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MAX DESSOIR
Des Nicolas Tetens Stellung
in der Geschichte der Philosophie


"Tetens  gibt  Leibniz  darin Recht, daß er den triebkräftigen Mutterboden des Seelenlebens in  unwahrgenommenen Vorstellungen  erblickt, aus den die bewußten psychischen Vorstellungen wie sichtbare Pflanzen emporwachsen. Aber streng genommen dürfe man nicht von unbewußten oder dunklen  Vorstellungen  sprechen, denn darunter wären seelische Zuständlichkeiten zu verstehen, in denen schon dieselben Unterschiede und Verhältnisse gedacht würde, die wir erst im Bewußtsein erkennen."

"Tetens  entwickelt den Begriff des  An klingens einer Empfindung. Ein jeder Eindruck auf das Gesicht, sagt er, bedarf einer gewissen Zeit, bis er hell und klar genug ist, um wahrgenommen zu werden. Es gibt eine Art  Nachempfindung  - die Wiederholung dieses Wortes ist natürlich ungeschickt - mit der die Zeit vom Beginn des Eindrucks auf das Sinnesorgan bis zum Entstehen der Wahrnehmung erfüllt ist."

"Wenn die Realität der Dinge als unmittelbare Wirkung des gesunden Menschenverstandes angesehen wird, so wendet  Tetens  hiergegen Folgendes ein: zwar, meint er, ist mit unseren Empfindungen der Gedanke, daß sie von äußeren Objekten verursacht sind, so unmittelbar verbunden und in ihre Ideen so eng eingewebt, daß wir uns eines vorübergehenden Aktes des Nachdenkens in der Regel gar nicht bewußt werden, aber mit einer solchen Zurückführung auf den Instinkt wird das Problem mehr verdunkelt als gelöst."

Wenn wir unter der Stellung eines Gelehrten in der Geschichte seiner Wissenschaft die Abhängigkeit seiner Tätigkeit von bestimmten älteren Lehren verstehen, die Zusammengehörigkeit mit gewissen Gruppen gleichzeitig lebender Forscher und die Einwirkung auf die Anschauungen späterer Geschlechter, so ist klar, daß die Erkenntnis der geschichtlichen Stellung teils aus den persönlichen Beziehungen des Schriftstellers, teils aus dem Inhalt seiner Werke entnommen werden kann. In unserem Fall werden wir beim ersten Punkt etwas ausführlicher verweilen müssen, da TETENS' Lebenslauf bisher nur sehr unvollständig bekannt war.

JOHANN NICOLAUS TETENS wurde am 16. September 1736 zu Tetenbüll in südschleswigschen Landschaft Eiderstädt geboren. Er studierte in Kopenhagen und Rostock, wurde am 27. Juli 1760 zu Rostock promoviert und erhielt bereits im November desselben Jahres ein Lehramt für Physik und Metaphysik an der eben gegründeten Bützkow'schen Akademie (1). Obwohl ihm hier eine für jene Zeiten reich ausgestattete Sammlung physikalischer Apparate zur Verfügung stand, scheint er doch gerade zu Beginn seiner Laufbahn das Hauptgewicht auf die Vorlesungen über philosophische Gegenstände gelegt zu haben. Er übernahm daneben noch die Leitung des Bützkower Pädagogiums und verließ erst 1776 das mecklenburgische Landstädtchen, um einem Ruf nach Kiel zu folgen, wo er anfangs die Professur der Philosophie, bald auch die der Mathematik verwaltete. Dreizehn Jahre später siedelte TETENS nach Kopenhagen über und gab die akademische Stellung zugunsten einer Verwaltungstätigkeit auf. In diesem zweiten Abschnitt seines Lebens hat TETENS sich fast ausschließlich dem Staatsdienst gewidmet und erfolgreichen Anteil an den öffentlichen Vorgängen genommen. So setzte er 1795 nach der großen Feuersbrunst in Kopenhagen aus eigenen Mitteln drei Geldpreis aus für die beste Beantwortung der Frage: "Was wir zu einem vollkommen zweckmäßigen Brandwesen in großen Städten gefordert?" Diese tatkräftige und unermüdliche Teilnahme an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Dänemarks ist es, die der Biograph BUDDE nicht genug zu rühmen weiß. Daneben hebt er Bescheidenheit und Gutmütigkeit als Haupteigenschaften TETENS' hervor; "auch in seinen letzten Stunden", so sagt er, "verließ ihn nicht die Sanftheit, die ihn sein ganzes Leben hindurch beseelt hatte." TETENS starb im Jahr 1807, und zwar entweder am 15. oder am 19. August (2).

Von persönlichen Beziehungen TETENS' zu hervorragenden Philosophen seiner Zeit ist uns nichts Zuverlässiges bekannt. Daß er mit seinen Amtsgenossen an den Universitäten in Bützkow, Rostock und Kiel, also mit den QUISTORP, HENNINGS und wie sie sonst heißen mögen, irgendeinen Umgang gepflogen hat, versteht sich von selbst; aber ob dieser Verkehr ihn in wissenschaftlicher Beziehung gefördert hat, ist doch recht zweifelhaft. Auch Briefe über Gegenstände unserer Wissenschaft scheinen nicht mehr vorhanden zu sein, wenn sie überhaupt jemals geschrieben worden sind. Selbst die zum Teil noch auffindbaren Anzeigen zu den Vorlesungen bieten nur eine dürftige Ausbeute. Wir erfahren, daß TETENS sich an BAUMGARTENs  Metaphysik,  DARJES' Ethik und die "Logik" von REIMARUS anlehnte, ja daß er philosophische Betrachtungen an SEGNERs "Lehrbuch der Physik" (3) und LAMBERTs mathematische Schriften (4) anknüpfte. Weit ergiebiger jedoch sind die Verweisungen in TETENS Werken auf die gangbare Literatur jener Tage. Man darf dreist sagen, daß die "Philosophischen Versuche" kein einziges einigermaßen bedeutendes Buch aus der Zeit von LEIBNIZ bis zu KANTs  Inaugural-Dissertation  unerwähnt lassen. In einer älteren Abhandlung, die die "Hamburgischen Nachrichten aus dem Reich der Gelehrsamkeit veröffentlichten, werden mit besonderem Nachdruck SULZER und HELVETIUS genannt. Ein Aufsatz schließlich in der dänischen Monatsschrift  Minerva  handelt im Anschluß an des Verfassers eigene Theorie der Abstimmung von ROUSSEAUs "Erklärung der Menschenrechte" im  contrat social. 

Alles in allem genommen bieten demnach weder Lebenslauf noch Briefe noch Vorlesungen noch Zitate eine sichere Handhabe, um unseres Philosophen geschichtliche Stellung mit hinreichender Genauigkeit zu bestimmen. Wir sind vielmehr fast ganz auf den Inhalt seiner Schriften und deren Beziehungen zur zeitgenössischen Literatur angewiesen. Damit aber diese sachlichen Beziehungen klar zutage treten, ist es nötig, zunächst einen Überblick über die Richtungen der deutschen Philosophie in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu gewinnen.

In der beherrschenden Mitte steht die WOLFFsche Schule. Was man zu TETENS' Zeiten an ihr so rückhaltlos bewunderte, war die Klarheit und Gründlichkeit der Gedankenentwicklung; man nahm daher den pedantischen Formelkram, mit dem die selbstverständlichsten Dinge wie mit einem Stachelgitter umgeben wurden, als etwas Unvermeidliches in Kauf. Im Übrigen fehlte es auch in den Reihen der Schüler WOLFFs nicht an Popularisten. MEIER z. B. wollte die Logik, wie er sagt, "so verständlich machen, daß selbst Frauenzimmer und Kavaliere nicht vor ihr zurückschrecken dürften"; der Königsberger KNUTZEN zeichnete sich durch einen gefälligen Stil der Darstellung, EBERHARD in Halle durch einen eleganten Kathedervortrag aus. Von diesen Wolffianern der freieren Richtung unterscheiden sich die Wolffianer strenger Observanz. Unter ihnen sind zu erwähnen und zwar aus den zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: REIMARUS, PLOUCQUET, SULZER, HILLER und NICOLAI. Während nun die genannten sich im Allgemeinen mit dem philosophischen Lehrgebäude beschäftigt haben, sind andere einigen von den Fragen näher getreten, die in TETENS' Hauptwerk abgehandelt werden. So untersuchten das Problem der Seele, d. h. ihr inneres Wesen und ihre mögliche Unsterblichkeit, Männer wie CREUZ, HOLLMANN, KÄSTNER, TRALLES, und über die von TETENS sehr geförderte Einteilung der psychischen Zustände arbeiteten die Wolffianer ALBERTI, HENTSCH, BRIEGLER, STRUV und PAPE (5).

Gegen die Lehren der WOLFFschen Schule erhoben mehrere einzeln stehende Forscher Widerspruch, unter denen - außer dem bekannten LANGE - GUNDLING, DARJES, SYRB und BURCHARDI genannt sein sollen. Es bildeten sich aber sogar zwei Gegenschulen: die empiristisch und für die Ausbildung der Logik verdienstliche RÜDIGERs (6), dessen bedeutendster Anhänger ADOLF FRIEDRICH HOFMANN sicherlich auf TETENS gewirkt hat, und die des CRUSIUS. CRUSIUS und seine Parteigänger fochten einen schweren Kampf gegen die in den fünfziger Jahren zur Tyrannei ausgeartete Herrschaft des Wolffianismus. Und merkwürdig: gerade die Schüler des Mannes, der zu Beginn seiner Laufbahn so sehr unter kirchlichen Anfeindungen hatten leiden müssen, gerade sie spielten den Streit gegen die Crusianer auf das religiöse Gebiet über, schalten ihre Gegner Ketzer, beschuldigten sie des Anthropomorphismus und warfen ihnen "sozinianische Irrtümer und Einfalt" vor.

Nach der WOLFFschen Schule und ihren Widersachern ist drittens eine Richtung zu erwähnen, auf die der oft mißbrauchte Name "Eklektizismus" wirklich paßt. Als ihren Urheber möchte ich JOHANN FRANZ BUDDE (7) bezeichnen oder, um im Ton jener Zeiten zu sprechen, den weitberühmten BUDDEUS. Er ließ sich die Förderung der Philosophiegeschichte angelegen sein und wurde durch diese Art seiner Tätigkeit von selbst auf den Standpunkt der vermittelnden Auswahl geführt. Sein Freund und jüngerer Amtsgenosse WALCH ist uns noch heute von seinem philosophischen Lexikon her bekannt, das gleichfalls eklektischen Neigungen huldigt. Der Dritte im Bunde, der Leipziger Professor des aristotelischen Organon, AUGUST FRIEDRICH MÜLLER, leitet zu einem späteren Geschlecht der Eklektiker über, dessen vornehmster Vertreter FEDER (8) ist. Eng an ihn schlossen sich an: MEINERS, der alle Philosophie auf Psychologie zurückzuführen versuchte, und TITTEL, der LOCKE gegen KANT ausspielte; etwas unabhängiger von FEDERs Einfluß wirkten SCHILLERs Lehrer ABEL, dessen Schüler NUDOW, und MAASS, der Verfasser des "Versuches über die Einbildungskraft". Was allen diesen Eklektikern gemein ist, liegt im Mangel eigener Gedanken, dem eifrigen Studium der Seelenkunde und zwar besonders der Leidenschaften, schließlich in der Behauptung, daß die Glückseligkeit das Ziel aller moralischen Entwicklung bezeichnet.

Eine Spielart der Eklektiker, die man belletristische Eklektiker nennen und in GARVE, CAMPE und den beiden HENNINGS verkörpert finden kann, nähert sich bereits der vierten großen Richtung in der deutschen Philosophie zwischen 1750 und 1780, der Populärphilosophie. Bei ihr, also bei Männern wie MENDELSSOHN, HERZ, BIESTER, ENGEL, ZIMMERMANN, tritt die praktische Moral in den Vordergrund und das System verliert sich in die allgemeine Bildung des Zeitalters; bei ihr fehlt jede Parteiung, jede gelehrte Schule, jede Sippschaft; sie bildet sich nach fremden Mustern und versucht, die Weltweisheit in eine Richtschnur für nüchterne Urteile über Sachen des gemeinen Lebens umzuwandeln. Und doch gehören ihr auch tragische Charaktere an. Populärphilosophen gleich dem frühverstorbenen ABBT bezeichnen sozusagen einen Weihefrühling, der dem Geist der kommenden großen Zeit hat geopfert werden müssen.

An den Schluß der kurzen Übersicht stellen wir zwei große Strömungen mit ihren Gegenströmungen. Erstens die Skeptiker PLATNER und IRWING, die ihre natürliche Reaktion in den Mystikern fanden, teils in den phänomenalistisch gesinnten MORITZ und MAUCHARDT, teils in den idealistisch denkenden HAMANN und JACOBI. Zweitens die Materialisten. Ich erinnere an LAMBERT, LOSSIUS, UNZER, WEICKARDT und an HISSMANN, den Verfasser der namenlos erschienenen "Psychologischen Versuche". Ihre Gegenspieler sind die antimaterialistischen Empiriker: TIEDEMANN, BEAUSOBRE, ZÜCKERT u. a. Und zu diesen ist schließlich auch TETENS zu rechnen.

Fassen wir zusammen. Eine große Fülle widerstreitender Weltanschauungen bewegt sich in der Zeit, als TETENS schrieb: da haben wir Wolffianer, Skeptiker, Materialisten und ihre jeweiligen Gegner, wir haben die Eklektiker und Populärphilosophen. Wenn wir nunmehr TETENS' Lehren mit den Grundsätzen jeder der genannten Richtungen und des damals eben erst entstehenden Kritizismus vergleichen wollen, so dürfen wir uns dabei nicht auf die "Philosophischen Versuche" beschränken, sondern müssen auch die bisher unbeachtet gebliebenen anderen philosophischen Leistungen TETENS' heranziehen. Freilich, sie verschwinden fast in der großen Zahl der Schriften, die wir von TETENS besitzen. Ich zähle 65 Aufsätze und Bücher aus seiner Feder und von diesen können höchstens 16 als philosophische im weiteren Sinn des Wortes angesprochen werden. Was hat der vielgewandte Mann nicht alles behandelt! Über die Vorsichtsmaßregeln beim Gewitter, über die Grundsätze der Leibrenteneinrichtung, über die Ehen zwischen dem königlich-dänischen und dem herzoglich-mecklenburgischen Haus, über die gegenseitigen Verpflichtungen kriegführender und neutraler Mächte, kurzum über die verschiedenartigsten Gegenstände hat er geschrieben. Aber in allen diesen Veröffentlichungen zeigt sich eine erstaunliche Belesenheit und eine durch sie nicht beeinträchtigte Selbständigkeit des Urteils. Schon in einem Erstling, der  dissertatio de causa caerulei coeli coloris  prüft TETENS unbefangen die drei damals sich gegenüberstehenden Vermutungen über den Grund der blauen Himmelsfarbe und gibt eine neue, leidlich originelle Erklärung. Dieser Zug findet sich in seinem philosophischen Hauptwerk am deutlichsten ausgeprägt. Unter Beherrschung der Literatur prüft TETENS hierin einzelne Anschauungen der bisherigen Philosophie und stellt ihnen seine eigene Meinung gegenüber, nicht in der Form eines geschlossenen Lehrgebäudes, sondern mehr in der zwanglosen Weise kritischer Erörterungen.

Die Kritik richtet sich zunächst gegen die LEIBNIZ-WOLFF'sche Philosophie. Ich hebe nur die wichtigsten Punkte hervor. TETENS gibt LEIBNIZ darin Recht, daß er den triebkräftigen Mutterboden des Seelenlebens in "unwahrgenommenen Vorstellungen" erblickt, aus den die bewußten psychischen Vorstellungen wie sichtbare Pflanzen emporwachsen. Aber streng genommen dürfe man nicht von unbewußten oder dunklen  Vorstellungen  sprechen, denn darunter wären seelische Zuständlichkeiten zu verstehen, in denen schon dieselben Unterschiede und Verhältnisse gedacht würde, die wir erst im Bewußtsein erkennen. Überhaupt müsse mit dem Ausdruck "Vorstellung" vorsichtiger umgegangen werden als es von Seiten der bekämpften Schule geschieht. Bekanntlich hat das Wort "Vorstellung" in der LEIBNIZ-WOLFFschen Philosophie eine sehr weite Bedeutung: es bezeichnet alles, was in der Seele vorgeht, selbst die Triebe und Affekte, insofern auch sie ihre Ursachen und Wirkungen nach der allgemeinen Analogie von Grund und Folge erkennen. TETENS schränkt nur, zum Teil infolge von Beobachtungen, den Begriff  Vorstellung  auf die von den Veränderungen in der Seele zurückgebliebenen und auf diese sich beziehenden Spuren ein. Er bezeichnet also, in Übereinstimmung mit einer auch heute noch geläufigen Benennungsweise, als Vorstellungen die Erinnerungsbilder. Besonderen Wert legt TETENS darauf, daß auch Gefühle und Triebe solche Überbleibsel in der Form von Vorstellungen zurücklassen, die durch die Eigenmacht der Seele und ohne Mitwirkung der ersten Ursache erneuert werden können. Gemütszustände sind aber an und für sich noch keine Vorstellungen, sie werden vielmehr erst dazu, indem sie Folgen hinterlassen. Daher wählt TETENS auch eine von WOLFFs Gliederung abweichende Einteilung der Vorstellungen.

Sehr deutlich tritt der außerordentliche Unterschied zwischen WOLFFs und TETENS' Anschauungs- wie Forschungsweise in der Empfindungslehre hervor. Was WOLFF z. B. von den Nachempfindungen sagt, erwähnt TETENS nur mit ein paar geringschätzigen Worten. In der Tat sind es leere Redereien. Um wieviel gründlicher und feiner arbeitet die psychologische Zergliederung unseres Philosophen; so tief dringt sie ein, daß sie eine ganze Reihe von Ergebnissen der neueren Sinnesphysiologie vorwegnimmt. TETENS verbessert den von den Wolffianern mißverstandenen Begriff der Nachempfindungen, indem er sie richtig auf die Dauer des Reizes bezieht. Er verweist auf die schnell bewegte glühende Kohle, die bloß infolge der Nachempfindung den Schein eines ganzen Lichtkreises hervorbringt, und er behauptet sogar, durch Versuche, die er leider nicht näher beschreibt, die Zeitdauer der Gesichtsnachbilder auf 6 bis 7 Terzen, die Zeitdauer des Abklingens  akustischer  Wahrnehmungen auf etwa 5 Terzen festgestellt zu haben. Selbst die Nachempfindungen der Tastempfindung hat TETENS experimentell untersucht, und zwar ebenso wie 70 Jahre später der Physiologe VALENTIN. In demselben Zusammenhang entwickelt dann unser Philosoph den Begriff des  An klingens einer Empfindung; ein jeder Eindruck auf das Gesicht, sagt er, bedarf einer gewissen Zeit, bis er hell und klar genug ist, um wahrgenommen zu werden. Es gibt eine Art "Nachempfindung" - die Wiederholung dieses Wortes ist natürlich ungeschickte - mit der die Zeit vom Beginn des Eindrucks auf das Sinnesorgan bis zum Entstehen der Wahrnehmung erfüllt ist.

Ich glaube, der bedeutsame Unterschied zwischen einer solchen empirischen Psychologie und der Seelenlehre der Wolffianer springt hier in die Augen. Auf der einen Seite Beobachtung und Versuch, auf der anderen spitzfindige Wortklaubereien. Indessen auch dort, wo die Abweichung nicht eine so erhebliche ist, vertieft TETENS zumindest die landläufigen Anschauungen. So übernimmt er in einer geistreichen kleinen Schrift über die Beweise für das Dasein Gottes WOLFFs drittes Argument, indem er durch eine rückschreitende Betrachtung auf eine letzte unveränderlicher Ursache kommt, die von der Kausalitätsreihe in der  Welt  verschieden sein und diese hervorgebracht haben soll. Aber seine Ausführung dieses Gedankens übertrifft die des älteren Philosophen an Bündigkeit und Feinheit. In einem anderen Buch, den "Gedanken über einige Ursache, warum in der Metaphysik so wenig ausgemachte Wahrheiten sind", nennt er als eine der wesentlichsten Ursachen die Vieldeutigkeit der Begriffe, die von verschiedenen Philosophen mit denselben Worten bezeichnet werden, und entwickelt nun den Plan einer allgemeinen philosophischen Sprache. Der Plan erinnert in einigen Beziehungen an LEIBNIZ' Entwurf einer  Characteristica universalis,  in anderen an die jetzt vergessenen Ideen des Wolffianers TÖNNIES über eine  Organica generalis;  jedenfalls führt er Ansätze der LEIBNIZ-WOLFFschen Philosophie in eigentümlicher Weise fort.

Die gleiche Selbständigkeit des Denkens tritt in der  Vermögenslehre  unseres Psychologen hervor. Das Wesen des Seelenvermögens faßt er freilich mit LEIBNIZ und WOLFF nicht als bloße Möglichkeit, sondern als eine Tendenz, die überall da zur wirklichen Tätigkeit werden  muß,  wo sie von Hemmungen frei bleibt. Aber bei der weiteren Ausgestaltung dieses Teils der Psychologie geht er seine eigenen Wege. Während die genannte Schule im Grund alle seelischen Erscheinngen auf Vorstellungen als auf die einzige Tätigkeitsform jeder Substanz zurückführt und dabei doch mehrere psychische Hauptzustände annimmt, fällt bei TETENS die ersterwähnte Beziehung ganz fort und besteht sein Einteilungsgrund keineswegs in einer Scheidung einzelner wichtiger  Zustände.  Das Maßgebende ist die doppelte  Fähigkeit  der Seele, erstens passiv Eindrücke zu empfangen, zweitens aktiv tätig zu sein; das sind die Grundvermögen der Seele, daß sie zu leiden und zu handeln imstande ist. Auf dieser Grundlage erheben sich nun zwei Klassifikationen der in einem doppelten Vermögen der Seele begründeten psychischen Lebensäußerungen. Sie stimmen darin überein, daß sie der passiven Seite ausschließlich die Empfindung zuweisen. Bei der Reizaufnahme - denn nichts anderes ist die Empfindung im engeren Sinne - verhält sich die Seele untätig; ebenso, wenn wir  Empfindung  weiter fassen und ihre die von Lust oder Unlust begleiteten Empfindnisse (Gefühle) zurechnen. Die Schemata differieren aber in der Ausführung der  anderen  Seite. Nach dem einen Plan gelten Denken und Vorstellen als vornehmste Äußerungen der Spontaneität, nach dem anderen Wollen und Erkennen, wobei letztere dann Denken und Vorstellung in sich einschließt.

Wir übersehen nunmehr, daß gerade an entscheidenden Punkten, in den Theorien über Seelenvermögen, Vorstellung, Empfindung, TETENS sich von der WOLFFschen Schule trennt. Seine geschichtliche Stellung ruht also auf anderen Grundlagen. Vielleicht auf denjenigen, über denen das Gebäude der Ant-Wolffianer sich erhebt? Dazu fehlt vor allen Dingen der Unterbau theologischer Streitigkeiten. In ihnen wurzelte ja der ärgerlichste Gegensatz zwischen den beiden Parteien, und da sich TETENS von ihnen frei hält, so hat er in der Hauptsache auch nichts mit RÜDIGER oder CRUSIUS zu tun. Nur ein paar Einzelheiten verdienen Erwähnung. RÜDIGERs Grundsatz strengster Empirie ist durch HOFMANNs Vermittlung auf unseren Denker übergegangen und hat bei ihm Frucht getragen. Ebenso ist zweifellos eine erkenntnistheoretische Überlegung aus CRUSIUS' Schriften zu TETENS gekommen. CRUSIUS unterscheidet nämlich die Verstandeskraft des  ingenium  [Schöpfergeist - wp] als die eigentliche synthetische Seelenfunktion von der analytischen Funktion und erwähnt als Beispiel für jene die Verknüpfung zweier Erscheinungen durch den Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Fast genauso die Darlegung bei TETENS.

Wir untersuchen weiter, welche Stellung unser Philosoph zu den anderen Richtungen eingenommen hat. Als durchschnittlicher  Eklektiker  kann dieser kühne und freie Denken auf keinen Fall bezeichnet werden, so viel wissen wir bereits; und wenn wir näher zusehen, erkennen wir in der Tat, daß er gerade in den wichtigeren Fragen nichts mit dem zeitgenössischen Eklektizismus gemein hat. Er stimmt nicht ein in die schrankenlose Verherrlichung der Gefühle und besonders des sogenannten "moralischen Sinns", nicht in den üblichen Ton der Empfindsamkeit, er hält sich frei von der Überschätzung der Engländer und der Bevorzugung der Tierpsychologie, und er vernachlässigt das Problem der Lebenskraft, das in den siebziger Jahren die Köpfe der Eklektiker zu beschäftigen begann. Was die Theorie der Gefühle betrifft, so tut TETENS einen entscheidenden Schritt nach vorwärts, indem er  das  Empfindung nennt, was wir als "Abbildung eines Objektes und demnach als etwas Gleichgültiges" ansehen. Gefühl das, "wovon ich weiter nichts weiß, als daß es eine Veränderung in mir selbst ist" (9). Diese Unterscheidung hat sich, nebenbei bemerkt, bis heute erhalten in den gewöhnlichen Begriffsbestimmungen von Sinneswahrnehmung und Gemeingefühl (10). Wenn die Eklektiker ferner viele Gdanken englischer Philosophen übernahmen, so  sträubt  sich auch TETENS nicht gegen die fremde Weisheit, aber er tut aus eigenem Vermögen mancherlei hinzu. Vor allem schränkt er die Bedeutung der Assoziationsgesetze ein: hatten LOCKE und seine Nachfolger durch sie  alle  seelischen Vorgänge erklären wollen, ähnlich wir durch die Anziehungskraft alle körperlichen, so zeit TETENS die Unzulässigkeit einer solchen Ausdehnung einer ansich richtigen Tatsache.

Das Verhältnis unseres Denkers zu dem  Populärphilosophen  wird besonders deutlich an der Behandlung zweier Grundfragen. Die eine ist die nach der Wirklichkeit der Außenwelt. Wenn die Realität der Dinge von der erwähnten Schule als unmittelbare Wirkung des gesunden Menschenverstandes angesehen wird, so wendet TETENS hiergegen Folgendes ein: zwar, meint er, ist mit unseren Empfindungen der Gedanke, daß sie von äußeren Objekten verursacht sind, so unmittelbar verbunden und in ihre Ideen so eng eingewebt, daß wir uns eines vorübergehenden Aktes des Nachdenkens in der Regel gar nicht bewußt werden, aber mit einer solchen Zurückführung auf den Instinkt wird das Problem mehr verdunkelt als gelöst. Überhaupt werden, und damit kommen wir zum zweiten Punkt, die Verhandlungen vor der Zeit abgebrochen anstatt zu einem befriedigenden Endergebnis geführt, sobald an den  common sense  und die unbedingte Zuverlässigkeit seiner Urteile appelliert wird.

Durch diese Abweisung der Hauptsätze der Populärphilosophie begibt sich TETENS jedoch nicht in die Reihen der  Skeptiker Er betrachtet es vielmehr als eine seiner wichtigsten Aufgaben, den Skeptizismus gründlich zu widerlegen. Ob ihm die Widerlegung  gelungen  ist, darf freilich bezweifelt werden, da er in seiner Beweisführung gegen HUME ein Mittel der WOLFFschen Philosophie, den Satz vom zureichenden Grund, anwendet und in derselben Weise wie jene sich des Fehlers schuldig macht, den Begriff der Verursachung mit dem der Begründung zu verwechseln. Doch gleichviel, jedenfalls stellt TETENS sich durchweg feindlich gegen die Richtung einer sich selbst zersetzenden Philosophie, und daß er trotzdem nicht nach der Art mancher seiner Zeitgenossen die Mystik zu Hilfe ruft, verdient alles Lob.

Mit gleicher Entschiedenheit kämpft er auch gegen den  Materialismus,  d. h. gegen die schon damals beliebte  Gleichsetzung  seelischer Vorgänge mit Gehirnerregungen. Eine solche Theorie geht nicht nur über die Möglichkeit der Beobachtung hinaus, sondern entbehrt auch jedes  Erklärungs werts. Aber eine gewisse Bedeutung besitzt sie, nämlich die einer brauchbaren naturwissenschaftlichen Forschungsweise und eines Mittels zur Veranschaulichung schwieriger Verhältnisse. Zeigt sich in dieser Bemerkung TETENS' scharfer Blick für Sinn und Grenze umfassender Anschauungen, so bewährt er sich für geschichtliche Zusammenhänge in dem von ihm gegebenen Nachweis, daß NEWTONs Beiträge zur Optik ein Ausgangspunkt des modernen Materialismus geworden sind.

Es bleibt noch, die geschichtliche Stellung TETENs' zum  Kritizismus  zu besprechen. Als TETENS sein Hauptwerk ausarbeitete, lag KANTs zweite Habilitationsschrift vor, in der entwickelt wird, daß es Erkenntnisformen a priori gibt und daß Raum und Zeit Formen der Sinnlichkeit sind, deren Subjektivität die Bedingung der apriorischen Erkenntnis ausmacht. Auf diese Abhandlung bezieht sich unser Denker mehrmals, teils mit Namensnennung ihres Verfassers, teils in verschleierten Anspielungen, nicht selten sie im Sinne der Vernunftkritik ergänzend. Da nun die Veröffentlichung der "Philosophischen Versuche" in die Pause fällt, die KANT in seiner schriftstellerischen Tätigkeit zwischen der genannten  dissertatio pro loco professionis  und der "Kritik der reinen Vernunft" hatte eintreten lassen, so liegt die Vermutung nahe, daß TETENS' Untersuchungen wiederum auf den Könsigsberger Philosophen eingewirkt haben. In der Tat hatte KANT, wie ein Brief HAMANNs bezeugt, die "Philosophischen Versuche" immer vor Augen und sich, wie ein eigenes Schreiben lehrt, in das Buch hineingearbeitet.

Die Beziehungen zwischen den beiden Forschern treten schon darin zutage, daß TETENS den erkenntnistheoretischen Erörterungen überhaupt eine bei weitem selbständigere Stellung einräumt, als es in der bisherigen Philosophie der Fall zu sein pflegte. Er prüft, auch welche Weise Erfahrung zustande kommt und ob eine Erkenntnis aus reiner Vernunft möglich ist; und wenn auch die Ergebnisse, zu denen er gelangt, sich nicht mit denjenigen KANTs decken, so beweist doch die ganze Art der Überlegung, daß ihm wie KANT das gleiche Ziel vor Augen schwebte. Freilich ist er noch mehr als sein großer Nebenbuhler in den Banden des Psychologismus befangen. TETENS gehört eben zu den Vorläufern KANTs, etwa wie LENZ zu denen GOETHEs oder MARSCHNER zu denen RICHARD WAGNERs; ist ja fast jeder unserer berühmten Namen von einem dunklen Kranz derjenigen eingefaßt, die der Tod berührt hat, noch ehe der Ruhm auch sie verklären konnte.

Im Einzelnen läßt sich das Verhältnis von TETENS zu KANT leicht an drei Punkten aufzeigen. Die Philosophen stimmen erstens überein in ihren Lehren über Sinnlichkeit und Verstand, insofern als nach ihnen diese Vermögen gänzlich verschieden sind und nur durch ihr Zusammenwirken eine Erkenntnis zustande bringen. es ist sogar ein Vorzug TETENS', daß er im Gegensatz zu seiner Habilitationsschrift und in demselben Sinn wie später die Vernunftkritik, die Möglichkeit der Annahme verwirft, auf die Sinnlichkeit eine Erkenntnis der Erscheinungen und auf die reine Verstandestätigkeit eine Erkenntnis der Dinge zu gründen. Ein Mangel von TETENS' Darstellung liegt darin, daß sie den Unterschied der Sinnesvorstellungen vom begrifflichen Denken nicht energisch genug hervorhebt. Dagegen ganz im kantischen Geist stellt TETENS die Formen des reinen Denkens als die Prinzipien hin, aus denen allgemeine und notwendige Erkenntnisse in der Fassung synthetischer Urteile hervorgehen, und verweist auf die Geometrie als auf eine Wissenschaft, deren Sätze insgesamt mit dem Bewußtsein der Notwendigkeit verbunden sind. Ein zweiter Schnittpunkt, in dem sich die Anschauungen der beiden Denker treffen, liegt in den Erörterungen über das Kausalitätsgesetz. Aber während TETENS meint, eine bestimmte Regelmäßigkeit in der Folge der  Erscheinungen  a priori erkennen zu können, ist nach KANT allein der allgemeine Begriff der Verursachung apriorisch. Zum dritten erwähne ich die beiderseitige Lehre von Raum und Zeit. Hier freilich bleibt TETENS erheblich hinter KANT zurück, da er nicht von dem Gedanken loskommt, daß Raum und Zeit durch das Beziehen von Vorstellungen aufeinander bestimmbar sind, obwohl nach kritizistischer Lehre hierdurch nur die Grenzen eines schon gegebenen Raumes oder einer schon gegebenen Zeit festgestellt werden. (11)

TETENS ist demnach nicht Kantianer, sondern lediglich durch die kantische Philosophie innerhalb gewisser Grenzen beeinflußt. Nehmen wir nun hinzu, was wir von dem strengen Empirismus seiner Forschungsweise und der anti-materialistischen Tendenz seines schriftstellerischen Wirkens gehört haben, so können wir die Stellung TETENS' in der Geschichte der Philosophie durch die Kennzeichnung seiner wissenschaftlichen Persönlichkeit mit großer Genauigkeit bestimmen. TETENS ist anti-materialistischer Empiriker mit kritizistischen Neigungen. Er gehört weder zu den Wolffianern noch zu den Eklektikern noch zu den Populärphilosophen, wie so oft fälschlich behauptet worden ist, sondern zu der kleinen Gruppe anti-materialistischer Empiriker. Aber vor seinen Gesinnungsgenossen TIEDEMANN, ZÜCKERT und BEAUSOBRE zeichnet er sich noch durch Anklänge an KANTs Philosophie aus.
LITERATUR: Max Dessoir, Des Nicolas Tetens Stellung in der Geschichte der Philosophie, Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie, Bd. 16, Leipzig 1892
    Anmerkungen
    1) Die Bützkower Akademie bestand nur von 1760 bis 1789. Die Universität Rostock wurde zwar offiziell vom Herzog von Mecklenburg aufgehoben, aber durch einen preußischen Schutzbrief auch während der genannten Jahre erhalten. Die betreffenden Urkunden in den "Hamburger Nachrichten" aus dem Reich der Gelehrsamkeit, Nr 3., Seite 561, 596, 601, 797.
    2) Das erste Datum in den dänischen, das zweite in den deutschen Quellen.
    3) Hamburger Nachrichten aus dem Reich der Gelehrsamkeit, Nr. IV, Seite 701.
    4) Nach BUDDEs Behauptung hat LAMBERT in seinen "Mathematischen Beiträgen" erklärt, daß er einen Mann wie TETENS als Beurteiler seines Versuches gerne sehen würde. Er fügt sogar hinzu: "Wer von uns will nicht das kurze und bündige Urteil dieses großen Mathematikers über unseren verstorbenen Kollegen umschreiben?" Ich finde jedoch weder in der ersten noch in der zweiten Auflage der LAMBERT'schen "Beiträge zum Gebrauch der Mathematik und deren Anwendung" eine solche Bemerkung. Die erste Auflage enthält in der Vorrede zum zweiten Teil nur den folgenden Satz, der vielleicht das Mißverständnis veranlaßt haben mag: "Es ist billig, daß ich hier nebst Herrn Professor TETENS, der ganz neulich über das  Principium minimi  eine schöne Abhandlung bekannt gemacht hat, die Herren Professor KÄSTNER und KARSTENS nenne, die sich wegen einer Berichtigung der Beweise auch in der Mechanik hervorgetan haben."
    5) Eine  Einteilung  der WOLFF'schen Schule ist meines Wissens bisher noch nicht versucht worden. Eine leidlich vollständige  Übersicht  über sie erhält man aus den Aufzählungen bei BUHLE, Geschichte der Philosophie, Bd. IV, Seite 652f; CARUS, Geschichte der Psychologie, Seite 250f; EBERSTEIN, Geschichte der Logik, Bd. 1, Seite 312f.
    6) Über RÜDIGER vgl. STOLLE, Historie der Gelahrtheit, Bd. 3, Suppl. Seite 754f; BRUCKER, Hist. crit. philos. IV, 2, Seite 533f.
    7) Ein Überblick über BUDDEs Anschauungen bei BUHLE, IV, Seite 661-689
    8) Über FEDER und die im Text sonst noch genannten Philosophen werde ich bei einer anderen Gelegenheit ausführlich handeln.
    9) EUCKEN, Geschichte der philosophischen Terminologie, Seite 210; WUNDT, "Zur Lehre von den Gemütsbewegungen", Philosophische Studien, Bd. 6, Heft 3, Seite 338
    10) DESSOIR, Über den Hautsin, Archiv für Physiologie, 1892, Seite 176f
    11) Vgl. OTTO ZIEGLER, a. a. O.