p-4 BernheimRobert Saxingervon Bechterew    
 
KARL FORTLAGE
Über die Einbildungskraft
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"Das Phantasiebild ist eines, die Wesen sind viele. Jedes Wesen wird von der Gegenwart aller anderen erregt zur Erzeugung desselben Bildes, welches als die gemeinsame Seele Aller durch Alle hindurch wirkt. Ähnlich bei Personen, welche durch langen und genauen Umgang sich so in einander hinein gewöhnt haben, daß der eine dem andern schon alles an den Augen anmerken kann und daß vermöge des gleichartigen Gedankengangs der eine die Gedanken des andern manchmal im Voraus erräth. So kann auch einer dem anderen gesprächsweise die Imagination dermaßen gefangen nehmen, daß der letztere sich ganz dumm vorkommt, indem er gezwungen wird, nur all das vorzustellen und zu denken, was der andere ihm sagt und selbst gar keine Gedanken dagegen zu haben. Plato läßt den Menon in dieser Beziehung zu Sokrates sagen: "Du scheinst mir, o Sokrates, sowohl an Gestalt, als an Wesen, dem Zitteraal zu gleichen, durch dessen Berührung man starr wird. Denn du hast mich an Leib und Seele starr gemacht und ich weiß ganz und gar nichts mehr zu sagen. Du tust daher gut, nicht in die Fremde zu reisen; sie würden dich dort leicht tot schlagen als einen Zauberer."

Wer hat nie den süßen Zauber, die verführerischen Reize der Einbildungskraft empfunden? wer sich vor ihren Täuschungen und Gaukelspielen nicht schon einmal ernsthaft zu hüten gehabt? Besonders in der Wissenschaft, wie überhaupt in allen ernsten Geschäften des Lebens greift die Phantasie gar zu häufig störend ein und ist daher als eine schalkhafte Betrügerin hier auch von jeher mit allen möglichen Steckbriefen, Ausweisungsdekreten und Verdammungsurteilen ebenso unermüdlich als vergeblich verfolgt worden.

Es kann daher keine Frage sein, daß wir es hier mit einem höchst mächtigen Wesen zu tun haben und die Macht und Gewalt, wenn sie eine so unwiderstehliche ist, wie hier, führt immer etwas Respekt Einflößendes mit sich. Das Meer, die Feuersbrunst setzen uns in Respekt, wir staunen sie mit Bewunderung, ja mit Grausen an, nicht obgleich, sondern weil sie Schiffe verschlingen und stolze Gebäude verzehren. Ähnlich ist es mit der Phantasie. Die Wirkungen des Verstandes gehen Schritt für Schritt, sie kommen ordnungsgemäß, vorbereitet und erwartet. Auch die Menschen mit vorwaltender Gefühlstiefe sind gewöhnlich zuverlässig und treu und wissen die wahre Beschaffenheit der Dinge, die sie lieben oder hassen, mit dem Senkblei ihres Instinkts recht sicher zu ergründen. Der phantastische Mensch hingegen ist gar nicht zu berechnen; man weiß nie, wessen man sich von ihm zu versehen hat, weil seine Gefühle und Gedanken sich nie nach der wahren Beschaffenheit der Dinge selbst, sondern immer nach einer der unendlich vielen Seiten richten, welche die Sache in der Phantasie zufällig herauskehren kann. Die Seele berauscht sich so beständig an ihren eigenen Mitteln und reißt das Leben in einen Strudel von Empfindungen und Handlungen, die, weil sie auf keiner reellen Grundlage stehen, über kurz oder lang den Ruin in Aussicht stellen.

Darum verdient die Phantasie auch unter den Mächten der Seele den Beinamen der gewaltigen und grauenerregenden Zerstörerin. Aber in eben dem Grad verdient sie doch auch den Namen einer Zauberin, einer schöpferischen Fee, eines produktiven Vermögens. Denn sie weiß ganz neue Welten um uns herum zu zaubern. "Eine innere Natur der Seele ist da", sagt der sinnige SCHUBERT (1), "voller mannigfacher Gestalten, Bewegungen und Töne. Diese innere Natur zeigt sich dann am mächtigsten, wenn die äußere Welt den Sinnen sich entzogen hat oder sie tritt auch mit eigentümlich hellerem Glanz mitten in diese äußere Natur hinein und strahlt aus den von außen empfangenen Eindrücken hervor, wie ein vom hellen Kerzenlicht beleuchtetes Gemälde der Menschenhand über die von Mondlicht bestrahlte Landschaft." "So seltsam es klingt", bemerkt WIELAND im   Agathon  (2), "so gewiß ist es doch, daß die Kräfte der Einbildung dasjenige weit übersteigen, was die Natur unseren Sinnen darstellt: sie hat etwas glänzenderes als Sonnenglanz, etwas lieblicheres als die süßesten Düfte des Frühlings zu ihren Diensten, unsere inneren Sinne in Entzückung zu setzen; sie hat neue Gestalten, höhere Farben, vollkommenere Schönheiten, schnellere Veranstaltungen, eine neue Verknüpfung der Ursachen und Wirkungen, eine andere Zeit, - kurz, sie erschafft eine neue Natur und versetzt uns in der Tat in fremde Welten, welche nach ganz anderen Gesetzen als die unsrige regiert werden."

Sie schafft aber nicht nur an die Stelle der wirklichen Welt andere Welten, sondern auch an die Stelle des wirklichen Leibes einen Wahnleib. Der an Zahnweh Leidende bekommt in der Phantasie zollange Zähne, der an Kopfschmerz Leidende einen Kopf so groß wie ein Wasserkürbis, der Fieberkranke phantasiert, daß es ihm zwar selbst nicht so schlecht gehe, daß aber eine todkranke Person neben ihm im Bett liege, welcher man zuhilfe kommen möge; der Invalide fühlt mit dem Witterungswechsel Schmerzen im abgenommenen. Seine Phantasie erzeugt ein Bein und dieses Phantasiebein ist sein Barometer.

Die Stoiker hatten mit Unrecht, wenn sie lehrten, daß der größte Teil dessen, was wir Glück und Unglück, Freude und Leid nennen; von der Phantasie abhänge und daß es daher nur darauf ankomme, seine Phantasie mit dem Verstand zu beherrschen, um glücklich zu sein. Sie versahen es nur darin, daß sie dieses für so leicht hielten und glaubten, es bedürfe hierzu nichts weiter, als eines einfachen Entschlusse. POMPEJUS besuchte - so erzählt CICERO - als er aus Syrien zurückkam, auf Rhodos den berühmten Stoiker POSIDONIUS, welcher hart an Gichtschmerzen litt und äußerte ihm sein Bedauern, keinen philosophischen Vortrag von ihm hören zu können. Zur Antwort begann POSIDONIUS sogleich einen Vortrag voll Feuer und Beredtsamkeit über das Thema, daß Schmerz kein Übel sei, wobei er, so oft der Gliederschmerz stärkere Anfälle machte, denselben harangierte [feierlich sprechen - wp]: "Schmerz, du richtest nichts aus; tobe soviel du willst, nie werde ich, daß du ein wirkliches Übel seist, zugestehen."

Hätte der Mensch die Gewalt, von Seiten seiner Vernunft die Einbildungskraft vollständig zu beherrschen, dann wäre auf einmal Harmonie und Frieden in der Menschenbrust hergestellt, dann gliche der Mensch nicht mehr einem Wagen mit aus der Bahn gewichenen Rossen, dann wäre ein ganz anderer Verlaß sowohl auf andere, als auch auf uns selbst. Hier muß aber Wahrheit und Aufrichtigkeit über alles gelten. Wer in der Phantasie lauter umdüsterte Bilder und Nebel hat, dem werden sie durch die Vernunft nicht hell. Wer uns hingegen heitere Phantasie gibt, der gibt uns Jugend, Verjüngung und guten Mut. Kann die Vernunft diese verleihen? Die Weisheit hat nichts von Jugend. Sie malt grau in grau. Sie stellt die strengsten und präzisesten Forderungen an unseren Willen, aber eine in allen Fällen ausreichende Kraft oder was dasselbe sagt, einen durch keine widrigen Erfahrungen mürbe zu machenden Jugendmut zur Erfüllung derselben verleiht sie uns nicht. Mit gerunzelter Stirn sitzt die Weisheit und sieht sich allein nicht vermag und ohne welches sie doch mi sich selbst in Widerspruch gerät.

Da kommt ein heiteres Kind gesprungen und löst scherzend alle die schwierigen Knoten. Fröhlich wird es von der Vernunft begrüßt. Denn es hilft ihr und führt aus, was jene begehrt. Sogar noch weit mehr, als jene für möglich hielt. Aber man nehme sich in Acht damit, es ist ein gar zügelloses Kind. Die Großmutter Weisheit sucht es notdürftig in Ordnung zu halten mit guten Worten und Zureden. Viel hilft es nicht. Denn das Kind weiß, daß die Großmutter, wenn sie ganz von ihm verlassen wäre, übler daran sein würde, als bei all seinem Spektakeln und Rumoren, es weiß, daß die Großmutter lahm ist und daher das Allermeiste, was verrichtet werden soll, doch durch den guten Willen des Kindes muß verrichten lassen.

Mit dürren Worten: die Phantasie ist unser aller Tyrann. Wir wissen aber, daß das sein sollte. Und so wie in diesem Wissen die erste Handhabe liegt, uns von dieser Tyrannei zu befreien, so liegt die zweite in einer richtigen psychologischen Erkenntnis von der näheren Einrichtung und der Wirkungsweise dieser Seelentätigkeit. Mehr Mittel haben wir nicht zur Hand und wir müssen daher mit diesen, so gut es geht, hauszuhalten suchen.

Um nun näher in den Gegenstand einzudringen, möge zuerst ein Gleichnis dienen:

Ich vergleiche die Seele einer Uhr, an welcher die umgehenden Räder durch die Einbildungskraft und das Getriebe ihrer Vorstellungen, die ziehenden Gewichte durch Triebe und Neigungen, das Perpendikel durch die regulierende Vernunft dargestellt werden. Denn so wie in der Uhr alle Wirkungen auf einer Bewegung von Rädern beruhen, so beruhen in der Seele alle Wirkungen auf einer Erzeugung von Bildern und Vorstellungen, die wir die Tätigkeit der Bilderzeugung oder Einbildung nennen zum Unterschied von den die Erzeugung bewirkenden Trieben und Gefühlen einerseits, andererseits von der dieselbe regulierenden Vernunft. Diese drei verschiedenen Tätigkeiten stehen in genauer Wechselwirkung und wir werden daher zur Aufklärung der Wirkungen der Phantasie auch auf das Spiel der anderen mi Rücksicht zu nehmen haben, aber nur, soweit es zum Zweck einer Beschreibung jener erfordert wird.

Geläufig ist in aller Welt Mund der Gegensatz von  reproduktiver  und  produktiver  Einbildungskraft. Unter ersterer wird die Wiedererzeugung aufgefaßter Bilder aus der Wirklichkeit, unter letzterer die Neuschöpfung eigentümlicher Gebile verstanden. Dieser Gegensatz ist vorhanden. Aberb er läßt sich nicht vollständig und in seiner wahren Beschaffenheit auffassen, wenn man nicht auf eine dritte Einbildungstätigkeit zugleich mit Rücksicht nimmt, mit welcher man sich im Allgemeinen weniger bekannt zeigt, nämlich auf die  wahrnehmende  oder  auffassende.  Und doch ist es gerade diese, auf welcher die beiden anderen beruhen und in welcher sie ihre Erklärung finden. Es muß daher von dieser ausgegangen werden, wenn die anderen in ihr rechtes Licht treten sollen.

Sobald von einem Menschen die Rede ist, bei welchem die Einbildungskraft überwiegend vor anderen Seelenvermögen ausgebildet sei, so pflegt man darunter gerade nicht zu verstehen, daß dieser Mensch vorzugsweise die Geometrie zu seiner Beschäftigung gemacht habe. Und doch ist der Raum, mit dessen Verhältnissen sich der Geometer ausschließend beschäftigt, ein Erzeugnis der wahrnehmenden oder auffassenden Einbildungskraft. Der Raum z. B., in welchen ich entfernte Gegenstände beim Sehen versetze, wird durch meine Einbildung aus eigenen Mitteln erzeugt. Denn wie könnte ich wohl sonst über die Entfernung eines gesehenen Gegenstandes so häufig in Zweifel sein? wie das Bild des Gegenstandes im Raum meiner Auffassung so lange hin und wieder rücken, bis es endlich an die Stelle gelangt, welche mir nach allerlei Mutmaßungen die richtige zu sein scheint? Wenn das Lichtbild der magischen Laterne sich verkleinert, so scheint es dem Zuschauer ferner zu rücken, vergrößert es sich, ihm näher zu kommen; diese Nähe und Ferne ist nirgends, als in der Phantasie. (3) Beim Anschauen einer gemalten Perspektive bekommt die Leinwand, welche uns Anfangs als Fläche erschien, immer stärkere Vertiefungen, freilich nirgends anderswo, als in unserer Phantasie. Die ganze Malerkunst ist ein Vexierspiel, das mit unserer Phantasie getrieben wird. Aber der Maler benutzt bei diesem Spiel nur dieselbe Wirkungsweise der Einbildungskraft, vermöge deren wir die wirklichen Gegenstände außer uns erblicken. Denn die Physiologie lehrt, daß das beim Sehen vom Sehnerven Empfundene nichts weiter, als ein winziges Miniaturbildchen auf der Netzhaut in der Tiefe des Augapfels ist. Folglich werden die Bilder der gesehenen Gegenstände niemals an ihren wirklichen Orten gesehen, sondern die im Auge erzeugten Empfindungen des Sehnerven werden vermöge der wahrnehmenden Phantasie aus dem Auge in gewisse Entfernungen hinausgeworfen oder projiziert.

Aber auch bei der Auffassung zeitlicher Verhältnisse hat die Phantasie die Hand mit im Spiel. In einem Musikstück z. B. höre ich die Töne, aber die Pausen höre ich nicht. Womit sollte ich also wohl das Zeitmaß, womit sie die Töne unterbrechen, hinzufügen, als mit der Phantasie? Und warum werden uns bei peinlicher Erwartung die Augenblicke so lang, warum fliegt bei unterhaltender Kurzweil die Zeit so rasch dahin? Dehnt sich die Zeit im ersten Fall wirklich in die Länge? geht die Sonne wirklich träger auf und unter? fließt das Wasser im Fluß wirklich langsamer? Niemand wird das glauben. Überaus zierlich drückt sich über diesen Gegenstand der große Psychologe SHAKESPEARE (4) aus. "Die Zeit", sagt er in  Wie es euch gefällt,  "hält, wie ein Roß, mit verschiedenen Personen verschiedenen Gang. Sie schleicht mi einem jungen Mädchen zwischen dem Verlöbnis- und dem Hochzeitstag. Wenn auch nur eine Woche dazwischen ist, so währt diese ihr länger, als sieben Jahre. Sie geht den Paß mit einem Priester, der kein Latein versteht und mit einem reichen Mann, der nicht an Podagra [Großzehengicht - wp] leidet. Denn der eine schläft ruhig, weil er nicht studieren kann und der andere lebt lustig, weil er keinen Schmerz hat. Sie gallopiert mit dem Dieb zum Galgen. Still aber steht sie mit Richtern in den Ferien. Denn da schlafen sie von einem Termin zum andern und merken gar nicht, daß die Zeit fortrückt."

Wir dehnen also bei der Wahrnehmung der Gegenstände unaufhörlich aus eigenen Mitteln die Räume und Zeiten entweder weiter aus oder ziehen sie enger zusammen, woraus hervorgeht, daß der Raum und die Zeit, welche in dieser Weise gedehnt und verengt werden können, uns selbst angehören. Sie bilden gleichsam ein Gehäuse, in welchem wir festsitzen, wie in einem Wohnhaus unserer inneren Natur. Das Meiste von dem, was wir glauben von Außen her zu empfangen, wird bloß aus den Mitteln dieses inwendigen Gehäuses von uns selbst entworfen. Das Gehäuse hat nämlich eine gewisse angeborene kleinste Gestalt, in welche es sich zusammenziehen kann, es läßt sich aber auch nach allen Seiten hin ausziehen wie ein Tubus [Hohlzylinder - wp]. Nun vollziehen wir diese Ausstreckungen, welche wir die Räume der Außenwelt nennen, zwar nie ohne besondere Veranlassungen dazu. Aber sobald diese Veranlassungen kommen, wird alles nur aus eigenen Mitteln vollzogen.

Aber auch auf die Empfindungen der Sinne, die Farben, Töne, Gerüche und Geschmäcke behauptet die auffassende Einbildungskraft einen großen Einfluß. Eine Speise, bei welcher wir, wenn auch grundlos, eine unreinliche Zubereitung vermuten, fängt an uns unangenehm zu schmecken; unser Geschmacksnerv wird von der Phantasie aus verändert und umgestimmt. Die Stimme des Menschen, den wir lieben, klingt uns melodisch, sollte sie auch rauh sein; unser Gehörnerv faßt anders auf. Rote Wangen, welche wir mit Wohlgefallen ansahen, erscheinen uns ganz anders, sobald wir erfahren, daß dieselben geschminkt sind; die Farbe eines Tuches ganz anders, je nachdem dieselbe in oder aus der Mode ist. Es ist daher die Annahme nicht zu umgehen, daß auch hier die Phantasie am Tatbestand der Natur, den sie zwar bis auf eine gewisse Grenzen muß bestehen lassen, doch so viel dreht und modelt, als sie nur kann. Aber auch selbst in dem, was sie bestehen lassen muß, besitzt sie niemals das, was sie empfängt, sondern immer nur das, was sie auf dem Empfangenen macht. Wir sehen nicht die Lichtschwingungen, welche unseren Sehnerven berühren, sondern der Sehnerv erzeugt in der Phantasie einen Farbeneindruck, welcher mit jenen Schwingungen gar keine Ähnlichkeit hat. Ebenso ist es beim Hören, Riechen und Schmecken. Farben, Gerüche, Geschmäcke und Töne sind von demselben Stoff, aus welchem die Träume gemacht sind, Stoff der Phantasie. Ja, der Traum übertrifft manchmal in Anfertigung dieser inneren Fabrikate an Feinheit, Lebhaftigkeit und Reinheit der Empfindung noch bei weitem das, was die Wahrnehmung der Wirklichkeit in dieser Hinsicht leisten kann.

Darum ist nun aber auch jener Phantasieleib, jenes aus- und einziehbare Gehäuse, das die Seele unabtrennbar umgibt, nicht ein Einbildungsraum im Sinne einer bloßen Fiktion, sondern ein Einbildungsraum im Sinne einer Wirklichkeit. Alle Erdichtungen gehen von ihm aus, werden aus seinem Stoff verfertigt; er selbst ist keine Dichtung, sondern etwas ebenso Wirkliches, als wir selbst. Denn er ist ein unabtrennbarer Bestandteil unserer Seele. Wie der Schneider das Kleid, das er verfertigt, aus dem heilen Tuch, wie der Schuhmacher den Schuh aus dem heilen Leder herausschneidet, so wird alle Erkenntnis der Außenwelt aus dem Stoff dieser Selbsterkenntnis, dieses Phantasie- oder Empfindungsleibes herausgeschnitten. Auf seinen Anschauungen beruth auch die Wissenschaft der Geometrie, in welcher wir es ebenso sehr mit Erzeugnissen unserer eigenen Einbildungskraft zu tun haben, als sie zugleich der Schlüssel ist, welcher uns die Erkenntnis der Außenwelt aufschließt.

Wie verhält sich denn nun dieser Empfindungsleib unserer Seele, dieses Wohnhaus der Phantasie, zu unserem wirklichen und betastbaren Leib? Sie stimmen nicht immer miteinander überein. Wenn z. B. der junge Eber um sich haut, als ob die Hauzähne ihm schon gewachsen wären, so fühlt er in seinem inwendigen Empfindungsleib schon die Zähne, welche an seinem wirklichen Leib erst wachsen sollen. Auch Hirschkälber machen possierliche Versuche, die noch nicht gewachsenen Geweihe zu gebrauchen, welche also in ihrer Einbildung schon existieren. "Ich stelle mir", sagt REIMAURUS über diesen Gegenstand (5), "eine Empfindung des Triebes der Natur vor, da sie zur Hervortreibung solcher Werkzeuge und Waffen arbeitet. Mit der Bewegung der dahin fließenden Säfte entsteht die Empfindung von diesem Zuschuß und ein Bemühen zur Bewegung und zum Gebrauch solcher Teile, die noch in ihrem Keim verborgen liegen. Wir sehen eine ganz ähnliche Wirkung am Flattern junger Vögel, ehe ihnen die Federn recht gewachsen sind. Und ich meine nicht zu irren", fügt REIMARUS hinzu, "wenn ich es einem solchen Zuschuß der Säfte beimesse, daß der Wurm eines männlichen Hirschkäfers sich bei seiner Verwandlung eine Grube gräbt, die seine Länge zweimal übertrifft. Denn unter seiner Puppenhaut liegt ihm das Horn, welches er künftig ausstrecken soll und wohin schon jetzt die Säfte schießen, am Bauch; daher das Bemühen zur Ausstreckung desselben und folglich zu einer gemäßen Bereitung der Grube zu entstehen scheint. Das Weiblein des Käfers aber mach sich keine so lange Höhle, weil seine innere Bildung kein solches Horn enthält und also zu dessen Ausstreckung so wenig, als zur Erweiterung des Raums einen Drang gibt." Da nun der Trieb zur Ausstreckung des Horns in diesem Fall notwendig mit der Empfindung des bereits ausgestreckten Horns verbunden gedacht werden muß, so stimmt auch in diesem Fall der Leib des Tieres, wie er in seiner eigenen Empfindung lebt und ist, nicht mit dem wirklichen Leib desselben überein, indem sich an jenem bereits ein Organ entwickelt findet, welches an diesem noch unentwickelt ist. Und so wie die Larve des Hirschkäfers eine Grube gräbt für ein noch nicht vorhandenes Horn, ähnlich bauen die Bienen Zellen für einen noch nicht vorhandenen Honig; sie legen solange Phantasiehonig hinein, bis sie denselben mit wirklichem vertauschen können. Bei ihnen bildet dieser Phantasiehonig ebensosehr einen untrennbaren Bestandteil ihres inneren Leibes, wie bei der Larve des Hirschkäfers das Phantasiehorn.

Aber auch bei Menschen stimmt die Figur des psychischen Leibes mit der des materiellen nicht immer überein. BETTINA von ARNIM gesteht in ihrem Briefwechsel mit GOETHE, daß sie sich immer groß und schlank vorgekommen sei im Widerspruch mit ihrer wirklichen Gestalt. Das Einherstolzieren des Eitlen mit emporgerissenen Nacken und auf den Zehen sich schaukelnden Füßen zeigt deutlich an, daß sein physischer Leib sich zu einer Hoheit der Gestalt erhoben fühlt, zu welcher sich sein materieller Leib vergeblich emporzurichten trachtet. Der Verrückte, welcher sich einbildet aus Glas zu sein, so daß er fürchtet, beim geringsten Anstoß zu zerbrechen, hat in seinem Phantasieleib Empfindungen, welche mit der Beschaffenheit seines natürlichen Leibes nicht stimmen. Der im Kampf Zaghafte fühlt sich schwächer in seinen Gliedern als er wirklich ist; beim Tollkühnen übersteigt umgekehrt das Kraftgefühl in seinem Phantasieleib das Maß der in seinem wirklichen vorhandenen Muskelkraft.

Ein auffallender Charakter an unserem inwendigen Leib ist seine Virtuosität im Nachahmen der Zustände, von denen die äußeren Zeichen zu ihm gelangen. Er gleicht in diesem Punkt einem Schauspieler, welcher mehr oder weniger die Rollen bei sich selber durchzuspielen fähig ist, welche ihm von außen vorgespielt werden. Zeuge davon ist das Mitleid. Der Mitleidige versetzt sich in die Seele des anderen, spielt die Rolle des fremden Phantasieleibes in seinem eigenen und zwar gezwungenerweise mit durch. Durch ein ähniches Verfahren gelingt es uns, aus den Mienen, Tönen und Gesten anderer Personen deren Seelenzustände zu verstehen. Wir legen nämlich bei jeder Miene, jedem Ton, jeder Gebärde den Seelenzustnd unter, welcher der unsere sein würde, wenn wir dieselbe Miene, Ton oder Gebärde aus uns selbst auf eigene innere Veranlassung hervorbrächten. Wie aber könnten wir wohl erfahren, von welcher Art jener sei, wenn nicht unser eigener Phantasieleib die Miene, den Ton, die Gebärde zuvor an sich selbst probierte, um zu empfinden, welchem Affekt oder welcher Stimmung sie angehöre. Daher kommt es auch, daß wir Gebärden und Töne, welche Gemütszuständen angehören, zu denen wir gar keine Anlage besitzen, auch wirklich gar nicht verstehen. Denn um einen gewissen schneidenden Akzent der Stimme und dgl. im Phantasieleib nachahmen zu können, dazu gehört, daß die Gemütszustände, welche einem solchen entsprechen, in naher Bereitschaft liegen. Tun sie das nicht, so wird der Ton, die Miene, die Gebärde gar nicht verstanden, d. h. gar nicht nachgeahmt. Verstehen heißt daher soviel als Nachahmen oder mit den Mitteln des Phantasieleibes Hervorbringen. Je weiter unser Mitgefühl reicht, je mehr Personen und je verschiedenartigere Wir in uns darzustellen fähig sind, desto weiter reicht unser Verständnis, desto reicher wird unser eigenes inwendiges Leben. Ich kann in die Seele eines Anderen niemals anders hineingelangen, als indem ich meine eigene Seele durch Nachahmung seines Innenleibes der seinigen verähnliche, dadurch durchlebe und empfinde ich die Zustände seiner Person in der meinigen mit. Ein vollständiges Verständnis ist daher nur in Zuständen der Zuneigung und Sympathie möglich, weil nur hier die Nachahmung völlig gelingt. Ich werde nicht verstanden, heißt so viel als: ich werde nicht geliebt.

Wie der Freund durch Verständnis der Person des Freundes in sich selbst eine zweite Person erschafft, ähnlich umgiebt sich die Phantasie des dramatischen Dichters mit zweiten Personen wie mit selbstgeschaffenen Freunden. Daher hielt SCHILLER Poesie und Freundschaft für verwandte Seelenzustände. "Wenn Freundschaft und platonische Liebe" schrieb er einst (6), "nur eine Verwechslung eines fremden Wesens mit dem unsrigen, nur eine heftige Begehrung seiner Eigenschaft sind, so sind beide gewissermaßen nur eine andere Wirkung der Dichtungskraft. In beiden Fällen führen wir uns durch neue Lagen und Bahnen, wir brechen uns auf anderen Flächen, wir sehen uns unter anderen Farben, wir leiden für uns unter anderen Leibern." Zugleich aber geht hier die Bedeutung davon auf, was es heißt: in einander hinein imaginieren, einander die Phantasie gefangen nehmen oder auch: an einem und demselben Phantasiegebilde teilnehmen. So sehen wir es bei den instinktartig zusammen arbeitenden Tieren, den Bienen, Ameisen und Termiten. Sie imaginieren gegenseitig in einander hinein, sind bewegt von einem sie gemeinschaftlich durchdringenden Phantasiegebilde, welches ihr Werk in Bewegung setzt. Das Phantasiebild ist eines, die Wesen sind viele. Jedes Wesen wird von der Gegenwart aller anderen erregt zur Erzeugung desselben Bildes, welches als die gemeinsame Seele Aller durch Alle hindurch wirkt. Ähnlich bei Personen, welche durch langen und genauen Umgang sich so in einander hinein gewöhnt haben, daß der eine dem andern schon alles an den Augen anmerken kann und daß vermöge des gleichartigen Gedankengangs der eine die Gedanken des andern manchmal im Voraus erräth. So kann auch einer dem anderen gesprächsweise die Imagination dermaßen gefangen nehmen, daß der letztere sich ganz dumm vorkommt, indem er gezwungen wird, nur all das vorzustellen und zu denken, was der andere ihm sagt und selbst gar keine Gedanken dagegen zu haben. PLATO läßt den MENON in dieser Beziehung zu SOKRATES sagen (7): "Du scheinst mir, o Sokrates, sowohl an Gestalt, als an Wesen, dem Zitteraal zu gleichen, durch dessen Berührung man starr wird. Denn du hast mich an Leib und Seele starr gemacht und ich weiß ganz und gar nichts mehr zu sagen. Du tust daher gut, nicht in die Fremde zu reisen; sie würden dich dort leicht tot schlagen als einen Zauberer." "Auch ist es", wie SCHOPENHAUER richtig bemerkt (8), "ein schweres Ding, wenn Alle, die uns umgeben, anderer Meinung sind, als wir und sich danach benehmen, selbst wenn wir von ihrem Irrtum überzeugt sind, nicht durch sie wankend gemacht zu werden. Einem flüchtigen, verfolgten, ernstlich incognito reisenden König muß das unter vier Augen beobachtete Unterwürfigkeitszeremonielle seines vertrauten Begleiters eine fast notwendige Herzensstärkung sein, damit er nicht am Ende sich selbst bezweifle." Das ist es dann auch, was uns die Ehre und gute Meinung, worin wir bei anderen stehen, zum Bedürfnis macht. Ein Mensch, welcher von anderen gering geschätzt wird, hat immer stark gegen den seiner Phantasie hierdurch angetanen Zwang anzukämpfen und die so häufig vorkommende hochmütige Überhebung bei verkannten Geistern oder Talenten rührt eben von der gewaltsamen Reaktion des inwendigen Menschen gegen den seiner Phantasie angetanen Zwang her. So stark imaginieren die ähnlichen Wesen in einander hinein und nehmen unvermutet und unversehens einander ihre Phantasie gefangen.

Eine gewisse schottische Dame hatte eine so stark mitempfundene Einbildungskraft, daß die Erzählung von einem heftigen Schmerz, den eine andere Person erlitten hatte, entsprechende Schmerzempfindungen in eben dem Körperteil bei ihr hervorrief, z. B. die Erzählung von der Amputation eines Armes Schmerzen in ihrem Arm (9). Ein Schüler BOERHAVEs mußte darum das Studium der Medizin aufgeben, weil er sich einbildete, alle Krankheiten, von denen der höchst anschauliche Vortrag des Lehrers handelte, selbst zu haben. (10) Das Gähnen in langweiliger Gesellschaft steckt an durch den Anblick. Ums Jahr 1812 verbreitete sich zu Redruth in Cornwall in der Kirche der Methodisten eines sogenannte Predigerkrankheit durch Phantasiewirkung. Mit Ausrufungen voll Angst und zerknirschten Gebetstönen, wobei der obere Körper zitterte und zagte, hatte zuerst ein Individuum die Stille des Gottesdienstes unterbrochen und von da an folgten immer mehrere. Die Bewegung verbreitete sich von Redruth aus bald in die benachbarten Dörfer und die Zahl der von ihr Ergriffenen belief sich auf viertausen. Der Anfall bei jedem Einzelnen dauerte gewöhnlich bis zur achtzehnten Stunde (11). Eine ähnliche Erscheinung war zu Anfang des vorigen Jahrhunderts bei den Versammlungen der Inspirierten in den Cevennen zu beobachten gewesen und hat sich auch zu Beginn der Vierziger Jahre zu Smaland in Schweden, sowie im Winter 1851-52 im Niedereggener Bezirksamt Mühlheim in Baden wiederholt. Im letzteren Fall beschränkte sich die Erscheinung aber nur auf junge Mädchen, 14 oder 15 an der Zahl. (12)

Je nachdem nun unser inwendiger Leib von der Natur eine verschiedene Beschaffenheit und Befähigung in sich empfangen hat, je nachdem wird sich auch die Außenwelt ihm in einem verschiedenen Licht präsentieren. Menschen z. B. von großer Statur haben notwendig von den Menschen um sich herum ein kleineres Bild in der Phantasie, als kleine Leute, welche zu anderen immer in die Höhe aufzuschauen genötigt sind. Einem Riesen stünde das Menschengewimmel um ihn herum wie ein Ameisenhaufen in der Einbildung, einem Zwerg müßten sich alle Lebensszenen in kolossalem Maßstab darstellen. Räume und Gegenstände, die uns in der Kindheit weit und groß erschienen, nahmen von Jahr zu Jahr engere Formen an. Seltsamer und schwerer erklärlich ist, daß einigen Menschen die Figuren breiter, anderen schmäler in der Phantasie erscheinen. Den byzantinischen Malern erschienen die Figuren so schmal, daß sie alle etwas von in die Höhe strebender Kerzengestalt annahmen. Auch bei den Persern muß dieser langgestreckte und schmale Typus der Menschenform die Phantasie beherrscht haben, sonst hätte einer ihrer Dichter im Lob seiner Geliebten sich nicht hinreißen lassen können zu dem Ausruf: "Wie soll ich sie küssen, da sie keinen Mund hat; wie soll ich sie umarmen, da sie keine Taille hat?" Das Mittelalter liebte turmartige und schmale Gebäude, mit Überbau und Treppenform, stufig, terrassenartig, sogar schwindelnd emporgehend. Wir hingegen lieben mehr die Breite mit gerade Mauern, flacheren und schwächer gesenkten Dächern. Auch lieben wir mehr das Helle, Offene und Freie, im Gegensatz zum dunklen, versteckten und verschlungenen Wesen der mittelalterlichen Bauten und Einrichtungen. Unsere Phantasie ist daher heller und heiterer gestimmt, als es die mittelalterliche Phantasie im Allgemeinen war. Die antike griechische Phantasie war so heiter und hell, daß alle Figuren in ihren Gemälden deutlich und breit neben einander stehen mußten im völlig überschaubaren Gegensatz. Ein interessantes Durcheinander und Gewimmel von Figuren, wie wir es lieben in Gemälden von Schlachten und Volksgewühl, verabscheuten sie. In ihrer auffassenden Einbildungskraft stellte die Welt und die menschliche Gesellschaft sich auf diese klare und unterschiedene Weise dar, während wir im Gegenteil häufig verzwickte Verkürzungen lieben, bis zu HOGARTHs bekannter Aufgabe, einen abgehenden Gendarmen nebst begleitendem Hund mit drei Strichen zu zeichnen. Ebenso große Unterschiede sind in Betreff der Farben bemerkbar. Eine Zusammenstellung greller und brennender Farben, wie die Ägypter sie auf ihren Wandgemälden liebten, was aussieht, wie bedruckter Kattun, stimmt nicht überein mit der Art unserer Phantasie, während es der ihrigen entsprach. Einige unserer Maler wissen nicht, wie hell und munter sie ihre Farbentöne halten sollen, während andere nur die unentschiedenen Farben und das Helldunkel für geeignet finden, die Anschauungen wiederzugeben, von denen ihre Phantasie erfüllt ist. Einigen passen die zudeckenden Töne der Ölfarben, anderen die Durchsichtigkeit des Aquarell, wieder anderen die grelle Heiterkeit der Frescofarben am besten zu ihren Intentionen, ähnlich wie einige in der Musik das Dur dem Moll vorziehen, andere umgekehrt, einige lieber die helle und sichere Tagesbeleuchtung haben, andere lieber den flimmernden und transparenten Abend, einige den hellen Sommer, andere den bunten und schillernden Herbst vorziehen, die inen sich bei der penetranten Frische scharfer Morgenluft oder des mit Schneegewässern und Brünnlein fließenden Vorfrühlings wohl fühlen, anderen hingegen das Zimer und der warme Ofen um diese Zeit lieblicher ist.

LITERATUR - Karl Fortlage, Acht psychologische Vorträge, Jena 1869
    Anmerkungen
    1) GOTTHILF HEINRICH von SCHUBERT, Geschichte der Seele, § 37
    2) CHRISTOPH MARTIN WIELAND, Agathon, 2. Teil, Leipzig 1773, Seite 74
    3) Als ein besonderes interessantes Beispiel gehört hierher auch das, welches FRIES (Neue Kritik der Vernunft I, Heidelberg 1807, Seite 103 mit folgenden Worten erwähnt: "Wir wissen sehr wohl, daß der Mond ein Himmelskörper ist und daß er, wenn er aufgeht, unten am Horizont nicht größer ist, als wenn er hoch am Himmel steht; auch ist das Farbenbild, welches wir von ihm erhalten, unten ebenso groß ist, als oben, wie wir finden können, wenn wir es messen; demungeachtet aber bilden wir uns ein, ihn unten, wenn er eben erst über den Horizont herauftritt, weit größer zu sehen, als wenn er doch am Himmel steht. Hier ist die Vorstellung von der Größe des Mondes in der Anschauung desselben  eine  Vorstellung der produktiven Einbildungskraft."
    4) SHAKESPEARE, Wie es euch gefällt, 3. Aufzug, 8. Auftritt
    5) HERMANN SAMUEL REIMARUS, Über die Kunsttriebe der Tiere, im Anhang, Seite 54
    6) In einem Brief von 1873 an REINWALD, in SCHILLERs Leben von Caroline von Wolzogen, Teil 1, Seite 100f
    7) PLATON, Meno, Seite 16. Ficin.
    8) SCHOPENHAUER, Paranäsen und Maximen, in "Parerga und Paralipomena", Bd. 1, Seite 419
    9) Vgl. EDUARD BENEKEs pragmatische Psychologie I, Seite 240. "The Edinburg Journal of science", cond. by D. BREWSTER, April 1830
    10) Vgl. SCHUBERTs Geschichte der Seele, Seite 813
    11) Vgl. SCHUBERTs Geschichte der Seele, Seite 810. Journal général de Médicine etc. par Corvisart, Leroux et Boyer, Paris 1814
    12) Vgl. FECHNERs Zentralblatt für Anthropologie 1853, Nr. 15, Seite 280. KERNERs Magikon iII, 59 und V, 267.