt werden kann. Der Zweck als bloßer Gedanke, als rein innerliches ideales Bild des Künftigen, wäre vollständig machtlos und unfähig in die Wirklichkeit einzugreifen, wenn nicht die Natur dem Wesen, das ihn denkt und will, zugleich die Möglichkeit verliehen hätte, durch seine Hände die Dinge zu bewegen und so diejenige Kombination herzustellen, aus welcher nach allgemeinen Kausalgesetzen der Erfolg hervorgeht, der beabsichtigt war. Was den Zweck wirksam macht, ist also zuerst die psychologische Kausalität, vermöge der er den Willen zur Bewegung der Glieder bestimmt, zum zweiten die psychophysische Kausalität, vermöge der die Glieder dem Willensimpuls gehorchen, endlich die mechanische Kausalität, vermöge der die Bewegung der Glieder äußere Dinge bewegt und in die Lage bringt, in der sie weiter wirken. So enstprechen sich die Glieder einer Gedankenkette und die Glieder einer realen Kette von Ursachen und Wirkungen in umgekehrter Folge: im Gedanken ist erst der Zweck da, die Überlegung sucht von ihm rückwärsgehend aus bekannten Naturgesetzen die Mittel, die ihn verwirklichen, findet eine bestimmte Kombination von äußeren Dingen, welche durch Bewegungen des Körpers herbeizuführen sind; und nun erfolgen diese Bewegungen, die Dinge fangen an zu wirken und der letzte Erfolg entspricht dem ursprünglich gedachten Zweck. Dabei ist allerdings ein charakteristisch: der Zweck, objektiv betrachtet also der letzte Erfolg, erscheint für unser Denken als eine Einheit; die verschiedenen Ursachen, die zusammenwirken müssen und die aufeinanderfolgenden Bewegungen, die entstehen, sind eine Vielheit, deren räumlicher und zeitlicher Zusammenhang durch die Einheit des Zwecks bestimmt ist.

Wenn wir nun nicht in uns selbst diesen Zusammenhang zwischen dem Denken und Wollen eines Zwecks, der Berechnung der Mittel und den daraus hervorgehenden Handlungen beobachten können, wenn wir vielmehr dem Handeln eines andern und den Ergebnissen desselben als Beobachter gegenüberstehen, so ist uns unmittelbar nur das äußere Geschehen gegeben; wir sehen etwa einen Menschen, der Holzscheite zusammenträgt und in den Ofen schichtet und einen brennenden Span unter sie legt und den Luftzug herstellt, der das Brennen begünstigt, objektiv betrachtet ist das eine Reihe gesonderter Bewegungen, durch welche eine bestimmte räumlichen Kombination verschiedener Dinge hergestellt wird, aus der dann das Brennen des Holzes, die Erwärmung des Ofens und durch ihn die Erwärmung des Zimmers hervorgeht; aber wir begreifen die ganze Reihe der Handlungen und die daraus hervorgehende Kombination einer Vielheit von Dingen aus dem, was objektiv betrachtet der Erfolg ist, aus dem Zweck das Zimmer zu erwärmen; zu diesem gewollten Erfolg kombinieren sich alle die verschiedenen Elemente des objektiven Geschehens und ihr Zusammenhang ist verstanden, wenn wir sie als Mittel zu demselben erkennen.

Sehen wir nun davon ab, daß der Gedanke des Erfolges durch den Willen des Menschen und seine Organisation hindurch die einzelnen Bewegungen wirklich hervorbringt, betrachten wir nur das  objektive Verhältnis  des realisierten Zwecks zu den äußeren Mitteln, die ihn verwirklicht haben, vermöge dessen der Zweck der einheitliche Enderfolg einer Vielheit von Ursachen, diese aber geeignet sind einen Erfolg hervorzubringen: so ergibt sich zunächst die Möglichkeit einer rein  formellen  Anwendung des Zweckbegriffs, in der nur das Verhältnis des einheitlich gedachten Erfolges zur Vielheit der Mittel in den Gesichtskreis tritt und in der die gewöhnliche kausale Betrachtung umgekehrt wird, indem sie von einem Erfolg zu den ihn bedingenden Ursachen zurückgeht. Der kausalen Betrachtung ist es natürlich, von den einzelnen wirksamen Elementen auszugehen und zu untersuchen, was sich aus ihren mannigfaltigen Kombinatioinen nach bekannten Naturgesetzen ergeben muß; sie verfährt  synthetisch,  von den Gründen zu den Folgen vorwärts gehend. Eine andere Betrachtung nimmt den Erfolg zum Ausgangspunkt und fragt, durch welche Kombination von Ursachen er hervorgebracht wurde oder hervorgebracht werden konnte; der Erfolg erscheint damit als der Zweck, dem die Ursachen als Mittel dienen, diese sind  zweckmäßig  für die Hervorbringung des Erfolgs. Diese Betrachtungsweise ist  analytisch,  vom einheitlichen Resultat zu den Bedingungen desselben rückwärts gehend.

Kausale Betrachtung und Zweckbetrachtung so einander entgegengestellt verhalten sich wie zwei entgegengesetzte Rechnungsarten, etwa wie Multiplikation und Division. Wenn uns im Einmaleins gezeigt wird, welche Produkte dei Multiplikation je zweier einfacher Zahlen gibt, so entspricht das der kausalen Betrachtung; wird aber gefragt, welche Zahlen miteinander multipliziert werden müssen, um ein bestimmtes Produkt zu geben, so entspricht das der teleologischen Auffassung. Die Betrachtung der gegebenen Massen und Umlaufzeiten der Planeten ergibt, daß die Störungen sich immer wieder ausgleichen und nur Oszillationen in den Bahnelementen innerhalb gewisser Grenzen hervorbringen, so daß der Erfolg dieser Anordnung die Stabilität des Sonnensystems ist. Wird diese Stabilität zum Ausgangspunkt genommen und gefragt, wie sie möglich ist, so erscheint sie als ein Zweck, der realisiert wird und es zeigt sich, daß sie nur möglich war, wenn die Umlaufzeiten inkommensurabel [unverträglich, wp] sind; jene Anordnung erscheint jetzt als das zweckmäßige Mittel, um jene Stabilität zu sichern.

Beiderlei Betrachtungsweisen enthalten auch, an der Forderung absoluter Notwendigkeit gemessen, ein hypothetisches Element, das selbst zunächst nicht als notwendig erwiesen wird; die eine sagt: wenn die und die Ursachen gegeben sind, so muß dieser Erfolg eintreten; die andere sagt: wenn dieser Erfolg heraus kommen sollte, so mußten die Ursachen so und so beschaffen sein. Dabei führt die rückwärtsgehende Betrachtung vielleicht auf eine Mehrheit von Kombinationen, welche denselben Erfolg hervorbringen können; gerade wie das Produkt 36 durch Multiplikation entweder von 4 mit 9 oder von 6 mit 6 entstehen konnte.
LITERATUR - Christoph Sigwart, Der Kampf gegen den Zweck, Kleinere Schriften II, Freiburg 1889