individualitas non est scientia
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- Die "quaestio facti" ist eine "quaestio juris" ! -



  - Das Sein ist ein Sollen ! -

Schluß mit dem populären, aber verblödeten Realitätsgefasel !
Objektivismus ist intellektueller Selbstmord !

 ES IST NICHTS GEGEBEN !
[So lautet der längst fällige Paradigmenwechsel ! ]

Das Hauptübel unserer Zeit ist, wie in der Vergangenheit auch, der Aberglaube. Der einzige Unterschied ist der, daß seit etwa 200 Jahren die allgemein verbreiteten Vorstellungen von Wissen, Objektivität, Rationalität, Logik, Erkenntnis, Realität oder Wahrheit als eine Art "Intelligenzduselei" offenbar werden. Diese Begriffe sind seit der Aufklärung die Abgötter einer idealisierten Geisteswelt, die als Machtinstrument verstanden werden muß.

Das objektivistische "positive" Denken beruth auf der Annahme, daß sich etwas  wahrnehmen läßt [wie es "ist"]. Der "wissenschaftliche" Beweis beruth auf Meßbarkeit in Zeit und Raum. Raum und Zeit als solche sind aber kein Gegenstand der Wahrnehmung, sondern   erschlossen.  "Empirisch" heißt, daß etwas sinnlich gegeben ist, aber  es ist nichts sinnlich gegeben.  Auch die Empfindung ist schon Vorstellung, Abstraktion. Was verwortet wurde ist schon schematisiert. "Alles Vermittelte aber ist  bezweckt" [Gans-Ludassy]. Dasselbe gilt für die "Verzahlung".
    Eine objektive Realität ist nichts anderes als ein Ausdruck für  Macht, bzw. Ohnmacht, die sich in den Köpfen von Menschen breitgemacht hat. Es gibt nur soviel Wissenschaft, wie es Gleichschaltung gibt. Die scheinbare Neutralität der "wissenschaftlichen" Meßmethoden in Zeit- und Raum nützt in fundamentaler Weise den herrschenden Machtverhältnissen und macht sie unangreifbar, weil "Realität" und "Macht" als zwei grundsätzlich verschiedene Paar Stiefel angesehen werden, von denen das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Was gemeinhin als "Wirklichkeit" oder "Wahrheit" bezeichnet wird, muß als "Interesse", als "(Rationalitäts-)Bedürfnis" verstanden werden, das jemand mehr oder weniger oder auch  nicht haben kann.Der einzige Weg, der allein noch offen ist, ist ein "wertlogischer".

    Das Ziel: ist es, den Objektivismus als  Religion der Macht abzuschaffen und den Begriffen von Logik, Rationalität und Vernunft wieder einen glaubwürdigen Sinn zu verleihen, mit dem sich die geistige Verwirrung der meisten Menschen verdeutlichen und klären läßt. Das Zeitalter der Fakten und absoluten Wahrheiten ist vorüber. Es sind  Interessen und  Zwecke und damit die  Macht, die das Geschehen auf dieser Welt bestimmt und die intellektuellen und seelischen Voraussetzungen, damit diese Macht auch "gut" sein kann, sind erst noch zu schaffen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, daß es nichts Gutes  ansich gibt, so daß die Frage lauten muß: "Gut für wen oder was?" Diesbezügliche Optimierungen in der Auffassung der Dinge sind  in jedem Fall möglich. Der  Wertgedanke ist dabei das geistige Band, das alle diese Bestrebungen zusammenhält. Die Umwertung aller Werte betrifft die Worte der Sprache. Sie sind nichts mehr wert, wenn die Bullshitter die Szene beherrschen.
Das ist die Grundidee dieser Forschungsstation mit dem auf den ersten Blick etwas verwirrenden Namen "gleichsatz.de".

Objektive Realität ist eine Jllusion. Die Dinge werden zweckbedingt beurteilt und gewertet. Es gibt nämlich keine  logische  und auch keine  kausale  Verbindung zwischen Wahrnehmung [= Vorstellung] und Gegenstand und auch keine zwischen Individuum und Allgemeinheit. Zwischen beidem besteht keinerlei Proportion. Ein solches Verhältnis muß  willentlich  gestiftet werden. Empirismus, Positivismus, Materialismus, überhaupt Realismus sind nichts weiter als populärer Massenwahn. Der Faktismus ist die Pest dieser Zeit und war die Pest des vergangenen Jahrhunderts.

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Die Dinge  sind  nicht  ansich  das oder das, sondern sie haben für jeden einzelnen Menschen eine ganz bestimmte Bedeutung.  Ansich  ist alles relativ, aber es gibt nichts  ansich. 

Auf  gleichsatz.de  werden die logischen Voraussetzungen thematisiert, an denen eine vernünftige und damit friedliche Verständigung im Konflikt der Interessen bisher immer gescheitert ist. Eine nicht widersprüchliche  Einsicht  ist da unmöglich, wo Grundvoraussetzungen ungeklärt bleiben oder als selbstverständlich hingenommen werden, es aber nicht sind. Wo es keinen gemeinsamen Maßstab für das gibt, was als "rational" oder "logisch" gelten soll, bleibt am Ende nur die Gewalt zur Beendigung eines Streits und dabei spielt es keine große Rolle, ob diese Gewalt physisch oder psychisch ausgeübt wird.

Es ist unmöglich, auf Verallgemeinerungen zu verzichten, denn damit würde auch jedes Denken aufhören, aber man sollte sich immer auch bewußt sein, daß hinter jedem Wort ein  Wollen  steckt, eine Richtung und ein Ziel, das man stets im Auge haben sollte, wenn das, was  gemeint  ist, auch verstanden werden soll. Noch so viele scheinbare Wahrheiten sind bedeutungslos, wenn es eigentlich um ganz was anderes geht. Ohne  Verständnis  ist das Geschehen auf dem Planeten Erde nichts weiter als eine Ansammlung von Dumm-, Bos- und Verücktheiten und es wird mit Sicherheit erheblich mehr Schaden angerichtet, als das Gegenteil der Fall ist. - Jede Menge Gesichtspunkte also, um - gegen den Strom der Zeit - sich das Kritikvermögen  nicht  einschläfern zu lassen. Die Realisten, Positivisten und Mathematiker-Philosophen sind der Feind. Realität ist Jllusion, fauler Zauber und wird in der Regel mit Logik verwechselt. Die Logik hat aber mit Wirklichkeit nichts zu tun und betrifft nur die Begriffe und Zahlen untereinander.

Die meisten Menschen träumen ihren dogmatischen Schlummer vom Gegebenen und halten für  real,  was eigentlich eine mehr oder weniger willkürliche Konstruktion ist. Es ist nichts  gegeben,  auch kein Gott. Es wird alles nur  angenommen  und  aufgegeben.  Das Problem ist ein ethisches und damit des  Wollens  und nicht des objektiven Wissens. Das objektive Wissen ist selbst das Problem. Die Ideologie des Objektiven und Allgemeingültigen, das immer zweckbedingt konstruiert wird, bleibt verschleiert und wird zum heimlichen Problem, das sich auf alle möglichen Gebiete des menschlichen Lebens auswirkt, aber die Krise wird schöngeredet.

Die unmenschliche Gleichgültigkeit dem Übel in dieser Welt gegenüber ist im Wesentlichen das Resultat eines Aberglaubens an den Zwang der Tatsachen. Tatsachen sind das sanfte Ruhekissen der bürgerlich-kleinkarierten Ignoranz und die Ursache des Fatalismus der Ungebildeten. Tatsachen sind aber in demselben Sinn keine Tatsachen, wie die Vernunft eine Hure sein kann.

Wo von  objektiver  Wahrheit oder objektiver Realität die Rede ist, wird ein illegitimer  Macht anspruch gerechtfertigt und geistige Gewalt ausgeübt. Alle Logik ist zweckrational. Der Fortschritt der Menschheit liegt nicht in der  Macht  irgendetwas zu tun, sondern in der Erkenntnis dessen, was Irrtum ist.

Es gibt keine Wahrheit, aber es gibt eine "keine Wahrheit". Es gibt die Lüge und das Falsche, es kann falsifiziert, ausgeschlossen, negiert werden. Die Wahrheit selbst ist offen. Das ist Freiheit. Der Zwang und die Pflicht besteht darin, das Falsche zu finden und dadurch der Freiheit mehr Raum zu geben. Das ist Kritik! Man kann das auch "Suche nach der Wahrheit" nennen, die aber immer offen bleibt. - Und da wäre noch was: Ja, ich schließe aus, daß die herrschenden Verhältnisse grundsätzlich in Ordnung sind.